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Rebel Video, Porträts und Videos: "Die langen Ferien", Kurzfassung (Margrit Bürer, Heinz Nigg, Video mitenand; 1983)


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 9094-009e
BestandF_9094 Video - Ich sehe. Werkarchiv Heinz Nigg [VIDEO]
Bestandesbeschrieb

Der Videobestand des Ethnologen und Kulturschaffenden Heinz Nigg umfasst 269 Aufnahmen. Sie wurden 2021 in Zusammenarbeit mit Memoriav digitalisiert und entstanden zwischen 1966 und 2021. Etwa zwei Drittel gehören zu vier grossen Ausstellungsprojekten: • Rebel Video (2017, Landesmuseum Zürich): Porträts und Arbeiten von Exponent:innen des unabhängigen Videoschaffens in London, Basel, Bern, Lausanne und Zürich. Sie zeigen Inhalte und Wirkungen bis in die Gegenwart: https://bit.ly/483oRej • Letten it be. Eine Stadt und ihr Problem (1995, Museum für Gestaltung Zürich): Auseinandersetzung mit der offenen Drogenszene im Zürich der 1990er-Jahre. Kernstück sind acht Videoporträts von Menschen aus dem Kreis 5, die mit den Szenen am Platzspitz und Letten konfrontiert waren: https://bit.ly/47PCi2P • Da und fort. Leben in zwei Welten (1999): Oral-History-Projekt zur Immigration und Binnenwanderung in der Schweiz (1945–2000). Über 70 Migrant:innen aus Italien, Deutschland, Ungarn, der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien sowie Schweizer:innen aus Bergregionen erzählten in Workshops ihre Lebensgeschichten: https://bit.ly/4a7oBgS • Global Town Baden (2010, Historisches Museum Baden): 30 Videoporträts zeigen, wie eine urbane Region ihre globale Vernetzung reflektiert. Die Porträtierten stammen aus dem Ausland oder sind von Baden aus weltweit tätig: https://bit.ly/486KYAw Weitere Themen: • Urbane Bewegungen: https://bit.ly/4oPJ6n9 • Videokommunikation mit Gruppen: https://bit.ly/3XB11lc • Kulturelle Identität: https://bit.ly/49tCh5U • Zweiter Weltkrieg, Holocaust und Erinnerungskultur: https://bit.ly/3K799a9 • Musikvideos der 1980er Jahre: https://bit.ly/4ihEfbS • Herkunft und soziales Umfeld Heinz Nigg: http://bit.ly/3K34G8g Literatur: • Nigg, Heinz (Hg.): Rebel Video. Die Videobewegung der 1970er- und 1980er-Jahre, Zürich 2017. • Nigg, Heinz (Hg.): Wir wollen alles, und zwar subito! Die Achtziger Jugendunruhen in der Schweiz und ihre Folgen, Zürich 2001. • Bürer, Margrit / Heinz Nigg: VIDEO – Videoarbeit mit Kindern und Jugendlichen, Zürich 1990. • Nigg, Heinz / Graham Wade: Community Media – Community Communication in the UK, Zürich/London 1980. • Nigg, Heinz / Heller, Martin / Lichtenstein, Claude (Hg.): Letten it be. Eine Stadt und ihre Probleme, Zürich 1995. • Nigg, Heinz (Hg.): Da und fort. Leben in zwei Welten, Zürich 1999. • Nigg, Heinz et al.: Global Town Baden. 30 Porträts aus einer urbanen Region, Zürich 2010. Websites: • Rebel Video: https://www.rebelvideo.ch/ • Global Town Baden: https://oralhistory.ch/web/index.php/component/k2/item/20-globaltownbaden-ch • Da und fort: https://migrant.ch/ Weitere Bestände von Heinz Nigg im Sozialarchiv: • Videoarchiv Stadt in Bewegung: https://www.bild-video-ton.ch/bestand/signatur/F_Videos • Dokumentation Da und fort: https://www.bild-video-ton.ch/bestand/signatur/F_5021 • Fotografisches Schaffen von Heinz Nigg 2006-2017: https://www.bild-video-ton.ch/bestand/signatur/F_5201 Bestände von Heinz Nigg in anderen Archiven: • London Community Video Archive: https://the-lcva.co.uk. Heinz Nigg ist Mitinitiator dieses Videoarchivs. Darin sind auch Videos aus dem Bestand Rebel Video (2017) enthalten. • Videos und Filme aus dem Videofestival experiMENTAL 1991–1997: https://zhdk.medienarchiv.ch/sets/kataloge_experimental Video – I see. Heinz Nigg's work archive [VIDEO] (F_9094) The video collection of anthropologist and community artist Heinz Nigg comprises 269 recordings. They were digitised in 2021 in collaboration with Memoriav and were created between 1966 and 2021. Around two thirds belong to four major exhibition projects: • Rebel Video (2017, Swiss National Museum, Zurich): portraits and works by exponents of independent video practise in London, Basel, Bern, Lausanne and Zurich. They show content and effects up to the present day. • Letten it be. A city and its problem (1995, Museum of Design Zurich): an examination of the open drug scene in Zurich in the 1990s. At its heart are eight video portraits of people from District 5 who were confronted with the scenes at Platzspitz and Letten. • Da und fort. Leben in zwei Welten (Here and Gone. Living in Two Worlds) (1999): An oral history project on immigration and internal migration in Switzerland (1945–2000). Over 70 migrants from Italy, Germany, Hungary, Turkey and the former Yugoslavia, as well as Swiss people from mountain regions, told their life stories in workshops. • Global Town Baden (2010, Baden Historical Museum): 30 video portraits show how an urban region reflects its global connections. Those portrayed come from abroad or work worldwide from Baden. Further videos document social movements, media education projects and topics related to identity and transcultural exchange and commuinication, including: • Abbruch der Wohnsiedlung Nordstrasse? (1979) • Au du chasch Fernseh sälber mache! (1981) • Die "Westtangente" muss abspecken! (1985) • Cold Spring. Berlin of the 1940s (1992) • Community action 5im5i (2015) • entrechtet – beraubt – erinnert (2021) • Licht in die Kunstsammlung Bührle (2021) The collection is supplemented by home videos and works by other video makers. Swiss television productions and music video compilations can only be viewed in the reading room. Some videos are not available for viewing for legal reasons. For further information and other holdings by Heinz Nigg see German text above.

Der Videobestand des Ethnologen und Kulturschaffenden Heinz Nigg umfasst 269 Aufnahmen. Sie wurden 2021 in Zusammenarbeit mit Memoriav digitalisiert und entstanden zwischen 1966 und 2021. Etwa zwei Drittel gehören zu vier grossen Ausstellungsprojekten:… — mehr...

Serientitel
  1. Rebel Video
AbstractKurzfassung eines Dokumentarfilms mit dem Titel "Die langen Ferien" (1983). Langfassung siehe Sozarch_Vid V_046.
Die Dokumentation der Gruppe "mitenand" stellt den Übertritt in den Ruhestand dar. Ein Buschauffeur, ein Dachdecker und Hafner, eine städtische Verwaltungsangestellte, ein PTT-Beamter und ein Lokomotivführer stehen kurz vor der Pensionierung. Sie erzählen von ihren Zukunftsvorstellungen und Wünschen. Wie es nach der Pensionierung tatsächlich aussehen könnte, zeigen Spielfilmszenen: Heimweh nach der Arbeitswelt, die Suche nach einer interessanten und befriedigenden Tätigkeit, Veränderungen im täglichen Eheleben.
Spielszene in der Küche, Ehefrau (F) und Ehemann (M):
F: Was machst du hier mit zwei Löcherbecken?
M: Du siehst ja: Apfelschnitze machen, das gibt Apfelmus.
F: So viel Geschirr für ein bisschen Apfelmus?
M: Das muss nicht deine Sorge sein, lass mich nur machen. Ich habe mein System: Die Äpfel werden geschält und hier hineingelegt, nachher werden sie verschnitten und dort hineingetan. Du wirst schon sehen. Und diese Becken reinige ich dann schon selber.
F: Ja, dann ist gut.
M: Da musst du keine Angst haben.
F: Kann ich gleichwohl mit Kochen beginnen?
M: Ja natürlich, wenn du genügend Platz findest.
W: Ja, es geht.
M: Sonst kann ich mich auch auf die andere Seite des Tischs setzen. Was gibt es Gutes?
F: Haferflocken-Tätschli.
M: Das schmeckt. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Das ist gut, gesund und erst noch billig. Kommst du an mir vorbei zum Küchenschrank?
F: Wo ist jetzt auch das Aromat [Würzmittel]?
M: Das kann ich doch nicht wissen, ich bin ja nicht der Küchenchef! Du musst es wissen, wo das Zeugs ist.
F: Du hast aber gestern Salatsauce gemacht.
M: Ich?
F: Ja, du.
M: Ja, das stimmt. Wo habe ich das schon wieder hingetan? Schau mal da drinnen. (F sucht im Küchenschrank.) Ah, siehst du!
F: Das Aromat steht seit Jahr und Tag dort oben, an das bin ich gewohnt!
M: Ja also, aber wegen dem musst du nicht gerade bucklig tun [nerven]. Jetzt hast du ja das Aromat.
Spielszene beim Essen:
F: Weisst du was? Jetzt beginne ich dann wieder mit Teppichknüpfen, wenn ich weniger in der Küche zu tun habe.
M: Von mir aus, das kannst du machen. Dann gehe ich jeweils in den Ausgang: Jassen [Karten spielen] oder sonst etwas Blödes.
F: Nein, ich meine, wenn du in der Kocherei mithelfen würdest.
M: Aha, ja. Also ich stehe schon ganz in die Küche.
F: Aha.
M: Aber dann darfst du nicht mehr hereinkommen.
F: Man wird schon essen können, was du kochst (beide lachen).
M: Das will ich hoffen. Man darf einfach nicht zu heikel sein.
F: Kein Zucker an den Salat, bitte schön!
M: Ich streue keinen Zucker an den Salat in der Schüssel, nur in meinen Teller.
F: Also, dann werden wir uns ja schon einig. Nimmst du noch etwas Salat?
M: Ja gerne.
Urheber
  1. Bürer, Margrit
  1. Nigg, Heinz, AV-Produktionen
  1. Videogruppe 'mitenand'
Copyright
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1981-1990
  5. 1983
Objektträger
  1. bewegtes Bild
  2. Video
  3. digitale Videoaufnahme
Sprache
  1. deutsch
DetailinformationFür den Sequenzbeschrieb vgl. die komplette Fassung in Sozarch_F_9046-013.
siehe auchhttps://the-lcva.co.uk/
ZitationsvorschlagVideo: Bürer, Margrit /Nigg, Heinz, AV-Produktionen /Videogruppe 'mitenand'/F 9094-009e
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