00:00:00 Start, Programmübersicht
00:00:25 Überblick der Interviewten
00:01:09 Intro
00:01:37 Patrick Kokontis über seinen Garten
00:02:30 Kokontis über seine Beziehung zum HIV-Virus, seine Ansteckung, das «Warten auf den Tod», erste Erkrankungen, Anhäufung von verschiedenen Krankheiten
00:04:10 Kokontis über sein Hotel
00:05:05 Kokontis über seinen Umgang mit den Krankheiten und über den Medikamentengebrauch sowie die Einschränkungen und Nebenwirkungen dadurch
00:07:52 Dr. Markus Flepp über den HIV-Virus; wie der Virus funktioniert; wie der Virus festgestellt werden kann; wie die Medikamente eingenommen werden müssen und Fortschritte in der Medizin
00:09:39 Flepp darüber, wie HIV zu einer Krankheit der dritten Welt wurde, da die Bekämpfung viele Ressourcen voraussetzt
00:10:24 Es ist einfacher eine Infektion zu verhindern als eine Infektion zu behandeln
00:11:03 Kokontis über seine «Krankenheimat» im Universitätsspital Zürich
00:12:52 Christiane Grube: Krankenpflegerin in der AIDS-Bekämpfung seit Beginn
00:14:39 Anfänge der AIDS-Pflege, Kokontis: «Das war eine Barackensiedlung vor dem Spital. Es war ein Casting für einen Auschwitzfilm – alle brandmager, kurz vor dem Sterben. Es war eigentlich eine Verwaltungsstation für den Tod»; Kokontis versucht, diese Erinnerungen zu vergessen
00:15:41 Die Ursprünge und Anfangszeit der AIDS-Epidemie in der USA und der Schweiz
00:16:16 André Ratti: Vorreiter in der AIDS-Arbeit und ebenfalls an AIDS erkrankt; Roger Staub über Ratti; Tod von Ratti und dessen Einfluss auf die Gesellschaft; Trotzdem bleiben Ängste bestehen und mit Vorurteilen belastet
00:18:04 1987: Stop-AIDS-Kampagne des BAG; Welt-AIDS-Tag; medizinisch war AIDS-Erkrankten aber immer noch kaum zu helfen
00:19:19 Flepp über die schwierigen Zeiten: Man habe sich um die Lebendigen gekümmert, um die Toten zu vergessen; Todesfälle steigen in den 1990ern weiter an; AIDS-Arbeit war zu Beginn geprägt von den Betroffenen
00:20:09 PWA: People with AIDS; Betroffene wurden dann allmählich durch Professionelle ersetzt – die AIDS-Hilfe wäre ohne die Betroffenenarbeit aber niemals so weit
00:21:11 Medizinischer Durchbruch in 1996
00:21:32 Roger Staub über die unterschiedlichen Infektionsraten in verschiedenen Bevölkerungsgruppen; AIDS bleibt eine Epidemie; BAG in der Bekämpfung von AIDS; Infektionsraten bei schwulen Männern bleiben hoch
00:23:26 AIDS scheint weniger gefährlich und darum sind gewisse Personen weniger vorsichtig; die Prävention muss sich entsprechend anpassen
00:24:41 Kunstfigur «Hildegard» betreibt Prävention; Prävention in der Schwulensauna, in Schwulenbaren; Interviews mit Schwulen über ihr Präventionsverhalten und ihre Erfahrungen
00:28:04 Guido Schwitter (katholischer Seelsorger) über seine Arbeit im Aidspfarramt; Schwitter findet es abstrus, dass Sexualität nur in der Ehe gelebt werden darf; Schwitter darüber, wie Seelsorge aussieht und über die Problematik der (gesellschaftlichen und kirchlichen) Schuldfrage
00:30:38 Hausbesuch Schwitters bei Pierre Schommer: Schommers Weg zur Religion; Schommer über seine Biografie «Versöhnung»; Schommer über die Einschränkungen durch AIDS; Schommer über das Empfinden, dass man selbst bzw. das eigene Blut verschmutzt sei
00:34:13 Schommer über die Schwierigkeiten bei der Partnersuche
00:35:05 Schwitter und Marco Petrone (HIV-Kranker) bei der Aufklärungs- und Präventionsarbeit in einer Schule
00:38:00 Schwitter darüber, dass wenn die Gesellschaft das Leben als weniger geradlinig verstehen würde, dass man dann auch toleranter und akzeptierender gegenüber an HIV-Erkrankten wäre
00:38:36 Petrone über Stigmata und Diskriminierung bei AIDS-Outing: «Man sei ja selbst schuld»; Petrone über Probleme in der Arbeitswelt und mit der Psyche; «Der Virus hatte Macht über mich»; Petrone über das Outing und die Jobsuche
00:41:28 Petrone über Familie und Freunde in Verbindung mit der Erkrankung
00:42:08 Petrone über Meditation, Spiritualität und das Annehmen der Krankheit; Aerobic als Befreiung; Virus als Zeitbombe
00:45:00 Dr. Huldrych Günthard und seine Arbeit im HIV-Forschungslabor der Universitätsspitalklinik Zürich; Günthard über therapeutische Impfungen
00:47:13 Schweizerische HIV-Kohortenstudie; Günthard: Die Epidemie muss im Griff behalten werden und so lange man die Krankheit nicht heilen kann, kann man auch keine Entwarnung geben, geschweige denn von einer Eradikation von AIDS sprechen
00:48:53 «Sandra» über ihre Erfahrungen mit dem Virus und den bisherigen Einfluss der Krankheit auf ihren Alltag; Anonymität als Schutz, gerade wegen Diskriminierung in der Arbeitswelt aber auch unter Bekannten
00:50:28 «Schlussendlich ist es das HIV, das zählt, und nicht, wie und wann und wo ich mich angesteckt habe.»; Personen wollen jedoch oft den Infektionsumstand wissen, um besser die erkrankte Person schubladisieren zu können
00:50:56 «Sandra» über die Erfahrungen mit den Medikamenten und über den eigenen Kinderwunsch; durch defektes Kondom schwanger geworden; Schwangerschaftsprozess; aufgrund der Medikamente war es fast unmöglich, die Tochter anzustecken, weswegen diese auch HIV-negativ blieb
00:52:53 Prof. Dr. Pietro Vernazza über die Möglichkeit einer Schwangerschaft, die für die HIV-erkrankte Mutter und für das Kind sichere sind; Kaiserschnitt reduziert die Übertragung des Virus; Vernazza über die natürliche Zeugung: zwar nicht empfohlen, aber kein grosses Risiko
00:54:27 Ausbleibende Fortschritte und bestehende Stigmata und Vorurteile gegenüber HIV-Kranken; «Entsolidarisierung unter den Betroffenen» durch den Einzelkampf, der durch den medizinischen Fortschritt möglich wurde
00:56:40 Abspann
00:57:54 Ende