Datenbank Bild + Ton

mehr Suchoptionen…Hilfe

3Sat: «Leben mit HIV in der Schweiz im Jahr 2006» (2006)


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 9017-034
BestandF_9017 Schwulenarchiv Schweiz [VIDEO]
Bestandesbeschrieb

Allgemeine Information: Videos aus dem Schwulenarchiv Schweiz: Publikation erfolgt sukzessive, wenn es die Benutzungsbestimmungen erlauben. Im Rahmen eines von Memoriav (Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturguts in der Schweiz) unterstützten Projekts wurden 2025 über 35 Videos digitalisiert und erschlossen (Signaturen F 9017-004 bis F 9017-046). Es handelt sich hauptsächlich um: a) Aufnahmen von Festivitäten, Paraden und Demonstrationen (Züri-Gay-Fest, Christopher Street Day, Züspa-Feste, Euro Games) b) Aufzeichnungen von Sendungen privater Fernsehstationen c) Dokumentationen über Ernst Ostertag und Röbi Rapp d) Erotika

Allgemeine Information: Videos aus dem Schwulenarchiv Schweiz: Publikation erfolgt sukzessive, wenn es die Benutzungsbestimmungen erlauben. Im Rahmen eines von Memoriav (Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturguts in der Schweiz) unterstützten… — mehr...

Abstract«Leben mit HIV in der Schweiz im Jahr 2006» ist ein Dokumentationsfilm von Ernst Buchmüller und dem 3sat desselben Jahres. Der Film ermöglicht durch Interviews mit Betroffenen und Einblicke in die Geschichte der HIV-Epidemie, die Fortschritte in der Medizin und die bestehenden Stigmata und Vorurteile innert der Bevölkerung. Neben den medizinisch-klinischen Aspekten liegt ebenfalls ein Fokus auf dem Umgang der Betroffenen mit dem Virus. Während für den einen die Gärtnerei die Lösung ist, so ist es für den anderen die Meditation, die Seelsorge oder der Sport. Gerade in der historischen Aufarbeitung fällt der Fokus immer wieder auch auf die Präventionsarbeit, bspw. über Kampagnen des BAG, Eigeninitiativen oder über Aufklärung in Schulen.
Urheber
  1. 3sat : Mainz
Schlagwörter
  1. Recht (allgemein)
  2. Rechte und Freiheiten
  3. Kampf gegen die Diskriminierung
  4. sexuelle Diskriminierung
  5. sexuelle Minderheit
  1. soziale Fragen
  2. Gesundheit
  3. Krankheit
  4. AIDS
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweiz
Periode
  1. Neuzeit
  2. 21. Jh.
  3. 2001-2050
  4. 2001-2010
  5. 2006
Objektträger
  1. bewegtes Bild
  2. Video
  3. DVD
Sprache
  1. deutsch
  1. schweizerdeutsch
Detailinformation

00:00:00 Start, Programmübersicht

00:00:25 Überblick der Interviewten

00:01:09 Intro

00:01:37 Patrick Kokontis über seinen Garten

00:02:30 Kokontis über seine Beziehung zum HIV-Virus, seine Ansteckung, das «Warten auf den Tod», erste Erkrankungen, Anhäufung von verschiedenen Krankheiten

00:04:10 Kokontis über sein Hotel

00:05:05 Kokontis über seinen Umgang mit den Krankheiten und über den Medikamentengebrauch sowie die Einschränkungen und Nebenwirkungen dadurch

00:07:52 Dr. Markus Flepp über den HIV-Virus; wie der Virus funktioniert; wie der Virus festgestellt werden kann; wie die Medikamente eingenommen werden müssen und Fortschritte in der Medizin

00:09:39 Flepp darüber, wie HIV zu einer Krankheit der dritten Welt wurde, da die Bekämpfung viele Ressourcen voraussetzt

00:10:24 Es ist einfacher eine Infektion zu verhindern als eine Infektion zu behandeln

00:11:03 Kokontis über seine «Krankenheimat» im Universitätsspital Zürich

00:12:52 Christiane Grube: Krankenpflegerin in der AIDS-Bekämpfung seit Beginn

00:14:39 Anfänge der AIDS-Pflege, Kokontis: «Das war eine Barackensiedlung vor dem Spital. Es war ein Casting für einen Auschwitzfilm – alle brandmager, kurz vor dem Sterben. Es war eigentlich eine Verwaltungsstation für den Tod»; Kokontis versucht, diese Erinnerungen zu vergessen

00:15:41 Die Ursprünge und Anfangszeit der AIDS-Epidemie in der USA und der Schweiz

00:16:16 André Ratti: Vorreiter in der AIDS-Arbeit und ebenfalls an AIDS erkrankt; Roger Staub über Ratti; Tod von Ratti und dessen Einfluss auf die Gesellschaft; Trotzdem bleiben Ängste bestehen und mit Vorurteilen belastet

00:18:04 1987: Stop-AIDS-Kampagne des BAG; Welt-AIDS-Tag; medizinisch war AIDS-Erkrankten aber immer noch kaum zu helfen

00:19:19 Flepp über die schwierigen Zeiten: Man habe sich um die Lebendigen gekümmert, um die Toten zu vergessen; Todesfälle steigen in den 1990ern weiter an; AIDS-Arbeit war zu Beginn geprägt von den Betroffenen

00:20:09 PWA: People with AIDS; Betroffene wurden dann allmählich durch Professionelle ersetzt – die AIDS-Hilfe wäre ohne die Betroffenenarbeit aber niemals so weit

00:21:11 Medizinischer Durchbruch in 1996

00:21:32 Roger Staub über die unterschiedlichen Infektionsraten in verschiedenen Bevölkerungsgruppen; AIDS bleibt eine Epidemie; BAG in der Bekämpfung von AIDS; Infektionsraten bei schwulen Männern bleiben hoch

00:23:26 AIDS scheint weniger gefährlich und darum sind gewisse Personen weniger vorsichtig; die Prävention muss sich entsprechend anpassen

00:24:41 Kunstfigur «Hildegard» betreibt Prävention; Prävention in der Schwulensauna, in Schwulenbaren; Interviews mit Schwulen über ihr Präventionsverhalten und ihre Erfahrungen

00:28:04 Guido Schwitter (katholischer Seelsorger) über seine Arbeit im Aidspfarramt; Schwitter findet es abstrus, dass Sexualität nur in der Ehe gelebt werden darf; Schwitter darüber, wie Seelsorge aussieht und über die Problematik der (gesellschaftlichen und kirchlichen) Schuldfrage

00:30:38 Hausbesuch Schwitters bei Pierre Schommer: Schommers Weg zur Religion; Schommer über seine Biografie «Versöhnung»; Schommer über die Einschränkungen durch AIDS; Schommer über das Empfinden, dass man selbst bzw. das eigene Blut verschmutzt sei

00:34:13 Schommer über die Schwierigkeiten bei der Partnersuche

00:35:05 Schwitter und Marco Petrone (HIV-Kranker) bei der Aufklärungs- und Präventionsarbeit in einer Schule

00:38:00 Schwitter darüber, dass wenn die Gesellschaft das Leben als weniger geradlinig verstehen würde, dass man dann auch toleranter und akzeptierender gegenüber an HIV-Erkrankten wäre

00:38:36 Petrone über Stigmata und Diskriminierung bei AIDS-Outing: «Man sei ja selbst schuld»; Petrone über Probleme in der Arbeitswelt und mit der Psyche; «Der Virus hatte Macht über mich»; Petrone über das Outing und die Jobsuche

00:41:28 Petrone über Familie und Freunde in Verbindung mit der Erkrankung

00:42:08 Petrone über Meditation, Spiritualität und das Annehmen der Krankheit; Aerobic als Befreiung; Virus als Zeitbombe

00:45:00 Dr. Huldrych Günthard und seine Arbeit im HIV-Forschungslabor der Universitätsspitalklinik Zürich; Günthard über therapeutische Impfungen

00:47:13 Schweizerische HIV-Kohortenstudie; Günthard: Die Epidemie muss im Griff behalten werden und so lange man die Krankheit nicht heilen kann, kann man auch keine Entwarnung geben, geschweige denn von einer Eradikation von AIDS sprechen

00:48:53 «Sandra» über ihre Erfahrungen mit dem Virus und den bisherigen Einfluss der Krankheit auf ihren Alltag; Anonymität als Schutz, gerade wegen Diskriminierung in der Arbeitswelt aber auch unter Bekannten

00:50:28 «Schlussendlich ist es das HIV, das zählt, und nicht, wie und wann und wo ich mich angesteckt habe.»; Personen wollen jedoch oft den Infektionsumstand wissen, um besser die erkrankte Person schubladisieren zu können

00:50:56 «Sandra» über die Erfahrungen mit den Medikamenten und über den eigenen Kinderwunsch; durch defektes Kondom schwanger geworden; Schwangerschaftsprozess; aufgrund der Medikamente war es fast unmöglich, die Tochter anzustecken, weswegen diese auch HIV-negativ blieb

00:52:53 Prof. Dr. Pietro Vernazza über die Möglichkeit einer Schwangerschaft, die für die HIV-erkrankte Mutter und für das Kind sichere sind; Kaiserschnitt reduziert die Übertragung des Virus; Vernazza über die natürliche Zeugung: zwar nicht empfohlen, aber kein grosses Risiko

00:54:27 Ausbleibende Fortschritte und bestehende Stigmata und Vorurteile gegenüber HIV-Kranken; «Entsolidarisierung unter den Betroffenen» durch den Einzelkampf, der durch den medizinischen Fortschritt möglich wurde

00:56:40 Abspann

00:57:54 Ende

Archivbezugschwulenarchiv schweiz
ZitationsvorschlagVideo: 3sat : Mainz/F 9017-034
Hinweise auf unvollständige oder fehlerhafte Objekt- und Bildinformationen nehmen wir gerne entgegen. Senden Sie uns mit folgendem Link via E-Mail ihre