00:00:01 Aufnahme setzt ein
00:00:09 Jingle: Das Roundtable-Gespräch der Europäischen Föderation Freier Radios FERL - Radio Frühling 103.5
00:00:41 Hintergrundmusik setzt ein
00:00:56 Begrüssung durch Christoph Lindenmaier - Pressekonferenz der FERL auf dem Leopoldsberg Wien
00:01:23 improvisierte Sendung, weil keine legale Übertragungsmöglichkeit zustande gekommen ist
00:02:15 Ablauf der Pressekonferenz
00:02:53 Vorstellungsrunde: Lindenmaier, Delegierter der FERL für die Schweiz und ad interim für Österreich, Radio LoRa in Zürich
00:03:13 Vorstellungsrunde: François Bouchardeau, FERL Frankreich, Radio Zinzine in Limans
00:04:07 Post und Polizei Wien intervenieren und fordern, die Übertragung abzubrechen
00:05:38 Hr. Katzbeisser von der Funküberwachung der Post möchten die Übertragungsanlage überprüfen
00:06:24 Strom und Übertragung unterbrochen
00:06:37 Protest im Saal gegen die Intervention, Diskussionen
00:08:08 Protest im Saal: Man hat versucht, eine legale Übertragungsmöglichkeit zu organisieren, das wurde von den Behörden verhindert
00:09:50 Gedicht von Walter von der Radio Weide: «Der Frühling ist nicht aufzuhalten / Die freie Meinung ebenso / Es fruchten keinerlei Gewalten / Gegen das freie Radio» (währenddessen geht der Streit weiter)
00:12:07 nach Stromunterbruch wird die Übertragung fortgesetzt
00:13:10 Jingle Radio Frühling 103.5
00:14:04 Gespräch mit Dietmar Schönherr über Informationsimperialismus, die Medien sind beeinflusst von der US-Informationspolitik
00:14:48 Schönherr ist vom Schweizer Fernsehen entlassen worden, weil er den US-Präsidenten Ronald Reagan wegen dessen Vorstellungen eines gewinnbaren Atomkriegs in Europa kritisiert hat
00:17:33 Schönherr hört und unterstützt das LoRa in Zürich
00:18:22 Schönherr: Unkommerzielle Radios sind wichtig, weil die hergebrachten Medien nicht zum Nachdenken, sondern bloss zum Konsum anregen
00:19:17 Schönherr unterstützt die Übertragung in Wien, auch wenn sie nicht bewilligt wurde
00:20:04 Jingle Radio Notwehr 103.5
00:20:29 Post und Polizei versuchen weiterhin, die Übertragung zu verhindern
00:20:52 mit den FERL-Organisatoren wurde ein Gespräch im Voraus aufgezeichnet, weil man mit Repression rechnete
00:21:12 «Sie schweigen tot, was ihnen unbequem ist, und was nicht totzuschweigen ist, wird ausradiert oder niedergeknüppelt»
00:21:38 «Die Skandale stinken zum Himmel. Der Wirtschaft geht es so gut wie nie zuvor, aber es tut mehr und mehr weh, in diesem Land arbeitslos, obdachlos oder Ausländer zu sein.»
00:23:05 Radio- und Fernsehmonopol in Österreich soll aufgelöst und an private rechte Medienkonzerne verkauft werden - dagegen freie demokratische, unkommerzielle Radios gründen
00:24:52 Lindenmaier über die FERL: etwa 600 Mitglieder in Westeuropa
00:25:48 Lindenmaier über das Treffen in Wien
00:26:57 Prominente unterstützen die freien Radios: Friedrich Dürrenmatt, Konstantin Wecker, Dietmar Schönherr
00:28:16 Lindenmaier: Der österreichische Journalismus ist einer der schlechtesten und korruptesten auf der ganzen Welt
00:29:31 FERL kommt nach Österreich, weil sie angefragt wurde von Leuten, die einer starken staatlichen Repression ausgesetzt sind
00:30:37 Lindenmaier über das Radio LoRa
00:31:02 freie Radios als Medien von sozialen Bewegungen
00:32:17 Dürrenmatt über Radios
00:33:37 Schönherr unterstützt die Übertragung in Wien
00:34:30 Wecker ist bereit, in Wien ein Solidaritätskonzert geben
00:35:30 Willi Christoph: Es gibt ein Bedürfnis, freie Radios zu betreiben - das Treffen geht weiter
00:37:00 weiterhin Streit mit der Funküberwachung
00:37:20 Wecker über das falsche Konzept «Vaterland»
00:38:34 die Medien schüren die Xenophobie, wenn es materiell bergab geht, dann werden Sündenböcke gesucht
00:39:46 gegen die Medienkonzentration in Österreich hilft die Gründung von Lokalradios
00:40:32 Wecker über den Zustand der privaten Lokalradios
00:43:15 Wecker hat selbst versucht, in München ein Lokalradio zu gründen, und ist dabei gescheitert
00:44:54 Wecker wird in den Medien kaum gespielt, was einer Art Berufsverbot gleichkommt, von dem auch andere kritische Künstler:innen betroffen sind
00:46:26 Wecker ist bereit, in Wien ein Solidaritätskonzert geben
00:46:48 Pierre Juiquin über die wichtige Rolle der Medien in der modernen Gesellschaft
00:48:39 Rolle der Radios für die ökologische alternative Linke in Frankreich
00:49:14 Interaktivität des Mediums Radio, Radiohörer:innen kommen zu Wort, dagegen sind die herkömmlichen Massenmedien Einbahnstrassen vom Sender zum Empfänger
00:50:27 Juiquin ist erstaunt über die repressive Mediensitiation in Österreich, weil damit das Recht auf freie Kommunikation unterbunden wird
00:51:20 Otto F. Walter über den europäischen Einigungsprozess: Es wird ein Europa der Konzerne und der Banken werden, eine «Festung Europa» gegenüber der Dritten Welt
00:53:42 es braucht eine Regulierung, welche unkommerzielle Radios schützt
00:54:47 unkommerzielle Radios sollten dialogische Medien sein, die sich auf die Bevölkerung einlassen
00:56:12 die kapitalistische Vorstellung, Konkurrenz würde zur Vielfalt der Meinungen führen, trifft nicht zu, die Erfahrung zeigt, dass die «kommerziellen Privatsender (...) dieselbe Scheisssuppe kochen»
00:57:51 Walter unterstützt die Veranstaltung in Wien
00:58:45 Sketch von Hans Dieter Hüsch über Medien
01:02:22 Hüsch wünscht sich weniger genormte und dafür interessantere Radiosendungen
01:04:36 Emil Carlebach über die Kapitalkonzentration in der westdeutschen Medienbranche
01:05:25 «Redakteure sind da nur Anhängsel des Aktienkapitals»
01:05:37 die Konzerne vertreten einen Herrn-im-Haus-Standpunkt und finanzieren faschistische Umtriebe, die von staatlichen Stellen toleriert werden
01:07:24 Carlebach über Franz Schönhuber und Die Republikaner
01:08:32 es gibt einen Zusammenhang zwischen der Konzentration im Medienbereich und dem Anwachsen neofaschistischer Tendenzen
01:09:14 freie Radios könnten als antifaschistische Medien wirken
01:10:00 Gespräch mit Mark Fisher, Abgeordneter der britischen Labour-Partei
01:11:00 Mark Fisher äussert sich kritisch über die Absicht der britischen Tory-Regierung, kommerziell ausgerichtete Lokalradios zuzulassen
01:12:52 Gespräch mit Glynn Ford, Präsident der Untersuchungskommission des Europarats über das Anwachsen des Faschismus und Rassismus in Westeuropa
01:13:17 es braucht mehr Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb und zwischen den Minderheiten, die freien Radios könnten hier eine wichtige Rolle spielen
01:15:39 die freien Radios können wichtig sein, um den Kampf für die Rechte von Arbeitsmigrant:innen zu organisieren
01:16:35 die Lokalradios in Britannien dienen nur kommerziellen Interessen, nicht der lokalen Bevölkerung
01:17:59 Botschaft von Lionel Morrison, ehemaliger Präsident der britischen National Union of Journalists NUJ: Freie Radios sind die Radios der Zukunft
01:19:01 es gibt keinen Konflikt zwischen staatlichen und freien Radios, sie ergänzen sich
01:22:30 Gespräch mit Martin Hirsch, ehem. Bundesverfassungsrichter in Westdeutschland
01:23:15 Hirsch darüber, ob es ein Recht auf freie Meinungsäusserung via Radio gibt
01:24:10 Aufnahme bricht ab