00:00:00 Aufnahme setzt ein – FSM: Es braucht eine Umverteilungsdiskussion
00:01:01 FSM: Umverteilung ist immer noch sozialdemokratisch besetzt, es braucht eine neue Diskussion: Umverteilung im Rahmen einer neuen solidarischen Ökonomie
00:02:01 Andreas Buro (AB): Wie sollen die aus der Produktion Ausgeschlossenen eine Umverteilung einfordern?
00:03:19 Aufnahme wird unterbrochen
00:03:20 Aufnahme setzt wieder ein – AB: Protest gegen die Notstandsgesetze ab 1968. Plakat im Namen einer fiktiven amtlichen «Bevorratungsstelle für Notstandssärge» mit der Aufforderung, einen Sarg auszuwählen. In Frankfurt am Main wurden die Sargmodelle öffentlich ausgestellt
00:04:55 FSM: In Erfurt gab es eine Aktion, bei der eine gefälschte Lokalzeitung zu Kaffee und Kuchen im Haus des Oberbürgermeisters einlud
00:06:22 AB: In der Ostermarschzeit wurde eine «Bald»-Zeitung gedruckt (eine Anspielung auf die reaktionäre «Bild»-Zeitung)
00:08:14 Aufnahme wird unterbrochen
00:08:16 Aufnahme setzt wieder ein – AB: Hinweise zum Kabarettisten Peter Grohmann
00:10:32 FSF (in frz. Sprache): Ist das Komitee für Grundrechte und Demokratie an internationalen Kontakten interessiert?
00:10:55 AB: Das Komitee beschränkt seine Arbeit auf Deutschland. Im Rahmen des Kriegs in Ex-Jugoslawien wurde eine internationale Tätigkeit aufgenommen, ebenso bei Kurdistan, weil es in Deutschland grosse Migrant:innengruppen aus diesen Ländern gibt. Aber eigentlich macht das Komitee keine internationale Arbeit
00:12:24 AB hat die International Confederation for Disarmament and Peace ICDP mitbegründet und sitzt im Vorstand der Helsinki Citizens' Assembly
00:13:44 FSF (in frz. Sprache): Es gibt in Europa grosse kulturelle Differenzen und wenig Austausch, die internationale Arbeit ist daher notwendig
00:14:14 AB äussert sich kritisch gegenüber dem Argument der Notwendigkeit – man ist nicht immer in der Lage, alles zu leisten
00:14:38 FSM: Vor Longo Maï gab es die Hydra, die Lehrlingsgruppen in Österreich, in der Schweiz, in Deutschland und ein wenig in Frankreich. Unsere Haltung war: Die Grenzen haben nicht wir geschaffen, wieso sollen wir uns auf unsere nationale Herkunft beschränken. Oft ist oppositionelle Politik national beschränkt, dabei sollte sie grenzüberschreitend sein
00:17:57 AB: Die Frage bleibt: Wie weit bist Du überhaupt in der Lage, eine solche Arbeit zu leisten?
00:18:56 AB erzählt von seiner internationalen Arbeit
00:19:58 FSF: Die eigene politische Arbeit kann davon profitieren, wenn international dazu Interventionen gemacht werden – Politiker:innen reagieren sensibel darauf, wenn sie aus dem Ausland ein Schreiben erhalten
00:21:36 AB: Bei der Kurdistan-Solidarität besteht eine Strategie darin, das Thema auf ganz Europa auszuweiten. Eine Basiszusammenarbeit über Grenzen hinweg aufzubauen ist hingegen schwierig
00:23:09 Aufnahme wird unterbrochen
00:23:10 Aufnahme setzt wieder ein: im Folgenden eine Diskussion über die Notwendigkeiten von Publikationen
00:23:50 FSF: Hinweise zum «Freibrief» in Erfurt
00:24:22 AB über die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit
00:24:40 FSM über den Erfurter «Freibrief» und Hinweise auf den von Longo Maï während einiger Jahre publizierten Almanachs, in dem das Leben in und die politische Ausrichtung der Kooperative abgebildet werden soll, von konkreten Anbaufragen bis zum Bürgergeld
00:28:58 FSM: Hinweise zum monatlich erscheinenden «Archipel» und den vierteljährlichen «Nachrichten aus Longo Maï»
00:30:54 AB: Wird in den «Nachrichten» über alle Projekte berichtet, etwa Ukraine, Kärnten, Mecklenburg?
00:31:01 FSM: Ja. Vier Nummern pro Jahr, zwei mit einem Themenschwerpunkt und zwei mit Berichten aus den verschiedenen Bereichen
00:32:28 FSM: Hinweise zur Zeitschrift «Archipel», entstanden aus dem «Bulletin» des CEDRI und später jenem des Europäischen Bürger:innenforums
00:34:14 FSF/FSM: Hinweise zu Radio Zinzine und seinem wöchentlichen Pamphlet L'ire des chênaies
00:36:16 FSM: Hinweise zum «Ulenspiegel»
00:37:50 AB äussert sich kritisch über den «Ulenspiegel» und den «Archipel»
00:39:17 FSM: Der «Archipel» ist wie eine kleine Ausgabe der «Le Monde diplomatique», ausserdem wird darin über die Tätigkeit des Europäischen Bürger:innenforums berichtet
00:40:34 Wäre nicht eine europaweite Zeitschrift nötig, in der die heute aktuellen zivilgesellschaftlichen Debatten und Aktionen wiedergegeben werden? Die Zeitschrift als Hilfsmittel für Kampagnen – Diskussion über Medienarbeit
00:43:28 Aufnahme wird unterbrochen
00:43:38 Aufnahme setzt wieder ein – AB: Ist heute eine Subsistenzproduktion möglich oder ist es bloss ihr Schein?
00:44:51 Sind unsere Bedürfnisse derart von der herrschenden Produktions- und Konsumstruktur geprägt, dass die Subsistenz nur einen kleinen Bereich der Konsumbedürfnisse abdecken kann?
00:45:07 FSF (in frz. Sprache, die Aufnahme wird unterbrochen): Anstelle des herkömmlichen Models, bei dem die Landwirtschaft Rohprodukte herstellt, die dann in der Stadt veredelt werden, bestand unsere Idee darin, die ganze Produktionskette in der Hand zu behalten
00:46:36 Aufnahme bricht ab