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FERL, 18.- 19.04.1987: Erster Kongress der Europäischen Föderation freier Radios FERL im Gebäude des Europarates in Strassburg - Länderberichte


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 1063-047A
BestandF_1063 Nachlass Christoph Lindenmaier (1953-2009) [TON]
Bestandesbeschrieb

Christoph Lindenmaier (1953-2009) war ein Schweizer Radiopionier. Er hinterlässt wichtige Dokumente (Audios, Photos, schriftliche Unterlagen) zur Geschichte der schweizerischen und europäischen Community Medien. Der Bestand enthält Radiosendungen, Unikate (respektive Originalaufnahmen) und kommerzielle vertriebene Musikaufnahmen, die im Rahmen von Solidaritätskampagnen des Comité européen pour la défense des réfugiés et immigrés (C.E.D.R.I), der Fédération européenne des radios libres (FERL) und der Anti-Apartheid Kampagne von Radio LoRa frei zur Verfügung gestellt wurden. 2022 schenkte die Witwe Kathi-Hahn-Lindenmaier den Nachlass von Christoph Lindenmaier dem Schweizerischen Sozialarchiv. Im gleichen Jahr lancierte Hannes Lämmler, langjähriger Freund und Zeitzeuge, ein Memoriavprojekt für die Erhaltung und Erschliessung der Audios mit dem offiziellen Titel "Christoph Lindenmaier, Radio Pirat aus Leidenschaft: Alternative Medienprojekte und internationale Solidarität, Demokratie und Medien im Übergang von analog zu digital". Lämmler sorgte für die Erschliessung der Aufnahmen. Das Nachlassprojekt begleiteten ausserdem Thomas und Brigitte Busch-Windhab, Klaus Hinkeldein und Helmut Peissl.

Christoph Lindenmaier (1953-2009) war ein Schweizer Radiopionier. Er hinterlässt wichtige Dokumente (Audios, Photos, schriftliche Unterlagen) zur Geschichte der schweizerischen und europäischen Community Medien. Der Bestand enthält Radiosendungen,… — mehr...

Abstract047 A) FERL, 18.04.1987: Erster Kongress der Europäischen Föderation freier Radios FERL im Gebäude des Europarates in Strassburg - Länderberichte.
Urheber
  1. Radio LoRa, Zürich
Objektträger
  1. Kompaktkassette
Detailinformation

00:00:00 Aufnahme setzt ein: (in frz. Sprache) Roland Perrot spricht über die (Selbst-) Ghettoisierung von freien Radios angesichts äusserer Schwierigkeiten

00:01:31 (in frz. Sprache) François Bouchardeau: Den Kongress mit einer Liste von Forderungen beschliessen, die ganz Europa betreffen.

00:02:00 In der Fédération européenne des radio libres FERL sind gegen 300 Radios organisiert – Mittel der Zusammenarbeit: der Austausch von Programmen und der FERL-Presseausweis für Korrespondent:innen.

00:03:36 Im Folgenden Länderberichte.

00:03:54 (in frz. Sprache) Belgien: Wichtig war die Reaktivierung der Association pour la libération des ondes ALO, an der sich viele freie Radios beteiligt haben – die Bedingungen in Belgien sind sehr schwierig.

00:06:06 (in sp. Sprache) Spanien: Die sozialdemokratische Regierung hat ein Gesetz vorgestellt, mit dem die Belegung der Frequenzen geregelt werden soll – die freien Radios werden nicht anerkannt

00:07:40 Beitrag Spanien wird ausgeblendet.

00:07:41 (in frz. Sprache) Frankreich: Nach 1986 setzten sich bei der Frequenzvergabe kommerzielle Sender durch und solche, die politisch der konservativen Regierung nahestanden, während den vielen freien Radios die öffentliche Unterstützung zusammengekürzt wurde – der Bereich der Lokalradios ist in Frankreich viel stärker als in anderen westeuropäischen Ländern, Perspektiven im Hinblick auf Maastricht 1992.

00:10:31 Beitrag Frankreich endet.

00:10:32 (in frz. Sprache) Guido Gorret spricht zu Griechenland: Die freien Radios sind alle illegal, einige haben eine griechische Sektion der FERL gebildet – ein Gesetzesprojekt zur Legalisierung ist versandet.

00:12:50 Beitrag Griechenland endet.

00:12:51 (in frz. Sprache) Christoph Lindenmaier Schweiz: ab 1983 Lokalradios, heute spricht niemand mehr über die Notwendigkeit sozialer Kommunikation oder Minderheitenschutz, es geht einzig um kommerzielle Interessen – derzeit steht eine Gesetzesrevision an.

00:17:28 Beitrag CL zur Schweiz endet.

00:17:30 (in frz. Sprache) Dänemark: Hinweise zur Bewilligungspraxis, dem Werbeverbot (das gelockert wird), zur Frequenzzuteilung, zur Finanzierung etc.

00:23:43 Beitrag Dänemark endet.

00:23:44 (in frz. Sprache) Niederlande: Vertreter der Vereinigung der lokalen Radio- und Fernsehorganisationen – die grössten Probleme: die Frequenzzuteilung und die Finanzierung.

00:27:28 Beitrag Niederlande endet.

00:27:30 (in frz. Sprache) Portugal: Eine Vielzahl an Lokalradios, ihre genaue Zahl ist unbekannt, in Lisboa allein sind es um die 50, die meisten davon sind Kommerzsender – Hinweise zur gesetzlichen Lage.

00:33:12 Beitrag Portugal endet.

00:33:13 (in frz. Sprache) Britannien: Derzeit gibt es keine legalen Communityradios, obgleich eine Kampagne seit Jahren versucht, diese zu legalisieren – Zulassungsversuche wurden von der Regierung ausgebremst.

00:37:46 Beitrag Britannien endet.

00:37:47 (in frz. Sprache) Westdeutschland: Ende der 1970er-Jahre existieren viele Piratenradios, die grosser Repression ausgesetzt waren, heute gibt es sie kaum noch – seit 1984 sind private Lokalradios zugelassen, Hinweise zur Situation von Radio Dreyeckland.

00:42:30 Beitrag Westdeutschland endet.

00:42:32 (in frz. Sprache) Fédération européenne des radios universitaires et estudiantines FERUE, 1986 gegründet.

00:44:43 Aufnahme endet.

ZitationsvorschlagTonaufnahme: Radio LoRa, Zürich/F 1063-047A
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