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Radio LoRa, Sondersendung, 27.09.1986: BODS (Bewegung für eine offene und demokratische Schweiz) mit Miriam Makeba, Pressegespräch und Konzert gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf dem Bundesplatz in Bern


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 1063-012A
BestandF_1063 Nachlass Christoph Lindenmaier (1953-2009) [TON]
Bestandesbeschrieb

Christoph Lindenmaier (1953-2009) war ein Schweizer Radiopionier. Er hinterlässt wichtige Dokumente (Audios, Photos, schriftliche Unterlagen) zur Geschichte der schweizerischen und europäischen Community Medien. Der Bestand enthält Radiosendungen, Unikate (respektive Originalaufnahmen) und kommerzielle vertriebene Musikaufnahmen, die im Rahmen von Solidaritätskampagnen des Comité européen pour la défense des réfugiés et immigrés (C.E.D.R.I), der Fédération européenne des radios libres (FERL) und der Anti-Apartheid Kampagne von Radio LoRa frei zur Verfügung gestellt wurden. 2022 schenkte die Witwe Kathi-Hahn-Lindenmaier den Nachlass von Christoph Lindenmaier dem Schweizerischen Sozialarchiv. Im gleichen Jahr lancierte Hannes Lämmler, langjähriger Freund und Zeitzeuge, ein Memoriavprojekt für die Erhaltung und Erschliessung der Audios mit dem offiziellen Titel "Christoph Lindenmaier, Radio Pirat aus Leidenschaft: Alternative Medienprojekte und internationale Solidarität, Demokratie und Medien im Übergang von analog zu digital". Lämmler sorgte für die Erschliessung der Aufnahmen. Das Nachlassprojekt begleiteten ausserdem Thomas und Brigitte Busch-Windhab, Klaus Hinkeldein und Helmut Peissl.

Christoph Lindenmaier (1953-2009) war ein Schweizer Radiopionier. Er hinterlässt wichtige Dokumente (Audios, Photos, schriftliche Unterlagen) zur Geschichte der schweizerischen und europäischen Community Medien. Der Bestand enthält Radiosendungen,… — mehr...

Abstract012 A) LoRa Anti-Apartheid-Sondersendung erster Teil: BODS (Bewegung für eine offene und demokratische Schweiz) Konzert der weltbekannten Musikerin und Gegnerin der Apartheid Miriam Makeba auf dem Bundeshausplatz in Bern gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit am 27. September 1986, unterbrochen mit Auszügen vom Pressegespräch im Hotel Schweizerhof (7 Journalisten und Lora. NZZ war nicht dabei), das Apartheidregime hat Miriam Makeba, die seit 1959 zum Boykott Südafrikas aufrief, die Staatsbürgerschaft abgesprochen. Sie spricht über ihre Haltung zu Sanktionen, Boykott, Bantustans, Regime und Kampf gegen die Apartheid.
Urheber
  1. Radio LoRa, Zürich
Objektträger
  1. Kompaktkassette
Detailinformation

00:00:00 Einleitung

00:02:32 Beginn des Konzertes

00:05:50 Miriam Makeba zur heutigen Lage in SA. Das Apartheidregime hat MM die Staatbürgerschaft abgesprochen – sie kann sich nicht in SA aufhalten. Sie lebt im Jahr etwa drei Monate in Guinea und sonst überall auf Konzert-Tourneen. Sie informiert sich über ihre FreundInnen und Bekannte und die Medien, insbesondere die kritischen, was in SA passiert

00:08:51 Der einzige friedliche Weg, die Verhältnisse in SA zu verändern, sind weltweite Sanktionen. Seit ihrer Rede 1963 vor der UNO-Vollversammlung fordert sie Sanktionen gegen die Apartheid in SA

00:10:36 Konzert. In den südafrikanischen Sprachen gibt es nicht nur das Alphabet, viele andere Laute werden Worte

00:14:35 In der Schweiz wird zu wenig über die Sanktion geredet und noch weniger respektiert. MM: Die meisten Leute, die gegen die Sanktionen sind, haben Interessen und etwas zu verlieren in SA. Viele fragen, was macht ihr mit den Weissen, wenn die Apartheid abgeschafft ist? Nur wenige fragen, was machen die 5 Millionen Weissen heute mit der Schwarzen Bevölkerung (28 Millionen Menschen). Wir fordern nicht, dass die Weissen SA verlassen sollen, nur dass sie nicht mehr auf uns herumtreten. Unsere Forderung: Lasst uns in Frieden und Freiheit zusammen leben

00:22:22 Konzert

00:27:09 Makeba spricht über Fela (Ransom Kuti, Nigeria) Stevie Wonder, Paul Simon, Marlon Brando, Peter Paul and Mary und Harry Belfonte. Sie spricht über den Verlust ihrer südafrikanischen Staatsangehörigkeit. MM ist z.T. ziemlich verbittert über ihre opportunistischen MusikerkollegInnen, die nun auf den fahrenden Zug aufspringen

00:34:44 Konzert

00:42:06 MM kann nicht nach SA zurückkehren. Sie ist gebannt. In Guinea wurde sie von Sekou Touré aufgenommen. Er verlieh ihr eine neue Staatsangehörigkeit und so auch einen neuen Pass. MM würde nie etwas schlechtes über Sekou Touré und seine Gastfreundschaft sagen. MM gibt eine beispielreiche Antwort zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (Xenophobie)

00:51:33 Konzert

00:54:20 Können Lieder dazu beitragen, dass sich etwas verändert? Jeder kleine Schritte ist nützlich. MM zu Buthelezy, ein Schwarzer Führer der Inthaka-Bwegung, der die Anliegen der Buren und Apartheidbefürworter vertritt. MM beginnt Bantustans, auch Homelands genannt in SA, zu erklären

01:01:44 Ende der A Seite

ZitationsvorschlagTonaufnahme: Radio LoRa, Zürich/F 1063-012A
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