| Signatur | F 1063-002A |
| Bestand | F_1063 Nachlass Christoph Lindenmaier (1953-2009) [TON] |
| Bestandesbeschrieb | Christoph Lindenmaier (1953-2009) war ein Schweizer Radiopionier. Er hinterlässt wichtige Dokumente (Audios, Photos, schriftliche Unterlagen) zur Geschichte der schweizerischen und europäischen Community Medien. Der Bestand enthält Radiosendungen, Unikate (respektive Originalaufnahmen) und kommerzielle vertriebene Musikaufnahmen, die im Rahmen von Solidaritätskampagnen des Comité européen pour la défense des réfugiés et immigrés (C.E.D.R.I), der Fédération européenne des radios libres (FERL) und der Anti-Apartheid Kampagne von Radio LoRa frei zur Verfügung gestellt wurden. 2022 schenkte die Witwe Kathi-Hahn-Lindenmaier den Nachlass von Christoph Lindenmaier dem Schweizerischen Sozialarchiv. Im gleichen Jahr lancierte Hannes Lämmler, langjähriger Freund und Zeitzeuge, ein Memoriavprojekt für die Erhaltung und Erschliessung der Audios mit dem offiziellen Titel "Christoph Lindenmaier, Radio Pirat aus Leidenschaft: Alternative Medienprojekte und internationale Solidarität, Demokratie und Medien im Übergang von analog zu digital". Lämmler sorgte für die Erschliessung der Aufnahmen. Das Nachlassprojekt begleiteten ausserdem Thomas und Brigitte Busch-Windhab, Klaus Hinkeldein und Helmut Peissl. Christoph Lindenmaier (1953-2009) war ein Schweizer Radiopionier. Er hinterlässt wichtige Dokumente (Audios, Photos, schriftliche Unterlagen) zur Geschichte der schweizerischen und europäischen Community Medien. Der Bestand enthält Radiosendungen,… — mehr... |
| Abstract | 002 A) Erste LoRa-Sendung zur Anti-Apartheid Kampagne 1986 und 1987. Der Sendezyklus hiess vor dem offiziellen Kampagnenbeginn 'Karli Boykott'. Zu hören sind Mascha Madörin, Entwicklungs- und Care ÖkonomIn. David Gakunzi, Vertreter des ANC (African National Congress). Im Blauen Saal des Volkshauses in Zürich wurden am 20.8.1986 Ideen, Gedanken zur Notwendigkeit und Erfahrungen von Anderswo zum Projekt einer Südafrika Boykott Aktion, in der das nichtkommerzielle Lokalradio LoRa eine wichtige Rolle übernehmen könnte, vorgestellt; ein nichtkommerzielles Radio (oder Pressemedium) das von den HörerInnen finanziell getragen wird, oder das am Tropf einer werbefreien Finanzierung hängt, hat den Vorteil, kritischen Meinungen sehr viel mehr Platz einzuräumen und kann als unabhängige, nicht profitorientierte vierte Gewalt eine demokratische Diskussions- und Denkkultur befördern. In diesem Sinne ist die historische Aufarbeitung und Aufbereitung der Anti-Apartheid Aktion des LoRas ein lehrreiches und fast exemplarisches Beispiel, wie ein Lokalradio lebendige Verbindungen und Vernetzungen herstellen kann. Statt einer akustischen reinen HörerInnenberieselung mit Werbung der Meistbietenden, Wege zu öffnen für menschenrechtliche, antirassistische, demokratische, feministische und kritische Ideen und ein Verständnis von anderen Kulturen zu schaffen. Christoph Lindenmaier war in den frühen achtziger Jahren ausgesprochen aktiv dem sogenannten Binnen I zum Durchbruch zu verhelfen. Wir werden daher in diesem Nachlass diese Schreibweise beibehalten. |
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| Zitationsvorschlag | Tonaufnahme: Radio LoRa, Zürich/F 1063-002A |