Friedrich Bächler, eigentlich Fridolin Bächler, wurde am 20.06.1900 in Luzern geboren. Er hatte zwei ältere Schwestern, Paula und Anna und zwei jüngere Brüder, Leo und Alfred. Nach der Schulzeit bekam er einen Lehrvertrag in einer Diamantschleiferei. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde das Geschäft aufgelöst und Friedrich Bächler musste sich eine neue Lehrstelle suchen. Diese fand er als Feinmechaniker in einer Nähmaschinenfabrik in Luzern. Er schloss seine Lehre ausgezeichneten Noten ab. Nachfolgend arbeitete er bei verschiedenen Arbeitgebern. Seine häufigen Stellenwechsel sind eindrücklich und setzten sich bis zu seiner Pensionierung fort. 1924 trat Friedrich Bächler im Tessin eine Stelle auf einem bekannten Landwirtschaftsbetrieb an. Vorübergehend lebte dann die ganze Familie im Tessin, wo sie das Landgut „Zum Quell“ erwarb. Friedrich Bächler kehrte 1930 nach Luzern zurück, die anderen Familienmitglieder folgten ihm später nach. 1933 lernte er seine Frau Thea Maurer kennen; bald darauf heirateten sie. Zwischen 1934 und 1937 bekamen Friedrich und Thea Bächler zwei Söhne und eine Tochter. Die Familie wohnte zunächst in Littau, danach in Kriens. In dieser Zeit baute Friedrich Bächler gemeinsam mit seinem Brunder Leo eine Werkstätte auf, in welcher auch ein von Friedrich Bächler erfundendener Viehstriegel produziert wurde. Weitere Erfindungen von Friedrich Bächler waren u. a. ein Grubenverschluss, Sohlenschützer und ein Teleskop. Friedrich Bächler war politisch aktiv. Er war Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Aus seiner pazifistischen Grundhaltung heraus war ihm die Abschaffung der Militärdienstpflicht ein wichtiges Anliegen. Dafür setzte er sich an verschiedensten Orten ein, so später auch bei der Partei der Arbeit, von der er Hilfe erwartete. Seit den 1960-er Jahren setzte sich Friedrich Bächler gegen die Atomindustrie ein. Noch in hohem Alter wurde er Mitglied der „Gewaltfreien Aktion Inwil“ und führte regen Briefkontakt mit Atomkraftgegnern. Neben seiner Arbeit setzte er sich mit grossen Philosophen auseinander. Sein Denken war stark von Christoph Blumhardt und Leonhard Ragaz geprägt. Eine besondere Anziehung übte Nietzsche auf Friedrich Bächler aus. Darüber hinaus war Friedrich Bächler auch künstlerisch tätig. Er war u.a. Landschaftsmaler und spielte Violine. Anfang der 1980-er Jahre verstarb seine Frau, die er monatelang gepflegt hatte. Friedrich Bächler verschied im Februar 1987. Der Bildteil enthält wenige Zeugnisse seiner künstlerischen Tätigkeit.