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Band Nr. V28a, Video-Protokoll: "Der Grüne Berg", Heidi Lustenberger: Vorstandsmitglied der "Mitsprache des Nidwaldner Volkes bei Atomanlagen" (MNA), (1990, Fredi Murer)


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 9103-28a
BestandF_9103 Dokumentation DER GRÜNE BERG [VIDEO]
Bestandesbeschrieb

Die Nationale Genossenschaft zur Beseitigung radioaktiver Abfälle (NAGRA) plante Ende der 1980er im "Wellenberg" bei Wolfenschiessen im Kanton Nidwalden ein Endlager. Fredi M. Murer dokumentierte in seinem Film "Der grüne Berg" (1990) den Widerstand der Bevölkerung und die politischen Aushandlungsprozesse. Der Film wurde 2025 digitalisiert und restauriert. In diesem Zusammenhang wurde auch das S-VHS-Kassetten vorhandene Rohmaterial der Interviews digitalisiert. Der Bestand Dokumentation DER GRÜNE BERG umfasst 57 Interviews, die Fredi M. Murer 1989 und 1990 mit der betroffenen Bevölkerung, Vertretern der NAGRA, Widerstandsgruppen, Politiker:innen und Wissenschaftler:innen führte. Das Material wurde im Rahmen eines Memoriav-Projekts und der Unterstützung des Kantons Nidwalden (Amt für Kultur) digitalisiert. Als Basis für die Erschliessung dienten schreibmaschinengeschriebene Transkripte von 1990 (oft ins Hochdeutsche übertragene Wortprotokolle), die orginal wiedergegeben werden. Zur besseren Orientierung im digitalen File wurden sie mit Timecodes versehen und mit einem Abstract ergänzt.

Die Nationale Genossenschaft zur Beseitigung radioaktiver Abfälle (NAGRA) plante Ende der 1980er im "Wellenberg" bei Wolfenschiessen im Kanton Nidwalden ein Endlager. Fredi M. Murer dokumentierte in seinem Film "Der grüne Berg" (1990) den Widerstand… — mehr...

AbstractKurzes Statement von Heidi Lustenberger aus Beckenried über ihr politisches und kulturelles Engagement und ihre Motivation für den Widerstand gegen das geplante Endlager im Wellenberg.
Urheber
  1. Murer, Fredi M.
Copyright
Schlagwörter
  1. Umwelt
  2. Umweltpolitik (allgemein)
  3. Abfallwirtschaft
  4. Abfalllagerung
  5. Lagerung radioaktiver Abfälle
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweiz
  3. Nidwalden
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1981-1990
  5. 1989
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1981-1990
  5. 1990
Verleger
  1. Murer, Fredi M.
Objektträger
  1. bewegtes Bild
  2. Video
  3. S-VHS
Sprache
  1. schweizerdeutsch
Detailinformation
Heidi Lustenberger, Vorstand MNA, Beckenried

00:01:13 Ich bin das Heidi Lustenberger von Beckenried, ich bin hier geboren und aufgewachsen, auch meine Eltern sind von da, und meine Vorfahren in einer langen Linie, alles waren wir Nidwaldner. Ich bin hier stark verwurzelt, und mein Heimatgefühl ist sicher noch dadurch verstärkt worden, dass ich lange Jahre im Ausland gelebt habe. Als ich dann heiratete, kam ich zurück nach Beckenried und habe bald auch Aufgaben ausser Haus übernommen, so wurde ich 1971, als das Frauenstimmrecht eingeführt wurde, als erste Frau in ein öffentliches Amt gewählt, als Schulrätin. Dann gehörte ich zu den Initianten des Kulturvereins Ermitage. Die Ermitage betreibt ein Kleintheater und eine Galerie in der Liegenschaft der ehemaligen Beckenrieder Dichterin Isabelle Kaiser. Jetzt gehört die Liegenschaft mit einem prächtigen Garten am See der Gemeinde. Dort arbeitete ich im Vorstand mit, 10 Jahre und war 8 Jahre Präsidentin. Dazu kamen noch die Aufgaben unserer Schul- und Gemeindebibliothek. Dort konnte ich mithelfen, dass sie überhaupt zustande kam und am Aufbau, und jetzt leite ich sie auch.

00:02:23 Was mich in meinem Leben sehr stark geprägt hat, ist, dass ich Mutter von drei Kindern bin, und dass eines davon, als es 15-Jährig war, meine älteste Tochter Tonja starb. Das hat mir eine grosse Achtung vor dem Leben gegeben, und auch eine Ehrfurcht und Liebe zum Leben. Und so komme ich jetzt zu meinem Engagement gegen das geplante Endlager am Wellenberg. Ich habe von Anfang an zum Widerstand gehört, habe mich dort auch engagiert im Vorstand und war auch zwei Jahre Kopräsidentin. Und wenn auch das offizielle Recht nicht auf unserer Seite steht, spüre ich, und bin auch überzeugt, dass der Widerstand richtig und sehr wichtig ist, denn die Atomenergie ist lebensfeindlich. Vom Uranabbau über den Betrieb bis zu diesem traurigen Ende der radioaktiven Abfälle ist sie lebensfeindlich, das wollte ich sagen.

00:03:23 Fredi: Hast Du ein Wunsch für Nidwalden?

00:04:18 Ich habe es einfach eine grosse Zumutung gefunden, dass man über die Köpfe hinweg so etwas beschlossen hat.

00:04:30 Fredi: Hakt nach, ihr fällt nichts ein

00:06:21 Bilder der Wohnung, Bibliothek
Aussenbilder von Beckenried.

00:16:00 Ende V 29 - Lustenberger

ZitationsvorschlagVideo: Murer, Fredi M./F 9103-28a
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