Walter und Monika Niederberger, Landwirte, Hinter Mettlen. Deponie
Brigitte (älteste), Andrea, Urs (jüngster)
00:05:10 Sie (Monika): Also, zuallererst ist ja jemand von einem Baugeschäft gekommen und haben gesagt, sie hätten Interesse an dieser Deponie, denn es gebe etwas Grösseres. Wir haben aber keine Ahnung gehabt, um was es sich eigentlich handelt. Und erst einen Tag später ist es dann im Radio gekommen, das wegen dem Wellenberg, und dann haben wir das Gefühl gehabt, es habe einen Zusammenhang mit dem. Und dann sind viele Informationen gekommen, von der Gemeinde her, dass sie die Bauern eingeladen haben und so. Man ist sich ganz unbeholfen vorgekommen. Man hat nicht gewusst, was wirklich passiert und was sie im Sinn haben, und es ist alles noch so in der Luft gelegen, es hat ja niemand etwas Konkretes gewusst und also, mich dünkt, je mehr man darüber weiss, je mehr kommt es einfach anders.
Also es ist etwas gewesen, wo wir wahnsinnig Angst gehabt haben. Auch Betroffene zu sein und was das für uns überhaupt bedeutet.
Er (Walter): Ja ich habe es eigentlich auch an den Nachrichten gehört. Und zuerst, wo sie mir erklärt haben wie gross eigentlich diese Deponie wird, bin ich schon recht "verchlipft", es ist ein rechtes Stück Land.
FMM: Die Masse?
Er: Es sind schier 7 ha was betroffen für die Deponie ist.
FMM:
Ja das Ganze ist 13 Ha. und betroffen ist eigentlich mehr als die Hälfte. Es ist noch ein Stück am Rein oben.
FMM:
Jaja, es hat schon Angst ausgelöst, dass da so nahe ein Endlager kommen soll und …
FMM:
00:08:28 Sie: Also, eigentlich haben die von der Nagra gefunden, das habe vorher gar niemand gewusst, das sei gar nicht möglich. Wir haben auch mal mit … darüber gesprochen, aber anscheinend muss es gleich durchgegangen sein, sonst hätte die es ja gar nicht gewusst und waren ja gar nicht gekommen. Und also dort dünkt es mich, fühlt man sich fast wie hintergangen. Denn man hat das Gefühl es werden Sachen entschieden über das eigene Land, wo man nicht einmal etwas weiss. Die Öffentlichkeit und niemand weiss etwas davon.
FMM.
00:09:45 Er: ... die Gemeinderäte haben auch noch nichts gewusst, als es im Radio gekommen ist, jedenfalls sagen sie es.
Sie: Sie sagen es so, ja!
00:10:18 FMM: Was war übrigens die Absicht dieses Bauunternehmens?
Sie: Er wollte einfach die Arbeit übernehmen auf dieser Deponie. Und der andere, (zu ihm) -was ist er? Kantonsingenieur, oder? (Er: Er ist einfach Ingenieur), der dann auch mitgekommen ist und ausgemessen hat, bevor wir eigentlich nur je ein Wort von "NAGRA" gehört haben.
FMM: Wie ist das Verhältnis Stadt- Land. Ist das ein Bruch, oder ist das inzwischen zusammengeschmolzen?
00:11:53 Sie: Also mir scheint schon, wie die da hinten wohnen und sehr wenig von diesen Sachen, von Strom … also wir brauchen auch Strom, aber in begrenztem Mass und begrenztem Komfort gegenüber der Stadt. Also es dünkt uns schon «schampar» (sehr) schade, dass eigentlich gerade hier so einen Eingriff in die Natur passiert und dass gerade die Leute von da hinten sich mit diesen Sachen herumschlagen müssen. Obwohl, ich meine, wir sind ja auch alle mitbeteiligt bei diesen Sachen. Aber mich dünkt manchmal, es wird "ä chli" gesucht, "ä chli" abseits, und man das Gefühl hat, diese Leute nehmen nicht so Stellung dazu oder nicht so Teil daran. Das habe ich den Eindruck. Dass sie das Gefühl haben, wir seien noch nicht so informiert oder man wage sich nicht zu wehren.
FMM: Wird die Gutmütigkeit ausgenützt.
Er: Ja das denke ich zum Teil schon auch. Dass die Bevölkerung da hinten nicht viel sagt, und Opposition hat es sicher nicht so viel da hinten, wie in der Nähe von einer Stadt und so.
FMM: Habt ihr das lernen müssen?
00:13:47 Sie: Zuerst ist mal die grosse Angst gewesen und die Hilflosigkeit und mit der Zeit haben wir einfach gemerkt, dass wir einfach nicht aussteigen können aus dem Zeug und dass sich nicht viel daran ändern würde, und dann haben wir einfach wirklich lernen müssen, ganz fest nachdenken müssen, und vor allem so zu schauen, wie wir es dann möchten, trotz all diesen Umständen … also wir haben auch lernen müssen mit diesen verschiedenen Leuten zu reden, also von höheren Stellungen und das ist gar nicht immer so einfach.
FMM: Was waren das für Leute?
00:14:58 Also im Moment sind es von der Nagra Juristen und von der Gemeinde hat sich niemand mehr darum bemüht. Man müsse sich selber wehren, wenn man Fragen habe, so ist das jedenfalls veröffentlicht worden. Aber sonst haben wir auch mit dem Bauernverband geschaut, weil vom juristischen her ... denn diese können ja für die Bewirtschaftung kein Verständnis haben und … darum haben wir uns mit den Leuten vom Bauernverband zusammengesetzt und geschaut.
FMM: Haben diese euch geholfen?
… wir haben uns in Fragen der Rekultivierung erkundigt und geschaut, ob wir auf dem richtigen Weg sind. (Sie schildern es umständlicher und ausführlicher.)
Er: Wir haben uns selber in das Zeug hineingeschafft. Ich finde, es ist einfach schwierig, gar für einen Juristen, die von der Materie auch nicht viel verstehen. Wir haben einfach viel herumgefragt, bei anderen Deponien, wie sie so zufrieden sind und welche Probleme es da geben kann, und ...
FMM: Die Nagraleute sind sie fair?
00:16:30 Sie: Also wir haben von Anfang an gesagt: wir reden mit den Leuten, wir wollen von ihnen ganz konkret wissen, was sie wollen, weil durch all diese andern Leute, wo uns immer gesagt worden ist, was sie für Vorstellungen haben, also von der Nagra, haben wir nie ein klares Bild gehabt. Und darum haben wir gesagt, wir werden immer bereit sein mit diesen Leuten zu reden. Und das haben wir auch gemacht. Also ich muss sagen, sie sind uns gegenüber eigentlich immer fair gewesen, jedenfalls im Verhalten, also im guten Recht, sie wollen ja etwas von uns, und sie müssen uns gegenüber fair bleiben, also …
FMM: Eigentum ist eine heilige Kuh.
00:18:40 Er: Wir haben das anfänglich auch einmal erwogen und haben herumgefragt, wie das sei, und dann haben sie uns geradeheraus gesagt, man habe eigentlich nicht viel andere- man werde auch enteignet, wie die andern beim Portal und bei den Bohrplätzen, man habe eigentlich nicht viel mehr Chancen.
FMM: :
Ja, das Einzige, was wir können, ist mit ihnen verhandeln und möglichst genug herauszuholen.
FMM: Wie macht ihr das zusammen:
Sie erzählt von der gemeinsamen Arbeit daran … "Wir haben das Gefühl es sei ein ewiges Werk und dass wir damit nie fertig werden …
FMM: Es braucht Energie, ihr habt psychischer Verschleiss:
00:20:24 Sie: Also am Anfang ist es wahnsinnig schlimm gewesen. Wir haben wirklich Nächte gehabt, wo wir nicht viel geschlafen haben, vor allem nach solchen Informationsabenden und ... die Gemeinde hat ein Jurist gehabt, mit dem wir verhandeln konnten- und ich mag mich erinnern, als wir einmal zu ihm gefahren sind, es ist mir zumute gewesen, als ob alles begraben gehen werde da hinten. Ich mag mich an einmal erinnern, als ich geweint habe auf dem ganzen Weg
(Er: Ja.') wo ich gedacht habe: das gibt es einfach nicht, so etwas. Und irgendwie, mussten wir lernen damit zu leben. Es gab früher keinen Tag, ohne daran zu denken … es ist wie ein Stein auf der Seele gehockt und jetzt im Verlauf der Zeit, wo wir eigentlich schon viel erreicht haben, -also vertraglich erreicht- dünkt mich, hat es schon ein "Bitz" abgenommen. Also gibt es doch Tag, wo wir es auf die Seite stecken können und sagen: jetzt, heute nicht! oder.
Das dünkt mich schon ein rechter Fortschritt (lacht).
FMM: …
00:23:06 Also die schlaflosen Nächte beziehen sich auf das Endlager, wo man irgendwo in Sicht sieht, und auch aufs Land, wo eine gewisse Zeit kaputt ist und eine Zeit lang brach liegt und durchwühlt wird. Uns liegt das andere, also in Zukunft sehr nahe, aber das Land ist das, womit wir uns zeitweise fast mehr auseinandergesetzt haben, weil es ist das Eigentum von uns selber, und da müssen wir schon schauen, dass es erhalten geblieben werden kann, so wie es jetzt ist. Und das andere, vor allem nach den Informationsabenden, wenn man von diesen Wissenschaftern gehört hat, wie verrückt das alles ist und wie gefährlich … also dann war es immer am stärksten und hat uns aufgewühlt und. In diesen Momenten ist die Deponie in den Hintergrund geraten.
00:24:36 Es war ein Wechselspiel, hats mich gedünkt.
FMM: Verantwortung für 1000 Jahre?
00:25:38 Er. Verantwortung für 1000 Jahre, das kann man nicht übernehmen. Das … mich dünkt es jedenfalls, das ist einfach nicht möglich, das kann niemand. So eine lange Spanne von Jahren.
FMM: Wie lange sind deine Erinnerungsspanne?
Er: … der Urgrossvater, der Vater und eine darüber hinaus, wo man sich so denken kann und heutzutage, die Zeit lebt ja so schnell und es passieren so viele Sachen, dass man da fast nicht wagt in die Zukunft zu denken, was da alles passiert.
00:27:44 FMM: Ist die Hälfte der Bevölkerung in der Regierung nicht vertreten?
Er: Ich habe einfach das Gefühl, von dieser Sache da, dass die Regierung zuerst die Arbeit gesehen habt und vermutlich die Tragweite und das Ausmass was das mit sich bringt, nicht gesehen haben, ich habe einfach das Gefühl, dass das Geschäft und die paar Millionen da … in erster Linie ... und es gibt wieder Arbeit ins Tal … und einfach so, habe ich das Gefühl.
FMM: Wo ist die Verantwortung der Regierung gegenüber
00:28:59 Er: Ich glaube die Verantwortung wird nicht so fest wahrgenommen. Diese Politiker sind jetzt einfach in diesem Geschäft und in diesem Amt und es geht wieder weiter und dann sind die nicht mehr dort. Ich glaube das geht so mit dieser Verantwortung. (er beginnt zu grinsen)
Sie: es hat etwas
Er: Es wird einfach dem nächsten übergeben.
00:29:20 Sie: Ich finde, apropos Verantwortung: Man sieht ja nur schon: Die einen erzählen das und die andern das. Das sind ja wirklich Leute, also Wissenschaftler, wo nicht mal genau sagen können, wie das einmal in Zukunft aussehen wird. Und ich glaube das ist es doch, was den Leuten so Angst macht. Wenn man sich Konkret etwas darunter vorstellen könnte und man wüsste, sie hätten das im Griff. Ich glaube es sähe ganz anders aus, aber das hat es niemand. Und wir als Laien -haben es erst recht- wir sind darauf angewiesen, was uns die Leute sagen und man kann dann glauben, was man will. Die einen tun es vielleicht ein "Bitz" dramatisieren und die andern spielen es so fest herunter, dass man sich einfach irgendwo in der Mitte finden muss, und was für einen gut ist.
FMM: Diejenigen, die Widerstand leisten, machen die Aufgabe, welche die Regierung wahrnehmen sollte.
00:31:10 Er: Ich glaube das ist ein Bitz umgestimmt, wie man es zuletzt … dass sie nicht mehr nur JA sagen und dass sie auch gemerkt haben, was das alles für eine Tragweite hat …
Sie: Aber es ist "ä chli" spät, dünkt es mich einfac
(Er: nickt: jaja) aber es ist schon "ä chli" weit, um das zu denken.
FMM: Glaubt ihr, dass der Stollen komme?
00:32:11 Sie: Also mir scheint schon, dass das eigentlich klar ist. Wir haben alle gehofft vor dem Bundesratsentscheid und wir haben alle gehofft, dass der Entscheid negativ wäre. Wir haben alle gewusst, dass er vermutlich ja sagt, aber wo es im Radio gekommen ist - obwohl man es erwartet hat - aber wir sind wie erschlagen gewesen. Obwohl ja eigentlich die Bedingungen nicht erfüllt sind, welche der Bundesrat gestellt hat. Dass er im voralpinen Raum sein sollte, ect.
Zum Thema Geld?
00:34:00 Sie: Mich dünkt, das Geld deckt einfach nicht alles ab, auch wenn es viel ist was da einfliesst, es deckt einfach alles andere nicht ab, also es dünkt mich fast ein Blödsinn über Geld zu reden. Was man sich mit dem aufhalst, sei es einen Stollen oder eine Deponie, oder … - also da ist Geld einfach eine Bagatelle dagegen. Das kann man nicht abdecken.
FMM: 3 Kinder, wenn ihr an die Zukunft der K. denkt?
00:35:57 Er: Ja wir haben 3 Kinder und ich hoffe schon, dass es weitergeht und es wird auch in der Zukunft Bauern brauchen. Ohne Bauern geht das sicher nicht. Ich sehe auch, dass die Nagra, das Endlager, wenn es überhaupt kommt, nicht die einzige Bedrohung ist für die Bauern. Es ist auch die Luft und andere Einflüsse, die von aussen kommen, die können uns auch genau gleichviel bedrohen. Das ist einfach ... (zuckt mit den Schultern) Ich hoffe schon, dass das weitergeht und dass noch jemand Freude haben kann auf diesem Hof und da weiter Bauern will. Und, was ich einfach nur hoffe, dass es nicht so weitergeht, dass die Bauern einfach nur zu Landschaftsgärtner werden und dann für die Sachen, die sie nicht mehr können und dürfen produzieren, dann einfach bezahlt werden vom Bund, und, also das finde ich einfach schlimm.
Man wird so eingeschränkt: Milch, Dünger, Vorschriften etc, was einer Art Bevormundung gleichkomme. … man erlebt es ja nicht immer gleich. Wenn man das hätte im Verlauf filmen können, wie das gewesen ist. Man hat so viel gelernt, -also, das schon auch, dass man gelernt hat sich bei solchen Leuten zu behaupten. Aber eben, die ganze Bedrohung ist nicht weg, die wird dann erst anfangen, wenn das dann wirklich kommen wird und vor dem habe ich wahnsinnig Angst, denn wir können uns das nur in Etwa vorstellen. Also die Deponie betreffend oder mit diesen Lastwagen, mit dem Verkehr, mit dem Lärm und unsere Kinder auf dem Schulweg. Das sind alles Sacher die wir im Vertrag einwenig einbeziehen können, aber wie das dann in Wirklichkeit aussehen wird, also das kann sich keines von uns genau vorstellen. Dann sollte man nochmal einen frischen Vertrag, einen Zusatzvertrag machen können, wenn das dann anfängt.
00:40:20 Er: So wie man uns gesagt hat sind das höchstens etwa 42 Lastwagen im Tag. Die fahren einfach vom Morgen, Arbeitsbeginn, bis am Abend. Nachts fahren sie nicht. Wobei, es gibt sicher einen beträchtlichen Lärm von diesen Trax und den Maschinen da, auf dieser grossen Baustelle.
FMM:
00:40:50 Ja, Kubik werden es einmal 130 Tausend sein, die einmal hier hineinmüssen. Und die Zeit, das können uns die von der Nagra auch nicht sagen, ob das zwei Jahre geht oder drei, das ist einfach unbeschränkt.
Sie: Was sie sagen können, ist maximum 10 Jahre.
Er: Laut Vertrag.
Sie: Ja. Es kann auch Unterbrüche geben, oder vielleicht zwei Jahre, dann wird das rekultiviert und später weitergefahren. Das haben wir uns schon so oft gefragt. Schon wegen der Landwirtschaft, damit wir wissen, wie wir einteilen müssen, uns ein Bild machen können, mit dem Vieh zusammen, aber das wissen sie nicht.
Er: Jaja, das ist vom ganzen Projekt schon das Schwierige. Wann angefangen wird und wenn es aufhört …
Sie: nein das ist nicht definiert, wie lange es am kürzesten gehen soll. Wenn man sie darauf anspricht, sagen die Leute von der Nara einfach immer, sie wissen es auch nicht wie das Gestein aussieht, wie schnell sie da vorwärtskommen.
Lauter so technische Sachen, wo sie nicht, oder wo sie meinen, sie können sich nicht festlegen. Ich weiss es auch nicht.
00:43:20 Er in Grossaufnahme hört zu.
Sie in Grossaufnahme hört zu.
Wie nehmt ihr selber die Verantwortung wahr?
Sie: Also betreff Stromes sparen sagen wir den Kindern, dass sie immer ablöschen müssen, es sind ganz kleine Sachen. etc. (Vorbild als Eltern … die Kinder fragen auch immer, wieso diese Leute kommen, wir probieren es ihnen zu erklären … und die Kinder sind natürlich sehr unglücklich. Sie haben kürzlich mal gesagt: «Mueti, bis wann kommen diese Mannen uns diese Höger wegnehmen?» Sie sind schon nicht so zufrieden wegen den Högern, die wegkommen, sie fahren einfach gerne Schlitten darauf. Und darum haben sie manchmal so eine Art Distanz zu diesen Leuten, oder ich weiss auch nicht wie sagen, vielleicht auch Aggressionen, weil sie hier etwas verändern wollen.
00:46:54 Er: Im Umgang mit den Tieren habe ich eigentlich auch ein gewisses Bedenken, wenn es dann gar so stark wird, und eine gewisse Auswirkung hat. Aber für mich ist das so schwierig, weil man das noch nie erlebt hat und deshalb nicht weiss, was das für Auswirkungen auf die Tiere hat, dieser ganze Lärm.
FMM:
00:47:50 Sie: Das ist etwas wahnsinnig Schwieriges, oder. Der Naturschutz-Bund, die wollen ja nicht, dass man direkt sieht, dass es eine Deponie gibt, das ist ja auch aus ihrer Einsprache zu ersehen. Für uns wäre es natürlich für die Bewirtschaftung viel einfacher, oder und da irgendeinen Weg finden, um beiden gerecht zu werden. Das ist etwas, was uns immer noch bevorsteht.
Er: Ja die vom Naturschutz-Bund meinten, es müsste einmal gleich aussehen wie es jetzt ist und ich sage mir einfach, wenn es gleich aussehen muss, so nehme ich es lieber so wie es jetzt da ist. Dan machen wir doch gerade gar nichts daran. Es hat ein paar Högerli, wo es gleich wäre, wenn sie jetzt nicht da wären, dass man mit der Maschine besser durchkäme, das muss man schon auch zugeben.
Sie: Ja von dort her könnte man schon, wenn es schon sein muss, ein paar Verbesserungen erzielen, oder.
Er: Jaja. Aber dass wir hier ganz gerecht werden, also wir mit der Bewirtschaftung und sie, die gewisse Vorstellungen haben von eben so "ä chli so" Landschaftsbilder, das ist gar nicht so einfach.
Sie: Also wir haben den Kontakt aufgenommen mit dem Naturschutz-Bund, weil wir uns gestossen haben an dieser Einsprache, die sie gemacht haben. Haben wir sie eingeladen und wir sind zusammen aufs Land, um zu schauen.
00:56:56 Ende V9