| Signatur | F 9103-03 |
| Bestand | F_9103 Dokumentation DER GRÜNE BERG [VIDEO] |
| Bestandesbeschrieb | Die Nationale Genossenschaft zur Beseitigung radioaktiver Abfälle (NAGRA) plante Ende der 1980er im "Wellenberg" bei Wolfenschiessen im Kanton Nidwalden ein Endlager. Fredi M. Murer dokumentierte in seinem Film "Der grüne Berg" (1990) den Widerstand der Bevölkerung und die politischen Aushandlungsprozesse. Der Film wurde 2025 digitalisiert und restauriert. In diesem Zusammenhang wurde auch das S-VHS-Kassetten vorhandene Rohmaterial der Interviews digitalisiert. Der Bestand Dokumentation DER GRÜNE BERG umfasst 57 Interviews, die Fredi M. Murer 1989 und 1990 mit der betroffenen Bevölkerung, Vertretern der NAGRA, Widerstandsgruppen, Politiker:innen und Wissenschaftler:innen führte. Das Material wurde im Rahmen eines Memoriav-Projekts und der Unterstützung des Kantons Nidwalden (Amt für Kultur) digitalisiert. Als Basis für die Erschliessung dienten schreibmaschinengeschriebene Transkripte von 1990 (oft ins Hochdeutsche übertragene Wortprotokolle), die orginal wiedergegeben werden. Zur besseren Orientierung im digitalen File wurden sie mit Timecodes versehen und mit einem Abstract ergänzt. Die Nationale Genossenschaft zur Beseitigung radioaktiver Abfälle (NAGRA) plante Ende der 1980er im "Wellenberg" bei Wolfenschiessen im Kanton Nidwalden ein Endlager. Fredi M. Murer dokumentierte in seinem Film "Der grüne Berg" (1990) den Widerstand… — mehr... |
| Abstract | In Band V3 erläutert Thedi Niederberger in mehreren (sich in etwa wiederholenden) Einstellungen die technischen Details der Sondierbohrung auf der Allmend. Davor sind noch einige Aufnahmen des Zimmers des Sohnes, Toni, zu sehen. Der Erdwall führt entlang der geplanten Profile, die zwischen 2.5 und 3.5 Meter hoch aufgeschüttet werden sollen, um Bohrlärm abzuschirmen. Die Hauptbohrstelle liegt nur 50–70 Meter vom Wohnhaus und Stall entfernt, und eine zweite, kleinere Bohrstelle befindet sich 10–15 Meter nördlich. Ein Bohrturm von 20–30 Meter Höhe soll errichtet werden, weshalb Thedi die Wirksamkeit des Schallschutzes bezweifelt, da der Lärm über den Erdwall hinwegdringen würde. Alternativ schlägt er vor, den Erdwall dem Boden anzugleichen und zu begrünen, um zumindest die Bewirtschaftung zu erhalten. Die Sondierbohrung ist als einjährige Phase konzipiert: sechs Monate Infrastrukturaufbau, sechs Monate Dauerbetrieb. Visuelle Kamerafahrten dokumentieren Lage von Haus, Stall und Bohrprofilen. Das Protokoll präsentiert das Einwirken der Sondierbohrung auf den Landwirtschaftsbetrieb einerseits und verdeutlicht anhand der detaillierten Beschreibung Thedi Niederbergers andererseits, wie Lärmschutzmassnahmen sorgfältig geplant und ihre tatsächliche Wirkung kritisch geprüft werden müssen, um praktikable Lösungen für Landwirt:innen zu finden. Für die weiteren Teile des Gesprächs siehe das Videomaterial in Sozarch_F_9103-01 (Teil 1) und Sozarch_F_9103-02 (Teil 2). |
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| Copyright | Murer, Fredi M. |
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| Detailinformation | Familie Niederberger Thedor (Thedi) und Vreni, Landwirte, Allmend Kinder: 1. Heidi, 2. Monika, 3. Regula, Toni
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| Zitationsvorschlag | Video: Murer, Fredi M./F 9103-03 |