00:00:04 Wo und in welchem Milieu ist sie aufgewachsen? Susis Kindheit
00:01:15 Ihre aussergewöhnliche Kindheit, als immer Krieg herrschte und dann die aussergewöhnliche Zeit des Nachkriegs
00:02:15 Die prägende Kriegssituation und die Ausrichtung gegen aussen
00:03:19 Mangelnde Emanzipationsprozesse in der Gesellschaft während und direkt nach dem Krieg
00:05:50 Der fortlebende «Landigeist» auch nach dem Zweiten Weltkrieg und der Aufbau einer nationalen Geschichte, welche auf «Blut und Boden» basiert (und bis heute relevant ist)
00:07:27 Das vermittelte Frauenbild in der Nachkriegszeit; «Frauenberufe» und Berufe, die Frauen lange nicht offenstanden
00:08:55 Traumberufe
00:09:17 Fussballspielen mit den Buben wurde entmutigt
00:10:29 Ende 1940er und Anfang 1950er Jahre die Dämmerung des «grossen, klassischen Deutschen Theaters»
00:11:25 Schauspielerin Ellen Widmann
00:12:10 Vorsprechen bei Ellen Widmann; Widmanns Kritik, dass Susi sich nicht feminin genug benehme
00:14:11 Susis Schock, als sie von Widmann auf ihre Sexualität angesprochen wurde
00:15:02 Die Schwierigkeit, sehr feminine Rollen zu übernehmen
00:16:40 Veronika fragt, ob Widmann selbst lesbisch war; im Theatermilieu war die Sexualität ein häufiges Thema, da weniger tabuisiert und liberaler
00:18:07 Wie gelang Susi ans Schauspiel?
00:18:43 Ihre lesbische Sexualität als Hindernis zum Erfolg im Theater
00:20:13 War die lesbische Sexualität auch zwischenmenschlich ein Handicap?
00:20:58 Loslösung vom Theater als sie in Wien war (1953-1956)
00:21:46 Die Anziehungskraft von Paris und dessen liberalen Milieus
00:23:00 Befreiungsgefühl, als sie sich vom Theater abgewendet hat
00:23:38 Ihre Beziehung mit einer Wiener Journalistin, mit der sie eine Schauspielausbildung gemacht hat
00:24:54 Schnitt; Wie blieb sie wirtschaftlich unabhängig?
00:25:25 Reise nach Ungarn im Anschluss an den Ungarischen Volksaufstand mit der Wiener Journalistin; Erfahrungen mit ungarischen Flüchtlingen an der Grenze
00:27:56 Abmachung mit Elfie, gemeinsam eine Weltreise zu machen; zwei Jahre Weltreise bis 1958
00:30:12 Arbeit für eine US-amerikanische Agentur, für die Susi und Elfie bildende Kunstaufführungen veranstalteten über ihre Reisen
00:31:37 Rückkehr nach Wien, 1963; Beginn der journalistischen Tätigkeit
00:32:12 Rückkehr in die Schweiz; Arbeit in einem Jugendzentrum, im Journalismus, im Pressedient der Swissair, der Schweizer Jugendherbergen
00:32:41 Gründung einer Stiftung für versuchstierfreie Forschung Anfang der 1980er Jahre
00:34:00 Ihr lesbischer Lebensweg
00:34:40 Die gesellschaftliche Unterdrückung von lesbischem Leben («Ich wusste nicht, dass es das gibt»)
00:35:23 Die Teenager-Jahre und Sexualität in der Pubertät und schlussendlich die erotische Faszination für Frauen («Ich hatte das Gefühl, ich hatte eine Fehlentwicklung durchgemacht»)
00:36:04 Wie sich selbst die Schuld gegeben hat
00:36:42 Ab wann wusste Susi, dass es so etwas wie lesbische Sexualität gibt? Ihr Aufklärungsunterricht mit dem Pfarrer; die Fassade der «braven» heteronormativen Gesellschaft
00:38:39 Die Skandale rund um die Sexualität in den 1960er Jahren, wobei die lesbische Sexualität nicht thematisiert wurde wie die schwule Sexualität
00:38:58 Spätes Kennenlernen des lesbischen und schwulen Umfelds rund um den Barfüsser, Club 68, etc.
00:39:10 Inhalt ihres Aufklärungsbuchs im Aufklärungsunterricht (Kapitel «Von einigen Störungen»); die Verführungstheorie, dass eine gesellschaftliche Offenheit gegenüber Homosexualität heterosexuelle Menschen zur Homosexualität verführen könnte
00:40:36 Ihre Erleichterung, dass sie mit ihrem sexuellen Empfinden nicht allein war
00:40:50 Unterschiedlicher gesellschaftlicher Umgang mit Schwulen und Lesben: Schwule als perverser Abschaum, Existenz von Lesben hingegen verschwiegen
00:41:53 Kannte sie das lesbische Umfeld der Kriegszeit (z.B. Annemarie Schwarzenbach)?
00:42:58 Pathologisierung von Schwulen und Lesben aufgrund von Freud’schen Theorien
00:43:42 Begegnung mit lesbischen Szenen auf ihren Reisen? Eher individuell Frauen getroffen als in einer Szene
00:44:54 Die bisexuellen Tendenzen in ihrem Umfeld und der gesellschaftliche Druck, welcher diese Menschen in die heterosexuelle Ehe getrieben hat
00:45:52 Beziehung mit ihrer Wiener Reisepartnerin
00:46:59 Gespräch über «Little Foxes» von Billy Wilder
00:47:21 Begegnung mit lesbischer Literatur in den USA (Pulp Fiction)
00:48:29 Diskriminierungen, die Susi und homosexuelle Freunde von ihr im beruflichen Umfeld erlebt haben
00:54:27 Homophobie in der Flugbranche; Scheinehen von Piloten?
00:55:08 Die Reaktion von Susis Mutter auf ihr Coming-Out
00:56:07 Die Ignoranz des kleinbürgerlichen Milieus gegenüber den schwulen und lesbischen Subkulturen
00:57:54 Slangwörter, die zur Bezeichnung von Lesben und Schwule genutzt wurden
00:58:33 Die offenere («exhibitionistischere») Lebensweise der schwulen Männer; Ausdrücke, die Schwule benutzten für andere Schwule: «der ist auch aus der Musik», «der ist auch aus der Familie»
00:59:18 Kannte Susi irgendwelche bekannte Schweizer Lesben? Lediglich Annemie Fontana, Therese Giehse
01:00:44 Rollenverhalten von Lesben («butch-femme»); Susi war nie in der Szene aktiv
01:01:23 Kenntnisse der Zürcher Treffpunkte? [gegen Ende des Interviews schlechte Tonqualität]
01:02:32 Ende