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Dokumentationsmaterial zum Film «Katzenball» von Veronika Minder: Interview von Veronika Minder und Katrin Barben mit Ursula Rodel, Teil 1


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 9086-016
BestandF_9086 Katzenball (Veronika Minder, 2005): Rohmaterial und Dokumention [VIDEO]
Bestandesbeschrieb

Die Berner Regisseurin Veronika Minder hat von 1999-2005 für den Film «Katzenball» ausgiebige Recherchen unternommen. Kern des Materials sind die auf Video aufgezeichneten Oral History Interviews mit Protagonistinnen (und wenigen Protagonisten) der queeren Szene in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Schweiz. Die Erkenntnisse aus den Aufnahmen beeinflussten die Auswahl der dann interviewten Personen und die Themensetzung im Film "Katzenball". Die ausführlichen Interviews bieten darüber hinaus aber eine Fülle von zeitgeschichtlichen und szenespezifischen Informationen. Minder filmte für die Recherche hauptsächlich auf MiniDV und VHS. Die Aufnahme wurden mit Unterstützung von Memoriav digitalisiert.

Die Berner Regisseurin Veronika Minder hat von 1999-2005 für den Film «Katzenball» ausgiebige Recherchen unternommen. Kern des Materials sind die auf Video aufgezeichneten Oral History Interviews mit Protagonistinnen (und wenigen Protagonisten)… — mehr...

AbstractIm ersten Teil des Interviews mit der lesbischen Modepionierin Ursula Rodel erzählt sie Veronika Minder und ihrer Recherchekollegin Katrin Barben von ihrer Beziehung mit Irene Staub («Lady Shiva»), dem Wandel im Zürcher Sexgewerbe, und ihrer Karriere. Dabei kommen auch Ursula Rodels Privatleben, ihre Haltung zu anderen Lesben und der Modeindustrie zur Sprache sowie diverse Treffpunkte in der Zürcher Altstadt, die sie in jüngeren Jahren besuchte.
Urheber
  1. Minder, Veronika: Bern
Objektträger
  1. bewegtes Bild
  2. Video
  3. digitale Videoaufnahme
Detailinformation

00:00:10 Ursula zeigt Fotos von ihren Modeschauen sowie Zeitungs- und Magazinausschnitte, ihr persönliches Archiv

00:06:40 Beginn des Interviews an sich

00:06:47 Veronika erzählt Anekdote einer Kollegin, die in Bern ein Festival für die moderne Huren-Bewegung organisiert hat

00:08:47 Prostituierte mit Charisma, die sich nicht von der Szene trennen wollen

00:09:20 Die Ausstrahlung von Irene Staub («Lady Shiva») und Kostüme, die Ursula für sie gestaltet hat

00:10:19 Irene Staub, eigentlich eine sehr scheue Person

00:10:38 (Un-)Wissen über Irenes Drogenkonsum

00:10:53 Einladung von Irene ans Cannes Film Festival und dortige Erfahrung

00:11:50 Buch von Roswitha Hecke («Liebes Leben», in welchem Irene das Subjekt ist); Ursula meint, dass Roswitha kein Gespür für Irene hatte und versteht nicht, weshalb das Buch so beliebt ist

00:13:09 Ulrike Ottinger hat einen Film gedreht, in dem Irene vorkommt; Ursula meint, es hält sich um «Madame X – Eine absolute Herrscherin»

00:14:02 Ursula über Irene: «Irene war wie zwei Personen» - Ursulas Erfahrungen mit Irene an der Schofelgasse

00:15:18 Irenes Klientel – von Perversen bis Professoren

00:15:44 Anekdote von Veronika über die versteckten Triebe von Freiern; «je biederer, desto verrückter» gemäss Ursula

00:17:25 Irene ausschliesslich als Domina; schlechter Ruf von Irene im «Dorf» Zürich

00:18:33 Irene konnte aufgrund ihrer Art Frauen beeindrucken, so wie Catherine Deneuve; Besuch von Ursula und Irene bei Catherine Deneuve in Paris

00:20:14 Irenes Minderwertigkeitskomplexe

00:21:21 Irenes Arbeit als Scheinkind von reichem Ehepaar in Zürich

00:22:39 Irenes ausgestorbene Stammkundschaft (gut situierte alte Herren) und wie sich ihr Verhalten als Prostituierte verändert hat; Freier verlassen die Zürcher Altstadt

00:24:57 Ende dieser Ära der Prostitution?

00:26:07 Gab es viele Lesben unter den Prostituierten?

00:26:38 Diskussion über Zunahme von Lesben in Fernsehfilmen und die Abnahme von Prostituierten

00:27:13 Gespräch über Shirley Maclaine und ihre Filme

00:28:55 Lesbenszene in Zürich; Ursula kennt sich in der Szene nicht aus

00:29:18 «Ausgesprochen lesbische Lokale habe ich nicht gerngehabt»

00:29:57 Die Penetranz der Lesben in diesen Lokalen, die jenen von Männern ähnelt, hat Ursula dazu geführt, sie zu meiden

00:30:54 Wann fand Ursula zu ihrer lesbischen Identität? Modevorlieben als Kind

00:32:27 «Ich wäre viel lieber ein Bub gewesen»

00:32:29 Vorliebe für alles, das schön ist, und Bewunderung für ihre Mutter

00:34:00 Aufwachsen in einer völlig anderen Lebenswelt als jene von Zürich (Beiz beim Hallwilersee)

00:34:41 Verlassen der Heimat und erste (gescheiterte) Berufswege als Kindergärtnerin und in der Textilindustrie

00:35:40 Ausbildung in London am London College of Fashion

00:35:59 Rückkehr in die Schweiz; Idee, einen Laden zu eröffnen und Eröffnung ihrer Boutique «Thema Selection»

00:36:58 Nebenerwerb mit Beratungen für grosse Unternehmen (z.B. Migros)

00:37:14 Einladung der Vogue; Thema Selection erreicht die Schweizer Öffentlichkeit

00:37:39 Ursulas Privatleben zu dieser Zeit

00:38:18 «Ich bin nicht auf die lesbische Situation gestanden»; Ursulas Interesse an Frauen, die mit Männern zusammen sind

00:39:24 Frauen erscheinen Ursula weniger interessant; sie verbringt weniger Zeit in Bars und «auf der Gasse», vor allem seit dem Tod von Irene

00:39:59 Keine Lust mehr auf die Modewelt und nun mehr Austausch mit der Kunstszene

00:40:41 Langjährige Beziehung mit Irene

00:41:02 Beziehungsprobleme aufgrund Ursulas Selbständigkeit

00:41:50 Aufenthalt in Paris bei Dreharbeiten des Films «8 Femmes»; Verhältnis mit Catherine Deneuve

00:43:52 Gemäss Ursula macht die Bisexualität der Darstellerinnen die Erotik des Films aus

00:44:44 Welches sind die besten erotischen Szenen in Filmen? Kurzgespräch über «The Hunger»

00:46:10 Problem in der Modeindustrie, dass schwule Designer kein Gespür für Frauen haben

00:47:07 «Ein Hetero begreift besser, Kleider für Frauen zu machen, als ein Schwuler»

00:47:14 Untervertretene Frauen in verschiedensten Berufsfeldern

00:48:30 Verletztes männliches Ego, wenn mit stärkeren Frauen konfrontiert

00:49:12 Die Möglichkeit, auch mit Männern Beziehungen zu führen, nicht nur sexuell, sondern vor allem gefühlsmässig

00:51:19 Ursulas abenteuerliches früheres Leben; erste lesbische Beziehung

00:52:00 Trennung aufgrund politischen Engagements ihrer Freundin; «schöne» Mode und linke Politik (ihrer Freundin) passten nicht zusammen; Wiedervereinigung der beiden und diese Freundin ist auch Ursulas aktuelle Partnerin

00:53:28 Ursula scheut sich vor Abenteuer (z.B. mit verheirateten Frauen, die sie verführen möchten); sie möchte in einer Beziehung nicht mehr zusammenwohnen

00:54:53 Beziehungen ermüden Ursula, vor allem da sie oft ihre Partnerinnen motivieren musste («Ich hätte gerne jemanden gehabt, der mich mitzieht»)

00:55:42 Rückzug aus Zürich und Thema Selection um 1986; Unstimmigkeiten bei Thema Selection

00:56:54 Grösster Fehler von Ursulas Leben war, Thema Selection zu verlassen

00:57:26 Ursulas Drang, neue Sachen zu erleben in anderen Branchen; Langeweile bei Thema Selection

01:00:30 Wiedereinstieg ins Modebusiness in Zürich; Schwierigkeiten, in Zürich etwas aufzuziehen im Modebereich und Nachteile für kleine Modelabels

01:02:34 Ende

ZitationsvorschlagVideo: Minder, Veronika: Bern/F 9086-016
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