| Signatur | F 9081-017 |
| Bestand | F_9081 Problem gelöst? Geschichte(n) eines Virus |
| Bestandesbeschrieb | Zwischen dem 1. November 2019 und dem 5. Januar 2020 fand in der Shedhalle Zürich die Ausstellung "Problem gelöst? Geschichte(n) eines Virus" statt. Die Kuratorin Rayelle Niemann thematisierte historische, medizinische, gesundheitspolitische und künstlerische Aspekte des individuellen und gesellschaftlichen Umgangs mit Hiv und Aids. Zentraler Bestandteil der Ausstellung waren 17 Interviews: Sie vermitteln Erfahrungen von Menschen, die sich beruflich seit dem Auftauchen der Krankheit mit Hiv und Aids beschäftigen und geben Einblicke ins Leben von Menschen, die seit Jahrzehnten Hiv-positiv sind oder seit ihrer Geburt mit dem Virus leben. Die Sammlung dieser 17 Videogespräche ist ein in der Schweiz bis jetzt einzigartiger Zugang zu Oral History im Zusammenhang von Hiv und Aids. Dank der Unterstützung von Memoriav, dem Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturguts in der Schweiz, konnte der Videobestand digitalisiert und erschlossen werden. Zwischen dem 1. November 2019 und dem 5. Januar 2020 fand in der Shedhalle Zürich die Ausstellung "Problem gelöst? Geschichte(n) eines Virus" statt. Die Kuratorin Rayelle Niemann thematisierte historische, medizinische, gesundheitspolitische… — mehr... |
| Abstract | Gespräch mit dem von Hiv Betroffenen Steff über seine Erkrankung und deren Auswirkung auf sein Leben. 1987 testet Steff, nach langem Herauszögern des Tests, positiv auf Hiv. Für seinen negativ getesteten Partner und ihn wird dies zunehmend zu einer Belastung und führt mit der Zeit zur Trennung. Sein familiäres Umfeld weiht er nach unfreiwilligem Outing einige Zeit später ein und stösst auf Mitgefühl. Er selbst ist, vor allem anfänglich, geprägt von Schuld und schlechtem Gewissen. Dass Hiv damals noch ein Todesurteil ist, erlebt er durch seinen späteren Partner und dessen Tod hautnah mit. Steff lässt sich vor der Verfügbarkeit von wirksamen Medikamenten wenig erfolgreich homöopathisch behandeln. Die Verschlechterung seines Gesundheitszustandes und das Aufkommen der Dreierkombination 1996 veranlasst ihn dann zum Start einer klassischen Behandlung. Die komplizierte Medikamenteneinnahme und die starken Nebenwirkungen schlagen sich allerdings enorm auf seine Psyche nieder und beeinflussen den Alltag dermassen, dass er seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann und eine IV-Rente bezieht. Dies bewegt ihn dazu, sich ehrenamtlich bei der Organisation von Partys und Schulbesuchen zu engagieren. Im Gespräch erzählt er über die Wirkung solcher Schulbesuche und über Veränderungen in der Schwulen- und Partyszene. Abschliessend thematisiert er das Erleben von Stigmatisierung am Arbeitsplatz oder bei Ärzten und Zahnärzten. |
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| Geopolitik | |
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| Detailinformation |
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| siehe auch | https://www.bild-video-ton.ch/bestand/signatur/F_5177 |
| Zitationsvorschlag | Video: Urheber:in unbekannt/F 9081-017 |