| Signatur | F 9081-010 |
| Bestand | F_9081 Problem gelöst? Geschichte(n) eines Virus |
| Bestandesbeschrieb | Zwischen dem 1. November 2019 und dem 5. Januar 2020 fand in der Shedhalle Zürich die Ausstellung "Problem gelöst? Geschichte(n) eines Virus" statt. Die Kuratorin Rayelle Niemann thematisierte historische, medizinische, gesundheitspolitische und künstlerische Aspekte des individuellen und gesellschaftlichen Umgangs mit Hiv und Aids. Zentraler Bestandteil der Ausstellung waren 17 Interviews: Sie vermitteln Erfahrungen von Menschen, die sich beruflich seit dem Auftauchen der Krankheit mit Hiv und Aids beschäftigen und geben Einblicke ins Leben von Menschen, die seit Jahrzehnten Hiv-positiv sind oder seit ihrer Geburt mit dem Virus leben. Die Sammlung dieser 17 Videogespräche ist ein in der Schweiz bis jetzt einzigartiger Zugang zu Oral History im Zusammenhang von Hiv und Aids. Dank der Unterstützung von Memoriav, dem Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturguts in der Schweiz, konnte der Videobestand digitalisiert und erschlossen werden. Zwischen dem 1. November 2019 und dem 5. Januar 2020 fand in der Shedhalle Zürich die Ausstellung "Problem gelöst? Geschichte(n) eines Virus" statt. Die Kuratorin Rayelle Niemann thematisierte historische, medizinische, gesundheitspolitische… — mehr... |
| Abstract | Gespräch mit Judith und Sven. Die beiden sind seit vier Jahren ein Paar. Mutter und Büroassistentin Judith ist seit ihrer Geburt Hiv-positiv, Dachdecker Sven ist Hiv-negativ. Im Interview erzählen sie über ihre Erfahrungen mit Hiv in der Beziehung, vom Kennenlernen bis zum Zusammenleben. Judith berichtet von ihrer Kindheit und Jugend im Zeichen des Virus. Mit 11 Jahren wurde sie von ihrem Vater und den Ärzten über ihre Krankheit aufgeklärt. Sie erzählt über ihre Angst vor Ausgrenzung und den damit verbundenen psychischen Druck, die allerdings positiv ausfallenden Reaktionen des Umfelds und von den kraftspendenden Beziehungen in den Jugendgruppen Aids & Kind und Swiss Youth+ Group (SY+G). Judith und Sven teilen Anekdoten aus ihrem gemeinsamen Leben, vom Kennenlernen auf einem Festival, über das Medikamente bereitstellen Zuhause und für den Urlaub bis zu Erfahrungen mit der Invalidenversicherung (IV) – immer im Zeichen des Virus. Ausserdem äussern sie ihre Meinungen zu Aids-Kampagnen, dem Swiss Statement und der Prä-Expositions-Prophylaxe PrEP und bedauern in erster Linie die mangelnde Aufklärung über Hiv in der Bevölkerung. Abschliessend wünschen sie sich weniger krankheitsbedingte berufliche Ausfälle für sich selbst sowie bessere Präventionsarbeit und die Verfügbarkeit von Medikamenten in allen Regionen für die Gesellschaft. |
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| Detailinformation |
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| siehe auch | https://www.bild-video-ton.ch/bestand/signatur/F_5177 |
| Zitationsvorschlag | Video: Urheber:in unbekannt/F 9081-010 |