| Signatur | F 9081-005 |
| Bestand | F_9081 Problem gelöst? Geschichte(n) eines Virus |
| Bestandesbeschrieb | Zwischen dem 1. November 2019 und dem 5. Januar 2020 fand in der Shedhalle Zürich die Ausstellung "Problem gelöst? Geschichte(n) eines Virus" statt. Die Kuratorin Rayelle Niemann thematisierte historische, medizinische, gesundheitspolitische und künstlerische Aspekte des individuellen und gesellschaftlichen Umgangs mit Hiv und Aids. Zentraler Bestandteil der Ausstellung waren 17 Interviews: Sie vermitteln Erfahrungen von Menschen, die sich beruflich seit dem Auftauchen der Krankheit mit Hiv und Aids beschäftigen und geben Einblicke ins Leben von Menschen, die seit Jahrzehnten Hiv-positiv sind oder seit ihrer Geburt mit dem Virus leben. Die Sammlung dieser 17 Videogespräche ist ein in der Schweiz bis jetzt einzigartiger Zugang zu Oral History im Zusammenhang von Hiv und Aids. Dank der Unterstützung von Memoriav, dem Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturguts in der Schweiz, konnte der Videobestand digitalisiert und erschlossen werden. Zwischen dem 1. November 2019 und dem 5. Januar 2020 fand in der Shedhalle Zürich die Ausstellung "Problem gelöst? Geschichte(n) eines Virus" statt. Die Kuratorin Rayelle Niemann thematisierte historische, medizinische, gesundheitspolitische… — mehr... |
| Abstract | Claudia Seiler lebt seit 34 Jahren mit Hiv. Im Gespräch schildert sie ihre Krankheitsgeschichte, spricht über den Beistand welchen sie in Selbsthilfegruppen fand und über Hiv Medikamente, deren Wirkung, Entwicklung und Zugang. Seiler hat sich 1985 mutmasslich durch die Benützung unsauberer Spritzen mit Hiv infiziert. Während die Reaktionen ihres Umfelds gemischt waren, fand sie Hilfe und Beistand in Selbsthilfegruppen, in Büchern und in der lesbischen Community. Nach dem Absetzen des ersten Hiv Medikaments aufgrund starker Nebenwirkungen, setzt Claudia Seiler auf traditionelle Chinesische Medizin. Erst 2012, nach einer Krebsdiagnose und der in Verbindung damit anfallenden Chemotherapie beginnt sie mit der regelmässigen und erfolgreichen Einnahme von Hiv Medikamenten. Darüber hinaus teilt Seiler ihre Erfahrungen mit Ärzten, Zahnärzten und erlebter Zurückhaltung betreffend körperlicher Nähe. Sie erzählt ausserdem wie sie die Regionale Arbeitsvermittlungsstelle zur IV-Rente drängte und über ihr Engagement für die AIDS-Hilfe, welches sie unter anderem in Form von Schulbesuchen leistete. Abschliessend teilt sie ihre Ansichten zu PrEP (Präexpositionsprophylaxe) Medikamenten und äussert ihren Wunsch nach mehr frauenspezifischer Forschung sowie erhöhter Aufmerksamkeit für den Welt-AIDS-Tag. Sie schliesst mit Gedanken zu Trauerarbeit und Abschiedsfeiern. |
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| Detailinformation |
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| siehe auch | https://www.bild-video-ton.ch/bestand/signatur/F_5177 |
| Zitationsvorschlag | Video: Urheber:in unbekannt/F 9081-005 |