| Signatur | F 9081-002 |
| Bestand | F_9081 Problem gelöst? Geschichte(n) eines Virus |
| Bestandesbeschrieb | Zwischen dem 1. November 2019 und dem 5. Januar 2020 fand in der Shedhalle Zürich die Ausstellung "Problem gelöst? Geschichte(n) eines Virus" statt. Die Kuratorin Rayelle Niemann thematisierte historische, medizinische, gesundheitspolitische und künstlerische Aspekte des individuellen und gesellschaftlichen Umgangs mit Hiv und Aids. Zentraler Bestandteil der Ausstellung waren 17 Interviews: Sie vermitteln Erfahrungen von Menschen, die sich beruflich seit dem Auftauchen der Krankheit mit Hiv und Aids beschäftigen und geben Einblicke ins Leben von Menschen, die seit Jahrzehnten Hiv-positiv sind oder seit ihrer Geburt mit dem Virus leben. Die Sammlung dieser 17 Videogespräche ist ein in der Schweiz bis jetzt einzigartiger Zugang zu Oral History im Zusammenhang von Hiv und Aids. Dank der Unterstützung von Memoriav, dem Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturguts in der Schweiz, konnte der Videobestand digitalisiert und erschlossen werden. Zwischen dem 1. November 2019 und dem 5. Januar 2020 fand in der Shedhalle Zürich die Ausstellung "Problem gelöst? Geschichte(n) eines Virus" statt. Die Kuratorin Rayelle Niemann thematisierte historische, medizinische, gesundheitspolitische… — mehr... |
| Abstract | Gespräch mit Angela Lagler, die seit 23 Jahren mit Hiv lebt, über ihre Lebensgeschichte von der Hiv Infektion über die Therapie und die Geburt ihrer Tochter bis zu ihrem persönlichen Engagement. Angela Lagler hat sich 1996 durch ihren damaligen Ehemann mit Hiv infiziert. Sie berichtet wie sich ihr Leben nach dem positiven Test einschneidend verändert hat: Eine Kombinationstherapie bricht sie wegen starken Nebenwirkungen ab, sie nimmt einen ungesunden Lebensstil an und verliert neben der Arbeitsstelle auch ihre Wohnung. Erst eine Schwangerschaft lenkt ihr Leben wieder in geordnete Bahnen. Angela Lagler erzählt von der Schwierigkeit einer Schwangerschaft mit Hiv, insbesondere bezüglich des wenig hilfsbereiten ärztlichen Umfelds. Nichtsdestotrotz kommt das Kind gesund zur Welt und auch bei ihr schlägt die Therapie an – seit 13 Jahren ist das Virus nicht mehr nachweisbar. Lagler geht ausserdem auf die fehlenden Kenntnisse über Hiv in der Bevölkerung und auf die ihrer Meinung nach ungenügende Präventionsarbeit ein. In diesem Zusammenhang spricht sie über ihr persönliches Engagement in der Prävention, welche Schulbesuche und die Leitung verschiedener Gruppen umfassen. Ebenso spricht sie über Themen wie die Stigmatisierung und die damit verbundene psychische Belastung von Hiv Betroffenen und über Kinder mit Hiv-Positiven Eltern. Sie schliesst mit positiven Gedanken zu mentaler Kraft, Lebenseinstellung und Abdankungen als Feiern des Lebens. |
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| siehe auch | https://www.bild-video-ton.ch/bestand/signatur/F_5177 |
| Zitationsvorschlag | Video: Urheber:in unbekannt/F 9081-002 |