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"AJZ Eröffnung" (28.06.1980)


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 9049-047
BestandF_9049 Videoladen Zürich [Video]
Bestandesbeschrieb

Das Archiv des Videoladens Zürichs umfasst rund 180 Videos, die in Zusammenarbeit mit Memoriav 2016-2018 digitalisiert wurden. Der Bestand umfasst den Zeitraum zwischen 1976 und 2002. Mit Abstand am meisten Videomaterial ist aus den frühen 1980er Jahren erhalten. Der Videoladen übernahm damals die Rolle eines Chronisten der Jugendbewegung in Zürich. Demonstrationen, Vollversammlungen, Polizeieinsätze und das Leben im Autonomen Jugendzentrum (AJZ) wurden aufgenommen. Weitere Themenschwerpunkte sind diverse Häuserbesetzungen und das kulturelle Leben in der Roten Fabrik. Es handelt sich fast ausschliesslich um Rohmaterial, das für verschiedene Produktionen verwendet wurde, u.a. auch für "Züri brännt". Mit diesem Video erreichte der Videoladen 1981 ein grosses Publikum auch über die Landesgrenzen hinaus.

Das Archiv des Videoladens Zürichs umfasst rund 180 Videos, die in Zusammenarbeit mit Memoriav 2016-2018 digitalisiert wurden. Der Bestand umfasst den Zeitraum zwischen 1976 und 2002. Mit Abstand am meisten Videomaterial ist aus den frühen… — mehr...

AbstractAm 28. Juni 1980 wird das Autonome Jugendzentrum in der Liegenschaft Limmatstr. 18/20 eröffnet – weniger als einen Monat nach den Opernhauskrawallen. Die Aufnahmen zeugen von einer entspannten, fast ruhigen Stimmung (trotz vielen Besucherinnen und Besuchern) an diesem Samstag. Das Video hat zwei eindeutige Höhepunkte: Das Statement einer Frau (ab 00:12:32) erweist sich aus dem Rückblick als schon fast erschreckend visionär. Und im Interview äussert sich Emilie Lieberherr (ab 00:19:06) gewagt: Auch sie erkennt den schlechten Zustand der Liegenschaft, weist aber jede Verantwortung zurück. Schliesslich hätten die Jugendlichen das Haus unbedingt sofort gewollt. Aus den vielen während der Eröffnung eingefangenen Statements wird klar: Das AJZ kann höchstens ein Provisorium sein, der Zustand des Hauses ist miserabel, der von der Stadt in Aussicht gestellt Renovationskredit wird nirgends hinreichen. Ausserdem steht immer noch die Diskussion über die Rote Fabrik im Raum.
Urheber
  1. Videoladen: Zürich
Copyright
Schlagwörter
  1. politischer Rahmen
  2. politisches Leben (allgemein)
  3. politische Bewegung
  4. Jugendbewegung
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweiz
  3. Zürich, Kanton
  4. Zürich, Stadt
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1971-1980
  5. 1980
Personen
  1. Fünfschilling, Leonhard (1937-
  1. Kenner, Markus (1956-
  1. Lieberherr, Emilie (1924-2011)
Verleger
  1. Videoladen: Zürich
Objektträger
  1. bewegtes Bild
  2. Video
  3. U-Matic
Detailinformation

00:00:00 Eingangsbereich AJZ, Jugendliche Besucher, erwachsene Zaungäste; in der Halle läuft Musik

00:02:35 Jeansjacke, Aufschrift „Renoviere statt demoliere!“

00:04:45 Person mit Filmkamera filmt von aussen

00:05:32 DJ-Pult

00:06:20 Einsicht in verschiedene Räume im Erdgeschoss

00:07:02 Es wird aufgerufen, sich zur Zukunft des AJZ zu äussern (Papier und Stifte)

00:12:32 Statement Frau im Rollstuhl: Jugendliche haben sich viel zu schnell zufrieden gegeben; Haus ist in einem schlechten Zustand; es steht viel zu wenig Geld zur Verfügung; Liegenschaft wird in einem Jahr abgerissen „die Froid isch schrecklich“, es fehlt auch an sanitären Anlagen, ARHA (Architektur- und Handwerkerkollektiv) hat sich offenbar zurückgezogen; AJZ wird genau so scheitern der Bunker; sie unterstellt den Behörden absichtlich so gehandelt zu haben

00:19:06 Dieselbe Frau macht ein Interview mit Emilie Lieberherr; sie hätte lieber zugewartet mit der Übergabe, weil der Zustand des Hauses schlecht ist; „Das isch das, was d’Jugend hät welle“

00:24:58 weitere Statements zum Zustand des Hauses

00:27:41 Aussenaufnahmen

00:29:34 weitere Statements zum Zustand des Hauses; Renovationsarbeiten

00:31:55 weitere Statements zum Zustand des Hauses; möglicherweise könnte das AJZ zu klein sein; ist auf jeden Fall nur ein Provisorium; Wohnungsnot als weiteres Problem

00:35:30 einziges (?) WC

00:35:50 Emilie Lieberherr als Sicherheitsbeauftragte

00:36:40 Diskussion zwischen Flou-Flou und einem Besucher über abgeschlossene Räume

00:37:30 Durchsage wegen gesperrten Räumen; weitere Innenaufnahmen; Diskussionen in kleiner Runde über Zustand der Liegenschaft und über die Zukunft der Roten Fabrik

00:44:23 Auftritt Clown, Pantomime, Drehorgel

00:51:29 Diskussion mit Leonhard Fünfschilling, u.a. über Rhythmus der Vollversammlungen

00:56:05 Aufruf der AG Renovation für ein nächstes Treffen am nächsten Tag

00:56:34 Vollversammlung, u.a. Markus Kenner: Wie soll sich das AJZ organisieren?

00:59:09 Durchsage der AG Schleckstengel: für alle mikrophongeilen Männer wird die Verteilung von Schleckstengeln in Aussicht gestellt

01:02:32 Frau stellt Plan mit Raumverteilung vor

01:05:31 Ende

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