00:00:00 Filmbeginn, Logo des SMUV, Text: "Der Schweizerische Metall- und Uhrenarbeiterverband zeigt diesen Film als Dokument seines Schaffens.", "Der Film ist Ausdruck einer grossen und starken Beruf- und Wirtschaftsorganisation. Nicht nur die Bedeutung hochqualifizierter Arbeit für unser Land, sondern auch die Leistungen des Verbandes auf sozialem und kulturellem Gebiete finden hier ihren sinnvollen Ausdruck.", "Nach einem Manuskript von Peter Bratschi", "Produktion ProFilm Zürich", "Ton-System Tobis-Klangfilm Pekafilm AG Zürich", "Uns zur Wehr, dem Lande zur Ehr" (Abbildung der Schweiz im Hintergrund), Musik: Heimatlied
[Teil 1]
00:00:45 Karte der Schweiz mit einer Fabrik im Zentrum, Offstimme: "Die Schweiz ist zum grossen Teil Exportland. Die Rohstoffe für jene hochwertigen Industrieprodukte, die in den verschiedensten Ländern auf den Markt gebracht werden, muss sie aber einführen. Hochwertiger schweizerischer Qualitätsarbeit und hundertjähriger Entwicklung schweizerischer Welthandelpolitik ist es zu verdanken, dass heute rund ein Drittel unserer Bevölkerung von industrieller Arbeit leben kann.", Aufnahmen von Handelschiffen, Hafen, Rohstoffe, Eisengiesserei, Offstimme: "Ein Grundsatz gilt aber überall: Ob in der Giesserei, ob in der Maschinenmontage, am Schraubstock oder im Apparatebau gearbeitet wird, überall ist für den Erfolg ein hoher Mass von Können, Genauigkeit und Hingabe erforderlich. Das Bestreben in Berufen, das Beste zu leisten, hilft mit, unsere Arbeit auf den Weltmärkten einen ehrenvollen Platz zu sichern." Aufnahmen verschiedener Arbeitnehmenden (Frauen und Männer) am Werk (Maschinenindustrie, Uhrenproduktion mit Uhrmacherinnen, Bohrmaschine, verschieden Werkzeugsmaschinen (Firma Rüti zum Konzern Georg Fischer gehörend), Präzisionsmechanik, Uhrenmechanismen), Musik
00:05:10 Manche kleine Werkstätte (Aufnahme eines Schlosserbetriebs, einer Schmiede) haben sich zu grossen Betrieben (Aufnahmen von Maschinenhallen) entwickelt, anderen wurden durch die Modernisierung und Automatisierung abgelöst.
00:05:25 Aufnahmen von Wasserkraftanlagen ("Reichtum an weisser Kohle, der einzige Rohstoff der Schweiz"), Staudämmen und Maschinenindustrie bei der Produktion von Elektrotechnikerzeugnissen (Turbinen, Generatoren…), neue Berufe im Zuge der Elektrifizierung (Elektromonteuren, Elektromechaniker), Arbeiten an Hochspannungsleitungen (Freileitungsmonteur)
00:06:36 Arbeitnehmende beim Ausgang aus den Escher-Wyss-Werken (vermutlich) in Zürich, Aufnahmen von Handwerksinsignien: "Anzeichen von Berufsstolz und Berufssolidarität", Mitgliedertafel vom "Sengler Fach Verein Zürich 1895", Offstimme: "Aus unzähligen kleinen lokalen Gruppen, die sich in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhundert bildeten und zusammenschlossen ist der heutige mächtige Zentralverband entstanden.", Logo des SMUV (Halbes Uhrwerk und halbes Räderwerk mit einem Hammer im Zentrum vereinigt)
00:07:21 Graphische Darstellung der Mitgliederzahl des SMUV (Infographie: 1950, ca. 100'000 Mitglieder), Standorte von Verbandssektionen auf einer Karte der Schweiz, Konrad Ilg bei einem Referat mit statistischen Kurven im Hintergrund, Präsentation der Strukturen des Verbandes, Aufnahmen einer Tagung des Verbands
00:08:00 Originalton Konrad Ilg während einer Konferenz: "Durch die Gewerkschaft soll dem Lohnarbeiter seine wirtschaftlich-soziale Gleichberechtigung zukommen. Andererseits muss er seinerseits seine Verantwortung gegenüber der Volkswirtschaft erkennen. Sein Stolz muss sein Können sein. Um dies zu erreichen, darf die Gewerkschaft sowohl von den Arbeitgebern als auch von den Arbeitnehmern nicht nur als Kontrahent gewertet werden. Die Arbeitgeberorganisation und ihre Firmen müssen die Einsicht haben, dass die Gewerkschaft und ihre Mitglieder für die Wirtschaft und für die geistigen und sozialen Einrichtungen unentbehrlich sind." Aufnahme von Arthur Steiner
00:08:46 Aufnahmen einer "ergänzenden Konferenz" (Tagungen je nach Gruppen- oder Industriezwecken) der "welschen Kollegen" mit einem Redner, Originalton eines Gewerkschaftsleaders auf Französisch zur Uhrenindustrie: "La réstauration de l'industrie horlogère fut en partie le fruit de nos efforts. Elle a fortement contribué à l'établissement de conditions de vente saines et stables. La convention nationale, qui lie les associations patronales horlogères et notre association, a permi de régler convenablement les conditions de travail et de sauvegarder la paix sociale."
00:09:25 Präsentation verschiedener Gesamtarbeitsverträge (Dokument: "Gesamtarbeitsvertrag Zentralheizungs-Industrie zu Kanton Aargau"), Offstimme: "Einen grossen Raum in der Geschichte der Verbands nimmt das Kollektivvertragswesen ein. In den gewerblichen Verträgen erfahren Arbeitzeit, Belöhnung, Ferien, Zulagen und Überzeitzuschläge aufgrund von gegenseitigen Verhandlungen ihre Regelung. Pflicht der Vertrauensmänner ist es, sich mit allen Verhältnissen vertraut zu machen, um dann die Verhandlungen zu führen und gerechte Arbeitsverhältnisse zu erwirken."
00:09:54 Arbeitnehmenden beim Werkausgang, Aufnahmen einer Sitzung im Lokal "Spiesshof" mit Beiträgen der Teilnehmenden, Offstimme zur Bedeutung der Vertrauensmänner des Verbandes: "Der Metall- und Uhrenarbeiterverband darf sich rühmen, einen gesunden Stamm erprobter Vertrauensmänner an seiner Spitze zu haben! Die Gruppen- und Sektionsversammlungen sind der Ort, wo der geistige Kontakt zwischen der Verbandsleitung und der Arbeiterschaft hergestellt wird. Der Einzelne kommt hier zu Wort und bringt seine Anliegen selber vor." Devise des Verbandes: "Wenn die Gemeinschaft die schwächsten Glieder stützt, dann stärkt sie zugleich das Ganze."
00:10:37 "Diesem Gedanken dienen auch die Abkommen in der Metall- und Uhrenindustrie. Das Abkommen über die Reglung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der Schweizerischen Maschinen- und Metallindustrie vom 16. Juli 1937 [und vorherigen Verträge haben folgendes erwirkt:] "Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit", "1929: […] Einführung der Ferien", Text: "Das Bedeutsame an diesen Abmachungen liegt darin, dass sie ohne gesetzliche Massnahmen des Staates, durch die Einsicht und die Vernunft der beteiligten Verbände und der hinter ihnen stehenden Firmen und Arbeiter erreicht werden konnten. Nicht gezwungenermaßen, das heisst nicht durch den Staat, sollen die Normen und Regelungen erfolgen, sondern durch freie Verständigung [Im Originaltext hervorgehoben] und Rücksichtnahme auf die gegenseitigen Interessen müssen diese geschaffen werden."
00:12:01 Aufnahmen der Verbandszentrale in Bern (Monbijoustrasse), Frauen an der Arbeit in der "rationell eingerichteten Verwaltung", Präsentation der Sozialinstitutionen des Verbandes (Arbeitslosenkasse, Ferienheime, Fürsorgekasse, Alterskasse, Unfallkasse), Verwaltung der Mitglieder, "Registriermaschine und Zählapparate helfen mit, diese gewaltige Arbeit in flüssiger Weise zu bewältigen.", Aufnahmen von Büromaschinen, Redaktion und Herstellung von "La voix syndicale" und von der Metallarbeiterzeitung, Herausgabe von Fachbüchern und Broschüren durch den Verband (Beispiele)
00:14:01 Arbeitslosenversicherungskasse seit 1905, Beteiligung des Verbands an der Gestaltung der staatlichen Arbeitslosenversicherung, Graphische Darstellungen zur Arbeitslosen-Unterstützung in Millionen Franken, Text: "Krise", "Krisenverheerung", "Krise", Einsatz des Verbandes beim Bund, den Kantonen und den Gemeinden für eine "planmäßige Arbeitsbeschaffung", Graphische Darstellung der Beiträge vom Bund, Kanton sowie der eigenen Leistungen zur Unterstützung der Arbeitslosenkasse [Infographie mit Animationen]
00:15:25 Infographie mit einem Krankenbett, "Der gleiche Solidaritätsgedanke kommt auch in unserer im Jahre 1905 gegründeten Krankenkasse zum Ausdruck." (Graphische Darstellung der ausbezahlten Kranken-Unterstützung)
00:15:46 Fabrikhygiene, Wohnungsbau und richtige Lohnpolitik auch zentralen Themen des Verbands, Aufnahmen einer Fabrik mit Fliessband, eine Wohngenossenschaft mit einer arbeitenden Frau im Garten, Offstimme: "Dienst an der Volksgesundheit ist auch Dienst an der Heimat!"
00:16:25 Aufnahme einer alten Frau beim Überreichen eines Dankbriefs zur Hinterbliebenenkasse im Versicherungsbüro des Verbands, Alterkasse
00:16:46 Infographie: "Solidarität – die Stütze der Mitglieder", Statistischen Darstellungen zu Sozialleistungen des Verbandes
00:17:37 Aufnahme eines "Berufslager für Metallarbeiter", Aktivitäten des Verbands im Bereich der Nachschulung und Lehrlingsausbildung, ein Kurs zum technischen Zeichen in einem Schulraum, Offstimme: "In Theorie und Praxis wird hier unter sachkundiger Leitung die berufliche Ertüchtigung, die die Grundlage für die Existenz bildet, gefördert: Klar im Geist, Sauber in der Gesinnung und tüchtig im Beruf da zu stehen, das ist eine der ersten Ertüchtigungen, die der Verband an seine Mitglieder stellt."
00:18:16 Lehrmeister und Auszubildende, dann Arbeitnehmenden in der Metallindustrie (Schweißen), Heimatlied "Fröhlich lass uns wandern"
00:19:08 Verbandseigene Betriebe (Genossenschaften) in Zürich und Bern, Aufnahmen einer Werkstatt, Tätigkeiten im Bereich der Schlosserei, der Spenglerei, der Installation und des Dachdeckerhandwerks, Offstimme: "Unnutz zu sagen, dass Belöhnungen und Sozialleistungen dieser Genossenschaftsbetriebe beispielgebend sind." Hervorheben der Konkurrenzfähigkeit und Qualitätsarbeit der verbandseigenen Betrieben, Aufnahmen von Arbeitern in der Werkstatt (Feilen, Bohren, Schmieden), "Genossenschaft Hammer – Eisen- und Metallbau", Arbeiter am Werk, "Genossenschaft für Spengler-, Installations- und Dachdeckarbeit Zürich", Dachdecker beim Vorbereiten von Blechschornsteinen, Arbeiten auf verschiedenen Dächer in Zürich (vermutlich Bau der Verbandszentrale der Zürcher Sektion, im Hintergrund Kirche Sankt-Jakob in Aussersihl)
00:22:22 Sektionsverwaltungen in "allen großen Städten und Industrieorten", Verbandsgebäuden, genossenschaftlicher Wohnungsbau (Aufnahmen von "hygienisch eingerichteten" Siedlungen mit Berglandschaft im Hintergrund), Offstimme: "Hier wächst eine gesunde Jugend heran, von der zu hoffen ist, dass sie den großen gewerkschaftlichen, Sozial- und Kulturaufgaben auch in der Zukunft dienen wird." Heimatlied („Irgendwo im Schwyzerland“), Aufnahmen von Verbandsmitgliedern bei Gartenarbeit, Kinder beim Schaukeln, einem Mädchen mit Puppe und ein Baby in natürlicher Umgebung, Logo des SMUV, Offstimme: "Mehr als Wörter sind es die Taten eines Verbandes, die für sein Wirken zeugen."
00:23:46 Filmende