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[Vorschlagswesen] (ca. 1960)

SignaturF 9003-016
BestandF_9003 Schweizerischer Metall- und Uhrenarbeiterverband (SMUV) - Gewerkschaft Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen [FILM]
Bestandesbeschrieb

Auch: Fédération suisse des ouvriers sur métaux et horlogers (FOMH), Federazione svizzera degli operai metallurgici e degli orologiai (FOMO). — Von den grossen Schweizer Gewerkschaften hat der SMUV am meisten Flair für das Medium Film entwickelt. Ab den 1940er Jahren sind mehrere grosse Eigenproduktionen entstanden. Herausragend ist der Film „Uns zur Wehr, dem Land zur Ehr“: Er porträtiert die gewerkschaftlichen Errungenschaften auf den Gebieten Arbeitsbedingungen und Sozialvericherungen. Darüber hinaus legt er Zeugnis ab über das Selbstverständnis des SMUV, der sich schon früh auch als Dienstleistungsorganisation für seine Mitglieder verstand. Dementsprechend viel Platz nehmen im Film die Ferienheime mit ihrem umfassenden Service ein. „Uns zur Wehr, dem Land zur Ehr“ entstand 1942; zu Beginn der 1950er Jahre wurde er teilweise, 1962 gänzlich überarbeitet und (unter dem gleichen Namen) neu lanciert. Aus dem SMUV-Filmarchiv wurden insgesamt 23 Filme digitalisiert; es handelt sich fast ausschliesslich um Eigenproduktionen aus den 1930er bis 1980er Jahren.

Von den grossen Schweizer Gewerkschaften hat der SMUV am meisten Flair für das Medium Film entwickelt. Ab den 1940er Jahren sind mehrere grosse Eigenproduktionen entstanden. Herausragend ist der Film „Uns zur Wehr, dem Land zur Ehr“: Er porträtiert… — mehr...

AbstractVon Nordisk Tonefilm produziert plädiert der schwedische Farbfilm "[Vorschlagswesen]" für die Förderung von Verbesserungsvorschlägen seitens der Arbeitnehmenden im Betrieb. Eine Reihe von Spielszenen soll durch Beispiele verdeutlichen, dass Vorschläge zur Optimalisierung der Produktion oder der Arbeitsbedingungen Vorteile für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber haben. Humor (Karikaturen) und stilistischer Freiheit (u.a. Gedankenwelt in Offstimme wiedergeben) untermalen sachliche Beiträge eines Kommentators. Lediglich die Kommentare und einige Texten wurden auf Deutsch übersetzt.
Urheber
  1. Bergström, Erik
  1. Larsson, Sven
Copyright
Schlagwörter
  1. Landwirtschaft (allgemein)
  2. landwirtschaftliche Produkte
  3. Nahrungsmittel
  4. Lebensmittelindustrie
  5. Getränkeindustrie
  1. Medien und Kommunikation
  2. Kommunikation
  3. Kommunikationssystem
  4. Post
  1. Verkehr
  2. Landverkehr
  3. Schienenverkehr
  4. Eisenbahnbau
  1. Wirtschaft
  2. Beschäftigung und Arbeit
  3. Arbeitsbedingungen und Arbeitsorganisation
  4. Arbeitsbedingungen
  1. Wirtschaft
  2. Beschäftigung und Arbeit
  3. Arbeitsrecht und Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  4. Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  5. Sozialpartner
  1. Wirtschaft
  2. Industrie
  3. Maschinen- und Metallindustrie
  4. Eisen- und Stahlindustrie
  1. Wirtschaft
  2. Industrie
  3. Maschinen- und Metallindustrie
  4. Maschinenindustrie
  5. Werkzeugmaschinenindustrie
  1. Wirtschaft
  2. Produktion und Technologie
  3. Produktion
  4. Produktionsverbesserung
  1. Wirtschaft
  2. Produktion und Technologie
  3. Technologie und technische Regelungen
  4. industrielle Fertigung
  5. Automatisierung
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweden
  1. Europa
  2. Schweden
  3. Stockholm
  1. Europa
  2. Schweden
  3. Öland
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1951-1960
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1961-1970
Verleger
  1. Nordisk Tonefilm
weitere Beteiligte
  1. Anderberg, Torgny
  1. Waldimir, Sune
  1. Wilén, Max
Objektträger
  1. bewegtes Bild
  2. Film
  3. 16mm
  4. 16mm Azetat
Sprache
  1. deutsch
  1. schwedisch
Detailinformation

00:00:00 Filmbeginn, "En film om förslagsverksamheten efter en idé av, Per Erik Bergström och Sven Larsson" (Filmtitel), Zeichen zeigt einen Arbeitnehmende, der Geld aus einer Verbesserungsvorschlagskaste erhält, der Arbeitgeber würde auch davon profitieren.

00:00:06 "Foto: Max Wilén", "Musik: Sune Waldimir", "Manuskript och regi, Torgny Anderberg", "Produktion: Nordisk Tonefilm", "Huvudpersonerna i denna film spelas av respektiv förslagsställare"

00:00:26 Aufnahmen von Naturlandschaften und Badetouristen auf der schwedischen "Insel der Sonne und des Windes" Öland. Bahnarbeiter beim Gleisbau (Auswechseln von Schienen und Schwellen). Der Vorarbeiter Anderson fragt sich, wie diese Arbeit erleichtert werden könnte.

00:02:39 Überblendung, ein Sitzung mit Herren in Anzügen (von der Betriebsleitung?), Anderson schlägt die Konstruktion einer Maschine zum Schwellenwechseln vor

00:02:59 Überblendung, Anderson beim Überlegen im Zug

00:03:25 Zuhause bespricht sich Anderson und seine Frau

00:03:41 In der Werkstatt besprechen Anderson und ein Arbeiter technischen Details anhand eines Plans, dann vergebliche Versuche eines Prototyps bei den Gleisen (die alte Schwelle wird mechanisch durch die Neue geschoben und an deren Stelle mit einer Winde herangezogen): "Jetzt war Anderson überzeugt, auf dem richtigen Wege zu sein. Die Konstruktion hatte nur einen Fehler: der Motor war zu schwach. Eigensinnig und zielbewusst arbeitete Anderson an Konstruktionsverbesserungen für die Maschine. Neue Versuche, missglückte Versuche." Anderson verletzt sich bei der Bedienung seiner Konstruktion, wird von seiner Frau behandelt.

00:06:05 Überblendung, Gespräch zwischen einem Bahnarbeiter, Anderson und seinem Sohn

00:06:38 Überblendung, Anderson zuhause mit seiner Familie, Gespräch mit seinem Sohn

00:07:06 Versuch mit einer besseren Maschine; die Vorgesetzten sind anwesend

00:08:04 Anderson und seine Frau beim Zahlen der Checks der Königlichen Schwedischen Eisenbahnverwaltung ("Drei Tausend Kronen"), Andersons Familie beim Planen der durch die Prämie finanzierten "ersehnten Spanienreise"

00:08:17 Überblendung, Aufnahmen weiteren von Anderson entwickelten Maschinen zum Unterhalt der Gleisen (Schwellenschneidemaschine, Nagelmaschine…), Warten auf die vollautomatische Maschine zum Unterhalt der Gleisen, Antwort Andersons: [Ja, wir werden sehen!]

00:08:49 Kommentar durch den Herr in einem Chefbüro (Erzähler, Funktion?): "Das Vorschlagswesen ist eine Frage der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Wenn möglich soll der Betriebsausschuss die Verantwortung hierfür übernehmen. Das [Vorschlags-]Wesen soll das Interesse der Mitarbeiter wecken und sie zur Mitarbeit anregen. Was bezweckt nun das Vorschlagswesen? Es soll die technische Rationalisierung vervollständigen helfen, die notwendig ist, um die Produktion konkurrenzfähig zu gestalten. Es erhöht die Zufriedenheit der Angestellten und fördert ein Gefühl der Zusammengehörigkeit mit dem Unternehmen. Jede kleine Verbesserung, die sie vorschlagen können, auch wenn sie so unbedeutend erscheint, ist wertvoll. Neue Ideen sind eine Voraussetzung für den Fortschritt. Aber kehren wir zum Arbeitsplatz zurück. Es sollte selbstverständlich sein, dass die Arbeitgeber Wert darauf legen, Vorschläge zu erhalten, die zur Senkung der Kosten beitragen und bessere Arbeitsverhältnisse schaffen. Und die Angestellten sind natürlich froh über einen Extrazuschuss. Aber es fragt sich, ob es nicht eine noch grössere Freude ist, die eigenen Ideen verwirklicht zu sehen. Wie zum Beispiel bei den Brüdern Schillgreen [?].", Illustration durch Karikaturen (Standbildern)

00:10:25 Überblendung, die Brüder Schillgreen (?) werden vom Lärm eines Lastenaufzuges in einer Getränkefabrik gestört, Lärm verfolgt sie in ihrem Alltag und beim Schlafen, Spielszenen ihres Alltags mit Lärm des Lastenaufzuges im Hintergrund, einer der beiden Brüdern weckt den anderen während der Nacht, um den Lastenaufzug zu verbessern, Versuche verschiedener Lösungen

00:13:24 Zufällig findet einer der beiden Brüder bei einem Sonntagsausflug im Park die Lösung angesichts einer Fahrradpumpe

00:14:08 Beide Brüder beim Konzipieren eines pneumatischen Stossdämpfer

00:14:15 Erfolgreicher Versuch des Prototyps vor der Betriebsleitung, bejahende Zufriedenheit des Chefs, humoristische Schluss: Grosser Lärm erstaunt alle, es kommt aber aus einer runtergefallenen Flaschenkiste.

00:15:00 Aufnahmen der automatischen Flaschenabfüllung und -bearbeitung (u.a. Marke Frisco) 00:15:50 Kommentar durch den Herr in einem Chefbüro (Erzähler, Funktion?): "Ja, alles kann verbessert werden. Haben Sie daran gedacht, ob Ihre Arbeitsweise gerade die Richtige ist? Vielleicht hat man kein Verständnis für neue Vorschläge. Dann muss die Leitung des Unternehmens versuchen, den Gedanken des Vorschlagswesens unter den Angestellten und Vorgesetzten zu fördern. Der Vorschlagskasten ist schon gut, aber man würde ein aktiveres Sammeln der Vorschläge sehr begrüssen. Der Angestellte soll nicht Vorschläge geheim halten, aus Angst von Unannehmlichkeit mit den Vorgesetzten. Warum nicht Vertrauensleute wählen, die dem Vorschlagenden mit Rat und Hilfe zur Hilfe stehen? Die Vertrauensleute leiten die Vorschläge weiter zum Vorschlagskomitee oder dem Betriebsausschuss. Es ist auch empfehlenswert, besondere Formulare für das Eintragen der Vorschläge drucken zu lassen. Einen nummerierten Abschnitt des Formulars behält der Vorschlagende als Quittung. Wichtig ist, dass alle eingereichten Vorschläge registriert werden. Diese Registrierung ist von Bedeutung für die Höhe der Belohnung. Wie soll nun die Höhe der Belohnung berechnet werden? Sie muss im Verhältnis stehen zu dem Wert, den der Vorschlag für den Betrieb hat. Zusammenarbeit bei der Festsetzung der Belohnung fördert das Interesse und schafft Vertrauen. Und vor allem: kein Maximum der Belohnung festlegen! Aber eine Verbesserung hat nicht nur einen finanziellen Wert für das Unternehmen, sondern darüber hinaus einen Wert, der nicht mit Geld zu messen ist. Der Vorschlagende fühlt sich als Mitarbeiter des Unternehmens, was die Zusammenarbeit fördert. Wir werden im nächsten Beispiel einen Fall schildern, der einen anderen, sehr wichtigen Teil des Vorschlagswesens veranschaulicht. Nämlich die Garantie, dass ein eingereichter Vorschlag keine Nachteile für den Vorschlagenden oder seine Kameraden mit sich führt." Illustrationen durch Karikaturen (Standbilder).

00:18:12 Aufnahmen von Postlastwagen, Problem: ein Mann muss bei jedem Wetter auf der Pritsche sitzen, um die Posttaschen vom Wegfallen zu bewähren. Um solch eine sehr anstrengende Arbeit zu erleichtern, schlug Ule Ljungman vom Postchauffeurverein ein Häuschen für den Mann auf der Pritsche vor. Für diese nicht sehr effiziente Verbesserung wird der Vorschlagende von seinen Kollegen verspottet (Humoristische Szene: Ljungmans Kollegen beschmücken das Häuschen mit Blumen und Herzchen).

00:20:14 Nach der Arbeit zeichnet Ljungman Pläne für eine Umgestaltung des Postautos: "Ein Bock, ja es würde ein Bock. Ein Bock auf einer Laufschiene löste das Problem."

00:20:39 Ljungman schlägt seine neue Verbesserung seiner Betriebsleitung vor. Trotz anfänglicher Begeisterung wird es aber zurückgewiesen. (Gründe unklar)

00:22:07 „So blieb alles beim Alten“. Die Post beim Experimentieren mit Postautos, ohne aber das Problem zu lösen.

00:22:24 Postarbeiter Ljungman beim Vorschlagskomitee. Der Vertreter des Komitees beim Betrachten der Bauentwürfe (Pläne).

00:23:02 Ein Prototyp wird vor den Augen des Vorschlagskomiteevertreter geprüft. Im Hintergrund vermutlich Stockholmer Stadshus. Ein neues System mit auf Schienen montierten Zäunen macht den Mann auf der Pritsche überflüssig, ohne das Abladen der Posttaschen zu behindern. Ljungman wird vom Vorschlagskomiteevertreters beglückwünscht: "Es war ein Volltreffer."

00:24:06 Überblendung, bei der Familie Ljungman bekommt der Postarbeiter eine Prämie vom Vorschlagskomitee und wird von seinen anfangs skeptischen Kollegen mit einem Geschenk (ein altes Postauto mit Häuschen auf der Pritsche) überrascht (humoristische Szene).

00:25:20 Kommentar durch den Herr in einem Chefbüro (Erzähler, Funktion?): "Jetzt haben wir gesehen, wie wichtig richtige Informationen über das Vorschlagswesen sind. Die Begleitung sollte Aufklärung darüber schaffen, dass niemand durch die Einführung von Verbesserungen die Stellung verliert. Ferner soll den Angestellten klar gemacht werden, dass sich durch Verbesserungsvorschläge die Verdienstmöglichkeiten weder für sie selbst noch für ihre Arbeitskameraden verschlechtern." Illustrationen durch Karikaturen (Standbilder)

00:25:48 Gespräch zwischen drei Männern in einem Büro, dann vermutlich Sitzung der Vorschlagskommission (Inhalt unklar)

00:29:11 Überblendung, ein Pudel am Fenster sitzend, in der Wohnung des Arbeiters Marklund, der vom Vorschlagskomitee in seinen Forschungen unterstützt wird (von der Arbeit befreit). Führung von Experimente in der Fabrik um eine Stahlverarbeitungsmaschine (?), "Alle taten ihren Besten, um ihm zu helfen."

00:30:22 Am Tag der ersten Prüfung, Marklund auf dem Weg zur Fabrik, Aufnahmen der Fabrik, dampfender Schornstein, Gedanken im Kopf von Marklund in Off. Marklund allein mit der Maschine in einer Fertigungshalle. Bei der Prüfung am Sonntag bekommt die Maschine Problemen; Gespräch mit Vertretern des Vorschlagskomitees.

00:33:30 Ein Hochofen in einer Giesserei. Alle schauen auf ihren Uhr. Um 3 Uhr findet die Prüfung statt. Die Maschine von Marklund besteht die Prüfung und er bekommt eine Prämie vom Vorschlagskomitee.

00:35:37 Kommentar durch den Herr in einem Chefbüro (Erzähler, Funktion?): "Jetzt werden sie sagen: Aber das kann man nicht als eine Verbesserung bezeichnen! Es ist doch eine grosse Erfindung. Ganz richtig! Aber jeder Vorschlag kann der Beginn zu einer grossen Erfindung sein. Und vergessen Sie nicht, dass Marklund viele kleine einfache, aber sehr nützliche Verbesserungen gemacht hat, ehe er mit dieser Erfindung begann. Beim Vorschlagswesen kommt es nicht in erster Linie auf die Erfindung an, sondern eher auf die kleinen Vereinfachungen und Verbesserungen im Arbeitsprozess. Und hier ist Ihr Können vom Nutzen, das Sie durch lange praktische Erfahrung sich erworben haben. Haben Sie einmal darüber nachgedacht, ob die Schutzvorrichtungen den Anforderungen entsprechen? Ist das verwendete Material wirklich das Beste und Billigste? Können Sie Material sparen? Am nächsten Beispiel werden wir sehen, was man mit Aufmerksamkeit und Interesse erreichen kann, um teueres Rohmaterial zu sparen." 00:36:39 Der Stanzer Ivar Soderstron (?) in der Fabrik, Überlegungen zur Optimalisierung der Zahl von Glimmerecken pro Platte und zur Reduzierung des Abfalls (teueres Rohmaterial), Soderstron beim Üben mit Kartonecken zuhause mit der Hilfe seiner Frau, Darstellen der Lösung (neue Anordnung der Ausstanzstücke), er erhält eine Prämie vom Vorschlagskomitee der Asea-Werke [Schwedischer Konzern im Bereich der Elektrotechnik]

00:39:33 Zusammenfassung der Erfolge der sich am Vorschlagswesen Beteiligenden.

00:40:30 Filmende

ArchivbezugSMUV Gewerkschaft Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen, Fédération suisse des ouvriers sur métaux et horlogers (FOMH), Federazione svizzera degli operai metallurgici e degli orologiai
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