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Die Vertragswerke in der schweizerischen Maschinen- und Metallindustrie (1985)

SignaturF 9003-009
BestandF_9003 Schweizerischer Metall- und Uhrenarbeiterverband (SMUV) - Gewerkschaft Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen [FILM]
Bestandesbeschrieb

Auch: Fédération suisse des ouvriers sur métaux et horlogers (FOMH), Federazione svizzera degli operai metallurgici e degli orologiai (FOMO). — Von den grossen Schweizer Gewerkschaften hat der SMUV am meisten Flair für das Medium Film entwickelt. Ab den 1940er Jahren sind mehrere grosse Eigenproduktionen entstanden. Herausragend ist der Film „Uns zur Wehr, dem Land zur Ehr“: Er porträtiert die gewerkschaftlichen Errungenschaften auf den Gebieten Arbeitsbedingungen und Sozialvericherungen. Darüber hinaus legt er Zeugnis ab über das Selbstverständnis des SMUV, der sich schon früh auch als Dienstleistungsorganisation für seine Mitglieder verstand. Dementsprechend viel Platz nehmen im Film die Ferienheime mit ihrem umfassenden Service ein. „Uns zur Wehr, dem Land zur Ehr“ entstand 1942; zu Beginn der 1950er Jahre wurde er teilweise, 1962 gänzlich überarbeitet und (unter dem gleichen Namen) neu lanciert. Aus dem SMUV-Filmarchiv wurden insgesamt 23 Filme digitalisiert; es handelt sich fast ausschliesslich um Eigenproduktionen aus den 1930er bis 1980er Jahren.

Von den grossen Schweizer Gewerkschaften hat der SMUV am meisten Flair für das Medium Film entwickelt. Ab den 1940er Jahren sind mehrere grosse Eigenproduktionen entstanden. Herausragend ist der Film „Uns zur Wehr, dem Land zur Ehr“: Er porträtiert… — mehr...

AbstractNeufassung von Sozarch_F_9003-008. Im Auftrag des Partnerschaftsfonds der Schweizer Metall- und Maschinen Industrie gedreht präsentiert der Film "Die Vertragswerke in der schweizerischen Maschinen- und Metallindustrie" von 1985 den Gesamtarbeitsvertrag (sogenannten Friedensabkommen) einem Publikum junger Arbeitnehmenden. Drei stilistisch unterschiedliche Filmteile sollen den Nutzen des Arbeitsfriedens illustrieren: Erstens versinnbildlicht ein historischer Überblick die Entstehung der Sozialpartnerschaft in der Schweiz bis zum Friedensabkommen. Zweitens erklären Vertreter der Arbeitgeber-, Arbeitnehmer- und Angestelltenverbände die Neuverhandlung des GAV von 1983 anhand einer Infographik. Drittens folgen ein Zeichentrickfilm zur Reglung des Arbeitsverhältnisses sowie Spielszenen zur Lösung von Problemen im Betrieb mit Fragen und Antworten. Mit alltagsnahen Fiktionsszenen, Humor und Pädagogik bemüht sich der paritätische Film, eine den Gewerkschaften abwandernde Jugend vom Nutzen des Arbeitsfriedens zu überzeugen.
Urheber
  1. Condor-Film-AG (Zürich)
Copyright
Schlagwörter
  1. politischer Rahmen
  2. politisches Leben (allgemein)
  3. politische Bewegung
  4. Arbeiterbewegung
  1. Wirtschaft
  2. Beschäftigung und Arbeit
  3. Arbeitsbedingungen und Arbeitsorganisation
  4. Arbeitsorganisation
  5. Arbeitszeit
  6. Arbeitszeitverkürzung
  1. Wirtschaft
  2. Beschäftigung und Arbeit
  3. Arbeitsrecht und Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  4. Arbeitsrecht
  5. Arbeitnehmerschutz
  1. Wirtschaft
  2. Beschäftigung und Arbeit
  3. Arbeitsrecht und Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  4. Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  5. Arbeitsfrieden
  6. Friedensabkommen zwischen den Sozialpartnern
  1. Wirtschaft
  2. Beschäftigung und Arbeit
  3. Arbeitsrecht und Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  4. Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  5. Sozialpartner
  6. Gewerkschaft
  1. Wirtschaft
  2. Industrie
  3. Maschinen- und Metallindustrie
Geopolitik
  1. Europa
  2. Deutschland
  1. Europa
  2. Schweiz
  1. Europa
  2. Schweiz
  3. Bern, Kanton
  4. Bern, Stadt
  1. Europa
  2. Schweiz
  3. Glarus, Kanton
  1. Europa
  2. Schweiz
  3. Zürich, Kanton
  1. Europa
  2. Schweiz
  3. Zürich, Kanton
  4. Zürich, Stadt
  1. Europa
  2. Spanien
Periode
  1. Neuzeit
  2. 18. Jh.
  1. Neuzeit
  2. 19. Jh.
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1981-1990
  5. 1985
Personen
  1. Allemann, Peter
  1. Cappis, Marc C.
  1. Dübi, Ernst (1884-1947)
  1. Engels, Friedrich (1820-1895)
  1. Glatz, Heini
  1. Ilg, Konrad (1877-1954)
  1. Marx, Karl (1818-1883)
  1. Tarabusi, Agostino (1929-2003)
weitere Beteiligte
  1. Sozialpartner in der Maschinen- und Metallindustire
Objektträger
  1. bewegtes Bild
  2. Film
  3. 16mm
  4. 16mm Azetat
Sprache
  1. deutsch
  1. schweizerdeutsch
Detailinformation

00:00:00 Filmanfang [Teil 1]

00:00:01 „Erste Hälfte des Achtzehnten Jahrhunderts, Menschen bei ihrer Arbeit.“ (Aufnahmen von Gravuren mit Handwerkern)

00:00:14 Überblendung: „Die Dampfmaschine löst die erste industrielle Revolution aus. Eine mit den früheren Entwicklungen nicht vergleichbare Wandlung von Wirtschaft und Gesellschaft findet statt.“ (Aufnahme einer Modelldampfmaschine)

00:00:36 "Die französische Revolution: sie fegt die früheren Herrscher und Grundbesitzer weg." Aufnahmen von Gravuren mit einem Königshof und dann Kanonen und Aufständischen, vermutlich bei der Prise de la Bastille; eine Frau (Marie-Antoinette?) wird zur Guillotine geführt.

00:01:04 Überblendung: "Das aufstrebende Bürgertum verwandelt das Gesicht der Wirtschaft." Aufnahmen von einem Bourgeois, Fabriken in städtischer Umgebung, von einer Gruppe von Bourgeois

00:01:15 "In den Fabrikbetrieben wird die mechanisierte Arbeitsweise eingeführt." Aufnahme eines Räderwerkes

00:01:26 "Eintönigkeit, überaus lange Arbeitzeiten und ein karger Lohn sind das Schicksal der damaligen Arbeiter. Zwischen den Unternehmern und den Arbeitern kommt es bald einmal zu Auseinandersetzungen. Verzweifelte Arbeiter zerstören da und dort Fabriken. In manchen Ländern Europas der 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts werden die sozialen und politischen Kämpfe auf den Strassen ausgetragen." Aufnahmen von Gravuren mit Fabriken, Brand einer Fabrik, Arbeiterrevolten, Armee bei der Repression von Aufständen

00:01:59 Lied "Die Internationale" im Off, "1848 erscheint das von Marx und Engels geschriebene kommunistische Manifest und 1869 kommt die Erste Internationale zusammen." Aufnahmen von einem Exemplar des Manifests mit Porträten von Marx und Engels, Aufnahmen von Delegierten des Kongresses der Internationalen Arbeiterassoziation in Basel (Erste Internationale, Gründungskonferenz in London 1864, der Kongress von 1869 fand in Basel statt)

00:02:15 Trommel im Off, "In der Schweiz werden 1815 erste Reglungen zur Reglementierung der Fabrikarbeit von Kindern erlassen. So in Kanton Zürich: 'Kein Knabe oder Mädchen soll in einer Fabrik oder Spinnmaschine aufgenommen werden, ehe solche das zehnte Jahr angetreten hat. Und es sollen die junge Leute täglich nicht mehr als 12 bis 14 Stunden am Tag beschäftigt werden'." Aufnahme des Dokuments "Verordnung wegen des Gebrauchs der minderjährigen Jugend in Fabriken überhaupt, und in Spinnmaschinen besonders."

00:02:45 "1848, der Schweizerische Bundesstaat wird gegründet. Die neue Verfassung gewährleistet die Vereinsfreiheit. Damit ist die Voraussetzung zur Gründung der gewerkschaftlichen Organisationen gegeben." Aufnahmen von einer Gravur mit der Gründung des Bundesstaates am 12. September 1848 (Bundesverfassung von 1848). Aus der Bundesverfassung von 1848: "Die Bürger haben das Recht Vereine zu bilden, sofern solche weder in ihrem Zweck noch in den dafür bestimmten Mitteln rechtswidrig oder staatsfeindlich sind."

00:03:20 "Glarus, ein Kanton mit umfangreicher Textilindustrie. Dank Unterstützung durch den fortschrittlichen Industriellen Peter Jenny und auf Druck der organisierten Textilarbeiter wird 1864 eine soziale Gesetzgebung erlassen, die für die damalige Schweiz richtungweisend ist. Die Glarner Landsgemeinde hat zum Beispiel beschlossen: 'Alltagsschulpflichtige Kinder dürfen in keiner Fabrik zur Arbeit verwendet werden. Die wirkliche Arbeitszeit in den Fabriken darf nicht mehr als zwölf Stunden täglich betragen. Frauenspersonen sollen vor und nach ihrer Niederkunft im Ganzen während sechs Wochen nicht in der Fabrik arbeiten'."

00:04:07 Auseinandersetzungen um das in 1877 knapp verabschiedete Arbeitsgesetz, Ausschnitte aus verschiedenen Kampfschriften, Auszug aus dem Arbeitsgesetz

00:04:49 Industrielle Konzentration und Integration in den Weltmarkt, Gründung von Industrieverbänden (Vorort 1870, SGB 1880, Metallarbeiterverband 1888 mit Aufnahme der Uhrenindustriearbeiter 1915)

00:05:51 Arbeiter in einer Schmiede, "In den darauf folgenden Jahren nimmt als Folge der wirtschaftlichen Schwierigkeiten die soziale Unrast und damit auch die Streikbereitschaft zu." Aufnahmen von Gravuren mit streikenden Arbeitern, Transparent "Arbeiterstreik Neumühle"

00:06:03 Erster Weltkrieg, Aufnahmen von Schlachten an der Front. Arbeiter in der Schweiz von Reallohnverlusten stark betroffen. Gewerkschaftsmitglieder steigen.

00:06:46 "Im November 1918 erreichen die heftigen politischen und sozialen Auseinandersetzungen ihren Höhepunkt im Generalstreik." Arbeiterdemonstrationen während des Generalstreiks, Ausschnitt aus der Zeitung "La Suisse" mit dem Titel "Tentative de grève générale", "Dans de nombreuses villes, elle n'est que partielle. Maintenir la préséance du pouvoir civil. Zürich a été privée de lait." Ausschnitt aus der Zeitung "Volksrecht" mit dem Titel: "Der Generalstreik in der Schweiz, Revolution in Deutschland." Überblendung zur Aufnahme einer marschierenden Arbeitermasse, Auseinandersetzungen vom 10. November 1918 zwischen Armee und demonstrierenden Arbeitern auf dem Münsterhof in Zürich, Einsatz der Armee, Armee schützt das Bundeshaus und Schüsse im Off.

00:07:34 Weitere Gründungen von Arbeiterorganisationen

00:07:42 "New-York 1929: Börsenkrach." Aufnahmen des "Schwarzen Freitags" an der Börse, Fabrikpleiten und Arbeitslosenschlangen. Die faschistische Bedrohung nimmt in diesem Kontext zu (Zeichentrickfilm: Karte Europas wird von schwarzen Flecken und Figuren von Mussolini und Hitler erobert – Ausschnitte aus dem Film „Arbeit und Wohlstand für alle, 1934/35, Fonds SABZ).

00:08:41 Aufnahmen von nationalsozialistischen Versammlungen (vermutlich in Nürnberg). "Deutschland 1933. Hitler gelangt an die Macht und löst die Gewerkschaften aus." Aufnahme von einer Rede Hitlers

00:09:04 Spanischer Krieg mit Aufnahmen von Francos Streich gegen die "Front Populaire", Schlachten, Hilfe von Mussolini und Hitler, gefangengenommenen Partisanen

00:09:51 Wirtschaftslage sehr gespannt in der Schweiz trotz einer 30%igen Frankenabwertung. Angesichts der zunehmenden Arbeitskämpfen Absicht des Bundesrates, eine Zwangsschlichtung einzuführen.

00:10:31 Eine Arbeiterdemonstration mit einem Redner (Konrad Ilg?), "Diese Gefahr der Zwangsschlichtung, die wirtschaftliche Krise und die faschistische Bedrohung beunruhigen führende Männer der Wirtschaft. Konrad Ilg, der damalige Präsident des SMUV, ergreift die Initiative zu Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband, in dessen Präsidenten, Dr. Ernst Dübi, er einen gesprächsbereiten Partner findet. Zusammen bereiteten sie das erste Friedensabkommen in der Metall- und Maschinenindustrie vor. […]" Photos von Konrad Ilg und Ernst Dübi, Dokument des Friedensabkommen vom 19. Juli 1937

00:11:02 "Die zu dieser Zeit noch auf beiden Seiten gegenüber einer friedlichen Lösung von Interessenkonflikte bestehende Unsicherheit bewirkt, dass das Abkommen zunächst nur für zwei Jahre abgeschlossen wird. Der Vertrags- und Verhandlungsgedanke setzt sich gegen Anfeindungen von ganz links und ganz rechts jedoch immer stärker durch."

00:11:25 "Ein ähnliches Vertragswerk wird 1955 mit den Angestelltenverbände abgeschlossen." Dokumente, "Beide Vertragswerke werden seither periodisch erneuert und schrittweise ausgebaut."
[Teil 2]

00:11:58 Titel: "Die Erneuerung der Vertragswerke" (Untertitel)

00:12:10 Schwarzweiß- Aufnahmen von den Sulzer-Werke (Industrieerzeugnisse werden auf Pferdwagen geschleppt), von einer Schmiede, von einer Gießerei und dann Farbbildern von Industrierobotern sollen den Fortschritt der Automatisierung (elektronische Steuerungsanlagen) zeigen, was eine Anpassung der Vertragswerke erforderlich machen würde.

00:13:27 Überblendung, Infographie zu Nachfolgeabkommen nach 1937 und 1955

00:13:46 Infographie (mit Aufnahmen eines Industrieroboters im Hintergrund) zu Errungenschaften der nachfolgenden Friedensabkommen ("kürzere Arbeitszeit, Kinderzulagen, Weiterbildung, 13. Monatslohn, Mitwirkung im Betrieb")

00:14:14 Aufnahme einer Straßenschlacht zwischen Demonstranten und Einsatzpolizisten im Ausland, Offstimme: "Die Ansichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gingen zwar oft breit auseinander. Während im Ausland die beiden Seiten ihren Interessen häufig mit Kampfmassnahmen durchzusetzen versuchen, werden die Meinungsverschiedenheiten in der Schweiz traditionsgemäß am Verhandlungstisch ausgefochten." (Infographie mit zwei gegenübersitzenden Männern)

00:14:36 "Wer verhandelt mit wem?" (Untertitel)

00:14:44 Marc C. Cappis beim Präsentieren von Organisation und Entscheidungsstruktur des ASM (auf Schweizerdeutsch, Infographie)

00:15:36 Agostino Tarabusi (SMUV) präsentiert wie die drei Arbeitnehmerverbände SMUV, CMV und LFSA mit getrennten Forderungskatalogen sich an Verhandlungen beteiligen (auf Schweizerdeutsch, Infographie)

00:16:32 Heini Glatz (VSAM) präsentiert, wie sich die drei Angestelltenverbände SKV, SVTB und VSAM mit gemeinsamen Forderungskatalog und gemeinsamer Delegation an Verhandlungen beteiligen.

00:17:26 "Die Meinungsbildung in den Verbänden" (Untertitel)

00:17:38 Agostino Tarabusi (SMUV) erklärt, wie Forderungen der Betriebsgruppen zum Forderungskatalog bei den jeweiligen Gewerkschaften werden (Maschinenindustriekonferenz als Entscheidungsorgan) (auf Schweizerdeutsch, Infographie).

00:19:25 Heini Glatz (VSAM) erklärt, wie Forderungen aus einer Mitgliederumfrage von den Verbandsspitzen (Vorstände von SKV, VSAM und SVTB) zum gemeinsam Forderungskatalog bereinigt werden (auf Schweizerdeutsch, Infographie).

00:20:00 "Die Vertragserneuerung 1983" (Untertitel)

00:20:07 Infographie mit Illustrationsaufnahmen in einem Fenster neben dem Redner: Forderungen der Arbeitnehmerverbände zur Vertragserneuerung werden zum Arbeitgeberverband (ASM) ein Jahr vor dem Vertragsende angereicht. Aus den Forderungskatalogen: "Verkürzung der Arbeitszeit – Verbesserung des Kündigungsschutzes – vermehrte und garantierte Mitbestimmungsrechte – Verbesserung des Gesundheitsschutzes – längere Ferien – Datenschutz – Erhöhung der Kinder- und Ausbildungszulagen – Regelung des Teuerungsausgleichs" (Auswahl von 4 Beispielen: Verkürzung der Arbeitszeit, vermehrte und garantierte Mitbestimmungsrechte, längere Ferien, Erhöhung der Kinder- und Ausbildungszulagen)

00:20:33 Peter Allemann vom CMV betönt die Forderung nach Verstärkung der Mitbestimmung im Betrieb (Mitbestimmung zur Arbeitszeitzuteilung und im Bereich des Gesundheitsschutzes), im Fenster: Arbeitssituationen

00:21:36 Alfred Meyer vom LFSA erklärt die Forderung nach Erhöhung der Kinder- und Ausbildungszulagen (Kind mit einem Drachen, Arbeitnehmende an Computern), "Eine gute Ausbildung erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt."

00:22:27 Agostino Tarabusi vom SMUV erklärt die Forderung nach Einführung der 40-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich als Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (im Fenster: Arbeiterdemonstration, Automatisierung in der Industrie).

00:23:12 Heini Glatz vom VSAM betont die Forderung nach Verkürzung der Arbeitszeit durch Erhöhung der Ferien (Flexibilisierung der Arbeitszeitverkürzung je nach Alter) iIm Fenster: Familien in den Ferien, in den Bergen, Sportler auf Schneefahrzeuge).

00:24:12 Marc C. Cappis vom ASM rechtfertigt den Unterschied zwischen Forderungen der Arbeitnehmerverbänden und der Konzessionsbereitschaft der Unternehmer mit der Veränderung der Konjunkturlage. Daher sei Arbeitszeitverkürzung nur mit Lohnkürzungen vorstellbar. Arbeitszeitverkürzung würde zum Verlust der Konkurrenzfähigkeit führen und dementsprechend keine neuen Arbeitsplätze schaffen.

00:25:34 Agostino Tarabusi antwortet für die drei Gewerkschaften, dass das Angebot der Arbeitgeber (Arbeitszeitverkürzung um eine Stunde mit Lohnkürzungen) als ungenügend von den drei Industriekonferenz einstimmig abgelehnt und verurteilt worden seien (im Fenster: Zeitungsausschnitt: "So geht's nicht!" mit Bild der Abstimmung bei einer Industriekonferenz).

00:26:07 Heini Glatz antwortet für die drei Angestelltenverbände, dass das Angebot der Arbeitgeber wegen Nichtberücksichtigung von Ferienforderungen und Ausbildungszulagen "schlecht und unannehmbar" sei.

00:26:34 Marc C. Cappis vom ASM erklärt, dass der Vorstand des ASM mit großzügigen Konzessionen in die Minderheit gedrängt wurde, dass das Angebot ein Kompromiss innerhalb des Unternehmerlagers sei und dass Arbeitskämpfe in Zeiten von Strukturanpassungen nicht wünschenswert seien.

00:27:47 "Stellungnahmen zu den Endergebnissen"

00:27:50 Die Verhandlungspartner sitzen an einem Tisch und besprechen die Ergebnisse der Verhandlungen (neue Vereinbarung). Agostino Tarabusi (SMUV): Hoher Stellenwert des GAV trotz zu geringer Errungenschaften. Peter Allemann (CMV): Zufriedenstellend mit Blick auf nicht-materiellen Forderungspunkten (Mitbestimmung, Gesundheitsschutz). Alfred Meyer (LFSA): Forderung nach Ferienverlängerung sowie Kinder- und Ausbildungszulagen nicht gelungen, aber Zustimmung der Industriekonferenz als Bekenntnis zum Arbeitsfrieden zu interpretieren. Heini Glatz (VSAM / SVTB / SKV): Mitbestimmungsförderung war der Grund zur Zustimmung, ansonsten wurden die Forderungen nicht akzeptiert. Marc C. Cappis: "Es liegt in der Natur von einem Kompromiss, dass beide Teile Zugeständnis machen müssen und keiner ganz glücklich dabei ist. Obwohl damit fühlbare Mehrkosten entstanden sind, konnten wir dem Vertragswerk zustimmen. Unsere Industrie wird in dem nächsten Jahr viele Probleme zu lösen haben, die nur auf der Basis von einem Arbeitsfrieden mit Erfolg gemeistert werden können. Gemeinsam haben wir jetzt den Arbeitsfrieden für die nächste fünf Jahre wieder sichergestellt. Unsere Konkurrenz auf dem Weltmarkt wird nicht schlafen und für die meisten Völker ist es nur ein weitentferntes Ziel, unseren Wohlstand zu erreichen. "

00:32:02 Beteiligten Organisationen, "SMUV – CMV – LFSA – ASM – SVTB – SKV – VSAM"
[Teil 3- Einführung]

00:32:15 Ein humoristischer Zeichentrickfilm soll die verschiedenen Funktionen des Einzelarbeitsvertrag (EAV), der Gesamtarbeitsverträgen (GAV), des Obligationenrechts (OR) sowie des Arbeitsgesetzes (ArG) und der firmeninternen Reglung (FiR) bei der Bestimmung des Arbeitsverhältnisses erklären. Auf der Imitation einer Spielkonsole werden Arbeitnehmende und Arbeitgebende archetypisch und individuell dargestellt, das Regelwerk nimmt die Form einer komplizierten Maschine an, die nur durch leuchtende Bildschirme und elektronische Töne kommuniziert. Aus dem Kommentar: „Überall, wo Menschen Sachen gemeinsam etwas unternehmen wollen, gibt es neben Gemeinsamkeiten oft auch auseinandergehende Interessen. Dies kann auch in der Arbeitswelt zu Meinungsverschiedenheiten und Konflikten führen…"

00:33:56 "Gespräche/Verhandlungen lösen Probleme" (Leuchtender Text), "In allen Bereichen suchen Arbeitnehmer und Arbeitgeber Lösungen, die für alle tragbar sind, die alle Interessen weitgehend berücksichtigen. Lösungen, die durch Gespräche und gegenseitiges Entgegenkommen erreicht werden. Aus dieser Einstellung heraus kann auch in Zukunft der Arbeitsfriede erhalten werden und damit eine gesunde Wirtschaft, der Fortschritt und Wohlstand."

00:34:25 Text: "Eine Informationsveranstaltung – hergestellt im Auftrag des Partnerschaftsfonds der schweizerischen Maschinen- und Metallindustrie" (Musik), "Produktion Condor Audiovisuals Zürich"

00:34:55 "Die Vertragswerke in der schweizerischen Maschinen- und Metallindustrie" (Untertitel)

00:35:03 Standbilder (Schwarzweiß) von Arbeitssituationen in der Maschinen- und Metallindustrie

00:36:07 Aufnahme eines jungen Arbeiters: „Das Friedensabkommen ist das Abkommen, das Arbeitnehmer und Arbeitgeber geschlossen haben […].“ Verschiedene Arbeitnehmende in Französisch, Deutsch (auch Dialekt) und Italienisch über das Friedenabkommen, die meisten wissen darüber nicht Bescheid. Standbilder von Arbeitssituationen.

00:38:22 Text: „Die Arbeitnehmerverbände und der Arbeitgeberverband der schweizerischen Maschinen- und Metallindustrie haben sich gemeinsam die Aufgabe gestellt, die Lehrlinge im Verlaufe der Ausbildung über die Vertragswerke zu informieren.» Folgt eine Liste der beteiligten Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen:
"Die Gewerkschaften: Schweizerischer Metall- und Uhrenarbeiter-Verband (SMUV), Christlicher Metallarbeiter-Verband der Schweiz (CMV), Landesverband freier Schweizer Arbeitnehmer (LFSA); Die Angestelltenverbände: Verband schweizerischer Angestelltenvereine der Maschinen- und Elektroindustrie (VSAM), Schweizerischer Kaufmännischer Verband (SKV), Schweizerischer Verband technischer Betriebskader (SVTB); Der Arbeitgeberverband: Arbeitgeberverband schweizerischer Maschinen- und Metall-Industrieller (ASM)"
[Teil 3.1]

00:39:12 „Andy, 20 Jahre, Mechaniker“ (Photo)

00:39:17 Spielszene: Zuerst im Betrieb (Fabrik) und dann in der Kneipe, wo Albert nach Abschluss seiner Lehre im gleichen Betrieb eingestellt werden soll, Frage: „Wie sind Lohnhöhe und Funktionen geregelt?“ (Text)

00:41:24 „Bruno, 20 Jahre, Maschinenoperateur“ (Photo)

00:41:30 Spielszene: Zu Hause bei einem kurzen Streit mit den Eltern (Musik zu laut), Brunos Eltern diskutieren über Kündigungsschutz und Erwerbsersatzordnung während der Rekrutenschule ihren gestressten Sohnes, Frage: „Gibt es während der RS einen Kündigungsschutz? Wie ist die Lohnentschädigung geregelt?“ (Text)

00:43:36 „Heidi, 20 Jahre, Kaufmännische Angestellte“ (Photo)

00:43:42 Spielszene: In der Kantine, Maguy mit einer Kollegin über ihr Recht auf Urlaub trotz erst kurzer Einstellung im Betrieb sprechend, Frage: „Ist die Feriendauer vertraglich geregelt?“

00:44:57 „Charly, 21 Jahre, Maschinenmechaniker (Spezialist)“

00:45:04 Spielszene: Auf einem Fußballfeld und dann in den Duschen, der Trainer möchte Charly in eine bessere Mannschaft schicken, Trainingsstunden drei Mal pro Woche mit der Betriebsarbeit als Spezialist nicht kompatibel, Frage: „Gibt es Sonderreglungen?“

00:46:24 „Thomas, 23 Jahre, FEAM“

00:46:29 Spielszene: Ein junges Paar bei der Besichtigung ihrer künftigen Wohnung, der Mann braucht Urlaub für den Umzug, Frage: „Gibt es Reglungen über zusätzliche, besondere, bezahlte Freitage?“

00:48:56 „Silvia, 21 Jahre, gelernte technische Zeichnerin“

00:49:03 Chef beim Verlangen von Überstunden wegen kürzeren Fristen, Silvias könnte ihren Kursen nicht besuchen, Frage: „Gibt es Überstundenreglungen?“
[TEIL 3.2]

00:51:12 Humoristischer Zeichentrickfilm mit der Spielkonsole zur Zuständigkeit verschiedener Rechtsgrundlagen und Reglungen des Arbeitsverhältnisses (EAV, FiR, GAV, OR…)

00:55:10 Wiederholung der Porträten des zweiten Teils mit Lösungen ihrer Problemen; Anfang mit „Andy, 20 Jahre, Mechaniker“ (Photo) und „Heidi, 20 Jahre, Kaufmännische Angestellte “ (Photo)

00:55:22 Spielszene: Nach dem Gespräch mit der Sekretärin der Betriebsleitung muss Maguy ihre Ferien auf eine für den Betrieb günstigere Zeitspanne verschieben. Bruno im Büro des Chefs, um seinen neuen Arbeitsvertrag zu besprechen. Laut der Betriebsordnung wird sein neues Gehalt eine Zeit nach dem Stellenwechsel festgestellt.

00:59:08 „Bruno, 20 Jahre, Maschinenoperateur“ (Photo)

00:59:13 Spielszene: Von der Personalkommission (?) bekommt Bruno ein Formular zum Beantragen der Erwerbsersatzordnung während der Rekrutenschule, die laut Gesamtarbeitsvertrag 50% des Lohnes für ledige Arbeitnehmer beträgt. Personalchef (?) ruft den Chef an und fragt ihn, ob er etwas für die künftige Rekruten organisiert, und ob er Ersatzkraft geplant hat. (Leuchtende Symbole wie auf einer Spielkonsole erklären welche Reglungen bestimmend sind).

01:00:47 „Thomas, 23 Jahre, FEAM“ (Photo)

01:00:52 Spielszene: Männer beim Zügeln, die Frau beim Aufräumen in der Küche. Wegen Umzug bekommt man einen Tag Urlaub.

01:02:30 „Silvia, Jahre, gelernte technische Zeichnerin“ (Photo)

01:02:35 Silvia erfährt beim Gespräch mit einem älteren Kollegen, dass die Betriebsleitung berechtigt ist, Überstanden zu verlangen, „wenn keine schwerwiegenden Gründe vorliegen“. Sie muss ihren Kurs verschieben.
[TEIL 3.3]

01:03:24 Ein vermeintlich humoristischer mit sexistischen Bildern belegter Zeichentrickfilm zeigt fünf Situationen der Auseinandersetzungen eines Paares zum Thema Ferien (Bergen versus Meer). Stumm (nur akustische Untermalung). (1) und (2) Mann überzeugt Frau oder umgekehrt. (3) Konflikt bricht aus, ein Superman versöhnt das Paar. (4) Konflikt bricht aus und endet mit Tränen der Frau. (5) Ein Kompromiss wird gefunden und die beiden Ferienorte werden besucht.

01:05:35 „Gespräche lösen Probleme, Gespräche schlichten Meinungsverschiedenheiten. Auch in der Arbeitswelt." Die Arbeitsbeziehungen werden metaphorisch mit einem Ehepaar verglichen, um das Primat des Dialogs als Mittel der Problemlösung hervorzuheben.

01:05:56 „Charly, 21 Jahre, Maschinenmechaniker (Spezialist)“

01:06:03 Während einer Sitzung mit dem Betriebschef (im Anzug), der Personalchefin oder Direktionssekretärin (?), dem Industriemeister von Charly (in Arbeitskittel) und einem Personalvertreter (?) wird die Freistellung vom Fußballer Charly zwei Tagen pro Woche mit Pro und Kontra diskutiert (Sein Industriemeister braucht ihn als Fachkraft, es ist wichtig für Charlys Motivation, es ist gut für das Ansehen des Betriebes, wenn es eine gute Mannschaft unterstützt, die Aufträge müssen fristgerecht erfüllt werden…). Frage bleibt offen: „Welche Lösungen sind für das Problem von Charly möglich?“

01:07:51 Filmende

ArchivbezugSMUV Gewerkschaft Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen, Fédération suisse des ouvriers sur métaux et horlogers (FOMH), Federazione svizzera degli operai metallurgici e degli orologiai
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