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"Zwischen Wal und Harpune", vermutlich Ende 1970er Jahre

SignaturF 9001-189
BestandF_9001 World Wide Fund For Nature (WWF) [FILM]
Bestandesbeschrieb

Tier- und Naturfilme gehören erfreuen sich über einem halben Jahrhundert dem ungebrochenen Zuspruch von Film- und Fernsehproduzenten wie auch der Fernsehzuschauer. In der Nachkriegszeit verschaffte Bernhard Grzimek dem Genre 1959 mit „Serengeti darf nicht sterben“ den Durchbruch. Der Film über Leben und Sterben im tansanischen Tierreservat gewann sogar einen Oscar. Seither befriedigen unzählige Filme unser Verlangen nach der Schönheit von Flora und Fauna in letzten verbliebenen Paradiesen. Die Faszination und Attraktion wilder Tiere machte sich der WWF bei der Gründung 1961 schon mit der Wahl seines Wappentiers zu Nutze: Der Panda eignet sich dank seiner Knuddligkeit, Exotik und dem Bedrohungsstatus vorzüglich als universell einsetzbares, positiv besetztes Logo. Das Medium Film setzte der WWF Schweiz ab Mitte der 1960er Jahre ein, vorerst um Spenden zu sammeln: 1966 beispielsweise zeigte der WWF eine Spezialvorstellung des Kassenschlagers „Born Free“ (auf deutsch: „Die Geschichte der Löwin Elsa“) und verband den Anlass mit einer Tombola. Als Hauptpreis stifte das Reiseunternehmen Kuoni eine Safari nach Ostafrika… In den Folgejahren baute der WWF eine kleine Filmothek auf. Er kaufte Kopien von Tier- und Naturfilmen und vertrieb sie ab 1975 in einem eignen Filmverleih, der die lokalen WWF-Sektionen bediente, vor allem aber in unzähligen Schulstuben landauf landab benutzt wurde und die Kampagnen zur Wiederansiedlung des Luchses, zum Schutz der einheimischen Fledermäuse oder zur Rettung der Tiger begleiteten. Meistens setzte der WWF auf Fremdproduktionen. Britische und kanadische Fernsehstationen lieferten qualitativ hochwertiges Material, das wenn nötig mittels Anpassung der Kommentarspur für hiesige Verhältnisse adaptiert werden konnte. Viele dieser Filme folgten dem gängigen Strickmuster des Genres: atemberaubende Landschaftsaufnahmen, verbunden mit den in Harmonie mit der Natur lebenden Wildtieren, die in ihrer Existenz bedroht sind. Ab 1975 konnte der WWF für ein knappes Jahrzehnt mit Hans A. Traber und dem Schweizer Fernsehen zusammenarbeiten. Der enthusiastische Natur- und Tierfilmer Traber gehörte damals zu den Stars vom Leutschenbach. Er bescherte dem WWF unter anderem Werke über Fledermäuse, Schleiereulen und den Schutz der Hecken, die nach ihren TV-Premieren vom WWF kräftig ausgewertet wurden. - Spätestens mit dem Aufstieg von Videos nahmen die WWF-internen Zweifel, ob sich ein eigener Filmverleih lohne, überhand. Der Verleih wurde ins Schweizerisches Schul- und Volkskino (SSVK) ausgelagert und dann ganz eingestellt. Die Zukunft gehörte den VHS-Kassetten. Der digitalisierte Filmbestand des WWF Schweiz umfasst 57 Filme aus drei Jahrzehnten. Den grössten Anteil stellt der didaktische Tierfilm, der eine Spezies (oder ein Naturreservat) porträtiert und dabei möglichst viel naturwissenschaftliches Wissen mit spektakulären Bilder verbindet. Eher schwach vertreten ist der anwaltschaftliche Film, der explizit Missstände anklagt und Verantwortlichkeiten benennt. Und filmisch fast inexistent sind leider die Tätigkeiten des WWF Schweiz im Zusammenhang mit Kampagnen.

Tier- und Naturfilme gehören erfreuen sich über einem halben Jahrhundert dem ungebrochenen Zuspruch von Film- und Fernsehproduzenten wie auch der Fernsehzuschauer. In der Nachkriegszeit verschaffte Bernhard Grzimek dem Genre 1959 mit „Serengeti… — mehr...

AbstractDer Dokumentarfilm beschäftigt sich mit dem Kampf von Greenpeace gegen den Walfang. Im Zentrum stehen Hochseeaktionen in den 1970er Jahren gegen Walfangflotten, sowie eine Walfangkonferenz 1975 in London.
Schlagwörter
  1. Landwirtschaft (allgemein)
  2. Land- und Forstwirtschaft
  3. Fischerei
  4. Fischereiressourcen
  5. Meeressäugetier
  1. Umwelt
  2. natürliche Umgebung
  3. natürliche Umwelt
  4. Tierwelt
  1. Umwelt
  2. Umweltpolitik (allgemein)
  3. Bekämpfung der Umweltbelastungen
  4. Schutz der Tierwelt
  5. Jagdvorschrift
  1. Umwelt
  2. Umweltpolitik (allgemein)
  3. Umweltpolitik (speziell)
  4. Umweltorganisation
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1971-1980
Personen
  1. Hunter, Robert (1941-2005)
  1. McTaggart, David (1932-2001)
Objektträger
  1. bewegtes Bild
  2. Film
  3. 16mm
  4. 16mm Azetat
Sprache
  1. französisch
Detailinformation

00:00:00 Wale schwimmen im Meer

00:01:28 Ein getöteter Wal wird von Fischern ausgenommen; Sprecher bezeichnet den Vorgang als Massaker

00:02:02 Schwarz-Weiss-Aufnahmen von kämpfenden Kriegsschiffen

00:02:30 Der Sprecher stellt die Umweltschutzorganisation Greenpeace vor

00:02:47 Ein Walfangschiff feuert eine Harpune auf einen Wal

00:03:35 Der tote Wal wird auf das Schiff gezogen und ausgenommen

00:04:19 Abwechselnde Szenen der Londoner Walfang-Konferenz vom 23. Juni 1975 und einer Waljagd

00:06:36 Interview (ohne Ton) mit Robert Hunter (Präsident Greenpeace).

00:07:00 Der Fischkutter „Phyllis Cormack“ wird von Greenpeace-Aktivisten zum Auslaufen vorbereit (vermutlich 1975)

00:07:27 Greenpeace Aktivisten auf Schlauchbooten

00:09:15 Die „Phyllis Cormack“ läuft aus. Vermutlich 1975

00:11:37 Ein Schlauchboot wird zu Wasser gelassen

00:12:33 Abwechselnd: Szenen von Walfängern und Greenpeace Aktivisten, die auf einem Schlauchboot Instrumente spielen

00:14:38 Die „Phyllis Cormack“ auf dem Meer

00:15:54 Londoner Walfang-Konferenz am 23. Juni 1975

00:16:02 Ein Trauerzug mit einem Sarg, auf dem eine Flagge mit Walen liegt

00:17:42 Mehrere Transparente mit der Anzahl getöteter Wale durch verschiedene Staaten; Interviews (ohne Ton) mit Journalisten

00:19:22 Interview mit dem Direktor einer isländischen Walfangfirma, der die Waljagd verteidigt

00:19:39 Die „Phyllis Cormack auf dem Meer“; vermutlich 1975

00:21:46 Isländische Polizeiaktion gegen Greenpeace; 1979

00:22:39 Russische Walfänger-Boote und das Fabrikschiff „Dalniy Vostok“; vermutlich 1975

00:26:11 Greenpeace-Aktivisten lassen ein Motorboot zu Wasser und nähern sich den Walfängern

00:27:00 Die Greenpeace-Aktivisten begeben sich mit dem Schlauchboot zwischen Walfänger und Wal

00:27:45 Blutender Wal

00:27:50 Konferenz; Rainbow-Warrior Kapitän teilt den Teilnehmern mit, dass sie nach Reykjavik fahren sollen; 1979

00:29:05 Ankunft in San Francisco; vermutlich nach der Aktion gegen die „Dalniy Vostok“ 1975

00:29:50 Walfänger schiessen Harpune trotz dem Greenpeace-Boot auf den Wal; die Harpune fliegt über die Köpfe der Greenpeace Aktivisten und trifft den Wal; vermutlich 1975

00:30:14 Das Greenpeace Schiff „James Bay“. Vermutlich 1976 im Einsatz gegen das russische Wal-Fabrikboot Dalniy Vostok

00:32:06 Walfänger mit einem Wal im Schlepptau
00:32.42 abruptes Ende

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