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Untersuchungsraum des Schwerhörigen-Vereins Zürich an der Seestrasse 45; wahrscheinlich um 1990

SignaturF 5147-Fb-037
BestandF_5147 Pro Audito
Bestandesbeschrieb

Am 25. Oktober 1912 gründete die schwerhörige Diakonissin Anna Eidenbenz zusammen mit fünf Gleichgesinnten den Hephata-Verein Zürich als Selbsthilfe-Organisation für Gehörlose. Inspiriert wurde Eidenbenz durch ihr Zusammentreffen mit der «Mutter der Tauben», Margaretha von Witzleben, der Begründerin der deutschen Hephata-Vereine. Im Gegensatz zum klar evangelisch ausgerichteten deutschen Vorbild sah sich Hephata Zürich stets als überkonfessionelle Gemeinschaft. Der Verein begann mit monatlichen Bibelstunden und Kursen im Lippenlesen. Zudem betrieb er eine eigene Bibliothek. Ab 1920 führte Hephata Zürich eine Wandergruppe, ab 1923 Strickstuben in mehreren Stadtzürcher Quartieren. 1926 gründete die mittlerweile in Schwerhörigenverein Zürich umbenannte Organisation eine eigene Hörmittelzentrale. Dank Verkaufsprovision konnte diese günstig Hörapparate abgeben. Zu Beginn waren im Vorstand nur Gehörlose erlaubt, als Schutz vor unerwünschter Beeinflussung durch Hörende. Aufgrund der Wirtschaftskrise in den 1930er-Jahren richtete sich die Organisation als Fürsorgeverein für Schwerhörige stärker auf Sozialberatung und Arbeitsvermittlung aus. Diese Umstellung auf Fürsorge statt Selbstorganisation brachte auch Konflikte mit sich, da sich Gehörlose bevormundet fühlten. 1962 erfolgte die Rückbenennung in Schwerhörigen-Verein Zürich. Zwischen 1929 und 2006 präsidierten ausschliesslich Ohrenärzte den Verein. Seinen Zenit erreichte der Schwerhörigen-Verein 1977 mit 1459 Mitgliedern, davon 1360 Gehörlose. Seit 1999 in pro audito zürich umbenannt, bietet die Organisation ihren Mitgliedern heute kulturelle Veranstaltungen, Unterricht für Gehörlose und Sozialberatung. Sie ist eines von 55 Kollektivmitgliedern des Dachverbandes pro audito schweiz. Der Bildbestand von Pro Audito Zürich umfasst über 200 Fotos, hauptsächlich aus dem Zeitraum von 1970 bis 2000. Die Aufnahmen zeigen unter anderem diverse Hörhilfen, anhand derer die technische Entwicklung und der Fortschritt nachvollzogen werden kann. Zahlreiche Aufnahmen zeigen zudem Unterrichtssituationen während den Ablesekursen in der Hörmittelzentrale. Häufig ist auch die Hörmittelzentrale selbst, welche zwischen 1926 bis anfangs der 1990er Jahre bestanden hatte, auf den Aufnahmen abgebildet. So finden sich einige Fotografien mit den Räumlichkeiten der Zentrale, aber auch Fotografien zu Untersuchungen oder Hörmittelanpassungen, die in der Hörmittelzentrale vorgenommen wurden. Ausserdem sind einzelne Porträtbilder von Personen vorhanden, welche die Organisation seit ihrer Gründung prägten.

Am 25. Oktober 1912 gründete die schwerhörige Diakonissin Anna Eidenbenz zusammen mit fünf Gleichgesinnten den Hephata-Verein Zürich als Selbsthilfe-Organisation für Gehörlose. Inspiriert wurde Eidenbenz durch ihr Zusammentreffen mit der «Mutter… — mehr...

Urheber
  1. Hess, Dorothee
Copyright
Schlagwörter
  1. soziale Fragen
  2. Gesundheit
  3. Medizin
  4. medizinische Untersuchung
  1. soziale Fragen
  2. sozialer Schutz
  3. Sozialpolitik
  4. Behinderte/r
  5. Körperbehinderte/r
  6. Hörbehinderte/r
  1. Wirtschaft
  2. Unternehmen und Wettbewerb
  3. Unternehmensorganisation
  4. Unternehmenspolitik
  5. Standort des Betriebes
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweiz
  3. Zürich, Kanton
  4. Zürich, Stadt
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1981-1990
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1991-2000
Objektträger
  1. stehendes Bild
  2. Fotografie
  3. Positiv
  4. Papierabzug
ArchivbezugAr600
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