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Radio Riesbach: Sendung vom 12.02.1989, "Kompost sucht Asyl" - Teil 1/2, Moderation: Jacques von Moos


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 1030-100A
BestandF_1030 Radio Riesbach
Bestandesbeschrieb

Am 1. April 1984 nahm Radio Riesbach als erstes Quartierradio der Schweiz seinen Betrieb auf. Liz Mennel, Peter Detsch, Geri Schaller, Jacques von Moos, Stefan Schmid, Beat Ramseier und einige weitere Mitstreiter versorgten von diesem Datum an für sieben Jahre an drei Wochentagen das Quartier mit lokalen Nachrichten und Informationen. In diesen sieben Betriebsjahren entstanden 709 Sendung. Davon hat Liz Mennel, eine der Initiatorinnen, 144 Sendungen (oder fast 200 Sendestunden) aufgenommen, so dass wenigstens ein Teil dieser speziellen Radiogeschichte (Radio Riesbach blieb das einzige Quartierradio in der Schweiz) gerettet werden konnte. Hauptpfeiler der Konzessioneingabe war der Wunsch, mit Leuten aus dem Quartier ein Programm für die Quartierbevölkerung zu machen. Folgerichtig dominierten Sendegefässe wie das Quartier-Journal oder das Quartier-Mosaik mit kürzeren oder längeren Beiträgen über das Leben in Riesbach und mit Veranstaltungshinweisen. In den 1980er und 1990er Jahren entfaltete sich im Quartier eine rege Bautätigkeit, die die soziale Zusammensetzung veränderte und viel günstigen Wohnraum vernichtete. Diese Gentrifizierung und die mit ihr verbundenen Folgen waren immer wieder Thema im Radio Riesbach. Am Mikrophon äusserten sich Politiker und Politikerinnen dazu, aber auch zivilgesellschaftliche Gruppierungen wie der Verein Inneres Seefeld, der den Entwicklungen kritisch gegenüberstanden. Wiederholt berichtete das Radio auch über soziale Probleme im Quartier wie Drogensucht oder die Auffangstation Tiefenbrunnen. Mehr dem Alltäglichen zugewandt waren die Sendungen zu Themen wie Gärtnern, Kompostieren, Abfallbewirtschaftung und Ernährung. Der Betrieb von Radio Riesbach basierte auf unentlöhnter Freiwilligenarbeit. Organisatorisch sorgten Vereinsstatuten und die verschiedene Kompetenzgruppen (Redaktion, Themensuche, Technik) dafür, dass die wöchentlichen Sendungen zustande kamen. Wie bei vergleichbaren Projekten auch spielte die Selbstreflexion und das Werweissen über den einzuschlagenden Weg auch bei Radio Riesbach eine wichtige Rolle. Nach rund fünf Jahren begann sich abzuzeichnen, dass ein kontinuierlicher Betrieb immer schwieriger zu organisieren war. Im März 1991 schliesslich stellte das Radio den Betrieb ein, weil die Aktiven keine Nachfolgerinnen und Nachfolger fanden.

Am 1. April 1984 nahm Radio Riesbach als erstes Quartierradio der Schweiz seinen Betrieb auf. Liz Mennel, Peter Detsch, Geri Schaller, Jacques von Moos, Stefan Schmid, Beat Ramseier und einige weitere Mitstreiter versorgten von diesem Datum… — mehr...

AbstractNach dem regelmässigen Format «Quartierjournal» und einem Musikstück begrüsst Moderator Jacques von Moos vier Gäste zum Thema «Kompost sucht Asyl». Ein Gruppe von Anwohnern (zeitweise bis zu 60 Haushalten) findet sich zusammen und richtet gemeinsam einen Kompost ein. Der Standort beim Kirchgemeindehaus Neumünster führt allerdings zu Problemen: Eine Kommission der Kirchgemeinde verbietet den Betrieb des Komposts aufgrund eingegangener Beschwerden. Die Gäste Rolf Glimann und Gerhard Gerster von der Kompostgruppe legen ihre Sicht der Dinge dar. Beatrice Rinderknecht berichtet von ihren durchwegs positiven Erfahrungen mit einem Quartierkompost. Derweil lässt Gärtner und Kompostberater Hans Grob die ZuhörerInnen an seinem Fachwissen zum Kompostieren teilhaben.
Urheber
  1. Verein Radio Riesbach
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweiz
  3. Zürich, Kanton
  4. Zürich, Stadt
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1989
Verleger
  1. Verein Radio Riesbach
weitere Beteiligte
  1. Memoriav (Projektmitfinanzierung)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. Magnetband
  3. Kompaktkassette
Sprache
  1. schweizerdeutsch
ArchivbezugAr598
ZitationsvorschlagTonaufnahme: Verein Radio Riesbach/Signatur: Sozarch_F_1030-100A
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