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Interview mit Beda Moor vom 28.01.2017 (Nicole Peter), Teil 2/2 (weitere Unterlagen sind vorhanden: Inhaltsverzeichnis des Interviews [PDF] und Fotos des Interviewten - kontakt@sozialarchiv.ch) Das gesamte Interview ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs abrufbar.


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 1021-309B_preview
BestandF_1021 Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen erzählen - UNIA Oral History Projekt [TON]
Bestandesbeschrieb

Die Gewerkschaft UNIA hat 2013 das Projekt "Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen erzählen" lanciert. Serie 1 (entstanden 2013) umfasst 16 Interviews, Serie 2 (entstanden 2015) umfasst 8 Interviews, Serie 3 (entstanden 2016/2017) umfasst 17 Interviews. Die ausführlichen Gespräche geben Auskunft über Herkunft, politische Sozialisierung und die praktische Gewerkschaftsarbeit. Ebenfalls diesem Bestand zugeordnet sind 6 Interviews, die Rita Schiavi 1982 und 1983 mit wichtigen Gewerkschaftsexponenten geführt hat, und das Interview, das Fredi Lerch 2011-2012 quasi als Pilot mit Roland Roost geführt hat. - Online sind aus vertraglichen Gründen nur kurze Ausschnitte zugänglich. Die Interviews können aber im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs konsultiert werden. Für publizistische Zwecke (Ausstrahlung - auch nur von Teilen des Gesprächs - in elektronischen Medien, Verbreitung von Tonträgern, Publikation von Transkriptionen etc.) ist die Einwilligung der interviewten Person einzuholen. Übersicht über die interviewten Personen: Serie 1 (16 Interviews): Yolanda Cadalbert, Henri Chanson, Heinz Dreyer, Rita Gassmann, Fernando Gianferrari; Marijan Gruden, Peter Küng, Dario Marioli, Peter Nabolz, Josiane Pasquier, Fritz Reimann, Roland Roost, Pierre Schmid , Vincenzo Sisto, Gilbert Tschumi , Max Zuberbühler. Serie 2 (9 Interviews): Christiane Brunner, Bruno Cannellotto, François Favre, Ruth Jäggi Ernst Jordi, Raffaelle Maffei, Martin Meyer, Hans Schäppi, Claude Vaucher. Serie 3 (17 Interviews): Renzo Ambrosetti, Peter Baumann, Manuel Beja, Franz Cahannes, Antonio de Bastiani, Daniel Heizmann, Francine Humbert-Droz, Bernd Körner, Fabienne Kühn, Beda Moor, Alfiero Nicolini, Vasco Pedrina, Andreas Rieger, Jacques Robert, Rita Schiavi, Fabio Tarchini, Vreny Vogt. Interviews von Rita Schiavi aus den 1980er Jahren (7 Interviews): Eduard Blank, Männi Gloor, Elsi Hasler, Walter Kobi, Elsi Hasler, Traugott Hasslauer, Ewald Käser. Interview von Fredi Lerch, 2011-2012 (1 Interview): Roland Roost.

Die Gewerkschaft UNIA hat 2013 das Projekt "Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen erzählen" lanciert. Serie 1 (entstanden 2013) umfasst 16 Interviews, Serie 2 (entstanden 2015) umfasst 8 Interviews, Serie 3 (entstanden 2016/2017) umfasst 17… — mehr...

Copyright
Schlagwörter
  1. Wirtschaft
  2. Beschäftigung und Arbeit
  3. Arbeitsrecht und Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  4. Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  5. Sozialpartner
  6. Gewerkschaft
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweiz
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
Personen
  1. Moor, Beda (1951-
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. digitale Tonaufnahme
  3. WAV
Sprache
  1. schweizerdeutsch
Detailinformation

00:00:18
 Anknüpfung an das Thema Vorbilder aus dem ersten Interview (ausführlicher Nachtrag)

00:09:17
Wie war die Zusammenarbeit mit Deinen Kolleginnen und Kollegen in der Gewerkschaft?
 Generationelle Unterschiede
 Positive Bewertung trotz Altersunterschieden und teils unterschiedlicher politischer Ansichten (Beispiel Konflikt mit Funktionär betreffend der Rüstungsfabrik Bührle)

00:12:41
Du hast als junger Gewerkschafter auch neue Ideen reingebracht in die Gewerkschaft. Wie hat die Geschäftsleitung darauf reagiert?
 Organisierung und Betreuung von neuen Mitgliedergruppen, namentlich Frauen, Jugendliche und Angestellte (Ingenieure)

00:19:38
Wie war die Zusammenarbeit mit den andern Regionen, mit der Romandie, dem Tessin?
 Kontakte über nationale Gremien
 Fokus der Zusammenarbeit auf der Ostschweiz

00:21:22
Gab es mal Situationen, in denen Du nicht so gehandelt hast, wie es von Dir erwartet worden ist?
 Auseinandersetzungen innerhalb der Gewerkschaft und mit Arbeitgebern im Themenbereich Rüstungskonversion und gewerkschaftliche Industriepolitik

00:25:59
Und hat Dein Engagement gefruchtet, kam es zu Konversionen
 Krise der Rüstungsindustrie nach 1989

00:28:04
Du hast über Deine Zusammenarbeit mit den Kollegen. Gehen wir über zu einem andern Thema. Gab es Arbeitskämpfe, die für Dich besonders wichtig waren?
 Alternative Methoden zum Streik (Beispiel eines Bummelstreiks)
 Streik in der Firma Swissmetal Boillat in Reconvilier (BE)
2004/06

00:39:04
Während Deiner Zeit als aktiver Gewerkschafter, welche Niederlagen hast Du erlebt?
 Diskussion, was eine Niederlage ist
 Persönliche Haltung/Haltung der Arbeitnehmer
 Schliessung Waggonfabrik Schlieren
Seite 2 von 4
1985

00:46:14
Wie würdest Du aus heutiger Sicht Deine Arbeit beurteilen, die Du all die Jahre für die Gewerkschaft geleistet hast?
 Erreichtes/Errungenschaften trotz Krise (GAV, Mutterschaftsurlaub, etc.)
 Negativbeispiel EMS-Chemie

00:50:59
Könntest du von Dir sagen, dass Du einer bestimmten Generation von Gewerkschaftern angehörst?
 Einordnung in gewerkschaftliche Generationen

00:53:57
Inwiefern hat Dein Leben als Gewerkschafter dein Privatleben beeinflusst?
 Auswirkungen auf Familie und Kinder, Vereinsleben, Verwandte und Freunde

00:57:11
Gibt es einen roten Faden oder einen Leitsatz, der Dich durch Deine Arbeit begleitet hat?
 Gewerkschaftsmitglieder im Zentrum
 Nachhaltigkeit in der Verbesserung der Arbeitsbedingungen

01:01:20
Welche Eigenschaften braucht ein Gewerkschaftssekretär?
 Wille zur Weiterbildung
 Gerechtigkeitssinn
 Initiatives Handeln
 Kooperation mit Kollegen aus der Gewerkschaft

01:06:43
Was denkst Du, welche Eigenschaften haben dazu beigetragen, dass Du 1977 diese Stelle als Gewerkschaftssekretär erhalten hast?
 Anekdote zum Bewerbungsgespräch
 Charakterliche Eigenschaften
 Berufsbildung
 Militärischer Rang

01:10:14
Denkst Du, GewerkschaftsfunktionärInnen gehören einer gesellschaftlichen Elite an?
 Nein
1:10:29
Wie siehst Du das, verliert man in einer solchen Funktion den Bezug zur Basis?
 Bedeutung Kontakt zu den Mitgliedern in den Betrieben
 Mitgliederwerbung
1:13:38
Du warst von 1977 bis 2013 im Amt für die Gewerkschaft. Was war in diesen langen Jahren die grösste Herausforderung für die Gewerkschaft?
 Gesellschaftliche Herausforderungen, Frage nach der Legitimation von Gewerkschaften
 Einführung der Arbeitslosenkasse
1:19:59
Wie haben die Wirtschaftskrisen, die Du seit den 1970er Jahren erlebt hast, Deine Arbeit als Gewerkschafter beeinflusst?
 Krisen, Fusion und Schliessungen seit den 1980er Jahren
 Auswirkungen der technologischen Entwicklungen und der Tertiarisierung
Seite 3 von 4
1:25:10
Du hast nicht nur wirtschaftliche Turbulenzen, sondern auch andere Herausforderungen erlebt: In den 1970er-Jahren war die Frauenbewegung stark. Damals warst Du noch beim SMUV. Wie war da die Haltung der Gewerkschaft gegenüber den Frauen?
 Erinnerung an Rösli Hess
 Frauenstimmrecht
 Frauen im SMUV, Christiane Brunner (SMUV-Präsidentin 1992-2000)
1:29:11
Im letzten Gespräch hast Du die Schwarzenbach-Initiative erwähnt. Wie war die damalige Haltung des SMUV gegenüber den MigrantInnen?
 Generationenkonflikt innerhalb der Gewerkschaft
 Gewerkschaft als Vorbild in der Gewerkschaft
 Bedeutung der MigrantInnen im SMUV
 Migrationssekretär im SMUV Oreste Vezzoni
1:35:24
Ab 1996 hat sich die Kooperation zwischen GBI und SMUV verstärkt. Wie hast Du diesen Annäherungsprozess erlebt, was war Deine Rolle darin?
 Kooperationen zwischen SMUV und GBH in Schlieren in den 1970er Jahren
 Erinnerung an Peter Nabholz (GBH)
 Gründe für die Befürwortung der Fusion
1:46:09
Welche Hürden gab es zu nehmen?
 Abbau gegenseitiger Vorurteile
1:49:02
Was waren die Gründe, weshalb Du die Fusion begrüsst hast?
 Stärkung der gesellschaftlichen Stellung
 Stärkung der Gewerkschaften als politische Kraft
1:51:47
2004 wurde die Fusion beschlossen. Wie schätzt Du heute das Resultat ein?
 Vorgeschichte Wahl SMUV-Präsident 2000 Renzo Ambrosetti/André Daguet
2000
1:55:24
Wie schätzt Du heute die Stellung der UNIA in der Gewerkschaftsbewegung ein?
 Starke Rolle trotz einiger Kritikpunkte
1:56:42
Wie schätzt du die Rolle der UNIA in der schweizerischen Gesellschaft heute ein?
 Stärkung der Gewerkschaften in der Gesellschaft
 Auftritt der UNIA
1:58:28
Es gibt die Einschätzung, dass die UNIA professioneller sei als ihre Vorläufergewerkschaften. Wie schätzt Du die positiven und negativen Seiten dieser Professionalisierung ein?
 Widerspruch gegen diese Einschätzung
 Ausbildung des Personals
2:01:02
Seit Jahren ist die Rede von den aktiven Mitgliedern, Stichwort Demokratisierung der Gewerkschaft. Wie ist das zu verstehen?
 Bezug zur Basis und Mitarbeit
2:03:27
Worin messen sich die Erfolge der Gewerkschaften, namentlich auch der UNIA?
 Tägliche Arbeit
 Öffentlichkeitsarbeit
Seite 4 von 4
2:04:55
Was ist die Funktion der Gewerkschaft in der heutigen Zeit?
 Partner in der gesellschaftlichen Weiterentwicklung
2:08:19
Gewerkschaftliche Arbeit ist oftmals begrenzt im nationalen Rahmen. Inwiefern ist das noch zeitgemäss?
 Schwierigkeiten internationaler gewerkschaftlicher Arbeit
 Europäische Betriebsräte
2:11:36
Jetzt sind wir am Ende dieses Interviews. Abschliessend frage ich Dich, was Du heutigen Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen raten bzw. mit auf den Weg geben würdest.
 Persönliches Engagement

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