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Interview mit Max Zuberbühler vom 16.03.2013 (Anja Suter), Teil 2/2 (weitere Unterlagen sind vorhanden: Inhaltsverzeichnis des Interviews [PDF] und Fotos des Interviewten - kontakt@sozialarchiv.ch) Das gesamte Interview ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs abrufbar.


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 1021-016B_preview
BestandF_1021 Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen erzählen - UNIA Oral History Projekt [TON]
Bestandesbeschrieb

Die Gewerkschaft UNIA hat 2013 das Projekt "Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen erzählen" lanciert. Serie 1 (entstanden 2013) umfasst 16 Interviews, Serie 2 (entstanden 2015) umfasst 8 Interviews, Serie 3 (entstanden 2016/2017) umfasst 17 Interviews. Die ausführlichen Gespräche geben Auskunft über Herkunft, politische Sozialisierung und die praktische Gewerkschaftsarbeit. Ebenfalls diesem Bestand zugeordnet sind 6 Interviews, die Rita Schiavi 1982 und 1983 mit wichtigen Gewerkschaftsexponenten geführt hat, und das Interview, das Fredi Lerch 2011-2012 quasi als Pilot mit Roland Roost geführt hat. - Online sind aus vertraglichen Gründen nur kurze Ausschnitte zugänglich. Die Interviews können aber im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs konsultiert werden. Für publizistische Zwecke (Ausstrahlung - auch nur von Teilen des Gesprächs - in elektronischen Medien, Verbreitung von Tonträgern, Publikation von Transkriptionen etc.) ist die Einwilligung der interviewten Person einzuholen. Übersicht über die interviewten Personen: Serie 1 (16 Interviews): Yolanda Cadalbert, Henri Chanson, Heinz Dreyer, Rita Gassmann, Fernando Gianferrari; Marijan Gruden, Peter Küng, Dario Marioli, Peter Nabolz, Josiane Pasquier, Fritz Reimann, Roland Roost, Pierre Schmid , Vincenzo Sisto, Gilbert Tschumi , Max Zuberbühler. Serie 2 (9 Interviews): Christiane Brunner, Bruno Cannellotto, François Favre, Ruth Jäggi Ernst Jordi, Raffaelle Maffei, Martin Meyer, Hans Schäppi, Claude Vaucher. Serie 3 (17 Interviews): Renzo Ambrosetti, Peter Baumann, Manuel Beja, Franz Cahannes, Antonio de Bastiani, Daniel Heizmann, Francine Humbert-Droz, Bernd Körner, Fabienne Kühn, Beda Moor, Alfiero Nicolini, Vasco Pedrina, Andreas Rieger, Jacques Robert, Rita Schiavi, Fabio Tarchini, Vreny Vogt. Interviews von Rita Schiavi aus den 1980er Jahren (7 Interviews): Eduard Blank, Männi Gloor, Elsi Hasler, Walter Kobi, Elsi Hasler, Traugott Hasslauer, Ewald Käser. Interview von Fredi Lerch, 2011-2012 (1 Interview): Roland Roost.

Die Gewerkschaft UNIA hat 2013 das Projekt "Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen erzählen" lanciert. Serie 1 (entstanden 2013) umfasst 16 Interviews, Serie 2 (entstanden 2015) umfasst 8 Interviews, Serie 3 (entstanden 2016/2017) umfasst 17… — mehr...

Serientitel
  1. Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen erzählen - UNIA Oral History Projekt
Urheber
  1. Gewerkschaft UNIA
Copyright
Schlagwörter
  1. politischer Rahmen
  2. politische Partei (allgemein)
  3. politische Partei (speziell)
  4. SPS
  1. politischer Rahmen
  2. politisches Leben (allgemein)
  3. politische Bewegung
  4. Arbeiterbewegung
  1. soziale Fragen
  2. Leben in der Gesellschaft (allgemein)
  3. Stellung der Frau
  1. soziale Fragen
  2. Wanderungsbewegungen
  3. Asylpolitik
  1. soziale Fragen
  2. Wanderungsbewegungen
  3. Wanderung
  4. Einwanderung
  1. Wirtschaft
  2. Beschäftigung und Arbeit
  3. Arbeitsmarkt (allgemein)
  4. Arbeitskräfte
  5. Fremdarbeiter/in
  1. Wirtschaft
  2. Beschäftigung und Arbeit
  3. Arbeitsrecht und Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  4. Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  5. Arbeitskampf
  6. Streik
  1. Wirtschaft
  2. Beschäftigung und Arbeit
  3. Arbeitsrecht und Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  4. Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
  5. Sozialpartner
  6. Gewerkschaft
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweiz
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
Personen
  1. Zuberbühler, Max (1924-2018)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. digitale Tonaufnahme
  3. MP3
Sprache
  1. deutsch
Detailinformation

00:00:24
Bildung: Weshalb sind Ihnen Bildungsfragen wichtig?
• Besuch der ArbeiterInnenschule: Finanzierung, Erfahrung mit KollegInnen, Leistungsdruck
• Weitere Ausbildung: Rechtslehre
• Freundschaft und Zusammenarbeit mit Thomas Onken

00:03:40
Wahl zum Sekretär in Biel
• Wahl zum Sekretär in Biel
• Politische Positionierung: «Sozi» versus Sozialdemokrat JungsozialistInnen (JUSO) versus SP
• Verhandlungsführung, Strategie

00:06:08
Was haben Sie in der ArbeiterInnenschule gelernt?
• Unterricht und Bildungsangebote an der ArbeiterInnenschule
• SUVA und Mitgliedschaft im SUVA-Verwaltungsrat, Vernetzung
• Krisenzeiten: heute versus damals
• Kurzarbeit, Erfahrungen aus Verhandlungen bezüglich Kurzarbeit

00:11:00
Gibt es Arbeitskämpfe, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?
• Streik bei der Bieler Pianofabrik Burger & Jacobi, Sommer 1974
• Vorgeschichte des Streiks, Verhandlungen mit der Fabrikleitung
• Militärischer Habitus von MZ [«Typ Feldweibel»]
• Rekrutenschule, Wunsch von MZ, die Offiziersschule zu besuchen
• Vertragsverhandlungen bei Burger & Jacobi, ausgehandeltes Resultat und Reaktion der Belegschaft
• Film: «Ein Streik ist keine Sonntagsschule», Enttäuschung darüber

00:17:28
Welche Lehren haben Sie aus diesem Arbeitskonflikt gezogen?
• Ernüchterung
• Verhandlungsziele, Verhandlungsstrategie

00:19:09
Welches war Ihr grösster Erfolg während Ihrer Zeit als Gewerkschafter?
• Verhandlungsstrategie, -geschick
• ArbeitgeberInnenseite in den Verhandlungen

00:21:21
Schulung in Verhandlungsführung
• ArbeiterInnenschule
• Verhandlungsstrategie

00:23:15
Wie funktionierte die Zusammenarbeit mit Ihren KollegInnen in der Gewerkschaft?
• Form der Kommunikation zwischen GewerkschaftsfunktionärInnen und ArbeiterInnen / Basis
• Basisnähe und Glaubwürdigkeit der GewerkschafterInnen
• Berufs-/Fachkenntnis der Branchen versus intellektuelles Wissen/Habitus
• Form der Repräsentation der Arbeitnehmenden
• Vertrauensverhältnis zwischen Gewerkschaftsbasis und FunktionärInnen

00:24:55
• Zusammenarbeit mit den GewerkschaftskollegInnen
• Auftreten MZs und Form der Präsentationen an Versammlungen
• Porzellanfabrik Langenthal: Hoher Organisationsgrad, Vorzeige-Fabrik bezüglich Organisierter ArbeitnehmerInnenschaft
• Ende der Porzellanfabrik
• Globalisierung der Wirtschaft
• Aktionärsversammlungen

00:28:35
Wie funktionierte die Zusammenarbeit mit den Vertrauensleuten?
• Bildungskurse für Vertrauensleute
• Werbung neuer Mitglieder

00:29:44
Wie funktionierte die Zusammenarbeit zwischen der Romandie und der Deutschschweiz?
• Mangelnde sprachliche Kenntnisse
• Wahl zum Zentralpräsidenten

00:32:21
Gehören Sie einer bestimmten Generation von GewerkschafterInnen an?
• JUSO
• Jugendgeneration und Zukunft
• Grundprinzipien der Gewerkschaft
• Fragen der Repräsentation und der Verhandlungsführung

00:34:58
Inwiefern hat Ihr Leben als Gewerkschafter auch Ihr Privat- und Familienleben beeinflusst?
• Wert der gewerkschaftlichen Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten
• Reproduktionsarbeit der Ehefrau damals
• Reinigungshilfe heute
• Tod der Ehefrau im September 2005
• mangelnde Honorierung der Hausarbeit der Frau
• Diskussionen mit der Ehefrau zu politischen und gewerkschaftlichen Themen
• Ehefrau: Mitglied bei der SP
• Vater der Ehefrau

00:40:42
• Diskussionen mit Partnerin heute.

00:41:43
Gab es einen roten Faden/Leitsatz, der Sie durch Ihre Arbeit in der Gewerkschaftsleitung zog?
• Pünktlichkeit
• Leitungsqualitäten

00:43:10
Welche Eigenschaften brauchen GewerkschaftsfunktionärInnen?
• Eigenschaften einer/eines guten Gewerkschaftsfunktionärin/-funktionärs
• Eigene Qualitäten/Qualifikationen von MZ.

00:45:47
Gehören GewerkschaftsfunktionärInnen zur gesellschaftlichen Elite?
• Elitäre Position von GewerkschaftsfunktionärInnen
• Entfernung der Gewerkschaftsleitung von der Basis, Vergleich: früher/heute.
• Zusammenarbeit Gewerkschaft und Politik
• Kontakt des Präsidiums zur Basis
• Besuch von Generalversammlungen

00:52:04
Umbruch und Krisenerfahrungen:
Der Interviewperson werden vier Fotografien vorgelegt, die die folgenden Themen illustrieren (vgl. Interviewleitfaden): MigrantInnen/Migrationspolitik; die Wirtschaftskrisen der 1970er- und 1990er-Jahre; die 68er-Bewegung; die Forderungen der Frauen in Gewerkschaft und Politik.
68er-Bewegung/ Neue Linke
• 68er-Bewegung und Gewerkschaftsbewegung
• Wirtschaftskrisen: Stickerei-Krise in den 1920er-Jahren
• Krise der 1970er-Jahre; Unterschied Baubranche zur Exportindustrie

00:59:51
MigrantInnen in der Gewerkschaft
• «Export» der Wirtschaftskrise
• Umgang mit Saisonniers; Saisonnierstatut
• Haltung der Gewerkschaft (SBHV/GBH) gegenüber ArbeitsmigrantInnen
• Flüchtlingspolitik heute
• Rolle der MigrantInnen in der Gewerkschaftsgeschichte
• Rassismus/Xenophobie

01:11:43
Frauen in der Gewerkschaft
• Frauen im SBHV/GBH
• Betriebsrätin der Porzellanfabrik
• Aktive Frauen in der UNIA heute (UNIA-Kongress 2013)
• Dominanz der UNIA am SGB-Kongress
• Rolle und Wirken der Frauen in der Gewerkschaftsgeschichte

01:17:33
Aufgabe und Funktionswandel der Gewerkschaften:
Was ist Ihrer Meinung nach die wichtigste Aufgabe der Gewerkschaften?
• Gesamtarbeitsverträge
• Organisierung der ArbeiterInnen
• Passive versus aktive Mitgliedschaft
• Politische Arbeit der Gewerkschaft

01:19:50
Inwiefern hat sich die Funktion der Gewerkschaft innerhalb der vergangenen 40 Jahre verändert?
• Entwicklung der Gewerkschaft zur zentralistischen Organisation
• Entfernung von der Basis
• Umgang mit RentnerInnen in der Gewerkschaft
• Zeitung «Work»
• Zeitung «Der Eisenbahner» [heute: «kontakt.sev»]

01:22:34
Hat sich die Gewerkschaftsleitung innerhalb der letzten 40 Jahre verändert?
• [MZ legt ein Buch auf den Tisch: Aeschenbach, Karl, Dario Robbiani. Ezio Canonica: Der Mensch und Gewerkschafter. Bern 1979]
• AkademikerInnen an der Gewerkschaftsspitze

01:25:05
Was bedeutet «Demokratisierung der Gewerkschaft»?
• AkademikerInnen in der Gewerkschaft
• Buch über Ezio Canonica
• Nähe zur Gewerkschaftsbasis
• Demokratisierung
• Zentralisierung der Gewerkschaftsarbeit

01:28:32
Wie beurteilen Sie Gewerkschaftsfusion von SMUV, GBI und VHTL zur branchenübergreifenden UNIA?
• Zentralisierung der Gewerkschaftsarbeit
• Nähe zur Gewerkschaftsbasis

01:29:33
Was würden Sie heutigen GewerkschafterInnen raten?
• Aktive Beteiligung an Gewerkschaftsarbeit
• Kontakt zur Basis

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