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Interview mit Rita Gassmann vom 01.03.2013 (Anja Suter), Teil 1/2 (weitere Unterlagen sind vorhanden: Inhaltsverzeichnis des Interviews [PDF] und Fotos der Interviewten - kontakt@sozialarchiv.ch) Das gesamte Interview ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs abrufbar.


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 1021-004A_preview
BestandF_1021 Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen erzählen - UNIA Oral History Projekt [TON]
Bestandesbeschrieb

Die Gewerkschaft UNIA hat 2013 das Projekt "Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen erzählen" lanciert. Serie 1 (entstanden 2013) umfasst 16 Interviews, Serie 2 (entstanden 2015) umfasst 8 Interviews, Serie 3 (entstanden 2016/2017) umfasst 17 Interviews. Die ausführlichen Gespräche geben Auskunft über Herkunft, politische Sozialisierung und die praktische Gewerkschaftsarbeit. Ebenfalls diesem Bestand zugeordnet sind 6 Interviews, die Rita Schiavi 1982 und 1983 mit wichtigen Gewerkschaftsexponenten geführt hat, und das Interview, das Fredi Lerch 2011-2012 quasi als Pilot mit Roland Roost geführt hat. - Online sind aus vertraglichen Gründen nur kurze Ausschnitte zugänglich. Die Interviews können aber im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs konsultiert werden. Für publizistische Zwecke (Ausstrahlung - auch nur von Teilen des Gesprächs - in elektronischen Medien, Verbreitung von Tonträgern, Publikation von Transkriptionen etc.) ist die Einwilligung der interviewten Person einzuholen. Übersicht über die interviewten Personen: Serie 1 (16 Interviews): Yolanda Cadalbert, Henri Chanson, Heinz Dreyer, Rita Gassmann, Fernando Gianferrari; Marijan Gruden, Peter Küng, Dario Marioli, Peter Nabolz, Josiane Pasquier, Fritz Reimann, Roland Roost, Pierre Schmid , Vincenzo Sisto, Gilbert Tschumi , Max Zuberbühler. Serie 2 (9 Interviews): Christiane Brunner, Bruno Cannellotto, François Favre, Ruth Jäggi Ernst Jordi, Raffaelle Maffei, Martin Meyer, Hans Schäppi, Claude Vaucher. Serie 3 (17 Interviews): Renzo Ambrosetti, Peter Baumann, Manuel Beja, Franz Cahannes, Antonio de Bastiani, Daniel Heizmann, Francine Humbert-Droz, Bernd Körner, Fabienne Kühn, Beda Moor, Alfiero Nicolini, Vasco Pedrina, Andreas Rieger, Jacques Robert, Rita Schiavi, Fabio Tarchini, Vreny Vogt. Interviews von Rita Schiavi aus den 1980er Jahren (7 Interviews): Eduard Blank, Männi Gloor, Elsi Hasler, Walter Kobi, Elsi Hasler, Traugott Hasslauer, Ewald Käser. Interview von Fredi Lerch, 2011-2012 (1 Interview): Roland Roost.

Die Gewerkschaft UNIA hat 2013 das Projekt "Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen erzählen" lanciert. Serie 1 (entstanden 2013) umfasst 16 Interviews, Serie 2 (entstanden 2015) umfasst 8 Interviews, Serie 3 (entstanden 2016/2017) umfasst 17… — mehr...

Serientitel
  1. Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen erzählen - UNIA Oral History Projekt
Urheber
  1. Gewerkschaft UNIA
Copyright
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweiz
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
Personen
  1. Gassmann, Rita (1935-2014)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. digitale Tonaufnahme
  3. MP3
Detailinformation

00:00:28
Zu Kindheit und Jugend: Wo und wie sie aufgewachsen sind?
• Herkunft „typische“ Arbeiterfamilie, Eisenbahner
• Politisierung durch die Mutter, Gleichberechtigung der Frauen, Herkunft Eltern
• Aufwachsen in verschiedenen Stadtkreisen in Zürich
• Beziehung zum Bruder
• Erste Schuljahre in Zürich
• Erfahrungen und Erlebnisse 2. Weltkrieg als Schulkind und Jugendliche

00:06:00
Hat der Krieg noch weitere Auswirkungen gehabt auf Ihre Politisierung?
• Sensibilisierung für das Weltgeschehen durch den Krieg
• Aufgewachsen in Walenstadt beim Paten, dessen Frau engagierte sich gegen Hitler
• Nazisympathisanten in der Schweiz
• Armut in der Kindheit und Jugend
• Arbeitersolidarität früher, fehlender Zusammenhalt heute
• Juden und Kontakt zu jüdischen Familien in der Nachbarschaft

00:10:54
Hat man zuhause auch über Politik, über das Weltgeschehen gesprochen?
• Bedeutung Tradierung von Vergangenheit in der Familie

00:12:40
Gab es in Ihrer Kindheit und Jugend besonders wichtige Bezugspersonen?
• Fehlende Bezugspersonen und Freundschaften
• Rolle des Grossvaters in der Familie

00:14:23
Was hat Sie besonders interessiert am Unterricht?
• Schulunterricht, Flüchtlinge und Theaterbesuche

00:16:06
Wie war Ihr beruflicher Werdegang nach der Schulzeit?
• KV-Lehrzeit: Handorgel und Schreibmaschine

00:18:38
Welche Ausbildung hätten Sie für sich gewünscht?
• Berufsperspektiven und (mangelnde) Förderung in der Schule früher

00:21:24
Wir haben vorhin übers KV gesprochen. Welche Weiterbildungen haben Sie nach dem KV noch
• Anstellung in der SIG in Neuhausen. Korrespondenzführung
• Anstellung in einer Autowerkstatt in Zürich. Auto- und Lastwagenfahren
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gemacht, sei es beruflich oder auch gewerkschaftlich?
• Anstellung in der Jugendstaatsanwaltschaft (Adjunktin, Heimversorgungen, Buchhaltung, Einkauf)
• Geschichte aus dem Arbeitsalltag in der Jugendanwaltschaft: Reto, der Junge aus dem Bündnerland, Vormundschaft von Frau X

00:33:00
Sie waren auch nebenberuflich immer sehr engagiert. Hat Sie dieses Engagement auch in Ihrer Politisierung beeinflusst?
• Persönliche Anteilnahme und Politisierung

00:33:20
Ereignisse, Erfahrungen, die Sie besonders politisiert haben?
• Eintritt in die SPS/Juso
• Engagement in der Frauengruppe
• Mitgliedschaft in der VHTL
• Erfahrungen als Katholikin in der SP

00:39:12
Haben Sie damals bestimmte politische Vorbilder gehabt?
• Bundesrat Weber
• Rechte der Frauen: Bsp. Frauen und Bankkontoeröffnung

00:42:06
Was hat Sie dazu bewogen, der Juso beizutreten?
• Rebellion als Motiv

00:42:49
Haben sich Freundschaften ergeben in dieser Zeit, die Sie auch weitergebracht haben?
• Diverse politische Bekanntschaften

00:44:20
Wie kam es zum Beitritt in den VHTL?
• Rolle des Vaters/ der Eisenbähnler
• Gründung von Frauengruppen durch Rita Gassmann

00:46:40
Welchen Stellenwert hat die Gewerkschaft in Ihrem Leben?
• Erfahrungen und Enttäuschungen in der Gewerkschaftsbewegung
• Rentenalter Frauen

00:49:47
Weshalb sind Sie Gewerkschafterin geworden?
• Rolle des Vaters
• Zugehörigkeit als Frau in der Gewerkschaft

00:50:49
Schildern Sie die Etappen Ihres gewerkschaftlichen Werdeganges
• Zentralsekretariat VHTL
• Coop versus Migros: Verhandlungsführungen
1977

00:57:37
Wie ist es dazu gekommen, dass Sie hauptamtlich in der Gewerkschaft tätig wurden?
• Empfehlungen (Maria Zaugg) und Fähigkeiten

00:58:15
Sie waren davor schon aktiv in der Frauenkommission vom SGB?
• Arbeit in den Frauenkommissionen

00:59:04
Was waren Ihre Aufgaben als Zentralsekretärin?
• Tätig im Lebensmittelbereich
• Autodidaktin
• Beziehung zu den AkademikerInnen in der Gewerkschaftsbewegung
• Neue Verfassung/Sprache der AkademikerInnen
Seite 3 von 3

01:04:20
Wie war Ihr Verhältnis zur Arbeitgeberseite?
• Beziehung Mitglieder/Arbeitgeber
• Lernprozesse im Umgang mit Arbeitgebern
• Loyalität der Angestellten gegenüber dem Arbeitgeber: Beispiel Frauenarbeit in Warenhäusern
• Verärgerung über Passivität des Personals im Detailhandel
• Engagement für Verbesserung im Arbeitsalltag

01:11:40
Was waren Ihre Aufgaben als Frauenbeauftragte im Schweizerischen Gewerkschaftsbund?
• Sitzungsleitung als schwierige Aufgabe
• Arbeit an der Basis: Visitationen in Fabriken und Warenhäusern
• Entwicklung Frauenkommission SBG
• Politische Arbeit Gleichstellung der Frauen
• Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Bsp. Zürich Kreis 6 Entfernung der SP von der Basis

01:20:28
Sie waren parallel zu Ihrer Tätigkeit in der Gewerkschaft auch noch aktiv bei den Frauen in der SPS
• Kampf für die Gleichstellung der Frauen innerhalb der sozialdemokratischen Partei: Nationalratswahlen (Liliane Uchtenhagen)
• Kampf für getrennte Besteuerung
• Beziehung zu Bundesrat Tschudi
• Verhältnis zu politisch weiter links stehenden Frauen

01:27:08
• Rita Gassmann zeigt und kommentiert Andenken aus ihrer Tätigkeit als Frauenbeauftragte bspw. Frauenkongress des SGB, Demos, Frauenstreik, Begegnung mit einer alten Bekannten

01:33:10
Wie war die Zusammenarbeit mit andern Gewerkschaften?
• Gute Zusammenarbeit mit den Frauenkommissionen
• Stellung der Frauen in den Gewerkschaften

01:37:50
War es schwierig sich als Frau einen Platz bei der VHTL zu erkämpfen?
• Frauen im VHTL (als Geliebte von Sekretären)

01:39:53
Auf frauenrechtlicher und gewerkschaftsrechtlicher Basis gab es doch noch einiges zu erkämpfen?
• Gewerkschaftliche Erfolge: Ferienregelung bei Detailhändlern

01:41:20
Sind Sie als Frau im VHTL nie vor Hürden gestanden, die Ihnen als Mann nicht in den Weg gelegt worden wären?
• Bsp. Frauenstreik
• SGB Konkurrenz und Machtkämpfe

01:44:45
Sie erwähnten, dass die meisten Frauen im VHTL gar nicht votierten für den Frauenstreik
• Romandie-Deutschschweiz
• Eigene Rolle beim Frauenstreik

01:49:14
Gibt es noch was zu ergänzen?
• Schaffung Lageristen-Beruf als persönlicher Erfolg

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