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Portrait über die EvB mit Al Imfeld in der Sendung Graffiti auf DRS 3, 22.04.1988


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 1012_001_B
BestandF_1012 Erklärung von Bern (EvB) [TON]
Bestandesbeschrieb

Auch: Déclaration de Berne (DB), Dichiarazione di Berna (DB). — Audiobestand von Public Eye (ehemals: Erklärung von Bern): Radioaufnahmen, Konferenzmitschnitte, Interviews.

AbstractZum Anlass des 20-jährigen Bestehens der Organisation Erklärung von Bern widmet die Sendung Graffiti auf Radio DRS 3 am 22. April 1988 der EvB eine eigene Sendung. Die Radiosprecherin Andrea Fischer interviewt den Studiogast Al Imfeld, des Weiteren werden Priska Blattmann, Fritz Staehlin, Klaus Leidiger und Martin Wicki als Gesprächspartner zugeschaltet. Al Imfeld erzählt über die Entstehung der EvB und die kritische Auseinandersetzung derselben mit dem Begriff der „Entwicklungshilfe“. Er diskutiert die Frage, warum sich trotz des öffentlichen Bewusstseins der Problematiken, die der Konsum mit sich bringt, das Konsumverhalten der Personen nicht verändert habe und ob die EvB bei ihrer Erziehungsarbeit die Machtträger unserer Gesellschaft vernachlässige. Auch werden die Fragen diskutiert, ob die stark moralisch geprägte Argumentationsweise der EvB noch zeitgemäss sei oder eher von der Ethik abgelöst werden sollte, sowie wie man die Interessen verschiedener gesellschaftlicher Kreise einbinden und an Machtstrukturen teilhaben kann. Priska Blattmann (Mitarbeiterin des EvB) spricht über persönliche Erfahrungen bei Strassen-Aktionen, die wichtiger Bestandteil der Erziehungsarbeit der EvB darstellen. Fritz Staehlin (Direktor für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe im Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten) betont die politische Relevanz der Arbeit der EvB und wie die Organisation nach 1968 die Grundideen des Gesetzes über Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe beeinflusst habe. Al Imfeld nimmt zu dieser Aussage Stellung indem er die Einfluss-Möglichkeiten der EvB in der Schweiz relativiert, in der verschiedene Organisationen eine Rolle spielen, Investitions- und Bankenpraxis, Industrie und Export sowie eine in diesem Bereich wenig aktive Diplomatie. Klaus Leidiger (Entwicklungssoziologe, Leiter des Stabs „Beziehungen zur Dritten Welt“ der Ciba-Geigy) lobt die EvB als entwicklungspolitisch aktive und minderheitenorientierte Organisation, die unbequeme Fragen stellt. Er wünsche sich von der EvB jedoch ein differenzierteres Denken in Bezug auf die Industrie, das nicht so sehr ideologisch und auf Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit ausgerichtet sei. Der Politologe Martin Wicki, der an einem Forschungsprojekt an der Universität Zürich die EvB untersuchte, spricht über die Entstehung der EvB, die verschiedene Menschen und Gruppierungen in ihren Fragen nach Gerechtigkeit verbunden habe. Die Organisation sei stark in Sachkompetenz und verfügte mit ihrem Einfluss auf ein bestimmtes Umfeld (Lehrer, soziale Berufe, Frauengruppen, Grüne, sozial engagierte Kreise) über Stützpunkte, von denen aus eine entwicklungspolitische Diskussion verbreitet werden konnte.
Die Radiosendung dauert gut 50 Minuten und wird mehrmals von Musikstücken und von den Nachrichten unterbrochen. Sie umfasst zwei Signaturen (F1012_001 Seite A und B).
Copyright
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweiz
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1981-1990
  5. 1988
Personen
  1. Imfeld, Al (1935-
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. Magnetband
  3. Kompaktkassette
Sprache
  1. schweizerdeutsch
ArchivbezugErklärung von Bern (EvB), Déclaration de Berne
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