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Radio Wellenhexen ("Wällehäxe"): Sendung vom Dezember 1978, Fassadenkunst und Wandmalereien


Objekt nur auf Anfrage verfügbar
SignaturF 1006-021
BestandF_1006 Politische Piratenradios [TON]
Bestandesbeschrieb

Mischa Brutschin hat 2010 die 8teilige DVD-Dokumentation "Allein machen sie dich ein - die Zürcher Häuserbewegung 1979 bis 1994" veröffentlicht. Im Zuge seiner umfangreichen Recherchen konnte er Aufnahmen von ehemaligen Radiopiraten-Sendern auswerten, die nun teilweise als Tonspur der bewegten Bilder zu sehen sind. Nach Abschluss seiner Arbeit konnte das Sozialarchiv die 56 Sendungen umfassende Dokumentation von Brutschin übernehmen. Sie enthält Sendungen der folgenden Piratenstationen: Radio Isesaagi, Radio Banana, Wellenhexen, Schwarzi Chatz und Radio Bachtelkrähe. Nach 1977 setzte eine merkliche Politisierung der Piratensender ein; Radiomachen galt damals als eine der wenigen Möglichkeiten der Frauen- und der Jugendbewegung, sich Gehör zu verschaffen oder zeitnah auf Ereignisse zu reagieren. Die „Wellenhexen“ liessen Lesben zu Wort kommen und thematisierten schon früh die Rolle der Frau im Machobusiness Rockmusik. „Radio Schwarzi Chatz“ glänzte mit aufwendig gemachten Sendungen zur Zürcher Wehrschau 1979 oder zum aufkommenden Trend der Selbstverwaltung im Gastgewerbe. „Radio Banana“ begleitete die Zürcher Jugendbewegung, berichtete aus Sicht der Betroffenen über Krawalle und Polizeieinsätze und sorgte mit Beiträgen wie jenem über das berüchtigte Globus-Go-In (eine Art kollektiver Ladendiebstahl) für die spärlich gesäten humoristischen Lichtblicke jener Zeit. Die politischen Piratensender bereichern die Archivbestände und Dokumentationen des Sozialarchivs zur Jugend- und Frauenbewegung des bewegten Jahrzehnts von 1975 bis 1985. Die schwierig zu dokumentierende Quellengattung erweitert das vorhandene Schriftgut und Videomaterial um wertvolle akustische Eindrücke.

Mischa Brutschin hat 2010 die 8teilige DVD-Dokumentation "Allein machen sie dich ein - die Zürcher Häuserbewegung 1979 bis 1994" veröffentlicht. Im Zuge seiner umfangreichen Recherchen konnte er Aufnahmen von ehemaligen Radiopiraten-Sendern… — mehr...

AbstractDiese Sendung der Wellenhexen befasst sich mit der aufkommenden Graffitimalerei in Zürich. Im Zentrum steht eine Parodie auf die richterliche Argumentation gegen die Sprayer.
Copyright
Schlagwörter
  1. Medien und Kommunikation
  2. Kommunikation
  3. Kommunikationsmittel
  4. Massenmedium
  5. Radio
  1. politischer Rahmen
  2. politisches Leben (allgemein)
  3. politische Bewegung
  4. Frauenbewegung
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweiz
  3. Zürich, Kanton
  4. Zürich, Stadt
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1971-1980
  5. 1978
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. digitale Tonaufnahme
Sprache
  1. schweizerdeutsch
Detailinformation

00:00:46 Anmoderation

00:01:14 „Huere Siech, i muess no go poschte. Chunsch au in Migros? (…) Oh, häsch die Sprüch gseh a dere Wand da, muesch mal luege. (…)“, in Form eines Hörspiels wird über verschiedene Wandmalereien diskutiert.

00:03:50 „Hüt z’Abig verzellet mier eui öppis über Fassadekunscht (…)“, es geht dann in Form eines Hörspiels weiter. Unter anderem wird ein Zeitungsartikel vorgelesen.

00:08:38 „Im Früehlig hets z’Züri en Prozess gege zwei Lüüt ghä, wo hätted sölle gsprayt ha. (…)“, Parodie auf die richterliche Argumentation (von Lorenz Kaiser?). Die Graffitis lauteten „Zogg du Jogg“ und „Canonica Paranoia“. (Anspielungen auf Walter Zogg, Zentralsekretär des Gewerkschaftskartells Zürich, und Ezio Canonica, Präsident des SGB

00:16:07 Fortsetzung der Parodie: „Ich halte fest: Parolenmaler sind Freunde des Lebens. Sie machen ihrem Hass über Monotonie und Anonymität der modernen Stadt Luft. Er will keine Sachen beschädigen. (…)“ Text der Sprayer vor Gericht als Verteidigung.

00:22:29 Schluss

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