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In der Roten Fabrik war der Teufel los - Fest vom 9. März 1980

SignaturVid V_037
BestandF_Videos Stadt in Bewegung
Bestandesbeschrieb

Die Jugendbewegung der 1980er Jahre hat das damals neue Medium des Videofilms intensiv genutzt, um ihrem Protest und der kulturellen Aufbruchstimmung Ausdruck zu verschaffen. Allerdings mussten die fragilen Bänder schon Ende der 1990er Jahre vor dem Zerfall gerettet werden. In Zusammenarbeit mit Memoriav trug Heinz Nigg 85 Videobänder (mit insgesamt 106 Beiträgen) zusammen, die gereinigt, wenn nötig restauriert und digitalisiert wurden. Es entstand eine für europäische Verhältnisse einzigartige Sammlung, die eine lückenlose Erforschung des audiovisuellen Ausdrucks einer sozialen Bewegung erlaubt. Von den insgesamt 85 Videos können 80 online konsultiert werden. Bei drei Videos sind aus vertraglichen Gründen nur die beschreibenden Daten zugänglich, nicht aber die Videos selber ("Morlove", "Schiefkörper", "Züri brännt"). Zwei Videos sind aus personenrechtlichen Gründen für jede Benutzung gesperrt ("Gwalt", "Interview mit Stadtrat Koller"). - Weiterführende Informationen über verwandte Projekte: http://www.the-lcva.co.uk https://www.nfb.ca/playlists/michael-brendan-thomas-waugh-ezra-winton/challenge-for-change/ www.rebelvideo.ch The youth movement of the 80s made extensively use of videos, then a rather new medium to express protest and an atmosphere of get-up-and-go. As early as the end of the 90s the fragile tapes had to be saved from decomposition. Heinz Nigg in collaboration with Memoriav collected 85 tapes (including 106 movies), which were cleaned, restored (if necessary) and digitised. Thus a unique collection was created, which allows for the close analysis of a social movement’s audio-visual expression. Today, 80 of the 85 video tapes can be viewed online. Of 3 videos, only the metadata are available online due to contractual reasons (‘Morlove’, ‘Schiefkörper’, ‘Züri brännt’). 2 videos may not be made available to the public at all due to protection of personal privacy (‘Gwalt’, ‘Interview mit Stadtrat Koller’). - Further information about related projects: http://www.the-lcva.co.uk https://www.nfb.ca/playlists/michael-brendan-thomas-waugh-ezra-winton/challenge-for-change/ www.rebelvideo.ch

Die Jugendbewegung der 1980er Jahre hat das damals neue Medium des Videofilms intensiv genutzt, um ihrem Protest und der kulturellen Aufbruchstimmung Ausdruck zu verschaffen. Allerdings mussten die fragilen Bänder schon Ende der 1990er Jahre… — mehr...

Serientitel
  1. Stadt in Bewegung
AbstractVon „Rock als Revolte“ organisiertes Fest vom 9. März 1980 in der Roten Fabrik. Der Film gibt einen Eindruck von der Stimmung kurz vor Ausbruch der Jugendunruhen der 1980er Jahre in Zürich. Gezeigt werden Ausschnitte aus dem Festprogramm: Auftritte von Musik- und Theatergruppen, Diskussionen über den einzuschlagenden Weg (offenes Mikrophon). Der Film zeigt einerseits Ausschnitte zahlreicher Darbietungen von Bands und einer Theatergruppe, andererseits die gereizte Stimmung und politische Frustration der Jugendlichen über den abschätzigen Umgang der Stadtbehörden mit den Jugendlichen, die sich immer wieder in Diskussionen zwischen den Darbietungen entlädt. Vgl. dazu auch „Leben in die tote Fabrik“, „Opernhaus-Krawall“ und "Zürich, Mai 1980 – Kompilation“
Urheber
  1. Community-Media
Copyright
Schlagwörter
  1. politischer Rahmen
  2. politisches Leben (allgemein)
  3. politische Bewegung
  4. Jugendbewegung
  1. Recht (allgemein)
  2. Rechte und Freiheiten
  3. soziale Rechte
  4. Recht auf Kultur
  1. soziale Fragen
  2. Kultur und Religion
  3. Kultur
  4. Kulturvielfalt
  1. soziale Fragen
  2. Kultur und Religion
  3. Kunst
  4. Musik
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweiz
  3. Zürich, Kanton
  4. Zürich, Stadt
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1971-1980
  5. 1980
Personen
  1. Meier, Fredy
Verleger
  1. Community-Media
weitere Beteiligte
  1. Memoriav (Projektmitfinanzierung)
Objektträger
  1. bewegtes Bild
  2. Video
  3. U-Matic
Sprache
  1. deutsch
  1. schweizerdeutsch
Detailinformation
[Kap. 1]

00:00:00 Beginn: Titel "In der Roten Fabrik war der Teufel los...", Rockkonzert in der Roten Fabrik, Live-Band, tanzende Menge; Poster "Grosses Rockfest [...] Sonntag 9. März in der Roten Fabrik"

00:00:51 Mann auf der Bühne die Organisatoren erläuternd (v.a. Musikgruppen), danach Konzert von "Jack Rabbit Band" und tanzende Menge

00:02:56 Flugblatt "Darum dieses Fest"; Fortsetzung Jack Rabbit Band
[Kap. 2]

00:04:06 Junger Mann am Mikrophon Absichten der Organisatoren erläuternd; Kritik an der Jugend- und Kulturpolitik der Stadt Zürich (beides sehr schlechte Tonqualität)

00:05:42 Tanzende Jugendliche am Luftgitarre spielen zu Bluesrock Band, Live-Band "Whipping Post" auf der Bühne, am Boden sitzende Zuschauer, rauchend und essend, Portraitaufnahmen Musiker
[Kap. 3]
[Kap. 4]

00:10:35 Theater "Senza Filter": verschiedene abstrakte, gesellschaftskritische Szenen (Paar am euphorisch knutschen, Kampf gegen Wand, Autobahnen, bürgerliches Leben, Kreuzigung)
[Kap. 5]
[Kap. 6]

00:17:41 Rockband "Nilp"; Organisatoren während dem Umbau über repressive Politik der Stadt, Aufruf zur Diskussion über Aktionen (z.T. sehr schlechte Tonqualität)
[Kap. 7]

00:19:04 Fredy Meier informiert über Beweggründe für das Fest

00:20:50 Angeregte Diskussion im Konzertsaal, Streit zwischen Besuchern über Notwendigkeit der Diskussion
[Kap. 8]

00:23:09 Im Hintergrund Soundcheck, im Vordergrund erhitzte Diskussion einer jungen Frau mit einem Mann; danach Bluesrock-Band "Piranhas"
[Kap. 9]

00:25:03 Text "Wiä wiiter?": Vorschlag eines Organisatoren: Brief an den Stadtrat mit Forderungen (Raum für Konzerte und Feiern, Übergangslösung in der Roten Fabrik); Fortsetzung "Piranhas"

00:26:46 Ausschnitt vom Tagesanzeiger im März 1980: "Wird die Rote Fabrik besetzt?"; Ausschnitt NZZ-Artikel "Jugendliche fordern Veranstaltungsraum"
[Kap. 10]

00:27:27 Text "AG Video - Heinz, Patrizia und Arthur"; danach Lied mit fünf Sängern, drei davon möglicherweise von der AG Video

00:29:00 (abruptes) Ende

ArchivbezugVideoarchiv „Stadt in Bewegung“
siehe auchwir wollen alles, und zwar subito!
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