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AltersWeGe. Alternatives Wohnen und Pflegen im Alter. (vgl. auch Sozarch_F_9046-002, geringfügig anders geschnitte Fassung)

SignaturF 9045-020
BestandF_9045 Pro Senectute [FILM]
Bestandesbeschrieb

Die rund vierzig Filmbeiträge der Pro Senectute sind in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fernsehen zwischen 1979 und 2005 entstanden. Gesendet wurden die Filme hauptsächlich in zwei Gefässen: Unter der Rubrik „…ausser man tut es“ konnte sich die Pro Senectute ab 1979 in Kurzporträts von rund fünf Minuten vorstellen. (Die Sendung steht ZEWO-kontrollierten Organisationen offen, die in der Schweiz Spendengelder sammeln.) Die Pro Senectute nutzte die Sendezeit, um ihre Angebote vorzustellen, etwa den Mahlzeitendienst oder das Altersturnen. Ausserdem wies man mit Themen wie Einsamkeit oder der eingeschränkten Mobilität im Alter auf spezifische Probleme dieses Lebensabschnitts hin. Tendenziell verschiebt sich auch hier – wie es bereits beim Videobestand augenfällig wurde – der Fokus im Verlauf der Zeit von primär hilfsbedürftigen Alten zu Senioren und Seniorinnen, die noch aktiv am Leben teilhaben wollen und können, sei es durch den Besuch eines Handykurses oder mit der Arbeit als freiwillige Klassenhilfen in der Volksschule. „…ausser man tut es“ wechselte 1990 den Namen und ist seither unter dem Titel „mitenand“ auf Sendung. Viel ausführlicher sind die Filme der Sendung „Treffpunkt“. Man erinnert sich vielleicht noch an das Aushängeschild Eva Mezger, die die Sendung moderierte. In den 1980er und frühen 1990er Jahren produzierte die Pro Senectute zusammen mit dem Schweizer Fernsehen rund ein Dutzend filmische Beiträge mit einem breiten thematischen Spektrum. Der „Treffpunkt“ informierte über innovative Wohnprojekte für Seniorinnen und Senioren im In- und Ausland, erklärte die Sozialwerke der Schweiz und thematisierte auch heikle Themen wie Suchtgefährdung im Alter oder Sterbehilfe. Zusätzlich zu den mit SRF produzierten Filmen konnte auch der Imagefilm "Eines Tages" / "Un certain jour" von 1958 digitalisiert werden. Sämtliche Filme sind Bestandteil eines Sicherungsprojekts, das der Stiftungsrat der Pro Senectute zusammen mit dem Schweizerischen Sozialarchiv mit der Unterstützung von Memoriav, dem Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes in der Schweiz, durchgeführt hat. Übersicht Teilbestände Pro Senectute: Ar 504: Pro Senectute, Stiftungsarchiv F_5107: Pro Senectute, Tonbildschauen F_9045: Pro Senectute, Filme F_9046: Pro Senectute, Videos

Die rund vierzig Filmbeiträge der Pro Senectute sind in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fernsehen zwischen 1979 und 2005 entstanden. Gesendet wurden die Filme hauptsächlich in zwei Gefässen: Unter der Rubrik „…ausser man tut es“ konnte sich… — mehr...

AbstractAlterswohngemeinschaft als Alternative zum Wohnen im konventionellen Altersheim. In der Region Seeland (BE) wurde 1988 in allen Bezirken eine solche eingerichtet, um dem Platzmangel im Altersheim entgegenzutreten und gleichzeitig die Vorteile solcher Alterswohngemeinschaften zu testen. Für diese Dokumentation wurden zwei solcher Wohngemeinschaften, in Ins und Lyss, über einen Zeitraum von drei Jahren begleitet. Dabei wurden Bewohner wie auch Pflegepersonal in Bezug auf ihre Zufriedenheit interviewt und Veränderungen festgehalten.
Urheber
  1. Schertenleib, Christof
Copyright
Schlagwörter
  1. soziale Fragen
  2. Raumplanung und Wohnungswesen
  3. Wohnmilieu
  1. soziale Fragen
  2. sozialer Schutz
  3. Sozialhilfe
  4. Gebrechlichenpflege
  1. soziale Fragen
  2. sozialer Schutz
  3. Sozialhilfe
  4. private Hilfe im Inland
Geopolitik
  1. Europa
  2. Schweiz
  3. Bern, Kanton
  4. Ins
  1. Europa
  2. Schweiz
  3. Bern, Kanton
  4. Lyss
Periode
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1981-1990
  5. 1988
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1981-1990
  5. 1989
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1981-1990
  5. 1990
  1. Neuzeit
  2. 20. Jh.
  3. 1951-2000
  4. 1991-2000
  5. 1991
Verleger
  1. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
weitere Beteiligte
  1. Boillat, Patrick (Kamera)
  2. Iseli, Christian (Kamera)
  3. Michel, Franz (Ton)
  4. Neuhaus, Regula (Hackbrett, Vibraphon)
  5. Nicolai, Giancarlo (Gitarre)
  6. Nicolai, Giancarlo (Komposition, Musikaufnahmen)
  7. Schertenleib, Christof (Realisation, Schnitt, Kommentar)
  8. Schärli, Peter (Trompete, Flügelhorn)
  1. Memoriav (Projektmitfinanzierung)
Objektträger
  1. bewegtes Bild
  2. Film
Sprache
  1. schweizerdeutsch
Detailinformation

00:00:00 Filmbeginn

00:00:07 Eine Gruppe älterer Menschen sitzt auf Stühlen im Vorgarten einer Blocksiedlung. Hinter ihnen stehen junge Menschen.

00:00:23 Ähnliche Szene einer anderen Gruppe: Wiederum sitzen ältere Menschen im Vorgarten einer (anderen) Blocksiedlung, hinter ihnen stehen junge Menschen

00:00:35 Titel „AltersWeGe – Alternatives Wohnen und Pflegen im Alter“

00:00:43 Strasse, die Bahnübergang kreuzt. Die Stimme aus dem Off klärt über den Mangel an Wohnmöglichkeiten für Pflegebedürftige ältere Menschen in der Region Seeland (BE) auf. Als Gegenmassnahme wurden vom Betagtenpflegeverein im Jahr 1988 in sämtlichen Bezirken Alterswohngemeinschaften gegründet. Der Aufbau und die dafür sprechenden Gründe werden von der Off-Stimme erläutert.

00:01:50 Die Wohngemeinschaften Ins und Lyss in den Jahren 1988-1991 stehen im Mittelpunkt der Dokumentation

00:02:04 Lyss: Interviews der Bewohnerinnen zu den Themen Tagesablauf und Zufriedenheit mit der Wohnform

00:03:37 Mittagessen der WG in der nahegelegenen Migros

00:04:14 Wohngemeinschaft Ins: Das Mittagessen wird vom Pflegepersonal nach Hause gebracht Frau Baumann und Herrn Winkelmann beim Essen

00:05:44 Wohnstube in Lyss: Frau Gimmel und Frau Ulrich beim Stricken, Markus Steiner, Leiter Pflegepersonal, wird zum Tagesablauf in Lyss interviewt. Anschliessend Ausflug mit der Wohngemeinschaft

00:06:51 Ins: Ausflüge sind auf Grund der körperlichen Kondition der Bewohner nicht möglich. Dafür werden verschiedenste Aktivitäten sonst gepflegt. Zwischendurch Interview mit dem Pflegepersonal von Lyss und Ins, danach wird wieder in die Küche von Ins gewechselt: Bewohnerinnen bei Küchenarbeiten; Frau Baumann beim Fernsehen

00:09:38 Lyss: Ein roter Kleinbus vor einem Bauernhof. Der letzte Platz in der WG wird von Frau Dick bezogen, die vom Stöckli auf dem Hof ihres Sohnes in die Alterswohngemeinschaft zieht. Ihre Habe wird verladen, Frau Dick verlässt ihre alte Wohnung

00:11:16 Frau Dick wird in der Wohngemeinschaft begrüsst. Sie ist als einzige direkt von zu Hause aus in die WG gezogen. Interview mit den anderen Bewohnerinnen

00:12:48 März 1989: In Ins haben sich einige Dinge geändert: Während Frau Baumann Fortschritte beim Essen macht, haben sich die ersten zwei Todesfälle ereignet und man ist auf der Suche nach einer neuen Wohnungsleiterin. Das Essen wird neu nicht mehr von aussen gebracht, sondern durch Frau Hegg zubereitet

00:13:23 Interview mit Frau Meier, welche neu eingezogen ist

00:14:06 Auch in Lyss wird das Mittagessen neu nicht mehr auswärts eingenommen. Alle Bewohner haben ihre Verpflichtungen im Haushalt. Eine wissenschaftliche Untersuchung hat gezeigt, dass die Bewohner und das Pflegepersonal von der Wohnform profitieren.

00:16:12 Ins, Herbst 1989: Die Wohngemeinschaft beim Ballspiel. Die neue Leiterin Hildegard Thomet wird interviewt zu den Verhältnissen, die sie zu Beginn als chaotisch empfunden hat. Sie bemängelt die mangelnde Aktivität, die sie am Anfang vorgefunden hat. Danach sieht man Frau Baumann beim Essen, wo sie dazu angehalten wird, das Besteck selbst zu halten

00:18:07 Lyss. Die Bewohnerinnen gehen wieder vermehrt auswärts essen. Frau Dick, die nun schon über ein Jahr da ist, wird interviewt. Sie wird zu ihrem Gesundheitszustand, der Zufriedenheit mit dem Leben und der Angst vor dem Tod befragt

00:20:31 Ausflug sämtlicher Wohngemeinschaften des Seelands auf die St. Peter-Insel. Dieser findet einmal jährlich statt. Darauf sehen wir Frau Ulrich in ihrem Zimmer, sie zeigt Bilder ihrer (verstorbenen) Familie. Ihre Biografie wird vom Kommentator zusammengefasst. Zur Zufriedenheit: „I bi zfride so. E (Ig?) muess ja warte bes i cha gah. […] Aber werum dass i so lang muess warte weissi nid“

00:23:59 Frühling 1990. Die eingangs gezeigte Strasse beim Bahnübergang. Die Schranken gehen nach unten, der Zug fährt vorbei. Wohngemeinschaft Ins: Über den Winter sind alle Bewohner ausser Frau Baumann verschieden. Auch die letzte Leiterin ist bereits wieder gegangen. Interview mit der neuen Leiterin Bernadette Heiri

00:26:12 Lyss: Frau Burri, welche im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin Frau Bürgi Mühe mit dem Sprechen hat und geistig etwas verwirrt zu sein scheint, ist neu eingezogen. Die anderen Bewohnerinnen nehmen zu dieser sozialen Herausforderung Stellung

00:28:47 Ins, Herbst 1990. Vor der Wohngemeinschaft wird das Land zunehmend verbaut, was als störend empfunden wird. Die Meinung darüber, in wie weit das Filmteam die Privatsphäre stört, ist unterschiedlich. Einige Bewohner (und auch Angehörige) geben gerne Auskunft und loben die familiäre Atmosphäre

00:31:24 Die „Lysser-Gruppe“ (ausser Frau Gimmel) befindet sich im Alters- und Pflegeheim Worben. Sie machen Frau Bürgi einen Überraschungsbesuch

00:35:01 zurück bei Frau Gimmel, die bettlägerig ist

00:35:40 Bahnübergang; das Pflegepersonal von Ins diskutiert darüber, was ihnen an der Arbeit in der Wohngemeinschaft gefällt. Dazu gehört die entspannte und persönliche Atmosphäre, die Möglichkeit, jeden Tag neu zu gestalten und die geringere Mass an Stress

00:37:57 Frühling 1991: In Ins sind während des Winters wieder zwei der Frauen verstorben. Neu eingezogen ist Frau Grimm, sie hilft der Pflegerin Elsbeth beim Wäscheaufhängen im Garten. Elsbeth ist von Lyss nach Ins gezogen und hat vorher in der anderen Wohngemeinschaft gearbeitet. Sie wird zu den Unterschieden zwischen den Wohngemeinschaften Lyss und Ins interviewt. Die Unterschiede Stadt – Land werden deutlich: In Ins (Land) bleiben die älteren Menschen länger im eigenen Heim und sind daher körperlich meist in einer schlechterer Verfassung

00:40:10 Lyss: Frau Dick und Frau Scheidegger sind gestorben. Frau Ulrich steht auf dem Friedhof vor dem Grab von Frau Dick. Nach einem letzten Interview verlässt sie mit dem Pflegeleiter Markus Steiner den Friedhof. Der Kanton Bern beabsichtigt trotz angespannter finanzieller Lage, solche Alterswohngemeinschaften im ganzen Kanton zu fördern, weil sehr gute Erfahrungen gemacht wurden

00:44:24 Ende

ArchivbezugPro Senectute Schweiz, Stiftungsarchiv
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