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10967 entries found für Ihre Suche nach: «Zürich, Kanton»

Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 1. Juni 1980 (Festzelt vor dem Opernhaus Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Urheber
  1. Unbekannt
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Personen
  1. Schawinski, Roger (1945-
  2. Schmid, Ingrid
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Mitglieder der Zürcher Jugendbewegung diskutieren an einer öffentlichen Vollversammlung mit eingeladenen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Gesamtdauer der Aufnahmen: ca. 2. Std. 20 Min.). Ein von einer Arbeitsgruppe erstellter Forderungskatalog wird erörtert. Dieser umfasst folgende Themen: Freigabe der Roten Fabrik, Rückzug der Strafanträge gegen Verhaftete, das Demonstrationsrecht, Art und Weise des Einsatzes von CB Tränengas und Gummigeschossen durch die Polizei sowie die Forderung nach einer kurzfristigen Übergangslösung für ein autonomes Jugendzentrum (AJZ). Ausserdem diskutiert die Versammlung über ihre Vorstellungen von Autonomie und Selbstverwaltung. Im Rahmen der Diskussion berichtet ein Verhafteter von seinen Erlebnissen bei der Festnahme durch die Polizei. Daraus ergibt sich auch eine kleine Darbietung der polizeilichen Einvernahme. Ein weiteres Thema bildet das Verhältnis der Bewegung zu den etablierten Parteien, insbesondere der SP und zu den Massenmedien (SRG und Piratensender). - Teil 1/5: Diskussion der Rolle der Printmedien und des Fernsehens; Politiker und Politikerinnen äussern sich den Vorfällen und bekunden mehrheitlich ihre Sympathie mit den Anliegen der Jugendlichen.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track01]

00:00:00 Redner und Rednerinnen äussern Vermutungen über die Ursachen der Gewalt an der Demonstration vom Vorabend und über die Frage, ob die Aktionen der Jugendbewegung organisierbar seien oder nicht

00:04:29 Erörterung der Rolle von Piratensendern ("Radio Banana") und von Radio 24 (Zürcher Privatradio) und dessen Betreiber Roger Schawinski

00:06:19 Ende Track01

[Track02]

00:03:48 Erörterung der Frage, wer die Verantwortung für die Ereignisse vom Vorabend trägt; Rolle der Zeitung "Blick"

00:04:00 Diskussion des Medienmonopols, Rolle der "Tagesschau" des Schweizer Fernsehens: Das Schweizer Fernsehen hat es abgelehnt, für die Berichterstattung einen Videobeitrag der Jugendlichen zu verwenden

00:04:35 Ende Track02

[Track03]

00:00:00 Es werden Wege diskutiert, wie die Sichtweise der Jugendlichen in den Medien Eingang finden könnte

00:02:38 Die anwesenden Personen aus dem öffentlichen Leben werden aufgefordert, ihre Reaktionen auf den offenbar währende der Vollversammlung gezeigten Film zu schildern

00:04:08 Ende Track03

[Track04]

00:00:10 Mitglied 1 des Gemeinderates Zürich (SP) äussert Sympathie für die Anliegen der Jugendlichen, ist aber skeptisch, was die Realisierbarkeit ihrer Anliegen (Rote Fabrik als Kulturzentrum für die Jugendlichen) anbelangt

00:03:44 Jugendlicher äussert Enttäuschung über das mangelnde Engagement der SP für die Anliegen der Jugendlichen; "die SP ist unfähig, überhaupt etwas für die Jugend zu machen"

00:05:51 Ende Track04

[Track05]

00:00:21 Mitglied 2 des Gemeinderates Zürich (SP) äussert sich zu den politischen Machtverhältnissen in Zürich (bürgerliche Dominanz in Stadt- und Gemeinderat)

00:02:32 Frage an die anwesenden SP-Vertreter im Saal: "Wie lange sollen wir noch warten, bis wir ein Jugendhaus haben?"

00:05:51 Ende Track05

[Track06]

00:00:00 anwesende Journalistin der NZZ wird aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben; sie warnt vor aggressiven Handlungen, weil sie kontraproduktiv seien

00:03:50 Mitglied 1 des Kantonsrates Zürich (SP) zeigt sich vom Film sehr beeindruckt, macht aber ebenfalls auf die politischen Machtverhältnisse im Kantonsparlament (bürgerliche Domianz aufmerksam

00:05:55 Mitglied 3 des Gemeinderates Zürich (Ingrid Schmid , POCH)

00:06:34 (abruptes) Ende Track06

weitere Angaben…

Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 1. Juni 1980 (Festzelt vor dem Opernhaus Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Mitglieder der Zürcher Jugendbewegung diskutieren an einer öffentlichen Vollversammlung mit eingeladenen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Gesamtdauer der Aufnahmen: ca. 2. Std. 20 Min.). Ein von einer Arbeitsgruppe erstellter Forderungskatalog wird erörtert. Dieser umfasst folgende Themen: Freigabe der Roten Fabrik, Rückzug der Strafanträge gegen Verhaftete, das Demonstrationsrecht, Art und Weise des Einsatzes von CB Tränengas und Gummigeschossen durch die Polizei sowie die Forderung nach einer kurzfristigen Übergangslösung für ein autonomes Jugendzentrum (AJZ). Ausserdem diskutiert die Versammlung über ihre Vorstellungen von Autonomie und Selbstverwaltung. Im Rahmen der Diskussion berichtet ein Verhafteter von seinen Erlebnissen bei der Festnahme durch die Polizei. Daraus ergibt sich auch eine kleine Darbietung der polizeilichen Einvernahme. Ein weiteres Thema bildet das Verhältnis der Bewegung zu den etablierten Parteien, insbesondere der SP und zu den Massenmedien (SRG und Piratensender). - Teil 2/5: Debattiert wird die Rolle der Gewalt an den Demonstrationen und deren Ursachen. Beginn der Diskussion und Varianten des Forderungskataloges.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Mitglied 3 des Gemeinderates Zürich (Ingrid Schmid, POCH) beschwert sich über die desolate Situation in der Stadtregierung und befürwortet die Aktion der Jugendlichen, sich zu wehren; die Gewalt wurde von der Polizei provoziert

00:02:01 Diskussion, ob sich die POCH von der Aktion distanzierte (gemäss einer Zeitung aus der Romandie) – seitens Ingrid Schmid nur Distanzierung als Organisatorin der POCH bezüglich den Demonstrationen, aber Solidarität der POCH mit den Jugendlichen

00:03:50 Votant plädiert für gewaltfreie Demonstrationen

00:06:47 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Debatte zum gewaltfreien Widerstand unter den Demonstranten: Pro und Contra

00:03:33 Ende Track02

[Track 03]

00:00:04 Debatte zum gewaltfreien Widerstand unter den Demonstranten: Pro und Contra; „Wie lange wollen wir noch Geduld haben?“ fragt ein Jugendlicher

00:01:10 Ein Jugendlicher spricht sich für eine bessere Organisation des Widerstandes aus

00:03:20 Ein Demonstrant erklärt anhand des Beispiels des Theaterstückes „Pariser Commune“, dass die Gewaltdebatte die Niederlage der ganzen Aktion auslöst. Dies weil sich gewaltlose Menschen selbst schwächer machen als sie sind und deshalb verlieren werden; Gewalt habe es schon immer gegeben und man müsse sich mit den gleichen Methoden verteidigen

00:05:20 Zusammenstellung der Forderungen, die um 19.00 Uhr vor dem Opernhaus bekannt gegeben werden sollen

00:06:51 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Forderungskatalog wird zusammengestellt: 1. Freigabe der Roten Fabrik für die Zürcher Jugend zwecks Errichtung eines AJZ 2. Rückzug aller Strafanträge seitens der Polizei gegenüber Demonstranten 3. 5% der jährlichen Subventionen für Kultur fliessen ab sofort in die Rote Fabrik 4. Freies Demonstrationsrecht für die Zürcher Jugend 5. Jugendliche garantieren als Gegenleistung für Annahme der Forderungen einen reibungslosen Aufbau und Betrieb des Jugendhauses in der Roten Fabrik

00:02:18 Ende Track04

[Track 05]

00:00:19 Erläuterungen über die Struktur und Leitung des autonomen Jugendhauses (Vollversammlung, Arbeitsgruppen, Ressorts etc.)

00:01:42 Diskussion des Standortes Rote Fabrik, kurzfristige andere Alternativen im Stadtzentrum

00:03:30 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Diskussion des Standortes Rote Fabrik, sind kurzfristige andere Alternativen tolerierbar oder nicht

00:01:06 Kritik an unrealistischen Forderungen, die allenfalls die Ziele gefährden könnten; Zusammenarbeit mit anderen Gruppierungen durch Kompromisse; Übergangslösung Fabrikhalle hinter dem Bahnhof beim Carparkplatz

00:04:59 Kurzer Kommentar zur Rolle der Piratensender während den Demonstrationen

00:05:32 Pause der Sitzung

00:05:43 Ende Track06

[Track 07]

00:00:02 Präsentation der Vorschläge, die in der Pause besprochen worden sind:

1. Rückzug aller Strafanträge seitens der Polizei gegenüber Demonstranten und Stopp der Verwendung von Gummigeschossen und CB-Tränengas 2. Der Stadtrat soll die Rote Fabrik als Jugendzentrum eröffnen, die Teilinbetriebnahme durch die IG Rote Fabrik ab Herbst 1980 muss gewährleistet werden, dem Opernhaus als Mieter muss gekündigt werden 3. In der Zwischenzeit muss der Stadtrat der Zürcher Jugend die Fabrikhalle beim Carparkplatz zur Verfügung stellen

00:01:46 Frage der Zustimmung zur aktuellen Abstimmung über die Verwendung des Opernhauses

00:02:59 Kleine Änderungen an den Forderungen

00:03:30 Ende Track07

weitere Angaben…

Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 1. Juni 1980 (Festzelt vor dem Opernhaus Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Mitglieder der Zürcher Jugendbewegung diskutieren an einer öffentlichen Vollversammlung mit eingeladenen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Gesamtdauer der Aufnahmen: ca. 2. Std. 20 Min.). Ein von einer Arbeitsgruppe erstellter Forderungskatalog wird erörtert. Dieser umfasst folgende Themen: Freigabe der Roten Fabrik, Rückzug der Strafanträge gegen Verhaftete, das Demonstrationsrecht, Art und Weise des Einsatzes von CB Tränengas und Gummigeschossen durch die Polizei sowie die Forderung nach einer kurzfristigen Übergangslösung für ein autonomes Jugendzentrum (AJZ). Ausserdem diskutiert die Versammlung über ihre Vorstellungen von Autonomie und Selbstverwaltung. Im Rahmen der Diskussion berichtet ein Verhafteter von seinen Erlebnissen bei der Festnahme durch die Polizei. Daraus ergibt sich auch eine kleine Darbietung der polizeilichen Einvernahme. Ein weiteres Thema bildet das Verhältnis der Bewegung zu den etablierten Parteien, insbesondere der SP und zu den Massenmedien (SRG und Piratensender). - Teil 3/5: Fortsetzung der Debatte über den Forderungskatalog.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Diskussion des Forderungskatalogs und der Modalitäten der Übergabe am darauffolgenden Tag

00:02:40 Kleinere Diskussion über die Frage, ob fotografieren im Saal erlaubt sei

00:04:01 Fragen zur Teilinbetriebnahme der Roten Fabrik

00:04:51 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Erläuterungen zur Teilinbetriebnahme der Roten Fabrik und den zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten durch die Jugendlichen durch eine Vertreterin durch die IG Rote Fabrik

00:03:56 Diskussion zur Teilinbetriebnahme, Jugendliche sind der Meinung, kompromisslos Ansprüche stellen zu dürfen

00:04:42 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Diskussion zur Teilinbetriebnahme; Forderungen eines kompletten Jugendhauses inklusive Kulturzentrum, finanzielle Ansprüche an die Stadt bezüglich Unterhalt der Roten Fabrik

00:03:36 Erneute Forderung der realistischen Ansprüche und kurzfristige Ausweichmöglichkeit auf einen anderen Raum

00:04:13 Forderung der Fokussierungen auf das Jugendhaus an der Limmatstrasse, bis die Ansprüche an die Rote Fabrik seitens der Stadt erfüllt werden können

00:04:52 Erneute Diskussion über Trägerschaft und Struktur des Jugendhauses

00:05:10 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Erneute Diskussion über Trägerschaft und Struktur des Jugendhauses: Frage der Verantwortung und der Autonomie

00:01:07 Debatte über die Frage, wer das Personal für das Jugendhaus anstellt

00:01:54 Aufgrund eventueller Zusammenarbeit mit der Stadt Grundsatzdiskussion über Autonomie

00:04:07 Angst vor Zusammenarbeit mit der Stadt, da Befürchtung von Verboten

00:05:48 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Vorschlag, Menschen für eine Grossdemonstration zu mobilisieren

00:02:13 Diskussion über die Forderungen einer fairen Berichterstattung (Vorschlag: eine Tagesschau für die Jugendlichen)

00:03:27 Zusammenfassung der Forderungen

00:04:02 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Zusammenfassung der Forderungen; Forderung 1: Freilassung aller Verhafteten und Rückzug aller Strafanträge, keine Verwendung von Tränengas und Gummigeschossen; ausführliche Diskussion zur Forderung 1, vor allem betreffend der Verwendung von CB-Tränengas [unter anderen: „Punky“ Markus Kenner]

00:07:36 Ende Track06

weitere Angaben…

Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 1. Juni 1980 (Festzelt vor dem Opernhaus Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Personen
  1. Palitsch, Helmut (1951-2007
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Mitglieder der Zürcher Jugendbewegung diskutieren an einer öffentlichen Vollversammlung mit eingeladenen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Gesamtdauer der Aufnahmen: ca. 2. Std. 20 Min.). Ein von einer Arbeitsgruppe erstellter Forderungskatalog wird erörtert. Dieser umfasst folgende Themen: Freigabe der Roten Fabrik, Rückzug der Strafanträge gegen Verhaftete, das Demonstrationsrecht, Art und Weise des Einsatzes von CB Tränengas und Gummigeschossen durch die Polizei sowie die Forderung nach einer kurzfristigen Übergangslösung für ein autonomes Jugendzentrum (AJZ). Ausserdem diskutiert die Versammlung über ihre Vorstellungen von Autonomie und Selbstverwaltung. Im Rahmen der Diskussion berichtet ein Verhafteter von seinen Erlebnissen bei der Festnahme durch die Polizei. Daraus ergibt sich auch eine kleine Darbietung der polizeilichen Einvernahme. Ein weiteres Thema bildet das Verhältnis der Bewegung zu den etablierten Parteien, insbesondere der SP und zu den Massenmedien (SRG und Piratensender). - Teil 4/5: Fortsetzung der Debatte über den Forderungskatalog und die Modalitäten der Übergabe an den Stadtrat. Eine Mitteilung des Stadtrats, dass dieser weigere, sich auf Diskussionen mit den Jugendlichen einzulassen führt zu empörten Reaktionen im Saal. Erneut äussern sich auch Politiker und Politikerinnen.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Weitere Diskussion zur Forderung der Nichtverwendung von Gummigeschossen [u.a. Heinz Nigg]

00:05:42 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Abschluss der Forderung 1 und 2 mit letztem Verlesen und Annahme durch die Vollversammlung

00:00:54 Einwand gegen eine Teilforderung „Keine Herzpatienten bei Stresssituationen“ mit Bezug eines Toten (verursacht durch Herzinfarkt); Vollversammlung beschliesst Artikel zu streichen

00:01:48 Forderung 3: „Der Stadtrat wird beauftragt gemäss Volksentscheid gemäss 25.09.1977 die Rote Fabrik als Kultur- und Jugendzentrum zu öffnen. Die Teilinbetriebnahme der Roten Fabrik durch die IG Rote Fabrik ab Herbst 1980 muss gewährleistet werden. Sämtliche Räume der Roten Fabrik, welche zurzeit für gewerbliche Zwecke vermietet sind, werden nach Ablauf der Kündigungsfrist für kulturelle Zwecke zur Verfügung gestellt. Dem Opernhaus werden die Verträge zur Benützung der Roten Fabrik als Lager- und Proberaum gekündigt.“

00:02:38 Diskussion zu Forderung 3

00:03:38 Forderung 4: „Der Stadtrat stellt der Zürcher Jugend die leerstehende Fabrikhalle an der Limmatstrasse (beim Carparkplatz), welche sich im Besitz der Stadt befindet, ab kommenden Sonntag ab 12 Uhr zur Verfügung. Die Stadt stellt Material zur Verfügung um elektrische, sanitäre und andere Installationen zu ermöglichen. Renovationen werden vom Einsatzprogramm für jugendliche Arbeitslose vorgenommen. Die Stadt stellt die Finanzen für Jugendarbeiter, welche durch die Jugendlichen gewählt werden, zur Verfügung und übernimmt die Betriebskosten. Die Halle wird durch die Jugend in Selbstverwaltung betrieben.“

00:04:34 Ende Track 02

[Track 03]

00:00:12 Vorschlag und Diskussion über einen Zusatz, der auch eine schriftliche Zusage bis am Sonntag 12 Uhr ermöglicht, und nicht alleine eine direkte Schlüsselübergabe

00:03:35 Schlusssatz „Eine schriftliche Antwort des Gesamtstadtrates wird der Zürcher Jugend im Volkshaus am kommenden Mittwochabend um 20 Uhr übermittelt.“

00:03:46 Diskussion über eine Anwesenheitspflicht von einem oder mehreren Stadträten am Mittwochabend im Volkshaus

00:04:53 Annahme des Forderungskatalogs per Akklamation durch die Vollversammlung der Zürcher Jugend

00:05:05 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Diverse kleinere, nicht relevante Diskussionen (Verfassen der Pressemitteilung und von Flugblättern)

00:01:07 Erneute Diskussion, ob fotografieren im Saal erlaubt sei oder nicht

00:02:06 Bekanntgabe einer Mitteilung des Stadtrates: Der Stadtrat weigere sich, auf Diskussionen und Forderungen der Zürcher Jugend einzugehen. Die Gespräche mit der IG Rote Fabrik würden aber fortgesetzt.

00:02:31 Reaktionen auf diese Mitteilung und ausufernde Debatte; Fokus: eventuelle Solidarität sich die IG Rote Fabrik mit der Zürcher Jugend und die dementsprechende Gestaltung des kommenden Abends

00:05:31 Statement Ursula Hiestand, Mitglied Gemeinderat Zürich (SP)

00:05:53 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Ursula Hiestand: Politik soll sich jetzt nicht schon einmischen

00:00:28 Helmut Palitsch, Intendant des Theaters Neumarkt, informiert über das Gespräch über die Herkunft der Informationen; Pressecommunique des Stadtrates, das an die NZZ übermittelt wurde

00:01:17 turbulente Diskussion zur Möglichkeit, dass der Stadtrat am Abend nicht vom dem Operhaus erscheinen könnte

00:04:09 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Während die Versammlung auf weitere Informationen wartet, erzählt ein Jugendlicher von seiner gestrigen Verhaftung

00:03:39 Diskussion über Hilfe für die Verhafteten

00:06:40 Ende Track06

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Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 1. Juni 1980 (Festzelt vor dem Opernhaus Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Mitglieder der Zürcher Jugendbewegung diskutieren an einer öffentlichen Vollversammlung mit eingeladenen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Gesamtdauer der Aufnahmen: ca. 2. Std. 20 Min.). Ein von einer Arbeitsgruppe erstellter Forderungskatalog wird erörtert. Dieser umfasst folgende Themen: Freigabe der Roten Fabrik, Rückzug der Strafanträge gegen Verhaftete, das Demonstrationsrecht, Art und Weise des Einsatzes von CB Tränengas und Gummigeschossen durch die Polizei sowie die Forderung nach einer kurzfristigen Übergangslösung für ein autonomes Jugendzentrum (AJZ). Ausserdem diskutiert die Versammlung über ihre Vorstellungen von Autonomie und Selbstverwaltung. Im Rahmen der Diskussion berichtet ein Verhafteter von seinen Erlebnissen bei der Festnahme durch die Polizei. Daraus ergibt sich auch eine kleine Darbietung der polizeilichen Einvernahme. Ein weiteres Thema bildet das Verhältnis der Bewegung zu den etablierten Parteien, insbesondere der SP und zu den Massenmedien (SRG und Piratensender). - Teil 5/5: Darbietung "Richtiges Verhalten bei der ersten Einvernahme bei der Polizei"
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Weitere Diskussion über Hilfe für die Verhafteten, insbesondere, wie mit den Verhafteten Kontakt aufgenommen werden kann

00:01:21 Vorführung eines kleinen Theaters zum Thema „Richtiges Verhalten bei der ersten Einvernahme bei der Polizei“ (Recht auf Aussageverweigerung)

00:05:24 Diskussion über das richtige Verhalten und die eigenen Rechte

00:06:48 Nähere Information sind eingegangen, offizielle Stellungnahme des Stadtrates: „Der Stadtrat weigert sich unter dem Druck von Gewalttätigkeit zu verhandeln, er bleibt aber weiterhin im Gespräch mit der IG Rote Fabrik. Er ruft die Bevölkerung und die Demonstranten zur Besonnenheit auf und bezeugt sein Beileid zum Tod des Mannes.“ [Niklaus Scherr]

00:07:17 Die Versammlung löst sich auf, die Demonstranten vereinbaren den Treffpunkt „Festzelt vor dem Opernhaus“ um 19.00 Uhr am selben Tag

00:07:43 Ende Track01

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Vollversammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 25. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Personen
  1. Fünfschilling, Leonhard
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract An der Versammlung wird über den Entscheid des Stadtrates diskutiert, ein AJZ zur Verfügung zu stellen, indem die Stadt mit der SP einen Vertrag über die Trägerschaft der SP macht. Bevor es zur Diskussion kommt, wird ein Videofilm gezeigt. Ein Mitglied des Produzententeams bekräftigt, dass es wichtig sei, nachzufragen, wer hier filme, und den Zweck der Aufnahmen zu kennen. In der anschliessenden Debatte über das stadträtliche Angebot erläutern Leonhard Fünfschilling und Beat Bircher von der SP das Angebot der Stadt. Die Bedingungen führen zu einer hitzigen Debatte, in deren Verlauf ein Klärungsprozess stattfindet. Stellvertretend für den Konsens in der Bewegung könnte der Satz stehen: Wir sollten doch in diese Hütte rein und machen, was wir wollen, der SP kann man ja den Schuh geben. Niemand traut dem Angebot und der SP richtig, da beim Ausdeutschen der Bedingungen klar wird, dass die Autonomie im Rahmen der Rechtsordnung beschränkt bleiben wird. Ziemlich weitsichtig wird gesagt: (...) es gehe nur solange, bis der erste Fixer auftauche. In der Abstimmung wird der Vorschlag der SP von der Versammlung mit einem Ultimatum verknüpft und so angenommen. Teil 1/3: Videovorführung, Erlebnisbericht eines Jugendlichen bei der Verhaftung, Beginn der Debatte über Vorschlag der SP.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Communique der Vollversammlung in Bülach mit Hinweis auf eine Demonstration in Bülach am 4. Juli

00:01:07 Schule Freudenberg: es wurde von 10 bis 12 Uhr ein Streik durchgeführt, Quintessenz des Gesprächs mit dem Rektor der Kantonsschule: „Gilgen hau ab“

00:01:57 Bericht von Veranstaltungen in Genf: es nahmen rund 100'000 an einem Festival teil; im Rahmen dieses Festes wurde „Krawall“ gezeigt und Videos von den Vorfällen in Zürich; Zürcher Vertreter informierten auch an der Universität von Genf über die Vorfälle in Bern und Zürich

00:06:22 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Redner kündet Video aus der Bewegung an; Video: Zusammenfassung, von dem was bisher passierte und Grundlage für die nachfolgende Diskussion über Vertragsverhandlungen der SP mit dem Stadtrat von Zürich

00:02:35 Vertreter des Videoladens stellt das Videoprojekt vor: Chronologie der Ereignisse; es wird wieder einmal die Frage aufgeworfen, wer die Aktivitäten der Bewegung filmen oder fotografieren soll oder darf

00:04:35 Beginn der Videovorführung, begleitet von Saalgeräuschen

00:05:12 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Bericht eines verhafteten Jugendlichen über seine Erlebnisse bei der Verhaftung und auf dem Polizeiposten, bei der Einvernahme soll er geschlagen worden sein und einer der Anwesenden habe gesagt: „Gend dem Sauhund nuno meh!“

00:03:00 Betroffener schildert sein Vorhaben, gerichtlich gegen die Polizei vorzugehen; er sucht Augenzeugen des Vorfalls auf dem Hirschenplatz

00:03:52 Vertreter des Videoladens informiert über die Kosten des Videos (1'500 Franken) und fordert zum Spenden auf

00:05:45 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Beschluss des Stadtrats: Haus an der Limmatstrasse wird provisorisch bedingungslos zur Verfügung gestellt

00:02:36 weiteres Programm der VV: Berichte der Aktionsgruppen, „Actions“, weiteres Vorgehen

00:03:14 Hardy Fünfschilling, SP Stadt Zürich, berichtet über die Verhandlung der Partei mit dem Stadtrat: Stadtrat ist bereit, mit der Geschäftsführung der SP einen Vertrag über die Trägerschaft für das Haus an der Limmatstrasse abzuschliessen

00:04:33 Ende Track04

weitere Angaben…

Vollversammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 25. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Personen
  1. Fünfschilling, Leonhard
  2. Zürcher, Beat
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract An der Versammlung wird über den Entscheid des Stadtrates diskutiert, ein AJZ zur Verfügung zu stellen, indem die Stadt mit der SP einen Vertrag über die Trägerschaft der SP macht. Bevor es zur Diskussion kommt, wird ein Videofilm gezeigt. Ein Mitglied des Produzententeams bekräftigt, dass es wichtig sei, nachzufragen, wer hier filme, und den Zweck der Aufnahmen zu kennen. In der anschliessenden Debatte über das stadträtliche Angebot erläutern Leonhard Fünfschilling und Beat Bircher von der SP das Angebot der Stadt. Die Bedingungen führen zu einer hitzigen Debatte, in deren Verlauf ein Klärungsprozess stattfindet. Stellvertretend für den Konsens in der Bewegung könnte der Satz stehen: Wir sollten doch in diese Hütte rein und machen, was wir wollen, der SP kann man ja den Schuh geben. Niemand traut dem Angebot und der SP richtig, da beim Ausdeutschen der Bedingungen klar wird, dass die Autonomie im Rahmen der Rechtsordnung beschränkt bleiben wird. Ziemlich weitsichtig wird gesagt: (...) es gehe nur solange, bis der erste Fixer auftauche. In der Abstimmung wird der Vorschlag der SP von der Versammlung mit einem Ultimatum verknüpft und so angenommen. Teil 2/3: Ausführliche Debatte über die Rolle der SP und ihr Verhältnis zur Jugendbewegung.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 (Fortsetzung Rede Hardy Fünfschilling)

00:01:06 Beat Zürcher, Geschäftsleitung SP Stadt Zürich, verliest Angebot des Stadtrats an die Geschäftsleitung; die vorgeschlagenen Paragraphen werden meist mit Pfiffen aus dem Publikum quittiert

00:05:01 Diskussion über die vorgeschlagenen Bedingungen des Mietvertrags: Jugendliche sind nicht gewillt, sich daran zu halten; die Rolle der SP als „Götti“ der Jugendbewegung wird abgelehnt

00:08:41 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Redner lehnt Vertreteransprüche sämtlicher Linksparteien ab

00:01:20 Rednerin äussert sich hellsichtig zum Betrieb eines Jugendhauses: Kontrolle darüber, was dort passieren werde, sei unmöglich; dass es im Sinne des Stadtrats ablaufen werde, unwahrscheinlich; weitere Votanten äussern sich zwar kritisch gegenüber der an sich unerwünschten Rolle der SP, man plädiert aber mehrheitlich für eine Zustimmung zur Vermittlerrolle, weil damit das Hauptziel erreicht werde: die kurzfristige Realisierung eines Jugendhauses an zentraler Lage

00:06:14 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Fortsetzung der Diskussion: Im Zentrum stehen das Datum der Übergabe des Hauses, die fehlende Stärke der Jugendbewegung (keine Akzeptanz als Verhandlungspartner bei der Stadt) und die Frage nach allfälligen Bedingungen, die die SP ihrerseits an die Bewegung stellt

00:07:51 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Fortsetzung der Diskussion: Nach wie vor ist es umstritten, ob die SP als Vermittlerin akzeptiert werden soll

00:03:50 Hardy Fünfschilling äussert sich zur Rolle der SP: der Vertrag ist zeitlich befristet: sobald die Jugendbewegung selber in der Lage ist, den Vertrag mit der Stadt zu schliessen, zieht sich die SP wieder zurück

00:07:46 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Fortsetzung der Diskussion: Votant warnt die Bewegung davor, auf „solchen Schlangenfängereien“ wie dem Vermittlungsversuch der SP hereinzufallen

00:02:17 weitere Forderungen: zusätzliches Sleep-In, grössere Räume für VVs

00:03:11 die Glaubwürdigkeit des Engagements der SP für die Bewegung wird äusserst kritisch eingeschätzt (Story mit der Verteilung von Comella und Orangesaft)

00:08:17 Hardy Fünfschilling äussert sich zum Termin der Übergabe

00:09:40 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Fortsetzung der Diskussion: kritisiert werden insbesondere die Stadträte Lieberherr und Kaufmann und die langjährige Passivität in Jugendfragen von SP-Vertretern in Gemeinde- und Stadtrat

00:02:56 Vorwurf der Unfähigkeit an die Stadt, selber und direkt mit der Jugendbewegung zu verhandeln; Vorschlag, einer AG die Trägerschaft zu übergeben

00:06:39 „d’SP hät immer alli versecklet sit se si git“ – das Haus muss auf jeden Fall am Samstag zur Verfügung stehen – ob mit oder ohne SP

00:07:37 Ende Track06

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Vollversammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 25. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

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Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Personen
  1. Fünfschilling, Leonhard
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract An der Versammlung wird über den Entscheid des Stadtrates diskutiert, ein AJZ zur Verfügung zu stellen, indem die Stadt mit der SP einen Vertrag über die Trägerschaft der SP macht. Bevor es zur Diskussion kommt, wird ein Videofilm gezeigt. Ein Mitglied des Produzententeams bekräftigt, dass es wichtig sei, nachzufragen, wer hier filme, und den Zweck der Aufnahmen zu kennen. In der anschliessenden Debatte über das stadträtliche Angebot erläutern Leonhard Fünfschilling und Beat Bircher von der SP das Angebot der Stadt. Die Bedingungen führen zu einer hitzigen Debatte, in deren Verlauf ein Klärungsprozess stattfindet. Stellvertretend für den Konsens in der Bewegung könnte der Satz stehen: Wir sollten doch in diese Hütte rein und machen, was wir wollen, der SP kann man ja den Schuh geben. Niemand traut dem Angebot und der SP richtig, da beim Ausdeutschen der Bedingungen klar wird, dass die Autonomie im Rahmen der Rechtsordnung beschränkt bleiben wird. Ziemlich weitsichtig wird gesagt: (...) es gehe nur solange, bis der erste Fixer auftauche. In der Abstimmung wird der Vorschlag der SP von der Versammlung mit einem Ultimatum verknüpft und so angenommen. Teil 3/3: Ende der Debatte über die Rolle der SP und Diskussion über weiteres Vorgehen.
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HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Fortsetzung der Diskussion; „Kein Limmathaus ohne definitive Zusage für die Rote Fabrik“

00:02:46 Votant äussert sich ablehnend zur bevorstehenden Delegation von Verantwortung an die SP

00:04:21 es gibt bereits bestehende Verbindungen der Bewegung zur Stadtverwaltung

00:05:12 es gilt zu trennen zwischen den Verbindlichkeiten, die die SP mit der Stadt eingeht, und der Gestaltungsfreiheit der Bewegung

00:07:15 es wird abgestimmt über den Vorschlag der SP: Jugendbewegung gibt der SP den Auftrag, den Schlüssel bis am nächsten Samstag um 14 Uhr zu beschaffen

00:09:01 Ende Track01

[Track 02]

00:01:20 der Vorschlag wird angenommen

00:03:03 Harry Fünfschilling: kann nicht garantieren, dass der Vertrag bis Samstag zustande kommt

00:04:02 Vorschlag: Demo Samstag 13 Uhr, entweder mit Ziel Limmatstrasse oder „totale scene in der Stadt“

00:06:00 Votant schildert Situation in Bern: Demonstrationen, Polizeigewalt, Gewalt von „zivilen Faschisten“; Ankündigung einer Demonstration morgen in Bern um 18 Uhr auf dem Rathausplatz – „wir wollen alles!“

00:08:18 Ende Track02

[Track 03]

00:00:27 Frage: wer beschliesst eigentlich die Demos? darüber sollten wir doch auch abstimmen!

00:01:59 auch die Rote Fabrik muss für das bevorstehende Wochenende zur Verfügung stehen!

00:02:47 Bericht über den Polizeieinsatz am vergangenen Wochenende (Nacht Samstag auf Sonntag) auf dem Platzspitz

00:04:20 Bericht der Arbeitsgruppe Mittelschüler und Lehrlinge: Machen von Wandzeitungen, Bericht über Repressionen an den Schulen

00:06:18 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 verschiedene kurze Durchsagen

00:01:05 Arbeitsgruppe Uni Streik: VV der Studenten hat totalen Streik an der Uni für Monat beschlossen; im Lichthof wurde Sand deponiert; Aufruf an Maurer (um die Eingänge zuzumauern?)

00:03:05 Arbeitsgruppe Musik: Sitzung am Montag

00:04:10 Arbeitsgruppe Frauen trifft sich am Freitag um 18 Uhr im „Kroki“ (Restaurant Krokodil an der Langstrasse?)

00:04:21 Arbeitsgruppe Renovation trifft sich morgen um 19 Uhr vor dem „Speak out“

00:04:43 alle, die Fotos haben, treffen sich beim Anwaltskollektiv, morgen um 17 Uhr (Arbeitsgruppe Knast braucht Belegmaterial)

00:05:20 Verlesung des Pressecommuniqués über die Demonstration vom vergangenen Samstag der Arbeitsgruppe Presse

00:08:43 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Ordnungsantrag: es sollen sich alle wieder setzen

00:01:18 Aufruf, eine demnächst stattfindende Aufführung von Jango Edwards in Zürich

00:01:47 Aufruf, den Uni-Streik zu unterstützen

00:01:57 Versuch einer Diskussion über das Pressecommuniqué: war die Demo ein Erfolg oder nicht?

00:03:10 Votant ärgert sich darüber, dass viele Teilnehmer die VV schon verlassen haben: nach Ankündigung der Demo vom nächsten Samstag verliessen die Leute den Saal; AJZ hat viel zu viel Gewicht erhalten! Einschätzung der Demo vom Samstag: Selbstkritische Bemerkungen über die Defizite der Demonstration, „die Demo der Unzufriedenen ist überhaupt noch nicht gelaufen!“ – „Wir wollen alles, und noch 11% Trinkgeld dazu!“

00:06:02 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Alternativen zur Limmatstrasse: Rote Fabrik? verschiedene kurze Statements

00:03:10 Votant fordert Aktionen an der Kaufmännischen Schule (KV)

00:04:00 juristische Erörterungen zu den Strafanträgen und zur Situation von ausländischen Demonstrationsteilnehmer

00:05:40 Ende Track06

[Track 07]

00:00:00 offizieller Abschluss der Vollversammlung

00:00:44 nochmals Kurzvoten zur Rolle der SP und zum Einsatz von verbotenem Tränengas

00:02:01 Abstimmung über die Aufhebung oder Weiterführung der VV (nachdem sie vor wenigen Minuten als nicht mehr beschlussfähig kritisiert worden war...)

00:03:37 Ende Track07

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Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 4. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

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Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract An der Vollversammlung im Volkshaus kommt es zu einer ersten direkten Aussprache zwischen den Stadtbehörden und der Jugendbewegung. Anwesend sind rund zwei- bis dreitausend Jugendliche, der Stadtpräsident Sigmund Widmer (LdU) und die Vorsteherin des Sozialdepartements, Stadträtin Emilie Lieberherr (SP). Die Versammlung beginnt mit der Vorführung einer Kurzversion des Videofilms des Ethnologischen Seminars der Universität Zürich über den Opernhauskrawall. Der Autor Heinz Nigg kommentiert. Danach werden die Tagesschau und die Sendung Blickpunkt des Schweizer Fernsehens vorgeführt. Anschliessend wird im Namen des Ensembles des Theaters am Neumarkt eine Erklärung abgegeben und es findet eine Lesung von Texten des Schriftstellers Peter Paul Zahl statt. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden von Vertretern diverser Gruppierungen Erklärungen zur Situation in der Stadt abgegeben. Aufgegriffen werden das Drogenproblem, die Situation der Jugendtreffpunkte in den Quartieren, die unausgeglichene Verteilung der öffentlichen Kulturgelder, die Lehrlingsausbildung sowie der geplante Umbau von Opernhaus und Kongresshaus. Im weitern wird eine Kulturinitiative vorgestellt und über die Frage nachgedacht, was eigentlich Gewalt sei. Auch die Unterbrechung der Leitung der Telefonziitig und die Störung der Piratensender Schwarzi Chatz und Radio Banana durch die PTT wird erläutert. Über das richtige Verhalten im Falle einer Verhaftung wird ein Theater aufgeführt, ergänzt durch Präzisierungen von Anwältinnen und Anwälten. Es fällt der Satz: Wir sind die Kulturleichen der Stadt. Es wird die Verbannung der Polizeikader nach Moskau gefordert und ein Redner der Revolutionären Marxistischen Liga RML ausgepfiffen. Nachdem den anwesenden Regierungsvertretern ein Forderungskatalog vorgelegt wird, nehmen die Angesprochenen Stellung. Stadtpräsident Widmer spricht über das Vorgehen bezüglich Roter Fabrik (keine Autonomie), verlangt die Nennung eines Ansprechpartners und bietet das Lokal Limmatstrasse 18, 20 als Versammlungslokal an, möchte dort aber kein Chaos. Er macht die bekannte Äusserung: Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier herunter kommen. Emilie Lieberherr macht zum Gesagten Erläuterungen. Die Vollversammlung verlangt vom Stadtrat konkrete Aussagen zum Forderungskatalog, zu Räumlichkeiten, zum Vorschlag die Strafverfahren gegen Verhaftete einzustellen und zum Einsatz der polizeilichen Mittel. Interessant sind auch die auseinandergehenden Vorstellungen über die Gewaltentrennung im Staat. Bezüglich der Berechtigung Forderungen zu stellen wird von einem Teilnehmer gesagt: Wir sind genug, wir können es uns leisten, Forderungen zu stellen. Die Versammlung endet mit einer beginnenden Diskussion über organisatorische Fragen der Bewegung. – Teil 1/6: Wiedergabe des Videos und von Fernsehberichten zu den bisherigen Ereignissen und Wiedergabe des Bewegungsvideos, Statements von Einzelpersonen und Gruppierungen, Beginn der Solidaritätslesung des Theaters am Neumarkt.
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[Track 01]

00:00:00 Moderatorin gibt den Ablauf der Vollversammlung bekannt

00:01:51 (bis Ende Track:) Hintergrundgeräusche des Publikums

00:02:39 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Moderatorin kündigt den Film an, den Mitglieder des Ethnologischen Seminars und das ARF (Aktionsgruppe Rote Fabrik) an der letzten Demonstration gedreht haben. Ziel war, aufzuzeigen, dass die Gewalt von der Polizei und nicht von den Demonstranten ausging

00:00:51 Abspielen des Films; Geräuschkulisse der Ausschreitungen; teilweise Kommentare der Moderatorin zum Verhalten der Polizei; man hört Interviews, die Heinz Nigg während der Demonstration und nach dem Polizeieinsatz führte

00:05:30 Ende des Films und Applaus

00:06:07 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ankündigung einer Vorführung der „Tagesschau“ vom vergangenen Sonntag

00:00:15 Abspielen der „Tagesschau“, Bericht über die Demonstration in Zürich: Originalton Kommentar: „Plünderungen und sinnlosen Verwüstungen gingen mit unverminderter Heftigkeit weiter“; Geräuschkulisse der Berichterstattung

00:04:27 Tagesschau-Bericht über den Film der ARF (Arbeitsgruppe Rote Fabrik) und ihre Sicht der Dinge

00:07:25 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Fortsetzung Tagesschau, Statement Prof. Gerhard Schmidtchen, Sozialpsychologe Universität Zürich

00:02:24 Ende der Berichterstattung ; Ankündigung der Moderatorin zum Beitrag des Blickpunkts (Ausgabe des vergangenen Montags)

00:02:35 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00Ankündigung der Moderatorin zum Beitrag der Sendung „Blickpunkt“ (Ausgabe des vergangenen Montags)

00:00:34 Reportage des „Blickpunkts“ mit dem Fokus der Unruhen des vergangenen ersten Juli-Wochenendes ; Interviews mit Mitgliedern der Regierung und der Jugendbewegung (Themen: Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen, Gewalttätigkeiten seitens der Polizei und der Jugendlichen; keine Verhandlungsbereitschaft der Behörden, solange Gewalttätigkeiten auf der Strasse stattfinden; fehlendes Jugendhaus; Wiederholung der Forderungen der Jugendlichen)

00:09:56 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Zweiter Moderator erklärt kurz die Gründe für den Diskussionsort Neumarkttheater für die erste Vollversammlung

00:01:51 Mitglied des Neumarkttheaters gibt Erklärung ab: das Neumarkttheater stellte den Jugendlichen Räumlichkeiten zur Verfügung; zusätzlich gab das Theater bei der letzten Aufführung eines ihrer Stücke eine Erklärung zu den Demonstrationen ab und solidarisierte sich mit den Jugendlichen

00:06:17 Ende Track06

[Track 07]

00:00:00 Ankündigung der Lesung von Prosa und Gedichten von Peter-Paul Zahl; gelesen vom Ensemble des Neumarkttheaters

00:00:20 Lesung des Stücks „Produktion und Kultur“

00:01:23 Lesung des Stücks „Wochenend’ und Sonnenschein“ (Abbruch)

00:05:14 Ende Track07

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Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 4. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract An der Vollversammlung im Volkshaus kommt es zu einer ersten direkten Aussprache zwischen den Stadtbehörden und der Jugendbewegung. Anwesend sind rund zwei- bis dreitausend Jugendliche, der Stadtpräsident Sigmund Widmer (LdU) und die Vorsteherin des Sozialdepartements, Stadträtin Emilie Lieberherr (SP). Die Versammlung beginnt mit der Vorführung einer Kurzversion des Videofilms des Ethnologischen Seminars der Universität Zürich über den Opernhauskrawall. Der Autor Heinz Nigg kommentiert. Danach werden die Tagesschau und die Sendung Blickpunkt des Schweizer Fernsehens vorgeführt. Anschliessend wird im Namen des Ensembles des Theaters am Neumarkt eine Erklärung abgegeben und es findet eine Lesung von Texten des Schriftstellers Peter Paul Zahl statt. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden von Vertretern diverser Gruppierungen Erklärungen zur Situation in der Stadt abgegeben. Aufgegriffen werden das Drogenproblem, die Situation der Jugendtreffpunkte in den Quartieren, die unausgeglichene Verteilung der öffentlichen Kulturgelder, die Lehrlingsausbildung sowie der geplante Umbau von Opernhaus und Kongresshaus. Im weitern wird eine Kulturinitiative vorgestellt und über die Frage nachgedacht, was eigentlich Gewalt sei. Auch die Unterbrechung der Leitung der Telefonziitig und die Störung der Piratensender Schwarzi Chatz und Radio Banana durch die PTT wird erläutert. Über das richtige Verhalten im Falle einer Verhaftung wird ein Theater aufgeführt, ergänzt durch Präzisierungen von Anwältinnen und Anwälten. Es fällt der Satz: Wir sind die Kulturleichen der Stadt. Es wird die Verbannung der Polizeikader nach Moskau gefordert und ein Redner der Revolutionären Marxistischen Liga RML ausgepfiffen. Nachdem den anwesenden Regierungsvertretern ein Forderungskatalog vorgelegt wird, nehmen die Angesprochenen Stellung. Stadtpräsident Widmer spricht über das Vorgehen bezüglich Roter Fabrik (keine Autonomie), verlangt die Nennung eines Ansprechpartners und bietet das Lokal Limmatstrasse 18, 20 als Versammlungslokal an, möchte dort aber kein Chaos. Er macht die bekannte Äusserung: Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier herunter kommen. Emilie Lieberherr macht zum Gesagten Erläuterungen. Die Vollversammlung verlangt vom Stadtrat konkrete Aussagen zum Forderungskatalog, zu Räumlichkeiten , zum Vorschlag die Strafverfahren gegen Verhaftete einzustellen und zum Einsatz der polizeilichen Mittel. Interessant sind auch die auseinandergehenden Vorstellungen über die Gewaltentrennung im Staat. Bezüglich der Berechtigung Forderungen zu stellen wird von einem Teilnehmer gesagt: Wir sind genug, wir können es uns leisten, Forderungen zu stellen. Die Versammlung endet mit einer beginnenden Diskussion über organisatorische Fragen der Bewegung. – Teil 2/6: Fortsetzung der Lesung von Ensemblemitgliedern des Neumarkttheaters; Statements von Einzelpersonen, politischen Parteien und Gruppierungen der Jugendbewegung.
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HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

(Lesung von Prosa und Gedichten von Peter-Paul Zahl; gelesen vom Ensembles des Neumarkttheaters)

00:00:00 Lesung des Stücks „Wochenend’ und Sonnenschein“ (Teil 2)

00:05:12 Lesung des Stücks „Mittel der Obrigkeit“

00:05:57 Lesung des Stücks „Protokoll 1“

00:07:24 Lesung des Stücks „Konterbande“

00:08:16 Lesung des Stücks „Ratschlag während des Sturzes“

00:09:25 Lesung des Stücks „Im Namen des Volkes“

00:10:24 Lesung des Stücks „P.S. – Der harte Kern“

00:12:19 Lesung des Stücks „Weihnachten“

00:13:09 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Moderator kündigt eine kurze Rede von Jürgmeier (1951-), freier Journalist, an; Ziel der Jugendlichen war es, an dieser Veranstaltung Personen des öffentlichen Lebens anzuhören; offenbar ist aber niemand erschienen

00:01:28 Jürgmeier äussert sich zu den Darstellungen der Jugendlichen in den Medien; er beschränkt sich darauf, ausschliesslich die Sichtweisen der Jugendlichen zu repetieren und sich mit ihnen zu solidarisieren

00:08:14 Moderator gibt anderen, allenfalls anwesenden Persönlichkeiten die Möglichkeit ihre Meinung zu äussern

00:08:35 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Moderator kündigt die folgenden Gruppen an, die ihre Meinungen abgegeben sollen: Kulturinitiative, RML, L&L (Luft & Lärm), verschiedene Jugendtreffs, JUSO, IGRF, Telefonziitig und TArena

00:01:21 Georg Koller, Vertreter der Kulturinitiative, meldet sich zu Wort und spricht über die Ziele und Positionen der Kulturinitiative (Verfassungsinitiative, mehr Mittel des Bundes für die Kultur zur Verfügung stellen zu können)

00:05:26 Moderator fordert Vertreter der RML auf, ihre Meinung zu äussern

00:05:37 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Moderator fordert Vertreter der RML auf, ihre Meinung zu äussern (Ankündigung wird mit Pfiffen und Buhrufen quittiert)

00:00:34 Ein Vertreter der RML nimmt Stellung zu den Vorfällen und zur ungerechten Behandlung der Jugendlichen bezüglich ihren Forderungen; die RML solidarisiert sich mit der Jugendbewegung – der Klassenkampfjargon kommt bei den Jugendlichen nicht gut an

00:03:35 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Ein Vertreter der Gruppe „Luft & Lärm“ hält eine kurze Ansprache zur Gruppierung; er führt die Ausschreitung zum Teil auch auf die Wohnungsnot in der Stadt Zürich zurück

00:02:03 Zwei weitere Vertreterinnen der Gruppe „Luft & Lärm“ geben die Erklärung zu den Ereignissen ab; die ganze Rede spielt mit witzigen Bemerkungen auf die aktuellen Probleme an, „wir sind gegen die Ausschreitungen der Polizei“; es wird eine humoristische, fingierte Antwort des Stadtrates auf die Anliegen der Gruppe „Luft & Lärm“

00:08:46 Ankündigung der Erklärung der Sektion „Kulturwiderstandsgruppe Schwanensee“ der Gruppierung „Luft & Lärm“

00:09:05 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Ein Vertreter der Sektion „Kulturwiderstandsgruppe Schwanensee“ der Gruppierung „Luft & Lärm“ gibt die Erklärung ab; er kritisiert die Missstände bei der Machtverteilung zwischen Jugend und Stadt Zürich

00:03:07 Verlesen des satirischen Forderungskatalogs der Sektion „Kulturwiderstandsgruppe Schwanensee“ der Gruppierung „Luft & Lärm“ (Entwaffnung der Polizei; Schutzmaterial gegen die Übergriffe der Polizei; Pensionierung und Landesverweisung von Polizisten; quartiereigene Kleinopernhäuser etc.); das Motto der Gruppe lautet: „Für eine neue Kultur – jede Fabrik eine Rote Fabrik“

00:07:51 Ende Track06

weitere Angaben…

Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 4. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract An der Vollversammlung im Volkshaus kommt es zu einer ersten direkten Aussprache zwischen den Stadtbehörden und der Jugendbewegung. Anwesend sind rund zwei- bis dreitausend Jugendliche, der Stadtpräsident Sigmund Widmer (LdU) und die Vorsteherin des Sozialdepartements, Stadträtin Emilie Lieberherr (SP). Die Versammlung beginnt mit der Vorführung einer Kurzversion des Videofilms des Ethnologischen Seminars der Universität Zürich über den Opernhauskrawall. Der Autor Heinz Nigg kommentiert. Danach werden die Tagesschau und die Sendung Blickpunkt des Schweizer Fernsehens vorgeführt. Anschliessend wird im Namen des Ensembles des Theaters am Neumarkt eine Erklärung abgegeben und es findet eine Lesung von Texten des Schriftstellers Peter Paul Zahl statt. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden von Vertretern diverser Gruppierungen Erklärungen zur Situation in der Stadt abgegeben. Aufgegriffen werden das Drogenproblem, die Situation der Jugendtreffpunkte in den Quartieren, die unausgeglichene Verteilung der öffentlichen Kulturgelder, die Lehrlingsausbildung sowie der geplante Umbau von Opernhaus und Kongresshaus. Im weitern wird eine Kulturinitiative vorgestellt und über die Frage nachgedacht, was eigentlich Gewalt sei. Auch die Unterbrechung der Leitung der Telefonziitig und die Störung der Piratensender Schwarzi Chatz und Radio Banana durch die PTT wird erläutert. Über das richtige Verhalten im Falle einer Verhaftung wird ein Theater aufgeführt, ergänzt durch Präzisierungen von Anwältinnen und Anwälten. Es fällt der Satz: Wir sind die Kulturleichen der Stadt. Es wird die Verbannung der Polizeikader nach Moskau gefordert und ein Redner der Revolutionären Marxistischen Liga RML ausgepfiffen. Nachdem den anwesenden Regierungsvertretern ein Forderungskatalog vorgelegt wird, nehmen die Angesprochenen Stellung. Stadtpräsident Widmer spricht über das Vorgehen bezüglich Roter Fabrik (keine Autonomie), verlangt die Nennung eines Ansprechpartners und bietet das Lokal Limmatstrasse 18, 20 als Versammlungslokal an, möchte dort aber kein Chaos. Er macht die bekannte Äusserung: Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier herunter kommen. Emilie Lieberherr macht zum Gesagten Erläuterungen. Die Vollversammlung verlangt vom Stadtrat konkrete Aussagen zum Forderungskatalog, zu Räumlichkeiten , zum Vorschlag die Strafverfahren gegen Verhaftete einzustellen und zum Einsatz der polizeilichen Mittel. Interessant sind auch die auseinandergehenden Vorstellungen über die Gewaltentrennung im Staat. Bezüglich der Berechtigung Forderungen zu stellen wird von einem Teilnehmer gesagt: Wir sind genug, wir können es uns leisten, Forderungen zu stellen. Die Versammlung endet mit einer beginnenden Diskussion über organisatorische Fragen der Bewegung. – Teil 3/6: Fortsetzung der Statements von Einzelpersonen und Gruppierungen der Jugendbewegung; rechtliche Informationen (Verhalten bei Verhaftung und Einvernahme, Situation von ausländischen Demonstrationsteilnehmern).
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Einlage eines unbekannten Mannes, Vortrag insbesondere mit Bezug auf Drogenproblem unter den Jugendlichen, sonst unstrukturierte Rede über einen Presseartikel, Erziehung, Drogenproblematik

00:05:55 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Kurze Verwirrtheit über die letzte Rede; die Moderation meinte, der Mann halte seine Rede im Auftrag eines Jugendtreffs

00:00:18 Kurze Stellungsnahme im Namen der Jugendtreffs 12 in Schwamendingen, Anliegen der Bildung von Jugendtreffs in den Quartieren, Bitte um Unterstützen von der Jugendbewegung

00:01:30 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ein Parteimitglied der JUSO vertritt den Standpunkt seiner Partei. Er beklagt sich über die unfairen Verteilung der Finanzen zwischen Opernhaus und alternativen Kunst

00:01:02 Bekanntgabe der Lancierung einer politischen Initiative mit der Forderung, 1 Prozent des Kulturbudgets der Stadt für die Jugend reservieren;

00:01:36 Was ist unter „Gewalt“ zu verstehen? nicht nur die Ausschreitungen der Jugendlichen, sondern auch das ungenügende Engagement für die Jugendlichen und ihre Bedürfnisse (Jugendhaus, Arbeitslosigkeit nach der Lehre, Wohnungsnot);

00:03:29 Was ist „Provokation“? 1. die Operhaus-Vorlage, 2. die Aussage des Stadtpräsidenten in einem Interview, der Kulturschaffenden in der Stadt Zürich gehe es gut, 3. sowie der geplante Umbau und die damit verbunden Ausgaben des Volkshauses als reine Provokation; Forderung der Inbetriebnahmen der Roten Fabrik und der Fabrikhalle im Industriequartier

00:05:35 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Stellungsnahme der Telephonzitig. Die Gruppe solidarisiert sich mit den Jugendlichen; Sprecher beklagt sich über das Verhalten der PTT, die auf Befehl der Stadt die Telefonleitungen diverser alternativen Medien unterbrochen hat;

00:01:52 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Sprecherin schildert aktuelles Vorgehen der IGRF. Die Interessensgemeinschaft befindet sich mit der Stadt im Gespräch. Die IGRF wünscht sich ein Begegnungszentrum für alle.

00:02:58 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Sprecherin der T-Arena bezieht kurz Stellung und betont die bisher gute Arbeit der T-Arena in der Roten Fabrik und die bisher gezeigten Fähigkeiten ihrerseits, die Rote Fabrik zu betreiben.

00:01:11 Ende Track06

[Track 07]

00:00:00 Theatervorführung mit dem Thema „Richtiges Verhalten bei Inhaftierung“. Die Schauspieler zeigen anhand des Stücks den Jugendlichen welche Rechte sie besitzen. U.a. Recht auf Aussageverweigerung, Recht auf einen Arzt, etc.

00:12:13 Ende Track07

[Track 08]

00:00:00 Moderator kündigt mehrere Anwälte an, die die Rechte der Jugendlichen bei Inhaftierung noch ein wenig präzisieren

00:00:40 Anwältin erläutert die Rechte; Haftgrund muss genannt werden, Anspruch auf medizinische Versorgung seitens des Gefängnisarztes, Verlangen eines Anwalt per Brief, Angehörige müssen benachrichtigt werden, Recht auf Spaziergänge, Bücher und Schreibzeug; Jugendliche sollen Strafgesetzbuch und Strafgesetzordnung verlangen, um sich über ihre Rechte informieren zu können; Recht nach 24 Stunden einem Haftrichter vorgeführt zu werden, U-Haft darf höchstens 14 Tage dauern, innerhalb von 2 Tagen ist ein Rekurs möglich, es ist jederzeit möglich ein Haftentlassungsgesuch zu stellen

00:06:48 Ende Track08

[Track 09]

00:00:00 Jugendlicher überreicht Anwalten eine Spendensammlung des Vortags aus der Versammlung in der Predigerkirche zur Finanzierung der Verteidigung der inhaftierten Jugendlichen

00:00:45 Ende Track09

[Track 10]

00:00:00 Ein Anwalt schildert die gesetzwidrige Behandlung seines Mandaten in der Untersuchungshaft. Schreiben wurden nicht übergeben und die Gespräche zwischen Anwalt und Mandant waren durch Polizisten eingeschränkt

00:03:27 Ende Track10

[Track 11]

00:00:00 Ein Anwalt erläutert die schlechte rechtliche Situation für Ausländer, die inhaftiert werden. Diese können per sofort abgeschoben werden.

00:00:55 Weiter erklärt der Anwalt den Zuhörern die Situation der sich noch in Untersuchungshaft befindenden Jugendlichen; er fordert Solidarität für die Inhaftierten und bittet die Gerichte, nicht übertrieben zu urteilen

00:03:51 Ende Track11

[Track 12]

00:00:00 Moderator wirbt für eine Publikation der „Roten Hilfe“, die die eben besprochene Thematik „Verhalten bei Inhaftierung“ nochmals genau beschreibt

00:00:20 Ein Jugendlicher weist zusätzlich darauf hin, bei Inhaftierung bei der Abgabe der persönlichen Gegenstände die erstellte Auflistung genau durchzusehen, bevor man sie unterschreibt. Dies um allfällig entlastende Beweise zu sichern.

00:01:18 Ende Track12

[Track 13]

00:00:00 Vertreter der ARF (Aktionsgruppe Rote Fabrik) geht auf die Hintergründe der Demonstrationen ein. Viele Treffpunkte für Jugendliche wurden geschlossen oder in ihrer Tätigkeit eingeschränkt. Er sieht die Rote Fabrik als die einzig noch übrig bleibende Möglichkeit, Jugendlichen einen Platz zu geben. Er schildert die Vorbereitungen der ARF für die Aktionen vor dem Opernhaus

00:04:14 Ende Track13

weitere Angaben…

Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 4. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Personen
  1. Lieberherr, Emilie (1924-2011)
  2. Widmer, Sigmund (1919-2003)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract An der Vollversammlung im Volkshaus kommt es zu einer ersten direkten Aussprache zwischen den Stadtbehörden und der Jugendbewegung. Anwesend sind rund zwei- bis dreitausend Jugendliche, der Stadtpräsident Sigmund Widmer (LdU) und die Vorsteherin des Sozialdepartements, Stadträtin Emilie Lieberherr (SP). Die Versammlung beginnt mit der Vorführung einer Kurzversion des Videofilms des Ethnologischen Seminars der Universität Zürich über den Opernhauskrawall. Der Autor Heinz Nigg kommentiert. Danach werden die Tagesschau und die Sendung Blickpunkt des Schweizer Fernsehens vorgeführt. Anschliessend wird im Namen des Ensembles des Theaters am Neumarkt eine Erklärung abgegeben und es findet eine Lesung von Texten des Schriftstellers Peter Paul Zahl statt. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden von Vertretern diverser Gruppierungen Erklärungen zur Situation in der Stadt abgegeben. Aufgegriffen werden das Drogenproblem, die Situation der Jugendtreffpunkte in den Quartieren, die unausgeglichene Verteilung der öffentlichen Kulturgelder, die Lehrlingsausbildung sowie der geplante Umbau von Opernhaus und Kongresshaus. Im weitern wird eine Kulturinitiative vorgestellt und über die Frage nachgedacht, was eigentlich Gewalt sei. Auch die Unterbrechung der Leitung der Telefonziitig und die Störung der Piratensender Schwarzi Chatz und Radio Banana durch die PTT wird erläutert. Über das richtige Verhalten im Falle einer Verhaftung wird ein Theater aufgeführt, ergänzt durch Präzisierungen von Anwältinnen und Anwälten. Es fällt der Satz: Wir sind die Kulturleichen der Stadt. Es wird die Verbannung der Polizeikader nach Moskau gefordert und ein Redner der Revolutionären Marxistischen Liga RML ausgepfiffen. Nachdem den anwesenden Regierungsvertretern ein Forderungskatalog vorgelegt wird, nehmen die Angesprochenen Stellung. Stadtpräsident Widmer spricht über das Vorgehen bezüglich Roter Fabrik (keine Autonomie), verlangt die Nennung eines Ansprechpartners und bietet das Lokal Limmatstrasse 18, 20 als Versammlungslokal an, möchte dort aber kein Chaos. Er macht die bekannte Äusserung: Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier herunter kommen. Emilie Lieberherr macht zum Gesagten Erläuterungen. Die Vollversammlung verlangt vom Stadtrat konkrete Aussagen zum Forderungskatalog, zu Räumlichkeiten , zum Vorschlag die Strafverfahren gegen Verhaftete einzustellen und zum Einsatz der polizeilichen Mittel. Interessant sind auch die auseinandergehenden Vorstellungen über die Gewaltentrennung im Staat. Bezüglich der Berechtigung Forderungen zu stellen wird von einem Teilnehmer gesagt: Wir sind genug, wir können es uns leisten, Forderungen zu stellen. Die Versammlung endet mit einer beginnenden Diskussion über organisatorische Fragen der Bewegung. – Teil 4/6: Höhepunkt der zweiten Vollversammlung sind die Auftritte von Stadtpräsident Sigmund Widmer und Stadträtin Emile Lieberherr, die zum Forderungskatalog der Jugendlichen Stellung nehmen. Widmer stellt sich hinter den Einsatz der Polizei (Tränengas- und Holzprojektilfrage) und lehnt eine Sistierung der Strafverfahren ab. Lieberherr betont den Willen der Stadt, die Liegenschaft an der Limmatstrasse zur Verfügung zu stellen. Die Jugendlichen werden aber aus Gründen der Gebäudesicherheit auf einen späteren Bezugstermin vertröstet.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Ein Jugendlicher verliest die Forderungen an die Stadt: 1. Rückzug der Strafanträge gegen alle verhafteten Demonstranten 2. Keine weitere Verwendung von CB-Tränengas, Gummigeschossen und Holzprojektilen durch die Zürcher Polizei 3. Der Stadtrat wird beauftragt gemäss Volksentscheid vom 25.09.77 die Rote Fabrik als Kultur- und Jugendzentrum zu öffnen. Die Teilinbetriebnahme der Roten Fabrik durch die Interessensgemeinschaft Rote Fabrik (IGRF) ab Herbst 1980 muss gewährleistet werden. Sämtliche Räume der Roten Fabrik, welche zurzeit für gewerbliche Zwecke vermietet sind, werden nach Ablauf der Kündigungsfrist für kulturelle Zwecke zur Verfügung gestellt. Dem Opernhaus werden die Verträge zur Benützung der Roten Fabrik als Lager- und Probenraum gekündigt. 4. Der Stadtrat stellt der Zürcher Jugend die leerstehende Fabrikhalle an der Limmatstrasse hinter dem Carparkplatz, welche sich im Besitz der Stadt befindet, ab kommenden Sonntag 12 Uhr zu Verfügung. Die Stadt stellt Material zur Verfügung, um elektrische, sanitäre und andere Installationen zu ermöglichen. Renovationen werden vom Einsatzprogramm für jugendliche Arbeitslose vorgenommen. Die Stadt stellt die Finanzen für Jugendarbeiter, welche durch die Jugendlichen gewählt werden, zur Verfügung und übernimmt die Betriebskosten. Die Halle wird durch die Jugend in Selbstverwaltung betrieben.

00:03:03 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Moderator kündigt Vertreter des Stadtrats an; zuerst soll aber eine kurze Pause stattfinden, welche vom Publikum abgelehnt wird; Unruhe im Saal

00:02:26 Der Moderator begrüsst auf der Bühne den Stadtpräsidenten Sigmund Widmer und die Stadträtin Emilie Lieberherr

00:04:26 Der Stadtpräsident Sigmund Widmer beginnt mit seiner Stellungsnahme; Zweck des Besuchs seitens des Stadtrats sei der Glaube an eine Jugend, die diskutieren und nicht primär Krawall machen will; der Stadtpräsident fordert von der Zürcher Jugend die Zusammenarbeit / Anerkennung der IGRF als Gesprächspartner für die Stadtregierung

00:09:38 Der Stadtrat befürwortet die Teilinbetriebnahme der Roten Fabrik, er betont allerdings nochmals den genauen Inhalt der Abstimmung zur Roten Fabrik 1977, bei der für ein öffentliches Begegnungszentrum und nicht für ein autonomes Jugendzentrum gestimmt wurde; (der Moderator muss immer wieder um Ruhe bitten); Widmer: „Wir müssen sehr sorgfältige Gespräche miteinander führen“; der Stadtrat befürwortet ebenfalls ein Jugendzentrum an der Limmatstrasse 18/20, der Stadtrat fordert jedoch eine Zusammenarbeit und eine seriöse Abklärung vor der Inbetriebnahme: „wir wollen nicht, dass dort ein Chaos entsteht“; Vorraussetzung für alle weiteren Gespräche („es ist auch nicht selbstverständlich, dass wir [die Stadträte] hierher kommen“) sind jedoch keine weiteren Rechtsverletzungen und Ausschreitungen

00:16:00 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Die Stadträtin Emilie Lieberherr gibt ihre Stellungsnahme ab; die Stadträtin fordert einen fairen Dialog, beruhen auf gegenseitigem Respekt; Emilie Lieberherr betont das Verständnis der Stadtregierung für die Bedürfnisse der Jugendlichen; sie ist der Meinung, die Lokalität an der Limmatstrasse 18/20 wäre geeignet, betont aber auch, dass es nicht möglich sei, diese bis am kommenden Sonntag bereitzustellen (Renovationsarbeiten etc.); jedoch betont sie den Willen, sofort mit den Verhandlungen zu beginnen; sie fordert die Jugendlichen auf, ihre Forderungen auf korrektem Weg zu stellen und bittet um Entsendung einer ca. 12köpfigen Delegation

00:05:02 die Stadträtin erwähnt die Finanzierungsvorlage des Gemeinderats der Stadt für Jugendtreffs; Vorwurf aus dem Publikum, dass während 30 Jahren nichts passiert sei; Lieberherr bittet die Jugendlichen um Fairness im Gespräch mit der Stadt.

00:07:31 Der Moderator bedankt sich bei den Stadträten für ihre Stellungsnahmen

00:07:52 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Der Moderator spricht eine Umfrage an, die in der Stadt Zürich gemacht wurde und zu der der Stadtrat bisher keine Stellung nahm. Dabei geht es insbesondere um die Abstimmung 1977 (Rote Fabrik)

00:00:57 Stadtpräsident Sigmund Widmer sagt, diese Frage bereits beantwortet zu haben. Er meint, die Jugendlichen verfälschten den Wortlaut der vergangen Abstimmung. Dabei ging es um ein Begegnungs- und nicht um ein Jugendzentrum. Der Stadtrat fordert noch einmal von den Jugendlichen, eine Delegation zu bilden, um möglichst bald konstruktive Gespräche führen zu können.

00:02:48 Ein Moderator widerspricht dem Stadtpräsidenten und weist auf den eigentlich korrekten Wortlaut der Umfrage hin

00:03:18 Ein Moderator liest vor: „Das Opernhaus soll um die 60 Millionen kosten, die Rote Fabrik ein paar tausend Fränkli Unterhalt“ und fragt, ob diese Feststellung richtig sei; die beiden Stadträte widersprechen, die Beträge seien wesentlich höher; wieder entsteht eine Diskussion zu dem genauen Wortlaut der Umfrage

00:04:20 Die Diskussion zum Fragebogen wird beendet und die öffentliche Diskussion wird vorbereitet (Aufstellen von Mikrophonen im Saal)

00:05:35 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Öffentliche Diskussion wird vorbereitet

00:01:28 Ein Jugendlicher stellt im Namen der ARF die Frage, ob es möglich sei, eine Garantie für die Zusage der Räumlichkeiten an der Limmatstrasse 18/20 vom Stadtrat zu erhalten; der Stadtpräsident beteuert den Willen, mit den Jugendlichen eine Einigung für die Nutzung finden zu wollen, die Renovationen müssten aber noch besprochen werden; ein Jugendlicher schlägt vor, eine Forderung zu erstellen, die eine schriftliche Zusage bis am nächsten Samstag und eine Frist von zwei Wochen enthält; der Stadtpräsident betont, dass mehr Zeit für Renovationen nötig sei

00:05:56 Der Stadtpräsident fordert erneut eine Delegation, um die Diskussion produktiver zu gestalten

00:07:43 Ein Jugendlicher wünscht eine Antwort auf die Forderung „Rückzug aller Strafanträge…“;

00:08:00 Stadtpräsident sagt klar, dies sei rechtlich nicht möglich; Diskussion zur Rechtslage (Einstellung der Strafverfahren);

00:09:30 kurze Unterbrechung der Diskussion durch einen Jugendlichen, der den Stadtpräsidenten der Lüge bezichtigt

00:10:23 Fortsetzung der Diskussion über die Rechtslage betreffend der Strafanträge

00:12:49 Ein Jugendlicher fordert, dass der Stadtrat zu jedem Punkt des Forderungskatalogs der ARF Stellung bezieht

00:13:12 Der Stadtpräsident beginnt mit den Stellungsnahmen: Zum Punkt der Strafverfahren sagt Sigmund Widmer, der Stadtrat habe keine Möglichkeit die Strafverfahren zurzeit einstellen zu können; zum Punkt der Verwendung von Tränengas: der Stadtrat streitet eine missbräuchliche Verwendung ab; zu Holzprojektilen gibt der Stadtrat keine Erklärung ab

00:15:42 Ende Track05

weitere Angaben…

Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 4. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

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Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Personen
  1. Lieberherr, Emilie (1924-2011)
  2. Widmer, Sigmund (1919-2003)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract An der Vollversammlung im Volkshaus kommt es zu einer ersten direkten Aussprache zwischen den Stadtbehörden und der Jugendbewegung. Anwesend sind rund zwei- bis dreitausend Jugendliche, der Stadtpräsident Sigmund Widmer (LdU) und die Vorsteherin des Sozialdepartements, Stadträtin Emilie Lieberherr (SP). Die Versammlung beginnt mit der Vorführung einer Kurzversion des Videofilms des Ethnologischen Seminars der Universität Zürich über den Opernhauskrawall. Der Autor Heinz Nigg kommentiert. Danach werden die Tagesschau und die Sendung Blickpunkt des Schweizer Fernsehens vorgeführt. Anschliessend wird im Namen des Ensembles des Theaters am Neumarkt eine Erklärung abgegeben und es findet eine Lesung von Texten des Schriftstellers Peter Paul Zahl statt. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden von Vertretern diverser Gruppierungen Erklärungen zur Situation in der Stadt abgegeben. Aufgegriffen werden das Drogenproblem, die Situation der Jugendtreffpunkte in den Quartieren, die unausgeglichene Verteilung der öffentlichen Kulturgelder, die Lehrlingsausbildung sowie der geplante Umbau von Opernhaus und Kongresshaus. Im weitern wird eine Kulturinitiative vorgestellt und über die Frage nachgedacht, was eigentlich Gewalt sei. Auch die Unterbrechung der Leitung der Telefonziitig und die Störung der Piratensender Schwarzi Chatz und Radio Banana durch die PTT wird erläutert. Über das richtige Verhalten im Falle einer Verhaftung wird ein Theater aufgeführt, ergänzt durch Präzisierungen von Anwältinnen und Anwälten. Es fällt der Satz: Wir sind die Kulturleichen der Stadt. Es wird die Verbannung der Polizeikader nach Moskau gefordert und ein Redner der Revolutionären Marxistischen Liga RML ausgepfiffen. Nachdem den anwesenden Regierungsvertretern ein Forderungskatalog vorgelegt wird, nehmen die Angesprochenen Stellung. Stadtpräsident Widmer spricht über das Vorgehen bezüglich Roter Fabrik (keine Autonomie), verlangt die Nennung eines Ansprechpartners und bietet das Lokal Limmatstrasse 18, 20 als Versammlungslokal an, möchte dort aber kein Chaos. Er macht die bekannte Äusserung: Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier herunter kommen. Emilie Lieberherr macht zum Gesagten Erläuterungen. Die Vollversammlung verlangt vom Stadtrat konkrete Aussagen zum Forderungskatalog, zu Räumlichkeiten , zum Vorschlag die Strafverfahren gegen Verhaftete einzustellen und zum Einsatz der polizeilichen Mittel. Interessant sind auch die auseinandergehenden Vorstellungen über die Gewaltentrennung im Staat. Bezüglich der Berechtigung Forderungen zu stellen wird von einem Teilnehmer gesagt: Wir sind genug, wir können es uns leisten, Forderungen zu stellen. Die Versammlung endet mit einer beginnenden Diskussion über organisatorische Fragen der Bewegung. – Teil 5/6: Fortsetzung der Disputs mit Sigmund Widmer und Emilie Lieberherr: es geht hauptsächlich um terminliche Frage des Bezugs der Liegenschaft an der Limmatstrasse. Deutlich spürbar ist der Unmut der Jugendlichen, terminliche Kompromisse (d.h. eine weitere Verzögerung) einzugehen.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:09 Emilie Lieberherr bittet die Jugendlichen, ihre Demonstrationen gewaltlos zu gestalten

00:00:36 Ein Versammlungsteilnehmer fragt Stadträtin Emilie Lieberherr, wie sie ihre Handlungen (Verschleppung, Desinteresse) mit ihrem Gewissen und der Zugehörigkeit zur SPS vereinbaren kann; Emilie Lieberherr antwortet, die SP habe sich immer für die Jugend eingesetzt, sie habe ihre Politik im sozialdemokratischen Sinne vertreten können

00:02:14 Der Moderator lenkt die parteipolitische auf die jugendpolitische Diskussion zurück

00:02:36 Jugendliche gibt ihre Meinung ab; sie beklagt sich über den Missstand, dass die Jugend immer noch keine Räumlichkeiten für ein Jugendhaus zugesprochen bekommen hat; der Moderator erklärt nochmals genau, wie die Forderungen lauten

00:04:13 Der Moderator möchte die weiteren Diskussionen zu den Forderungen Limmatstrasse 18/20 und Rote Fabrik weiterführen und verlangt schriftliche Garantien für die Erfüllung dieser Forderungen

00:05:26 Der Stadtpräsident Sigmund Widmer antwortet auf die Frage: eine schriftliche Garantie könne nicht sofort gegeben werden (weil nur ein Teil des Stadtrates anwesend ist), jedoch sei der Stadtrat gewillt, eine Teilinbetriebnahme der Roten Fabrik so schnell wie möglich in die Wege zu leiten (spätestens im Herbst dieses Jahres)

00:06:41 Vier Jugendliche beklagen sich über den Stadtrat und seine leeren Versprechungen; sie äussern sich über die bisher vergangene Zeit, in der nichts passierte („ich will nicht ein Jugendhaus für meine Enkelkinder, ich will’s für mich!“) und begründen so auch ihr nicht vorhandenes Vertrauen in die Stadtregierung

00:10:21 Sigmund Widmer widerspricht den Jugendlichen und beteuert das Engagement des Stadtrats und eine kurze Zeitdauer bis zur Inbetriebnahme der Gebäude

00:11:46 Ein Versammlungsteilnehmer äussert sich zu der Aussage des Stadtpräsidenten; er bekräftigt nochmals das Argument, dass die Zürcher Jugend seit 12 Jahren (Globuskrawalle 1968) auf ein Jugendhaus wartet und heute weder Geduld noch Verständnis vorhanden ist

00:12:56 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Moderator erklärt, die Vollversammlung sei aufgrund eines Missverständnisses auf heute angesetzt worden, da der Stadtrat an diesem Tag keine Sitzung hatte. Ein anderer Moderator widerspricht ihm und führt gleichzeitig seinen Unmut über den Verlauf der Versammlung an. Er ist der Meinung, die Jugend werde wieder nur vertröstet und ist der Ansicht, dass sich die Jugend das nicht bieten lassen muss.

00:01:44 Sigmund Widmer verteidigt den Wunsch des Stadtrates, weiterhin die Gespräche mit der IGRF führen zu wollen

00:02:31 Ein Moderator konkretisiert die Diskussion und erläutert die beiden Hauptthemen: Übergabe der Limmatstrasse 18/20 an die Jugend und die Suche nach einem geeigneten Verhandlungspartner: er äussert seinen Unmut über das Verhalten (Misstrauen gegenüber der Jugend) des Stadtrats

00:04:33 Emilie Lieberherr („Ich glaube, so kommen wir überhaupt nicht weiter!“) bekräftigt ihre Forderung, dass der Stadtrat eine Delegation der Jugendlichen als Gesprächspartner will; ausserdem erklärt sie nochmals, dass die zwei Vertreter des Stadtrats zum aktuellen Zeitpunkt keine Entscheidungsgewalt haben

00:08:02 Ein Jugendlicher macht den Vorschlag, dass die Jugendlichen ohne den Stadtrat weiterdiskutieren sollen und selbst ihre Konsequenzen aus den bisherigen Gesprächen ziehen

00:08:22 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ein Jugendlicher ist der Meinung, dass die Versammlung darüber entscheiden soll, ob eine Delegation bestimmt werden soll, wenn ja, wer das ist und ob man überhaupt verhandeln soll

00:00:46 Ein Jugendlicher beklagt sich einerseits über die Verwendung von Tränengas und andererseits spricht er sich für eine Delegation aus

00:01:23 Ein Mann warnt vor einer Spaltungstaktik der Politiker, aufgrund des zu fällenden Entscheides über eine Delegation

00:02:04 Ein Moderator schlägt vor, die ARF als Delegation zu bestimmen; worauf das Publikum und insbesondere ein junger Mann protestieren

00:02:55 Eine junge Frau fragt, wie die Teilinbetriebnahme der Roten Fabrik konkret aussehen würde, wenn das Opernhaus grosse Teile der Roten Fabrik für ihre Zwecke verwenden würde

00:03:27 Ein Jugendlicher beklagt sich über den Umstand, dass die Rote Fabrik gewerblich genutzt wird

00:04:06 Sigmund Widmer möchte die Verträge der Geschäfte reduzieren und die so entstandene Fläche nutzen um möglichst schnell den Betrieb aufnehmen zu können

00:04:57 Ein Jugendlicher sagt, er habe kein Interesse, mit der Stadt zu verhandeln, er ist dafür die Rote Fabrik zu besetzen; weiter meint er eine Spaltung sei schon passiert, als Pfarrer Sieber Zutritt zu der Kirche verschafft wurde (?)

00:05:33 Ein Jugendlicher schlägt vor, die Stadt solle die Halle an der Limmatstrasse 18/20 mit Hilfe eines Handwerkerkollektivs (die durch einen Brand geschädigt wurden) wieder instand setzten; danach können die Jugendlichen die Halle solange nutzen bis die Rote Fabrik den Betrieb als Kultur- und Begegnungszentrum aufnehmen kannst

00:06:48 Ein Jugendlicher richtet eine Frage an den Stadtpräsidenten Sigmund Widmer; er beklagt sich, dass der Stadtrat ihm nicht zuhört, später stellt sich heraus, dass der Stadtpräsident wegen des Mikrophons im Moment nichts hört; der Jugendliche schlägt vor alle Räumlichkeiten des Opernhauses in der Roten Fabrik an einen anderen Ort zu verlegen und so die Rote Fabrik ganz freizugeben

00:08:37 Der Moderator fährt damit fort, zu entscheiden ob mit oder ohne Stadtrat weiter zu diskutieren, ein anderer Jugendlicher animiert die Versammlung mehr Fragen an die Politiker zu stellen

00:09:26 Eine junge Frau fragt Emilie Lieberherr, ob sie ihr Amt so versteht, dass sie Aufträge entgegen nimmt, oder dass sie sie erteilt; Emilie Lieberherr verteidigt sich, sie sieht es als ihre Aufgabe, Aufträge entgegen zu nehmen, allerdings müsse sie auch Aufträge erteilen

00:11:02 Sigmund Widmer versucht zu vermitteln und plädiert für Zusammenarbeit

00:11:43 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Sigmund Widmer betont nochmals die schriftliche Zusage, die Verfügbarkeit der Limmatstrasse 18/20 zu prüfen, die gemacht wurde; er fordert Verständnis von den Jugendlichen, dass andere Gruppierungen auch Forderungen stellen und sich nicht sonderlich für die Jugend interessieren

00:02:22 Ein Jugendlicher stellt die Frage, ob der Stadtrat die Verantwortung für die kommenden Geschehnisse tragen will, solange man die Jugendlichen vertröstet

00:03:21 Der Stadtpräsident Sigmund Widmer widerspricht und betont erneut die Bemühungen der Stadt; zusätzlich lehnt er jegliche Verantwortung für zukünftige Demonstrationen ab

00:04:06 Ein Jugendlicher macht den Vorschlag, die ARF als Delegation für die Verhandlungen zu ermächtigen; das Publikum ist geteilter Meinung

00:05:15 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Ein Jugendlicher fragt den Stadtpräsidenten, wer von beiden Parteien die Ohren vor der Wahrheit verschliesse; Sigmund Widmer widerspricht dem Jugendlichen und beteuert, die Politiker haben in der Vergangenheit für ein Jugendhaus gekämpft. Da das Volk aber gegen ein Jugendhaus gestimmt hat, habe die Stadt nichts ausrichten können; er fordert von den Jugendlichen Dankbarkeit für das Engagement der Stadt für die Anliegen der Jugend

00:01:56 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Eine Jugendliche schlägt vor am Samstag um 16.00 Uhr beim Platzspitz eine Vollversammlung durchzuführen und dann zu entscheiden, wie es weiter gehen soll; ausserdem weist sie darauf hin, dass hinten im Saal vier Polizisten stehen

00:00:54 Drei Moderatoren regeln die organisatorischen Angelegenheiten des Abends und des kommenden Samstag; die Vollversammlung ist nicht mehr bereit weiter zu diskutieren und will demonstrieren

00:04:10 Ein Jugendlicher spricht sich nochmals gegen eine Verhandlungsdelegation aus

00:05:35 Die Vollversammlung fordert im Sprechchor eine Demonstration

00:05:37 Ein Jugendlicher fragt den Stadtpräsidenten, wieso es so lange dauert, bis man die Hallen der Limmatstrasse 18/20 benutzen kann; er findet die Bürokratie überflüssig

00:07:07 Ein Jugendlicher betont, dass im Pressecommuniqué geschrieben steht, dass es nur zu weiteren Verhandlungen kommt, wenn keine Ausschreitungen mehr stattfinden; er will die Meinung der beiden Vertreter des Stadtrates zu Ausschreitungen hören

00:07:47 Ein Jugendlicher ruft erneut zu einer sofortigen Demonstration auf, um die Verhafteten zu befreien

00:08:13 Ein Jugendlicher ist der Meinung eine Demonstration nütze der Sache nichts; man müsse sich weiterentwickeln und nicht stehen bleiben; die Jugendlichen sollen einsehen das die beiden Vertreter der Stadt keine Entscheidungsgewalt besitzen und dass man mit 3000 Menschen keine Diskussion führen könne

00:09:26 Ein Jugendlicher plädiert für eine Demonstration

00:09:53 Ende Track06

weitere Angaben…

Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 4. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract An der Vollversammlung im Volkshaus kommt es zu einer ersten direkten Aussprache zwischen den Stadtbehörden und der Jugendbewegung. Anwesend sind rund zwei- bis dreitausend Jugendliche, der Stadtpräsident Sigmund Widmer (LdU) und die Vorsteherin des Sozialdepartements, Stadträtin Emilie Lieberherr (SP). Die Versammlung beginnt mit der Vorführung einer Kurzversion des Videofilms des Ethnologischen Seminars der Universität Zürich über den Opernhauskrawall. Der Autor Heinz Nigg kommentiert. Danach werden die Tagesschau und die Sendung Blickpunkt des Schweizer Fernsehens vorgeführt. Anschliessend wird im Namen des Ensembles des Theaters am Neumarkt eine Erklärung abgegeben und es findet eine Lesung von Texten des Schriftstellers Peter Paul Zahl statt. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden von Vertretern diverser Gruppierungen Erklärungen zur Situation in der Stadt abgegeben. Aufgegriffen werden das Drogenproblem, die Situation der Jugendtreffpunkte in den Quartieren, die unausgeglichene Verteilung der öffentlichen Kulturgelder, die Lehrlingsausbildung sowie der geplante Umbau von Opernhaus und Kongresshaus. Im weitern wird eine Kulturinitiative vorgestellt und über die Frage nachgedacht, was eigentlich Gewalt sei. Auch die Unterbrechung der Leitung der Telefonziitig und die Störung der Piratensender Schwarzi Chatz und Radio Banana durch die PTT wird erläutert. Über das richtige Verhalten im Falle einer Verhaftung wird ein Theater aufgeführt, ergänzt durch Präzisierungen von Anwältinnen und Anwälten. Es fällt der Satz: Wir sind die Kulturleichen der Stadt. Es wird die Verbannung der Polizeikader nach Moskau gefordert und ein Redner der Revolutionären Marxistischen Liga RML ausgepfiffen. Nachdem den anwesenden Regierungsvertretern ein Forderungskatalog vorgelegt wird, nehmen die Angesprochenen Stellung. Stadtpräsident Widmer spricht über das Vorgehen bezüglich Roter Fabrik (keine Autonomie), verlangt die Nennung eines Ansprechpartners und bietet das Lokal Limmatstrasse 18, 20 als Versammlungslokal an, möchte dort aber kein Chaos. Er macht die bekannte Äusserung: Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier herunter kommen. Emilie Lieberherr macht zum Gesagten Erläuterungen. Die Vollversammlung verlangt vom Stadtrat konkrete Aussagen zum Forderungskatalog, zu Räumlichkeiten , zum Vorschlag die Strafverfahren gegen Verhaftete einzustellen und zum Einsatz der polizeilichen Mittel. Interessant sind auch die auseinandergehenden Vorstellungen über die Gewaltentrennung im Staat. Bezüglich der Berechtigung Forderungen zu stellen wird von einem Teilnehmer gesagt: Wir sind genug, wir können es uns leisten, Forderungen zu stellen. Die Versammlung endet mit einer beginnenden Diskussion über organisatorische Fragen der Bewegung. – Teil 6/6: Emilie Lieberherr stellt für das kommende Wochenende die Rote Fabrik zur Verfügung; Auflösung der Vollversammlung.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Im Saal herrscht ein Stimmengewirr

00:00:26 Der Moderator plädiert für eine friedliche Demonstration ohne Gewalt; ausserdem schlägt er vor, am Samstag ein Fest zu organisieren, damit die Bewegung sich auch ein wenig entspannt

00:01:26 Ein Jugendlicher findet, man sollte die Inhaftierten informieren, dass später vor dem Gefängnis eine Demonstration stattfindet; Stimmengewirr im Saal

00:02:18 Ein Jugendlicher schlägt vor, dass man die Rote Fabrik für das kommende Wochenende und das Fest beantragen sollte; er spricht sich für eine schnelle Lösung ohne Gewalt aus

00:04:51 Emilie Lieberherr erklärt sich bereit, den Jugendlichen die Rote Fabrik über das Wochenende zur Verfügung zu stellen

00:05:45 Ein Moderator fragt das Publikum, wer das Fest organisieren will; es wird vorgeschlagen, dass die ARF das Fest organisieren soll

00:06:40 Eine Jugendliche beklagt sich; sie will ein definitives Jugendhaus, nicht nur für ein Wochenende

00:07:27 Der Moderator möchte noch abklären, ob man am kommenden Samstag demonstrieren oder ein Fest in der Roten Fabrik veranstalten soll

00:07:43 Ein Jugendlicher ist der Meinung, man solle sich am Samstag am Platzspitz treffen und den Entscheid des Stadtrates entgegen zu nehmen, aufgrund des Entscheids könne man dann entscheiden, wie man fortfahren will

00:09:01 Ein Jugendlicher findet die Entscheidung für eine Demonstration schlecht, dies löse nur Antipathie aus; ausserdem beklagt er sich über den Umstand, dass niemand bereit ist, ein Fest zu organisieren

00:09:53 Ein Jugendlicher fordert die Vollversammlung auf, sich aufzulösen

00:10:15 Ein Jugendlicher ruft zu einer sofortigen friedlichen Demonstration vor dem Bezirksgebäude auf, um dem Stadtrat die Ernsthaftigkeit der Forderungen zu zeigen

00:11:26 Der Moderator fordert nochmals zu einer friedlichen Demonstration auf und man treffe sich am Samstag um 16.00 Uhr am Platzspitz

00:11:51 Ende Track01

weitere Angaben…

Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 7. Juni 1980 (Platzspitz, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Im Verlauf der Vollversammlung wird vor allem über organisatorische Fragen gesprochen (Gesamtdauer der Aufnahmen ca. 1 Std. 39 Min.). Die Diskussion dreht sich zuerst um die Frage, ob und wie auf das Angebot des Stadtrates, ein Lokal an der Limmatstrasse 18, 20 zur Verfügung zu stellen, einzugehen sei. Die Versammlung beurteilt diesen Kompromiss. Es wird kritisiert, dass die Liegenschaft ein sanierungsbedürftiges Rattenloch sei. Man findet schliesslich einen Konsens indem die Frage lautet: Nicht Rote Fabrik oder Limmatstrasse, sondern beides. Eine Frau sagt schliesslich: "Also ich will alles". In der Diskussion werden Stimmen laut, die die Entscheidungsprozesse der Vollversammlungen verbessern und die Beschlüsse veröffentlichen wollen. Es kristallisiert sich heraus, dass die Liegenschaft an der Limmatstrasse ein autonomes Jugendhaus sein soll. Die Frage von Arbeitsgruppen wird andiskutiert. Die Veranstaltung endet mit einer Diskussion über das Verbot des Videofilms vom Opernhauskrawall durch Erziehungsdirektor Alfred Gilgen und dem Aufruf zu einer Versammlung an der Universität in dieser Sache. Teil 1/2: Diskussionen über die beiden Liegenschaften Rote Fabrik und Limmatstrasse (vor allem über die Tauglichkeit letzterer als Jugendzentrum); ausserdem geht es um Diskussionsformen und die Frage, ob die Vollversammlung eine Delegation für die Verhandlungen mit dem Stadtrat stellen soll.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:31 Ein Jugendlicher äussert sich zum Angebot der Limmatstrasse 18/20 der Stadt, welches er als Scheinangebot betrachtet; ausserdem findet er es falsch, dass die Stadt schon im vornherein viele Bedingungen stellt; er ist der Ansicht, die Versammlung müsse zuerst über das Angebot der Stadt diskutieren, bevor man beginne Arbeitsgruppen zu bilden

00:02:27 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, die Jugendlichen müssten auf die Forderung der Stadt eingehen und eine Gruppe junger Leute für die Diskussionen mit der Stadt zur Verfügung stellen

00:03:15 Ein Jugendlicher bezeichnet das Angebot der Limmatstrasse 18/20 seitens der Stadt als Verzögerungstaktik, die Fabrikhalle sei ein Abrissprojekt. Die Bewegung sollte sich auf die Rote Fabrik konzentrieren, welche den Jugendlichen nicht so schnell wieder abhanden kommen kann; ausserdem fordert er eine bessere Organisation der Bewegung, er spricht sich zusätzlich für einen Ausschuss für die Verhandlungen mit der Stadt aus

00:05:49 Ein Jugendlicher betont die Wichtigkeit der konkreten Forderungen der Jugendlichen, betreffend der Fabrikhalle an der Limmatstrasse; zweitens spricht er sich für eine bessere Struktur in der Bewegung aus, als Beispiel nennt er Arbeitsgruppen, welche die Vollversammlungen vorbereiten

00:09:28 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Jugendlicher betont die Übermacht der Stadt gegenüber der Bewegung. Er fordert deshalb eine gute Organisation und betont, dass die Masse der Jugendlichen nicht ausreicht, sondern dass man auch die Form der Diskussion brauchen soll

00:02:10 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass das Fabrikgebäude an der Limmatstrasse 18/20 in einem solch schlechtem Zustand ist, dass sie sehr bald als Zentrum wieder geschlossen wird; andererseits meint er die IGRF werde die Rote Fabrik zugesprochen bekommen und die Jugendlichen seien erneut von einer Institution abhängig

00:02:48 Ein Jugendlicher ist der Meinung man müsste das weitere Vorgehen besprechen und die momentane Lage ausnutzen; zudem findet er es wichtig zu diskutieren welche Form sich die Bewegung geben will; sein Vorschlag sind Arbeitsgruppen, in welchen die Jugendlichen sich engagieren; zur Limmatstrasse 18/20 schlägt er vor, die Instandsetzung so schnell als möglich voranzutreiben

00:07:28 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ein Jugendlicher macht die Vorschläge, nach Diskussionen jeweils Forderungen zu formulieren, die dem Stadtrat übergeben werden können und das der Stadtrat nach den jeweiligen Vorschlägen in der Presse dazu Stellung nimmt

00:02:03 Ein Jugendlicher beklagt sich über den Missstand, das die Jugendlichen von der Stadt nur Forderungen erhalten und nichts dafür kriegen; er appelliert an die Macht der Jugend und schlägt eine Art Jugendparlament vor

00:03:07 Ein Jugendlicher ist gegen ein solches Jugendparlament und ist der Ansicht, die Jugend müsse sich nicht den Hierarchien der Politik anpassen

00:04:37 Ein Jugendlicher sieht die Vorschläge des Stadtrats als Misserfolge für die Jugend, da sie ihm zu gemässigt scheinen

00:05:09 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Einer der Moderatoren betont nochmals die Forderung der sofortigen Übergabe der Limmatstrasse 18/20 an die Zürcher Jugend

00:00:41 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass Arbeitsgruppen für die Bewegung sehr wichtig sind, um die Argumente und Wünsche der Jugendlichen strukturiert festzuhalten

00:01:53 Ein Jugendlicher ist der Meinung, die Stadt müsse bei Abriss des Gebäudes an der Limmatstrasse sofort Ersatz beschaffen und wenn kein Ersatz zu Verfügung gestellt wird, sollte das Gebäude besetzt werden

00:02:31 Ein Jugendlicher hat Bedenken bei den Arbeitsgruppen, die vielleicht dazu führen könnten, dass das Engagement der Jugendlichen dadurch abreisst; zusätzlich spricht er sich gegen ein Gremium aus, die Vollversammlung sei ein vollwertiges Gegenüber

00:03:38 Ein weiterer Jugendlicher spricht sich gegen die Forderungen des Stadtrates aus; die Bewegung sei durch die Anzahl ihrer Leute genug stark, um selbst Forderungen aufstellen zu können

00:04:36 Ein Jugendlicher sieht das Angebot Limmatstrasse als Farce seitens des Stadtrats und möchte diskutieren, wie auf diese Provokation zu reagieren sei; sein Vorschlag ist in der Roten Fabrik zu bleiben

00:05:42 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Ein Jugendlicher fordert die Menge auf, zu entscheiden, ob die Jugendlichen die Rote Fabrik wollen und daran festhalten oder nicht; er schlägt vor, die Rote Fabrik zu besetzten

00:00:47 Ein Jugendlicher betont die extreme Zunahme der Bewegung seit einer Woche und ist aufgrund dieser Tatsache der Meinung, die Jugendlichen müssten sich besser organisieren und dass es deshalb wichtig sei, Arbeitsgruppen zu bilden; die vorhandenen Kräfte müssten für die Bewegung genutzt werden; dieser Punkt müsse vor den neuen Stellungsnahmen diskutiert werden

00:03:00 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, die Struktur die durch Arbeitsgruppen entsteht, sei ein leichtes Ziel zur Zerstörung der Bewegung durch die Stadtregierung; er ist der Ansicht, die Forderungen der Jugendlichen seien genug deutlich, um ohne Arbeitsgruppen Stand halten zu können; ausserdem ist er gegen eine weitere Diskussion und hält Demonstrationen für hilfreicher

00:05:18 Ein Jugendlicher fordert die Frauen auf, auch einmal das Wort zu ergreifen

00:05:42 Ein Jugendlicher spricht sich gegen die Annahme der Limmatstrasse aus, da bei Abbruch des Gebäudes erneut demonstriert werden müsste

00:06:31 Ein Jugendlicher betont die beiden Hauptaspekte der Diskussion; einerseits die Lösungsfindung mit der Stadt, aber andererseits auch der direkte Widerstand; er findet es wichtig, diesen Widerstand weiter aufrecht zu erhalten und zu demonstrieren

00:09:29 Ein Jugendlicher kann die Rote Fabrik und die Limmatstrasse durchaus als Ergänzung zu einander und nicht getrennt von einander sehen

00:10:04 Ende Track05

weitere Angaben…

Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 7. Juni 1980 (Platzspitz, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Im Verlauf der Vollversammlung wird vor allem über organisatorische Fragen gesprochen (Gesamtdauer der Aufnahmen ca. 1 Std. 39 Min.). Die Diskussion dreht sich zuerst um die Frage, ob und wie auf das Angebot des Stadtrates, ein Lokal an der Limmatstrasse 18, 20 zur Verfügung zu stellen, einzugehen sei. Die Versammlung beurteilt diesen Kompromiss. Es wird kritisiert, dass die Liegenschaft ein sanierungsbedürftiges Rattenloch sei. Man findet schliesslich einen Konsens indem die Frage lautet: Nicht Rote Fabrik oder Limmatstrasse, sondern beides. Eine Frau sagt schliesslich: "Also ich will alles". In der Diskussion werden Stimmen laut, die die Entscheidungsprozesse der Vollversammlungen verbessern und die Beschlüsse veröffentlichen wollen. Es kristallisiert sich heraus, dass die Liegenschaft an der Limmatstrasse ein autonomes Jugendhaus sein soll. Die Frage von Arbeitsgruppen wird andiskutiert. Die Veranstaltung endet mit einer Diskussion über das Verbot des Videofilms vom Opernhauskrawall durch Erziehungsdirektor Alfred Gilgen und dem Aufruf zu einer Versammlung an der Universität in dieser Sache. Teil 2/2: Fortsetzung der Diskussion über die Liegenschaftenfrage.
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HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:17 Eine Jugendliche plädiert für ein strategisches Vorgehen, um der Stadt keinen Grund zu geben, die Jugend wieder abzuweisen

00:01:27 Ein Jugendlicher ist gegen eine Kompromissschliessung; er fordert dazu auf, die Liegenschaft an der Limmatstrasse per sofort zu besetzen

00:02:15 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass die Jugend nur die Rote Fabrik fordern und die Limmatstrasse ablehnen soll

00:03:44 Ein Jugendlicher beschwert sich über die ambivalente Haltung eines Teils der Jugendlichen; zuerst wurde beschlossen, die Limmatstrasse zu fordern und nun will man plötzlich nur noch die Rote Fabrik

00:04:24 Eine Jugendliche findet die Diskussion sollte auf die Limmatstrasse fokussiert sein

00:04:52 Ein Jugendlicher erinnert an das Schindlergut, welches am Ende durch die Polizei geräumt wurde; er befürchtet dieses Schicksal könnte auch die Limmatstrasse treffen; er befürwortet aber die Annahme der Limmatstrasse um der Jugend einen Platz geben zu können

00:08:12 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Jugendlicher spricht sich für die Limmatstrasse aus; er ist der Ansicht, dass Bewegungen wie die ihre oft über die Sommerferien zahlenmässig stark abnahmen, er will dies verhindern, indem die Jugend schon vor den Ferien ein Zentrum erhält und die Vernetzung so besteht bleibt

00:01:49 Ein Moderator betont nochmals, dass eine Diskussion über die Wahl der Jugendzentrums (RF oder Limmatstrasse) überflüssig sein, wenn man davon ausgehe, dass der Bewegung beides zustehe; ausserdem ist er der Ansicht, dass die wachsende Grösse der Bewegung auch über ihr Weiterbestehen bestimmt

00:03:18 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass die Limmatstrasse als Jugendzentrum nicht brauchbar sei und spricht sich für die Rote Fabrik aus.

00:04:08 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ein Jugendlicher spricht nochmals über die Arbeitsgruppen; er spricht sich dafür aus, weil die Arbeitsgruppen eine breite Mobilisierung ermöglichen können 00:01:19 Ein Jugendlicher spricht sich für die Arbeitsgruppen aus, weil er sie als Stärkung für Bewegung betrachtet

00:02:07 Eine Jugendliche betrachtet die Limmatstrasse als baufällig und das Angebot der Stadt als unwürdig; sie befürwortet einen weiteren Kampf für die Rote Fabrik; ausserdem fordert sie das Publikum auf, sich zu überlegen, wie viel jeder einzelne für die Bewegung bereit zu tun ist

00:03:48 Ein Jugendlicher möchte die Vor- und Nachteile der beiden Standorte besprechen; er spricht sich wegen der zentralen Lage für die Limmatstrasse aus, befürwortet aber auch einen weiteren Kampf für die Rote Fabrik; des weiteren ist der Meinung, die Bewegung muss weiter kämpfen, nicht nur gegen den Stadtrat, sondern auch alle andern die gegen die Bewegung sind.

00:07:16 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Eine Jugendliche beklagt sich über die hohen Ansprüche der Jugendlichen; sie ist der Ansicht, dass die Limmatstrasse den Jugendlichen und ihrer Kultur entspreche; sie spricht sich für mehr Aktion und weniger Diskussion aus.

00:01:09 Ein Jugendlicher findet die Jugend soll beide Standorte fordern; insbesondere die Limmatstrasse zu den Bedingungen der Jugendlichen

00:01:35 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, das Angebot der Limmatstrasse sollte sofort angenommen und die Rote Fabrik „in Reserve“ gehalten werden

00:06:14 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Ein Jugendlicher ist der Meinung, das Haus an der Limmatstrasse soll schnellstmöglich besetzt und es soll auf keine Bedingungen der Stadt eingegangen werden

00:00:36 Ein Jugendlicher ist der Meinung, dass ein Kosens zwischen der Stadt und der Jugendbewegung gesucht werden soll; wenn das Haus später im Besitz der Jugendlichen ist, kann man die Räumlichkeiten nach den eigenen Vorstellungen gestalten

00:02:11 Ein Jugendlicher ist ebenfall der Ansicht, dass die Annahme des Angebots der Limmatstrasse wichtig sei, um den Jugendlichen (zumindest vorläufig) ein Treffpunkt geben zu können

00:02:39 Eine Jugendliche stört sich am Verhalten der anderen, zuerst die Limmatstrasse zu fordern und später darüber zu diskutieren, ob das Angebot angenommen werden soll oder nicht; sie ist aber der Meinung, dass eigene Regeln festgesetzt und nicht welche von der Stadt vorgeschrieben werden sollen; zusätzlich spricht sie sich gegen Arbeitsgruppen aus, weil sie selbst schlechte Erfahrungen damit gemacht hat

00:04:14 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Eine Jugendliche findet eine Annahme der Limmatstrasse schliesse kein anderes (evt. auch zukünftiges) Jugendhaus aus; zweitens wünscht sie sich eine sofortige Annahme der Bedingungen der Stadt, um den Prozess zu beschleunigen

00:00:47 Ein Jugendlicher ist der Meinung die Limmatstrasse sollte angenommen werden, aber zu verschiedenen Bedingungen: 24-Stunden-Betrieb, nur die Vollversammlung ist entscheidungsbefähigt, der Konsum von Haschisch ist im Autonomen Jugendzentrum erlaubt und Zutritt wird allen gewährt (auch Jugendlichen unter 16 Jahren); werden die Bedingungen nicht erfüllt, soll das Jugendhaus besetzt werden; Arbeitsgruppen sollen nur nach Bedarf gegründet werden

00:03:46 Eine Jugendliche spricht sich für Arbeitsgruppen aus und ist der Meinung die ganzen Aktionen sind nur der ARF zu verdanken; sie regt sich aber auf, dass für Frauenhäuser, Mutterschutz etc. nichts unternommen wird

00:04:21 Eine Jugendliche bewertet die Vorschläge positiv, kritisiert aber, dass diese vielleicht für ein provisorisches Jugendzentrum wie die Limmatstrasse noch zu früh sind

00:05:04 Ein Jugendlicher findet die Möglichkeiten der Jugendhäuser schlecht; er ist der Ansicht, dass die Jugend, egal in welchem Gebäude sie sich befindet, wieder vertrieben wird

00:05:38 Ein Jugendlicher macht einen Spendenaufruf für den Aufwand; er äussert sich zusätzlich zur Zeitdauer der Verträge; er ist der Meinung, es hänge alles von der Jugend ab

00:06:30 Eine Jugendliche fordert eine Diskussion über die Gefangenen

00:07:04 Ende Track06

[Track 07]

00:00:00 Ein Jugendlicher fordert die Abstimmung über die Limmatstrasse und bei einem positivem Entscheid zusätzlich Abstimmungen über die diversen Forderungen

00:00:40 Ein Jugendlicher spricht über die Gewalt an den Demonstrationen; er veranschaulicht, dass 12 Jahre Gewaltlosigkeit nichts gebracht haben, ein paar gewalttätige Demonstrationen zum jetzigen Zeitpunkt aber enorm viel; er will an die Stadt ein Ultimatum stellen und falls dieses nicht erfüllt wird, sollte die Stärke der Bewegung gebraucht werden

00:02:24 Ein Jugendlicher kritisiert die geforderten Bedingungen; Bedingungen könnten nur bei einer genug starken Bewegung gefordert werden und diese sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht gross genug; zentraler Punkt sei zuerst eine Verbreiterung der Bewegung

00:03:06 Ein Jugendlicher wünscht, dass die Personen welche eine Meinung abgeben, die bereits gegebenen Forderungen durchgelesen werden; er kritisiert die Bedingungen des Stadtrats, da das Jugendhaus autonom sein soll; ausserdem spricht er sich für die Limmatstrasse aus, da für die Renovierung Geld von der Stadt gefordert wurde

00:05:16 Ende Track07

[Track 08]

00:00:00 Ein Jugendlicher schlägt vor, dass das Jugendhaus durch den Verein Autonomes Jugendhaus Zürich geführt wird, einziges Organ soll die Vollversammlung sein; er fordert zur Abstimmung auf; der Vorschlag wird mit grosses Mehrheit angenommen; ausserdem führt der Verein die Kommunikation mit dem Stadtrat schriftlich oder der Stadtrat trifft sich mit den Jugendlichen in den Räumlichkeiten der Jugend; dieser Vorschlag wird ebenfalls mit grosser Mehrheit angenommen

00:01:57 Ein Jugendlicher ruft zu einem Treffen am kommenden Montag an der Universität im Lichthof auf, um gegen eine Zensur des schon an einer Vollversammlung gezeigten Filmes des Ethnologischen Seminars zu kämpfen

00:05:29 Ein Jugendlicher ruft nochmals zu Spenden für den Aufwand auf

00:06:02 Eine Jugendliche spricht sich gegen die vorhergegangene Abstimmung aus; sie fordert sich auch noch andere Ideen anzuhören

00:06:49 Ein Jugendlicher fordert tägliche Demonstrationen

00:07:30 Ein Jugendlicher fordert, endlich mit den Konzerten zu beginnen

00:07:53 Ein Jugendlicher will ebenfalls die Festaktivitäten starten und die Diskussionen vertagen

00:08:24 Ende Track08

weitere Angaben…

Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 8. Juni 1980 (Rote Fabrik, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Die Vollversammlung berät über einen Forderungskatalog an die Stadt betreffend das angebotene Jugendhaus. Sie formuliert einzelne Punkte für mögliche Statuten zum Betrieb dieses Zentrums. Die Diskussion ist sachbezogen. Die Punkte werden einzeln durchdiskutiert, anschliessend wird abgestimmt. Es werden einzelne Arbeitsgruppen gebildet (Musik und Theater, Beiz, Presse, Information). Zum ersten mal wird das Jugendzentrum explizit AJZ genannt. Insgesamt klärt die Bewegung ihr Verhältnis zur Öffentlichkeit. Teil 1/2: Die Versammlung diskutiert die Mietbedingungen, vertragliche Fragen und Modalitäten der nötigen Instandsetzungsarbeiten der Liegenschaft an der Limmatstrasse.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Ein Jugendlicher fordert ein Hausverbot für die Polizei im neuen Autonomem Jugendhaus

00:00:30 Ein Jugendlicher wünscht sich ein kürzeres Ultimatum; sein Vorschlag ist Freitag 12.00 Uhr

00:01:04 Ein anderer Jugendlicher fordert ein Ultimatum bis am Mittwochabend; ausserdem wünscht er sich nach den Sommerferien für die Jugendbewegung ein Fest

00:02:25 Ein Jugendlicher findet, die Jugendlichen müssen sich ihrer eigenen Stärke bewusst sein und keine Angst vor dem Stadtrat zu haben bräuchten; ausserdem appelliert er an das Engagement der Jugendlichen

00:03:07 Ein Jugendlicher findet den Aufruhr um die Ultimaten und die Sommerferien unnötig

00:03:43 Ein Jugendlicher möchte, dass man mit Fotografieren aufhört

00:03:53 Ein Jugendlicher fordert die Diskussionen zu beenden und zu den Abstimmungen zu schreiten

00:04:15 Ein Jugendlicher spricht nochmals die gestrige Abstimmung an und fordert dieses Ergebnis dem Stadtrat mitzuteilen

00:05:13 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Jugendlicher will den Forderungskatalog fortlaufend besprechen und darüber abstimmen;

1. Ihre Bedingungen vom 06.06. für den Betrieb einen Jugendhauses an der Limmatstrasse 18/20 werden als Ganzes abgelehnt; Forderung 1 wird angenommen

2. Die Einrichtung eines Jugendhauses an der Limmatstrasse 18/20 wird unter folgenden Bedingungen akzeptiert:

A. Die Trägerschaft des Jugendhauses Limmatstrasse ist als autonomes Organ für Betrieb und Unterhalt zuständig. Die Trägerschaft ist die Vollversammlung. Sie erstellt die Betriebsstatuten (Koordination der Arbeiten, Öffnungszeiten, Beschlussfähigkeit der Vollversammlung etc.); Diskussion über die einzelnen Punkte; Abstimmung fällt positiv aus

B. Für den Fall eines Abbruches der Liegenschaft hat die Stadt Garantie zu geben ein mindestens gleichwertiges Objekt sofort zur Verfügung zu stellen. Das neue Objekt hat mindestens 3 Monate vor dem Auszugstermin bezugsbereit zu sein; Diskussion über Ergänzungen

00:09:26 Ende Track02

[Track 03]

00:01:58 Der Punkt B Nummer 2 wird erneut umformuliert: „Für den Fall eines Abbruches der Liegenschaft hat die Stadt Garantie zu geben ein von der Vollversammlung gleichwertig befundenes Objekt zur Verfügung zu stellen. Das neue Objekt hat mindestens 3 Monate vor dem Auszugstermin bezugsbereit zu sein.“

Der Moderator schlägt vor, über die Formulierung abzustimmen

00:02:43 Ein Jugendlicher findet es falsch, dass die Stadt den Zeitpunkt des Abbruchs des Gebäudes an der Limmatstrasse 18/20 bestimmen kann und dies nicht die Jugendlichen tun

00:03:10 Ein Jugendlicher hat mit Personen der Stadt gesprochen, welche ihm erklärt haben, dass man die zukünftigen Nutzer der Liegenschaft auch an einem anderen Ort platzieren könne; auf die Aussage antwortet ein weiterer Jugendlicher, der der Ansicht ist, solche Forderungen lassen sich am besten erreichen, indem die Jugend der Stadt beweist, dass sie ein AJZ fähig verwalten kann

00:03:45 Der Moderator will die Jugendlichen über die drei vorhandenen Möglichkeiten abstimmen lassen: 1. Man fordert, dass die Limmatstrasse im ständigen Besitz der Jugend und ohne Abbruch bleibt 2. Man fordert eine Frist, wie lange die Jugendlichen das Gebäude Limmatstrasse für sich beanspruchen 3. Man setzt die vorher formulierte Forderung ein

00:07:12 Der Vorschlag vom Beibehalt der ursprünglich formulierten Forderung wird angenommen

00:07:27 Ende Track03

[Track 04]

00:00:05 Punkt C wird verlesen: „Die Stadt bewilligt einen Rahmenkredit für Betrieb und Unterhalt des Jugendhauses. Für den Ausbau (wichtigste Arbeiten) erstellt ein Handwerkerkollektiv einen Kostenvoranschlag. Das Kollektiv wird von der Vollversammlung bestimmt und muss den Vorschlag bis Mittwoch 11.06.1980 einreichen.“

00:00:38 Ein Jugendlicher macht den Vorschlag, dass über den Rahmenkredit diskutiert werden muss

00:00:48 Ein Jugendlicher will in der Formulierung eine Klausel, dass die Trägerschaft das Geld selbst verwalten kann und nicht von der Stadt abhängig ist

00:01:11 Ein Jugendlicher kritisiert, dass das Gutachten nicht von einem Handwerkerkollektiv sondern von Ingenieuren gemacht wird, damit der Stadtrat sich nicht wegen allfälligen Unprofessionalität weigert zu zahlen

00:01:41 Ein Jugendlicher schlägt das Handwerker- und Architektenkollektiv vor. Er ist der Ansicht ein solches Kollektiv könne die Anliegen der Jugendlichen besser vertreten, als irgendwelche Ingenieure

00:02:13 Ein Jugendlicher will wissen, wo das Geld sei, das vor Jahren an Benefizveranstaltungen gesammelt wurde

00:02:34 Ein Jugendlicher schlägt vor, die Kosten alle in einem Rahmenkredit unterzubringen. Der Kostenvoranschlag des Kollektivs soll der Vollversammlung präsentiert werden

00:03:03 Ein Jugendlicher differenziert, dass ein Rahmenkredit dem Gemeinderat unterliegt, jedoch die Kosten für Umbau und Renovation dem Stadtrat; man solle sich zuerst den Kosten für Umbau und Renovation widmen

00:03:35 Ein Jugendlicher findet die Unterbreitung des Kostenvoranschlags an der Vollversammlung unnötig und fordert den Prozess durch direkte Übergabe an den Stadtrat zu beschleunigen

00:04:14 Ein Mann klärt über den Verbleib des Geldes auf, dass an den Benefizveranstaltungen gesammelt wurde. Dieses Geld (damals ca. 750'000 Franken, zum heutigen Zeitpunkt mit Zins etc. ca. 1'000'000) ist für den Bau eines Jugendhauses gedacht; der Mann schlägt vor, man solle dem Stadtrat unterbreiten, dass dieses Geld auch für die Renovation eines Jugendhauses gebraucht werden kann

00:05:07 Ein Jugendlicher welcher selbst in einem Handwerkerkollektiv arbeitet, unterbreitet den Vorschlag von der Zusammenarbeit eines Handwerker- und eines Architektenkollektivs, um ein breiteres Spektrum zu ermöglichen; zudem schlägt er vor die Frist von einer Woche auf „so schnell als möglich“ umzuformulieren; da die Frist zu kurz sei; dass Publikum wehrt sich lautstark

00:06:22 Ein anderer Jugendlicher ist ebenfalls für die Verlängerung der Frist. Das Gebäude soll erst einmal notdürftig renoviert werden und erst später soll über einen Baukredit entschieden werden

00:07:43 Ein Jugendlicher will dem Stadtrat nicht mehr Zeit geben, er soll die Forderungen entgegen nehmen und handeln

00:08:29 Ein Jugendlicher fordert, dass der Stadtrat die Million für die Renovation freigeben; später kann man den Kredit für die gesamte Renovation bzw. die Inbetriebnahme der Roten Fabrik fordern

00:09:09 Ein Jugendlicher macht darauf aufmerksam, dass dieses Geld in einem Fonds steckt und dieser zweckgebunden ist. Man solle sich nicht auf die Auszahlung dieses Fonds verlassen; weiter führt er an, dass man in einer Woche nicht schon wieder eine Demonstration veranstalten sollte, sondern in zwei Wochen eine wirklich grosse Aktion veranstaltet

00:10:27 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass zwei Wochen zu kurz sind um sich von der Stadt dieses Geld auszahlen zu lassen

00:10:38 Ein Jugendlicher will, dass der Stadtrat bis am nächsten Mittwoch auf die Forderungen antwortet, tut er das nicht, soll wieder eine Demonstration stattfinden

00:11:37 Ende Track04

[Track 05]

00:00:10 Der Moderator liest die Neuformulierung der Forderung vor: „Die Stadt bewilligt einen Rahmenkredit für Betrieb und Unterhalt des Jugendhauses. Für den Ausbau (wichtigste Arbeiten) stellt ein Handwerkerkollektiv einen Kostenvoranschlag. Das Kollektiv wird von der VV (Vollversammlung) bestimmt. Die von der Zürcher Jugend gesammelten Gelder sind sofort für die Renovation zu (mitzu)verwenden.“

00:00:40 (Kleinere Diskussionen im Saal)

00:01:16 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, das Geld des Fonds müsse als solches nicht verlangt werde, da es sowieso den Jugendlichen gehöre. Man solle direkt einen Kredit verlangen und die Stadt entscheiden lassen, woher dieses Geld kommen soll

00:01:42 Ein Jugendlicher gibt bekannt, dass das Sozialamt bereits 50'000 Franken bereit gelegt haben soll für einen Kredit für einen Sofortumbau. Er fordert Réné Nussbaumer auf, sich zu Wort zu melden (dieser ist aber anscheinend nicht im Saal)

00:02:01 Ein Jugendlicher will die sofortige Übergabe des Geldes in die Forderungen integrieren. Bedarf bei weiteren Arbeiten und für den Betrieb solle später angemeldet werden

00:02:49 Ein Jugendlicher schlägt vor, den Fonds auf weiters ruhen zu lassen und vom Stadtrat separat Geld zu fordern

00:03:35 Ein Jugendlicher will wissen, ob man wieder die anfängliche Formulierung übernehmen soll

00:03:45 Ein jugendlicher fordert, dass man nebst dem Kostenvoranschlag des Kollektivs sofort 50'000 Franken fordert, da solche Kostenvoranschläge und Bewilligungen immer relativ lange dauern

00:04:58 Ein Jugendlicher findet, dass 50'000 Franken zu wenig sind, um umbauen zu können; er schlägt vor 98'500 zu fordern

00:05:53 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Ein Jugendlicher schlägt eine neue Formulierung für Punkt C vor: „Die Stadt bewilligt einen Rahmenkredit für Betrieb und Unterhalt. Für Ausbau und Renovation stellt der Stadtrat sofort die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung.“

00:01:01 Ein Jugendlicher findet, die gleiche Forderung stand schon letzte Woche in den Forderungen die dem Stadtrat übergeben wurde und denkt deshalb, dass sie überflüssig ist

00:01:26 Ein Jugendlicher findet die vorhergehende Formulierung besser, da sie die Selbständigkeit der Jugendlichen unterstreicht

00:02:15 Ein Jugendlicher will über die Formulierungen abstimmen

00:02:47 Ein Jugendlicher zeigt am Beispiel vom Furka-Tunnel, dass man auch mehr Geld verlangen kann als ursprünglich veranschlagt

00:03:01 Ein Jugendlicher findet, man solle vorerst Geld verlangen

00:03:26 Ein Jugendlicher findet, beim Kostenvoranschlag und der darauf folgenden Forderung soll ein konkreter Betrag genannt werden

00:03:52 Ein Jugendlicher hält es weiterhin für unmöglich bis nächste Woche die gesamte Summe von der Stadt zu erhalten. Er schlägt vor, bis am nächsten Mittwoch 50'000 Franken zu verlangen und gleichzeitig einen Kostenvoranschlag machen zu lassen

00:04:27 Ein Jugendlicher will wissen, ob ein Kostenvoranschlag bis am Samstag in eineinhalb Wochen gemacht werden kann

00:05:25 Ein Jugendlicher denkt, der Stadtrat werde mit der Geldübergabe keine Probleme machen

00:05:56 Der Moderator verliest nochmals den Punkt C: „Die Stadt bewilligt einen Rahmenkredit für Betrieb und Unterhalt des Jugendhauses. Für Ausbau und Renovation stellt der Stadtrat sofort die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung. Ein Kostenvoranschlag wird an eines von der VV (Vollversammlung) bestimmten Handwerkerkollektivs erstellt.“

00:06:47 Ein Jugendlicher findet ein Datum für den Kostenvoranschlag unnötig.

00:07:07 Der Moderator will über die Formulierung abstimmen und liest sie nochmals vor

00:07:51 Die Formulierung wird einstimmig angenommen

00:08:00 Der Moderator verliest Punkt D: „Für die Durchführung von weiteren Vollversammlungen stellt die Stadt die Aktionshalle Rote Fabrik nach Bedarf zur Verfügung.“

00:08:38 Der Moderator schlägt vor, konkreter auf den Bedarf einzugehen.

00:08:55 Ein Jugendlicher bietet um mehr Ernsthaftigkeit

00:09:07 Ein Jugendlicher findet man sollte nicht nur die Vollversammlungen, sondern auch sonstige Veranstaltungen nennen

00:09:20 Ein Jugendlicher findet den Begriff Vollversammlung ausreichend, da an diesen Anlässen auch Musik gemacht wird; ein anderer Jugendlicher stimmt ihm zu

00:10:04 Ende Track06

weitere Angaben…

Versammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 8. Juni 1980 (Rote Fabrik, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Die Vollversammlung berät über einen Forderungskatalog an die Stadt betreffend das angebotene Jugendhaus. Sie formuliert einzelne Punkte für mögliche Statuten zum Betrieb dieses Zentrums. Die Diskussion ist sachbezogen. Die Punkte werden einzeln durchdiskutiert, anschliessend wird abgestimmt. Es werden einzelne Arbeitsgruppen gebildet (Musik und Theater, Beiz, Presse, Information). Zum ersten mal wird das Jugendzentrum explizit AJZ genannt. Insgesamt klärt die Bewegung ihr Verhältnis zur Öffentlichkeit. Teil 2/2: Selbstorganisation der Jugendbewegung in verschiedenen Arbeitsgruppen.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:07 Der Moderator liest eine Ergänzung zu Punkt D vor: „Für die Durchführung von weiteren Vollversammlungen und grossen Veranstaltungen stellt die Stadt die Aktionshalle Rote Fabrik nach Bedarf zur Verfügung“

00:00:30 Ein Jugendlicher findet die Formulierung „nach Bedarf“ nicht notwendig

00:00:55 Eine Jugendliche ist der Meinung, dass man bei der Formulierung nicht vergessen darf, dass das Gebäude an der Limmatstrasse nur ein Provisorium darstellt

00:01:31 Ein Jugendlicher fragt, wer die Vollversammlungen organisiert

00:02:12 Einer der Moderatoren fragt das Publikum nochmals, ob die Rote Fabrik an den Wochenenden oder nach Bedarf gefordert werden soll; es wird über die beiden Möglichkeiten abgestimmt; es wird „nach Bedarf“ gewählt

00:03:31 Der Punkt D wird einstimmig angenommen

00:03:39 Ein Jugendlicher fordert ein P.S. am Schluss des Briefes; Forderung einer Antwort bis Mittwoch, wenn diese negativ ist, muss der Stadtrat alle Konsequenzen selbst tragen

00:06:16 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Jugendlicher meldet sich, weil er gerne eine Arbeitsgruppe Musik und Theater bilden möchte und er fordert Interessenten auf, sich zu melden

00:00:38 Ein Moderator liest Punkt Drei vor: „Die Vollversammlung verlangt vom Stadtrat bis Mittwochabend 11.06.80 18.00 Uhr eine schriftliche Antwort auf diese Forderungen.“ Es wurde noch über den Anhang P.S. diskutiert, verbale Drohungen wurden aber als unnötig empfunden

00:01:29 Ein Jugendlicher meldet sich zu Wort, weil er ebenfalls zwei Arbeitsgruppen bilden will: eine für die Verpflegung an den Vollversammlungen bzw. für ein zukünftiges Bistro im AJZ und zweitens eine Arbeitsgruppe für eine Zeitung der Jugendbewegung

00:02:21 Ein Jugendlicher schlägt vor, die Forderungen publik zu machen und allenfalls eine Pressekonferenz zu veranstalten

00:02:38 Der Moderator liest Punkt 3 nochmals vor; das Publik nimmt einstimmig an

00:03:26 Der Moderator verliest noch den Schlusssatz: „Diese Bedingungen wurden von der Vollversammlung vom 08.06.1980 in der Roten Fabrik angenommen.“

00:04:21 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Der Moderator verliest noch den korrigierten Schlusssatz: „Diese Forderungen wurden von der Vollversammlung vom 08.06.1980 in der Roten Fabrik angenommen.“

00:00:55 Ein Jugendlicher findet, dass eine Adressat fehlt, an der sich der Stadtrat mit seiner Antwort wenden kann

00:01:30 Ein Jugendlicher macht eine kurze Ankündigung zum Treffpunkt der Arbeitsgruppe Zeitung

00:02:11 Der Moderator erwähnt nochmals, dass man den Adressat in Punkt 3 integriert; es herrscht Unklarheit über die Adresse

00:02:55 Es wird der Vorschlag genannt, dass die Antwort am Donnerstag im Tagblatt publiziert wird und die Vollversammlung auf den Donnerstagabend verschoben wird; der Vorschlag stösst allgemein auf Ablehnung

00:04:01 Ein Jugendlicher schlägt vor, dass jemand von der IGRF der Versammlung erzählt, wies sie bisher mit der Stadt verhandelt hätten; allgemeine Ablehnung gegenüber diesem Vorschlag

00:05:15 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Ein Jugendlicher macht einen Aufruf für Interessenten an einer Arbeitsgruppe Presse

00:00:27 Ein Jugendlicher fragt, ob der letzte Satz als solcher bestehen bleibt oder nicht

00:00:58 Eine Jugendliche schlägt vor, dass die Antwort am Donnerstag im Tagblatt veröffentlicht, aber schon am Mittwochabend der Vollversammlung mitgeteilt wird

00:01:30 Ein Jugendlicher meldet sich nochmals wegen der Arbeitsgruppe für Getränke zu Wort

00:02:43 Ein Jugendlicher fragt die Vollversammlung, ob sie mit der Gründung einer Arbeitsgruppe Information einverstanden ist

00:03:33 Eine Jugendliche ist der Meinung, dass mit der Weitergabe von Information vorsichtiger umgegangen werden muss und nur die Vollversammlung repräsentative Äusserungen bestimmen darf

00:04:16 Ein Moderator liest den neu gestalteten Punkt Drei vor: „Die Vollversammlung verlangt vom Stadtrat bis Mittwochabend 11.06.80 um 18.00 Uhr eine schriftliche Antwort auf diese Forderungen. Die Antwort muss vom Stadtweibel der Vollversammlung vom Mittwochabend vorgelegt werden und zusätzlich im Tagblatt vom Donnerstag vom 12.06. publiziert werden.

00:05:02 Ein anderer Moderator fragt die Vollversammlung, ob sie mit dem Treffen am Mittwochabend einverstanden ist; Treffpunkt: 11.06.80, 20.00 Uhr in der Roten Fabrik

00:05:58 Der Moderator möchte noch einmal definitiv über den dritten Punkt abstimmen: „Die Vollversammlung verlangt vom Stadtrat bis Mittwochabend 11.06.80 20.00 Uhr eine schriftliche Antwort auf diese Forderungen. Die Antwort muss vom Stadtweibel der Vollversammlung vom Mittwochabend überbracht werden und zusätzlich im Tagblatt vom Donnerstag vom 12.06. publiziert werden.“; Vorschlag wird von der Vollversammlung einstimmig angenommen.

00:07:21 Ende Track04

[Track 05]

00:00:07 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass die Kommunikation innerhalb der Jugendbewegung drastisch verbessert werden muss; es müssten mehr Jugendliche im Alter zwischen 14 und 20 angesprochen und mobilisiert werden

00:01:41 Ein Jugendlicher kritisiert die letzte Ansprache; er findet es schwierig die jüngeren Jugendlichen zu animieren, zusätzlich ist er der Ansicht, dass Demonstranten nicht immer genau wissen müssen, wofür eine Demonstration gerade stattfindet. Es gehe um die grundsätzliche Haltung des Protests

00:02:36 Ein Jugendlicher schlägt vor verschiedene Flyer an Schulen an die Jugendlichen zu verteilen

00:03:12 (Verschiedene nicht zusammenhängende Einrufe)

00:04:13 Ein Jugendlicher kündigt noch einmal die Videovorführung im Lichthof der Universität Zürich am kommenden Tag an

00:04:52 Ein Jugendlicher kündigt für den kommenden Samstag am Helvetiaplatz in Zürich eine Fahrraddemo an

00:05:13 Ein Jugendlicher spricht nochmals über das Treffen der Arbeitsgruppe Zeitung

00:05:41 Ein Jugendlicher findet es gefährlich, dass die Bewegung durch die verschiedenen Anlässe und Aktionen zersplittert und er ist der Meinung, dass der Stadtrat die Forderungen der Jugendlichen wieder ablehnen wird

00:06:32 Ein Jugendlicher spricht nochmals die Videovorführung vom nächsten Tag an und verdeutlicht, dass es bei diesem Treffen nicht nur um den Film gehe sondern auch wie die Bewegung auf die Repressionen der Polizei und Stadt reagieren will

00:06:49 (Unverständliche Meinungsäusserung eines Jugendlichen)

00:08:01 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Ein Jugendlicher will nochmals über das gesamte Schreiben abstimmen; die Vollversammlung wehrt sich gegen diesen Vorschlag

00:00:37 Eine Jugendliche nimmt Stellung zum Mobilisierungsvorschlag von unter 20-jährigen Jugendlichen; sie findet es verständlich, dass wenige von den Teenagern teilnehmen, da sie oft die Motive für die Demonstrationen nicht nachvollziehen können und andererseits sie zuhause für ihre eigene Meinung kämpfen müssen

00:02:11 Ende Track06

weitere Angaben…

Manifestation der Zürcher Jugendbewegung vor der Universität Zürich vom 9. Juni 1980

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract An der Versammlung orientieren die Betroffenen des Projekts Community Medien vom Ethnologischen Seminar der Universität Zürich über das Verbot des Erziehungsdirektor Alfred Gilgen. Gilgen verbot das Aufführen des Films über die Ausschreitungen vor dem Opernhaus. Im Verlauf des Anlasses wird das Mikrofon geöffnet. Die Bewegung und die Studentenschaft solidarisieren sich. Es wird über den Selektionsdruck an der Uni diskutiert und darüber, weshalb eigentlich studiert werden soll. Viele Voten beschäftigen sich damit, wie auf das Aufführverbot reagiert werden soll und welche Aktionsformen in dieser Situation angebracht sind. Teil 1/2: Pressemitteilung und Schreiben an RR Gilgen.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Es sind Stimmen durch ein Megaphon zu hören; verzerrt und sehr undeutlich (wahrscheinlich auf Grund des Halls im Lichthof)

00:03:18 Ende Track01

[Track 02]

00:00:11 Ein Jugendlicher gibt das Programm bekannt: Reden von Neumarkt-Mitglied, Arbeitsgruppe „Rock als Revolte“, ARF, „Luft und Lärm“, Arbeitsgruppe „Huusverbot“ vom VSU, Demokratisches Manifest, IGRF, T-Arena (eventuell), Mario Erdheim (Ethnologe und Psychoanalytiker), Hans Hehlen (Buchautor: „Selektion“)

00:02:13 Eine Jugendliche spricht über das Verbot des Filmes von Stadtrat Gilgen; Heinz Nigg besuchte am vergangenen Nachtmittag Stadtrat Gilgen und forderte ihn auf, am Abend die Filmvorstellung an der Universität zu besuchen

00:03:10 Eine Jugendliche spricht von einem Sabotageakt der Stadt; die Bewegung demonstriert gegen jede weitere Zensur und Unterdrückung; die Jugendlichen veranschaulichen an diesem Treffen die Solidarität mit der Projektgruppe der Ethnologen; sie ruft: „Für eine freie Universität“

00:04:05 Heinz Nigg, Ethnologe, betont, dass dieser Film nicht einfach ein Projekt der Jugendbewegung ist, sondern dass ihm eine lange wissenschaftliche Studie zugrunde liegt; er ist enttäuscht von Regierungsrat Gilgen, dass er grundlegend in eine wissenschaftliche Forschung eingreift; der Jugendliche fordert die RAR (Rock als Revolte) auf, dem Publikum die Entstehung des Films zu schildern, um eine bessere Informationsgrundlage zu schaffen

00:05:11 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ein Jugendlicher verliest das Pressecommuniqué, dass am heutigen Morgen an die Presse verschickt worden ist:

„Verbot eines Videofilms über die Opernhausproteste durch die Erziehungsdirektion des Kantons Zürich:

Eine Gruppe von Ethnologiestudenten der Universität Zürich führt seit einem Jahr eine Forschungsarbeit durch über den Einsatz von Video im kommunalen Bereich. Sie dokumentiert u. a. am Beispiel der Aktionsgruppe Rote Fabrik ARF Veranstaltungen und Aktivitäten, um gemeinsam mit ihr Foren der Öffentlichkeitsarbeit zu entwickeln, die es ermöglichen sollten, Anliegen von Minderheitsgruppen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Zusammen mit der ARF machte die Videogruppe deshalb Videoaufnahmen, u. a. anlässlich der Opernhausdemonstration am 30. Mai 1980. Der Film zeigt, wie die anfänglich friedliche Demonstration durch das provokative Auftreten der Polizei eskalierte. Dieses Filmdokument wurde am vergangenen Mittwoch an einer Grossveranstaltung im Volkshaus vorgeführt. Darauf hin verfügte die Erziehungsdirektion, dass der Film bis auf weiteres nicht mehr gezeigt werden darf. Das Verbot erfolgte ohne Begründung und ohne Einsicht in das Filmmaterial. Ausserdem wurde der Videogruppe jede weitere Benützung der Aufnahmegeräte der Universität untersagt. Ferner ist der Film am Montag, 9. Juni 1980 auf der Erziehungsdirektion vorzuführen. Unter dem Namen „Für eine freie Uni - FFU“ hat sich darauf hin eine Gruppe gebildet, die sich solidarisch erklärt mit der betroffenen Videogruppe der Studenten und der ARF. Sie wehrt sich insbesondere gegen jede Einschränkung der Lehr- und Lernfreiheit an der Universität. Am Montag dem 9. Juni 1980 findet deshalb im Lichthof der Universität um 18.00 Uhr eine Veranstaltung statt, an der der Film gezeigt werden soll. Der Regierungsrat Gilgen ist eingeladen worden sich den Film anzusehen und zum Verbot öffentlich Stellung zu nehmen. Gleichzeitig lädt die FFU am Dienstag 10. Juli 1980 um 10.00 Uhr zur Pressekonferenz ein, im Restaurant Augustiner, Augustinergasse 25, Zürich.“

00:03:00 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Ein Jugendlicher verliest den Brief, den die Jugendbewegung durch Heinz Nigg dem Regierungsrat Gilgen übergeben liess: „Sehr geehrter Herr Regierungsrat Gilgen, mit Bestürzung haben wir am Freitag dem 06.06.80 durch unseren Lehrbeauftragten Herr Dr. H. Nigg erfahren, dass Sie folgende Verfügung erlassen haben: 1. Der Film über die Opernhausereignisse darf ab sofort nicht mehr gezeigt werden. 2. Ab sofort dürfen die Videogeräte des Kantons Zürich nicht mehr benützt werden. 3. Herr Dr. H. Nigg soll Ihnen am Montag um 16.00 Uhr die Videodokumentation über die Opernhausereignisse zeigen.

Mit dieser Verfügung sind wir deshalb nicht einverstanden: A: Weil wir sie als willkürlich und unverhältnismässig erachten. B: Weil sie ohne Begründung erlassen wurde. C: Weil Sie Herrn Dr. L. Löffler, Herrn Dr. H. Nigg und uns als beteiligte Studenten zur Sache nicht angehört haben. D: Weil Sie die Verfügung erlassen haben, ohne die Videodokumentation vorher gesehen haben. Ihrem Begehren die oben genannte Videodokumentation im Beisein von Professor Dr. L. Löffler und Dr. H. Nigg zu visionieren, können wir leider nicht entsprechen, da die Dokumentation nicht von Dr. Nigg alleine produziert wurde, sondern ein Produkt der ganzen Projektgruppe Community Medien darstellt. Wir können Ihnen deshalb die Dokumentation nur in Anwesenheit der Projektgruppe zeigen. Wir laden Sie an, am Montag dem 9. Juni, um 18.00 Uhr im Lichthof der Universität sich die Videodokumentation anzusehen und öffentlich dazu Stellung zu nehmen.“

00:03:05 Ein Jugendlicher fragt, ob der Regierungsrat Gilgen oder ein Stellvertreter anwesend ist und muss feststellen, dass dem nicht so ist.

00:03:36 Ein Jugendlicher fordert das Publikum auf, wenn möglich Flugblätter bei ihm abzugeben, weil eine grosse Nachfrage besteht

00:04:13 Ein Jugendlicher fragt erneut, ob der Regierungsrat Gilgen oder ein Vertreter im Publikum sitzt, erneut negative Rückmeldung; er beklagt sich über die Verhaltensweise des Regierungsrats und übergibt danach das Wort der Videogruppe RAR (Rock als Revolte)

00:05:36 Ende Track04

weitere Angaben…

Manifestation der Zürcher Jugendbewegung vor der Universität Zürich vom 9. Juni 1980

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Personen
  1. Gilgen, Alfred (1930-
  2. Hehlen, Hans (1932-2009)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract An der Versammlung orientieren die Betroffenen des Projekts Community Medien vom Ethnologischen Seminar der Universität Zürich über das Verbot des Erziehungsdirektor Alfred Gilgen. Gilgen verbot das Aufführen des Films über die Ausschreitungen vor dem Opernhaus. Im Verlauf des Anlasses wird das Mikrofon geöffnet. Die Bewegung und die Studentenschaft solidarisieren sich. Es wird über den Selektionsdruck an der Uni diskutiert und darüber, weshalb eigentlich studiert werden soll. Viele Voten beschäftigen sich damit, wie auf das Aufführverbot reagiert werden soll und welche Aktionsformen in dieser Situation angebracht sind. Teil 2/2: Hans Hehlen, Mittelschullehrer und Buchautor, kritisiert die vorherrschende Stimmung an der Universität (Repression, Selektion). Am offenen Mikrophon votieren Jugendliche pro und contra offenes Mikrophon, resp. über den Stellenwert des gesprochenen Wortes gegenüber anderen Protestformen wie Demonstrationen oder Festen. Viele Jugendliche äussern ihren Unmut gegen Regierungsrat Gilgen und seiner als repressiv, selektionierend und entmündigend empfundenen Bildungspolitik.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

Track 01]

00:00:00 Eine Jugendliche plädiert für eine bessere Informationsstruktur und Dokumentation der Ereignisse; sie ist der Ansicht, die Filmaufnahmen stünden den Jugendlichen zu

00:01:44 Ein Jugendlicher ruft zu weiteren Stellungsnahmen auf

00:02:01 Ein Jugendlicher hat eine Tasche mit Inhalt gefunden und sucht nun den Besitzer

00:02:44 Ein Jugendlicher stört sich am „offenen Mikrofon“

00:03:02 Ein Vertreter der Arbeitsgruppe „Berufsverbot“ des VSU plädiert für weniger Angst vor den Politikern (insbesondere Gilgen) und fordert zum Widerstand gegen Repression und Zensur auf

00:04:27 Ein Jugendlicher unterstützt das „offene Mikrofon“; er fordert die Bildung von Arbeitsgruppen an der Universität; ausserdem ist er unzufrieden mit der Situation im Lichthof von vorhin, als verschiedene Personen nur persönliche Stellungsnahmen abgaben

00:05:16 Ein Jugendlicher ist froh über die Solidarität der Studierenden für die Bewegung

00:05:57 Ein Jugendlicher fordert u. a. den VSU auf, sich als Koordinator zur Verfügung zu stellen, um die Bewegung auch an der Universität weiter tragen zu können

00:06:34 Ein Jugendlicher erzählt davon, wie er arbeitslos wurde und findet, dass man dafür sorgen müssen, dass Politiker wie Gilgen vom Volk nicht wiedergewählt würden

00:07:43 Ein Jugendlicher spricht über die mögliche Gefahr, dass Arbeitsgruppen mit demselben Zweck mehrfach gebildet werden und sich so die vorhanden Kräfte nicht konzentrieren können

00:08:05 Ein Jugendlicher macht Werbung für den Treffpunkt im „Speakout“ als Sammelpunkt für Informationen

00:08:52 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Jugendlicher kündigt die nächste Vollversammlung am Mittwoch, 20.00 Uhr, in der Roten Fabrik an

00:00:36 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass die Rote Fabrik nicht freigegeben werde und man sie besetzen solle

00:01:02 Ein Jugendlicher erklärt die Strategie des VSU; dieser will die Bewegung unterstützen, sie jedoch nicht führen, weshalb er sich auch im Hintergrund hält

00:02:46 Ein Jugendlicher fordert dazu auf zu spenden, um die Kosten bezahlen zu können

00:03:09 Eine Jugendliche schildert den Mangel an Mitgliedern in der Arbeitsgruppe „Berufsverbot“ und ruft dazu auf, beizutreten; auch fordert sie die Jugendlichen auf, Anstecker der Arbeitsgruppe „Berufsverbot“ zu kaufen und zu tragen

00:04:04 Ein Jugendlicher plädiert für eine Amnestie für die Verhafteten und fordert zu einer symbolischen Besetzung des Centrals durch die Jugend auf

00:05:27 Ein Jugendlicher schildert vergangene personalpolitische Taten Gilgens bei den Ökonomen und Soziologen an der Universität Zürich; zweitens macht er den Vorschlag eines Vorlesungsboykotts an der Universität

00:07:19 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ein Jugendlicher kündigt ein Referat von Hans Hehlen an. Dieser möchte sein Referat aber nicht verlesen, sondern über einige Dinge sprechen, die ihm wichtig erscheinen. Er erzählt, wie er durch seine Arbeit als Mittelschullehrer und seine Arbeitsweise bekannt wurde. Zum Verbot des Videofilms durch den Regierungsrat Gilgen äussert er sich kritisch. Er empfindet das Verbot als tiefen Misstrauensbeweis gegen die Studenten. Die Studenten dürfen nicht selbst beurteilen, sondern müssen sich der Meinung der Regierung anpassen. Die Regierung setze den Bürger zurück auf die Stufe eines Kindes und entmündige ihn. Er beklagt sich zusätzlich über die Selektion an der Universität, die dafür sorgt, dass eine hohe Rate Studenten ihr Examen nicht besteht, dadurch ihr Selbstvertrauen verloren geht und sie sich von einem akademischen Werdegang abwenden. Den Verlust des Selbstvertrauens sieht Hehlen als grosse Gefahr für die Studenten.

Als Kritik gegenüber den Studenten führt er an, dass diese oft ihr Studium hinter sich bringen wollen, um später durch ihr Einkommen privilegiert zu sein. Eine Selektion von solchen Studenten befürwortet er.

Hehlen spricht sich für ein Studium aus, dass Probleme löst, den Intellekt fördert und die Problematik behandelt, wie man die Gesellschaft verändern kann. Ihm missfallen aber Studenten, die ihr Examen allein wegen des eigenen gesellschaftlichen und finanziellen Profits machen.

00:08:08 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Ein Jugendlicher äussert sich zum Begriff Objektivität. Objektivität sei nichts anderes als die Subjektivität der Herrschenden.

00:00:52 Ein Jugendlicher findet den Videofilm manipuliert. Aber auch den Film, der die Tagesschau eine Woche zuvor ausgestrahlt hat, empfindet er als manipuliert. Der Film der Tagesschau wurde aber von einer wesentlich grösseren Masse von Menschen angesehen.

00:01:25 Eine Jugendliche will dem Regierungsrat Gilgen den Vorschlag unterbreiten, dass der Jugend das Filmmaterial der Polizei zur Verfügung gestellt wird und diese aufgrund dieses Materials einen objektiven Film produziert.

00:01:48 Ein Jugendlicher fordert Solidarität für zehn Ökonomiestudenten, die dem ökonomischen Seminar in Bern eine Petition überreicht haben und nun deshalb wegen Nötigung vor Gericht stehen.

00:02:57 Ein Jugendlicher ruft dazu auf, alle Staaten der Welt abzuschaffen. Er sieht die Staaten als Wurzel allen Übels: „Unser Kampf ist auch ein Kampf gegen den Staat.“

00:03:43 Ein Jugendlicher erzählt von seiner Verhaftung nach einer Demonstration und seiner Anklage. Er fordert die Jugendlichen auf, bei der nächsten Demonstration die Forderung „Straffreiheit für alle Verhafteten“ auszurufen

00:06:16 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Eine Jugendliche fordert aufgrund der vielen Diskussionen und Aufregungen über Regierungsrat Gilgen einen Tag, dem ihm thematisch gewidmet ist und an dem Gespräche zu seiner Politik stattfinden. Sie plädiert für einen „Anti-Gilgen-Sonntag“

00:01:37 Ein Jugendlicher möchte, dass die Studenten ihren Intellekt nutzen, um Veränderungen zu bewirken. Er fordert sie aber auch auf, sich an den Demos zu beteiligen.

00:02:34 Ein Jugendlicher macht zwei Vorschläge: 1. Am nächsten Donnerstag könnte ein solcher Anti-Gilgen-Tag stattfinden, an dessen Ende man eine Resolution verabschiedet, wie sich die Politik des Regierungsrat in Zukunft anders gestalten soll 2. Heute soll eine stille Demonstration gegen den Regierungsrat und gegen die Repressalien der Stadt stattfinden.

00:03:37 Ein Jugendlicher spricht sich ebenfalls für einen Aktionstag am kommenden Donnerstag aus, an welchem gegen die hohe Durchfallquote der Studenten und gegen willkürliche Entlassungen an der Universität demonstriert wird. Er fordert die verschiedenen Verbände der Universität auf, möglichst viele Studenten zu mobilisieren und dafür zu sorgen, dass die Vorlesungen am Donnerstagnachmittag unbesucht bleiben.

00:04:32 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass die Jugendlichen schon viel zu lange diskutieren. Er findet, man solle mit Gewalt gegen die Missstände vorgehen. Er plädiert für eine vernünftige Form von Gewalt.

00:05:08 Auch ein anderer Jugendlicher findet, dass zuviel geredet wird und deshalb andere Punkte wie z.B. Konzerte zu kurz kommen. Trotzdem findet er es wichtig, dass alle Jugendlichen der Bewegung ihre Meinung äussern können. Dies diene auch dem Kennenlernen untereinander.

00:06:38 Ein Jugendlicher möchte bald zum Erziehungsdepartement abmarschieren, da er seine Bedenken äussert, dass sich die Versammlung bei zu langer Dauer auflöst

00:07:04 Eine Jugendliche findet es falsch, wenn man bestimmt, über welche Themen man redet und über welche nicht

00:07:30 Eine Jugendliche will mit dem Demonstrationszug direkt vor das Anwesen des Regierungsrats Gilgen marschieren – ein anderer Jugendlicher meldet sich, weil er weiss, wo der Regierungsrat wohnt

00:08:15 Ein Vertreter des Demokratischen Manifests sieht die Versammlungen der Bewegung als eine Form der Gewalt, als Machtinstrument gegen die Regierung; er sieht in diesen Veranstaltungen, in den Demonstrationen, unter Umständen auch in gewalttätigen Demonstrationen das grösste Potenzial für eine Veränderung

00:09:20 Ein Jugendlicher fordert alle Studenten auf, ebenfalls an der Vollversammlungen der Zürcher Jugend teilzunehmen

00:09:38 Ein Jugendlicher spricht im Namen des VSU für den nächsten Donnerstag einen Vorlesungsboykott aus; ausserdem will er, dass man Gilgen zum Rücktritt auffordert

00:10:27 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Ein Jugendlicher kündigt den Aktionstag an, der am Donnerstag um 14.15 Uhr in der unteren Mensa der Universität stattfindet

00:00:13 Lyrische Stellungnahme der Gruppe Luft & Lärm

00:02:00 Diverse Diskussionen im Saal und undeutliche Stellungnahmen

00:04:57 Ende Track06

weitere Angaben…

Vollversammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 11. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Hauptthema der ersten Stunde ist die Frage von Militanz und Gewalt. Es werden verschiedene Interpretationen von physischer und struktureller Gewalt dargestellt. Es melden sich auch christliche Redner und verschiedentlich wird darauf hingewiesen, dass es gewaltfreie Aktionen brauche. Die Gewalt der letzten Tage habe aber dazu geführt, dass die Anliegen der Jugendlichen endlich wahrgenommen werden. Festgestellt wird auch, dass die Bewegung von einer umfassenden Problematik getragen werde, weshalb, ganz allgemein, eine Vollversammlung aller Unzufriedenen vorgeschlagen wird. Kein Konsens ist darüber möglich, wie mit der Stadtregierung verhandelt werden soll. Zweimal wird darüber abgestimmt. Zwar möchte man mit dem Stadtrat sprechen, aber es bleibt umstritten, wie das passieren soll. Die Diskussion ist schliesslich festgefahren. Es kann nur beschlossen werden, Verhandlungen zu führen. Es wird der Vorschlag erhoben, in corpore im Stadthaus mit dem Stadtrat zu sprechen, dies, obwohl viele Voten für eine Delegation plädieren und Beispiele anführen (Gruppe Olten, Anti AKW Bewegung). Gegen Ende der Versammlung wird darüber informiert, dass eine juristische Abklärung ergeben habe, dass die Stadtregierung die Strafanträge gegen Verhaftete durchaus zurückziehen könne, was denn auch gefordert wird. Teil 1/4: Das Communiqué des Stadtrats wird verlesen.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Es werden zwei Durchsagen wegen einer verlorenen Brieftasche und einem deponierten Bass gemacht

00:01:03 Ein Jugendlicher verliest das Communiqué des Stadtrats: „Der Stadtrat von Zürich teilt mit: Lange Zeit übte der Stadtrat der demonstrierenden Jugend gegenüber Nachsicht. Mit Langmut suchten die Behörden der Stadt das Gespräch. Den Wünschen unruhiger Jugendlicher entgegenkommend, bot man unter klar umschriebenen Bedingungen einen Gebäudekomplex an der Limmatstrasse an. Die Polizei hielt sich, solange es ging, zurück. Bereits meldeten sich Stimmen, die eine härtere Hand forderten. Dennoch wollte der Stadtrat seine Gesprächsbereitschaft nicht aufgeben. Leider ist die Grosszügigkeit von den Demonstranten nicht gewürdigt worden. Am Samstag beantworteten sie das Angebot betreffend Limmatstrasse mit abendlichen Demonstrationen in der Stadt und mit Beschädigungen am Opernhaus. Am Sonntag entschied eine sogenannte Vollversammlung in ultimativer Form, die an das Angebot geknüpften Bedingungen abzulehnen. Am Montagabend schliesslich kam es zu neuen Ausschreitungen. Damit ist offensichtlich klar geworden, dass die Wortführer der Jugendlichen nicht in der Lage oder nicht willens sind, Ausschreitungen zu verhindern. Durch diese Entwicklung der letzten drei Tage sieht sich der Stadtrat zu seinem Bedauern gezwungen, die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Unter den gegebenen Umständen ist es dem Stadtrat nicht möglich, die Rote Fabrik für die eigenmächtig angekündigte Vollversammlung vom Mittwochabend zur Verfügung zu stellen. Die demonstrierenden Jugendlichen lehnen zurzeit das direkte Gespräch mit den Behörden ab. Ändert sich diese Haltung, so ist der Stadtrat durchaus zu neuen Kontakten bereit. Anschliessend stellt der Stadtrat fest, dass die überwältigende Mehrheit der Jugendlichen unserer Stadt ihre Freizeit in den verschiedensten Verein und Organisationen oder auch in ihren Familien sowie in städtischen Einrichtungen sinnvoll verbringt. Der Stadtrat nützt die Gelegenheit alle diesen Organisationen für ihre wertvolle Arbeit zu danken. Er hofft, dass sich der Wunsch unserer Bevölkerung nach einem friedlichen Zusammenleben unverzüglich erfülle.“

00:03:54 Der Jugendliche, der das Communiqué verlesen hat, nimmt Stellung. Er versteht die Verärgerung und den Druck, der auf dem Stadtrat lastet. Aber er findet auch, man solle sich bewusst sein, dass der Stadtrat in seiner Stellungsnahme die Limmatstrasse nicht erwähnt hat. Die Bewegung sei immer noch im Gange und durchaus fähig, weiterhin Druck auf den Stadtrat auszuüben.

00:04:45 Ein Jugendlicher erzählt, dass er die Limmatstrasse inspizierte und erfuhr, dass Stadträtin Lieberherr vier Elektriker engagiert habe, die demolierte Installationen von der letzten Demonstration wieder instand zu setzten haben.

00:05:26 Ende Track01

weitere Angaben…

Vollversammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 11. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Personen
  1. Hohler, Franz (1943-
  2. Zanolari, Oreste
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Hauptthema der ersten Stunde ist die Frage von Militanz und Gewalt. Es werden verschiedene Interpretationen von physischer und struktureller Gewalt dargestellt. Es melden sich auch christliche Redner und verschiedentlich wird darauf hingewiesen, dass es gewaltfreie Aktionen brauche. Die Gewalt der letzten Tage habe aber dazu geführt, dass die Anliegen der Jugendlichen endlich wahrgenommen werden. Festgestellt wird auch, dass die Bewegung von einer umfassenden Problematik getragen werde, weshalb, ganz allgemein, eine Vollversammlung aller Unzufriedenen vorgeschlagen wird. Kein Konsens ist darüber möglich, wie mit der Stadtregierung verhandelt werden soll. Zweimal wird darüber abgestimmt. Zwar möchte man mit dem Stadtrat sprechen, aber es bleibt umstritten, wie das passieren soll. Die Diskussion ist schliesslich festgefahren. Es kann nur beschlossen werden, Verhandlungen zu führen. Es wird der Vorschlag erhoben, in corpore im Stadthaus mit dem Stadtrat zu sprechen, dies, obwohl viele Voten für eine Delegation plädieren und Beispiele anführen (Gruppe Olten, Anti AKW Bewegung). Gegen Ende der Versammlung wird darüber informiert, dass eine juristische Abklärung ergeben habe, dass die Stadtregierung die Strafanträge gegen Verhaftete durchaus zurückziehen könne, was denn auch gefordert wird. Teil 2/4: Im Zentrum stehen Fragen der Militanz resp. Gewaltlosigkeit und die Diskussion über die vom Stadtrat geforderte Delegation. Es äussern sich u.a. Franz Hohler und zwei gläubige Jugendliche, die ausgebuht werden.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Ein Jugendlicher will die Demonstranten in eine gewalttätige und eine gewaltlose Gruppe unterteilen – das Publikum protestiert lautstark

00:01:27 Ein Jugendlicher macht den Vorschlag, dass zuerst allgemeine Statements abgegeben werden, und später die Themen spezifischer behandelt werden

00:02:36 Ein Jugendlicher erzählt, er habe erfahren, dass Emilie Lieberherr am letzten Montag der Gruppe F&F die Räume der Limmatstrasse 18/20 angeboten habe

00:03:22 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass man über das Thema Militanz in der Bewegung diskutieren sollte, weil dies wesentlich sei

00:05:02 Eine Jugendliche befürwortet die Diskussion über Militanz, kann aber selbst nichts dazu beitragen. Sie macht den Vorschlag ein Komitee oder eine Arbeitsgruppe zu gründen, in der sich Personen treffen, die keine Gewalt anwenden.

00:06:27 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Jugendlicher gibt seine Meinung zum Communiqué des Stadtrats ab. Er findet, der Stadtrat mache es sich zu einfach und er ist wütend, weil dieser nicht auf die Forderungen der Jugendlichen antwortet. Er beklagt, dass sich der Stadtrat als gesprächsbereit bezeichnet, jedoch kein Vertreter der Stadt anwesend ist. Ausserdem befürwortet er den passiven Widerstand, der den Stadtrat zum Handeln zwingt.

00:02:04 Ein Jugendlicher macht den Vorschlag, dass am heutigen Abend nochmals über die Forderung des Stadtrats diskutiert wird, ob eine Delegation für die Verhandlungen gebildet werden soll oder nicht.

00:02:41 Ein Jugendlicher ist enttäuscht und wütend über die wechselnden Forderungen, die der Stadtrat stellt und die Statements die er abgibt. Er ist der Ansicht, dass man ihm in dieser Hinsicht sicherlich nicht trauen kann.

00:03:20 Ein Jugendlicher findet die Unterscheidung zwischen gewalttätigen und gewaltlosen Gruppierungen innerhalb der Jugendbewegung falsch. Er ist gegen eine solche Spaltung und plädiert für ein gemeinsames weiteres Vorgehen.

00:04:23 Ein Jugendlicher betont, dass es sich bei den vorhin besprochenen Gruppen nicht um Komitees, sondern um Arbeitsgruppen handle.

00:04:36 Eine Jugendliche spricht sich gegen eine Delegation aus, da sie befürchtet dass eine Gruppe von 5-10 Personen nicht die Meinung der ganzen Bewegung repräsentieren könne.

00:05:11 Ein Jugendlicher betrachtet den Stadtrat als unfair, falls dieser nicht auf die Forderung der Jugendlichen eingeht und mit der Vollversammlung diskutiert.

00:05:39 Ein Jugendlicher liest ein paar seiner Überlegungen vor: „Die Schaufenster unserer musealen Kultur zerbrechen durch die Steine, die man uns gegeben hat, als wir nach Brot verlangten. Wir wollen unsere Sprache zurück, die man uns entzogen hat und uns verweigert hat, um uns dafür mit einfältigen Parolen abzuspeisen. Wir wollen unsere Hände befreien, die man uns gebunden hat, um uns dafür die Zärtlichkeit aus zweiter Hand anzubieten. Wir wollen unsere Liebe zurück, die man uns entwendet hat, um uns damit zu vergewaltigen. Wir wollen wieder mit eigenen Augen sehen, die man uns gebunden hat, um uns in die Irre zu leiten. Wir wollen unseren Frieden zurück, den man uns verweigert hat, um uns gegen einander aufzuhetzen. Wir wollen unsere Lieder zurück, die man verfälscht hat, um uns zu belügen. Und wir wollen unsere Jugend zurück, die man uns genommen hat, um uns zu vergreisen. – Den Hass, die Feinbilder dürfen Sie behalten. Unsere Sprachlosigkeit, unsere Verzweiflung werden wir, die Jugend, Ihnen dankend zurück geben. Wir solidarisieren uns mit dem allgemeinen Unbehagen.“

00:07:55 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Eine wirft die Frage auf, ob die Jugendlichen bereit sind, für das Jugendhaus Verantwortung zu übernehmen. Sie äussert ihre ablehnende Haltung gegenüber Gewalt. Sie bekennt ihren christlichen Glauben (das Publikum protestiert lautstark).

00:02:36 Eine Jugendliche plädiert dafür, dass jeder Teilnehmer Eigenverantwortung übernimmt. Jeder soll sich nach seinen Fähigkeiten nützlich machen und jeder soll Platz haben.

00:03:21 Eine Jugendliche wehrt sich gegen die Behauptung des Stadtrates und der Presse, dass die Bewegung im Vergleich zur Anzahl Jugendlichen in der Stadt extrem klein ist, sie betont, dass alle an die Veranstaltungen kommen dürfen.

00:03:51 Ein Jugendlicher betont, dass die Anwesenden in einem repressiven Staat leben und es in einem solchen eine legitime Form von Gewalt gäbe. Seiner Ansicht nach ist diese Gewalt ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Bewegung. Er bestärkt die Jugendlichen in ihrer Militanz.

00:05:33 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Der Redner spricht auf eine andere Form der Militanz an, bei der die Auslieferung der NZZ durch die Jugendlichen verhindert wurde. Dies sei eine gewaltlose Form der Militanz.

00:00:45 Ein Jugendlicher hat eine Idee, wie die Nichtauslieferung der Tageszeitung mit nur zwanzig Leuten und wenig Aufwand gemacht werden kann und bietet an, man könne ihn fragen, wenn man sich dafür interessiere.

00:01:21 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass Demonstranten nicht das Recht haben, ohne vorherigen Beschluss an einer Vollversammlung mit Steinen zu werfen. Er meint, man müsse an der Vollversammlung eine gemeinsame Strategie entwickeln und danach durchführen, ohne dass die Bewegung sich spaltet.

00:02:52 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, der Gruppierung sollte es weiterhin möglich sein, ihre eigene Politik und Entscheide zu tragen und umzusetzen.

00:03:36 Ein Jugendlicher zeigt (anscheinend) ein Plakat mit der Aufschrift „Der Zürichberg dankt für sein Opernhaus“.

00:03:59 Ein Jugendlicher spricht nochmals über die Militanz bei der letzten Demonstration vor der NZZ. Er findet es falsch, dass an dieser Demonstration niemand wirklich gehandelt hat, sondern im Gegenteil viele Jugendliche nach Hause gingen oder sich distanzierten. Er fordert die Jugendlichen auf zu handeln.

00:06:35 Der Schriftsteller Franz Hohler erklärt anhand seiner eigenen Erfahrung mit dem Schriftstellerverband und der Gründung der Gruppe Olten, dass die Bildung einer Delegation für die Bewegung äussert nützlich sein kann. Er hält die Ablehnung einer Delegation für realitätsfremd.

00:09:21 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Hohler erklärt, dass die Gruppe Olten am heutigen Abend die Miete des Volkhauses übernommen hat.

00:01:12 Ein Jugendlicher stellt noch einmal fest, dass das zentrale Anliegen der Jugend ein autonomes Jugendhaus ist und dies auch in der Diskussion wieder mehr spürbar sein soll. Er will eine Besetzung des Jugendhauses.

00:02:41 Eine Jugendliche ist der Ansicht, dass wenn eine Regierung einen Volksentscheid ignoriert, ein ganzes Volk erzürnt ist und nicht bloss eine Delegation. Sie taxiert es als Gewalt, dass die Regierung den Willen des Volkes nicht umsetzt und folgert, dass eine Reaktion ebenfalls in der Form von Gewalt nur natürlich sei.

00:03:41 Ein Jugendlicher widerspricht der Behauptung eines Vorredners, dass der Vorschlag, vor dem NZZ-Gebäude hinzusitzen, nicht umgesetzt wurde; er fordert ein System zur Erfassung der kollektiven Meinung der Jugendbewegung, vor allem um dieser besser entsprechen zu können.

00:04:43 Ein Erwachsener macht den Vorschlag eine Medaille für den Regierungsrat Gilgen produzieren zu lassen. Vorne:. „Orden zuerkannt für die grösste politische Dummheit“, hinten: „Grosser Verdienstorden um die Stärkung der Demonstranten“; weiter stellt er fest, obwohl er ein Gegner der Gewalt ist, dass die Jugendlichen nur dank der Gewalttätigkeit Aufmerksamkeit bekamen.

00:09:41 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Ein Jugendlicher äussert sich zum Thema Delegation. Er stellt den Antrag eine Delegation zu bilden.

00:01:14 Ein Jugendlicher bedankt sich bei der Gruppe Olten für die Übernahme der Miete und bei der Universität Zürich für ihre Solidarität; die Auswirkungen der Gewalt hält er für mässig; eine Delegation findet er unnötig und die Vollversammlung völlig ausreichend.

00:02:39 Ein Jugendlicher bedankt sich ebenfalls für die Bezahlung der Miete beim Schriftstellerverband Sektion Olten. Doch er ist tief beleidigt über die Äusserung Hohlers, die Jugendlichen würden sich wie Indianer verhalten. Seiner Meinung nach wissen die Indianer wahrscheinlich am besten, was es heisst, um Autonomie kämpfen zu müssen [tosender Applaus].

00:03:34 Einem Jugendlichen gefiel das Gedicht eines Vorredners, der über seine Wünsche sprach. Er sagt, er habe seinen Frieden im christlichen Glauben gefunden.

00:04:25 Ein Jugendlicher ist gegen eine Delegation, weil er die allfälligen Kandidaten wahrscheinlich nicht einmal kennen würde.

00:04:47 Ein Jugendlicher spricht sich aus folgenden Gründen gegen eine Delegation aus: 1. 10-15 Personen könnten im Nachhinein für Ausschreitungen verantwortlich gemacht werden 2. Die Delegation hätte zuviel Macht, die sie eventuell missbrauchen könnte 3. Die Bildung einer Delegation würde wertvolle Zeit verbrauchen, die die Bewegung aufgrund ihrer Schnelllebigkeit nicht hat; er macht den Vorschlag, einen Mann als Vermittler zu bestimmen, der die jeweiligen Nachrichten dem Stadtrat oder der Jugendbewegung überbringt (ohne eine handelnde Funktion zu besitzen) und schlägt vor, diese Aufgabe Oreste Zanolari zu übertragen.

00:07:09 Ende Track06

[Track 07]

00:00:00 Ein Jugendlicher fasst die Erkenntnisse des Communiqués des Stadtrats zusammen. Ihm wurde bewusst, dass die Jugendlichen nicht die einzigen sind, die Forderungen stellen. Auch wurde ihm klar, dass neben dem Stadtrat viele andere Verbände, Parteien etc. gegen die Bewegung und ihre Ziele arbeiten.

00:02:21 Ende Track07

weitere Angaben…

Vollversammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 11. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Hauptthema der ersten Stunde ist die Frage von Militanz und Gewalt. Es werden verschiedene Interpretationen von physischer und struktureller Gewalt dargestellt. Es melden sich auch christliche Redner und verschiedentlich wird darauf hingewiesen, dass es gewaltfreie Aktionen brauche. Die Gewalt der letzten Tage habe aber dazu geführt, dass die Anliegen der Jugendlichen endlich wahrgenommen werden. Festgestellt wird auch, dass die Bewegung von einer umfassenden Problematik getragen werde, weshalb, ganz allgemein, eine Vollversammlung aller Unzufriedenen vorgeschlagen wird. Kein Konsens ist darüber möglich, wie mit der Stadtregierung verhandelt werden soll. Zweimal wird darüber abgestimmt. Zwar möchte man mit dem Stadtrat sprechen, aber es bleibt umstritten, wie das passieren soll. Die Diskussion ist schliesslich festgefahren. Es kann nur beschlossen werden, Verhandlungen zu führen. Es wird der Vorschlag erhoben, in corpore im Stadthaus mit dem Stadtrat zu sprechen, dies, obwohl viele Voten für eine Delegation plädieren und Beispiele anführen (Gruppe Olten, Anti AKW Bewegung). Gegen Ende der Versammlung wird darüber informiert, dass eine juristische Abklärung ergeben habe, dass die Stadtregierung die Strafanträge gegen Verhaftete durchaus zurückziehen könne, was denn auch gefordert wird. Teil 3/4: Intensive Diskussion, ob und in welcher Form (Brief, Kurier, Delegation) mit dem Stadtrat verhandelt werden soll.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass über das Wesen einer möglichen Delegation diskutiert werden muss.

00:01:09 Eine Jugendliche gibt Antwort auf den Vorschlag der Gruppe Olten. Ihrer Ansicht nach ist eine Delegation unnötig. Die Beschlüsse der Vollversammlung sollen wie bisher veröffentlicht werden. Ihre Ablehnung einer Delegation begründet sie mit der Meinung, dass sie keine ihr unbekannten Menschen wählen möchten, die während der Verhandlung die Jugendbewegung repräsentieren.

00:02:25 Ein Jugendlicher ist der Meinung, die Jugendbewegung brauche keine Delegation, sondern einen Kurier, der die Nachrichten der Parteien übermittelt.

00:02:41 Ein Jugendlicher erinnert an die jahrelangen Diskussionen mit dem Stadtrat in Form von Delegationen.

00:03:20 Ein Jugendlicher äussert sich gegen den Vorschlag eines Kuriers, sowie gegen eine Delegation, die seiner Meinung nach die Bewegung entmachtet

00:03:54 Eine Jugendlicher bemängelt, dass fehlende Interesse an den Gefangenen. Sie fordert die sofortige Freilassung aller Gefangenen. Sie kritisiert die teilweise ungerechtfertigten Festnahmen. Sie fordert die Jugendlichen auf, Personen, die inhaftiert wurden, bei der Aktionsgruppe für Festnahmen zu melden (Zusammenarbeit mit Anwaltskollektiv).

00:05:58 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass der Jugendbewegung eine weit reichendere Unzufriedenheit zugrunde liegt, als nur das Fehlen eines Jugendhauses. Er fordert die Sammlung von Anliegen der Stadtbevölkerung (Wohnungssituation, Umweltverschmutzung), um die allgemeine Unzufriedenheit zu lindern. Er macht den Vorschlag, die Vollversammlung auf die ganze Stadtbevölkerung auszuweiten und eine Vollversammlung der Unzufriedenen im Stadthaus einzuberufen, wo der Stadtrat nicht mehr ausweichen kann.

00:02:59 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ein Jugendlicher fordert eine Diskussion über die Filmzensur des Stadtrates. Die Gespräche zum Thema Jugendhaus findet er lächerlich.

00:00:33 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, die langwierigen Diskussionen nähmen der Bewegung die Macht. Er spricht sich für noch mehr Aktionen aus, die der Stadtrat nicht mehr ignorieren könne.

00:02:08 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Eine Jugendliche kündigt ein Treffen im Restaurant „Krokodil“ an für Personen, die an der Planung von Aktionen interessiert sind.

00:01:01 Ein Jugendlicher will die Arbeitsgruppen und ihre Treffen besser koordinieren. Vordringlich soll das Thema Limmatstrasse behandelt werden. Er fordert eine Abstimmung über die Frage: Soll mit dem Stadtrat in Form einer Delegation verhandelt werden? Die Vollversammlung beschliesst, mit dem Stadtrat zu verhandeln.

00:06:25 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Ein Jugendlicher plädiert für einen schriftlichen Verkehr mit dem Stadtrat. Der Vorteil ist seiner Ansicht nach, dass keine Treffen stattfinden müssen.

00:02:22 Ein Jugendlicher definiert noch einmal das Thema der Diskussion „Kurier oder Delegation“.

00:03:03 Ein Jugendlicher äussert seine Verwirrung. Er versteht nicht, warum eine Delegation oder ein Kurier bestimmt werden soll, um die Forderungen an den Stadtrat heran zu tragen, die schon längst klar und deutlich gestellt worden sind. Nach seiner Meinung muss nur noch eine klare Antwort gefordert werden.

00:04:24 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Ein Jugendlicher schildert die Bedingung des Stadtrats, der eine Delegation gefordert hat, mit der sie sprechen kann. Er stellt zur Debatte, ob sich die Vollversammlung mit einem Kurier einverstanden sieht, der formelle Verhandlungen führt, aber eigentlich die Funktion eines Briefträgers inne hat. Er betont, dass die Jugendlichen, sofern sie das Jugendhaus an der Limmatstrasse besitzen möchten, auf die Forderung des Stadtrats eingehen und Verhandlungen führen müssen. Als Kandidaten schlägt er deshalb Oreste Zanolari vor.

00:02:51 Ein Jugendlicher erinnert daran, dass auch die Vollversammlung als Verhandlungsorgan gelten kann.

00:03:18 Ein Jugendlicher äussert sich gegen einen Kurier, wenn dieser nur als Briefträger fungiert. In einer solchen Situation müssten ständig Vollversammlungen einberufen werden, um Entscheidungen zu treffen. Bei einer Delegation hingegen besteht die Möglichkeit, Formalitäten schneller zu klären, um den Umzug an die Limmatstrasse zu beschleunigen.

00:03:56 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass über die Autonomie des Jugendhauses („kein Schmier, kein Sozialarbeiter“) nicht mehr diskutiert werden muss. Über Formalitäten der Lokalität Limmatstrasse kann mit dem Stadtrat gesprochen werden.

00:05:19 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, eine Delegation sei unnötig. Ausserdem fordert er alle anwesenden Mittelschüler auf, sich an ihren Schulen zu engagieren und ihre Mitschüler über die Bewegung zu informieren.

00:06:39 Ende Track06

[Track 07]

00:00:00 Ein Redner spricht sich anhand des Beispiels der AKW-Bewegung für Delegationen und eine bessere Organisation aus. Er macht den Vorschlag, dass Gruppen zwischen 30 und 50 Personen jeweils eine Person aus ihrer Gruppe bestimmten, die dann als Teil der Delegation fungiert. Der Vorschlag stösst auf grosse Ablehnung beim Publikum.

00:01:56 Eine Jugendliche ist gegen eine Delegation, weil diese Macht ausüben kann. Auch äussert sie sich gegen einen Kurier und findet die Post völlig ausreichend. Ausserdem findet sie, dass Bagatellen nicht mit dem Stadtrat diskutiert werden müssten, wenn das Jugendhaus autonom sein soll.

00:03:14 Ein Jugendlicher betont, dass sich die Jugendlichen nicht zwischen Kurier oder Delegation entscheiden müssten, sondern dass auch weiterhin die Möglichkeit der Vollversammlung als Verhandlungsorgan besteht. Ausserdem betrachtet er Delegationen als sinnlos, da der Stadtrat die Forderungen der Jugendlichen nicht beantwortet. Er spricht sich für Demonstrationen aus, weil er diese als am effektivsten seien.

00:04:49 Eine Jugendliche ist der Ansicht, der Stadtrat fordere aus Angst vor den Jugendlichen eine Delegation. Sie ist der Ansicht, der Stadtrat solle seine Angst überwinden und endlich mit den Jugendlichen sprechen.

00:05:19 Ein Jugendlicher will nicht mehr verhandeln, sondern die Liegenschaft an der Limmatstrasse ab kommenden Samstag besetzen.

00:05:49 Eine Jugendliche kann nicht nachvollziehen, warum man schon so lange über eine Delegation diskutieren muss, wenn sich die Jugendlichen einig sind und ihre Forderungen gestellt haben. Sie ist frustriert, dass die Jugendlichen, die Steine geworfen haben, verantwortlich gemacht werden und die gewaltlosen Jugendlichen nicht belangt werden. Sie stört sich an dieser Ungerechtigkeit. Sie betont die Wichtigkeit des Zusammenhalts.

00:08:31 Ende Track07

[Track 08]

00:00:00 Äusserung via Megaphon (unverständlich).

00:00:46 Ein Jugendlicher ist gegen eine Delegation, um gegenüber dem Stadtrat nicht nachzugeben. Er findet, dass die Angst, die durch die Demonstrationen bei den Politikern entstanden ist, auszunutzen sei. Er macht den Vorschlag am Samstag durch diverse Demonstrationen in der Stadt ein Chaos zu veranstalten, welches er als sehr effektiv betrachtet.

00:01:52 Ein Jugendlicher findet es falsch über das Thema „Delegation“ zu streiten. Er meint, es solle doch eine Delegation mit dem Stadtrat sprechen, die Entscheidung über zukünftige Aktionen liege bei den Jugendlichen.

00:02:32 Ein Jugendlicher begründet die Kraft der Bewegung mit ihrem Ursprung auf der Strasse. Er spricht sich für ein Jugendhaus an der Limmatstrasse aus, um die Bewegung auch weiterhin tragen zu können, wenn die erste Erschöpfung auftritt. Ebenso spricht er sich für einen Kurier aus. Desweiteren ist er der Ansicht, dass man mit der Renovation des Gebäudes sofort beginnen könnte.

00:05:36 Ein Jugendlicher findet einen Kurier sowie eine Delegation überflüssig. Er sieht die Stärke der Bewegung in der Vollversammlung.

00:06:20 Ende Track08

[Track 09]

00:00:00 Ein Jugendlicher ist skeptisch, dass eine Einzelperson die Meinung der ganzen Jugendbewegung vertreten kann und spricht sich deshalb für eine Delegation aus, die genug Personen umfasst.

00:01:44 Eine Jugendliche fragt das Publikum, ob die Vollversammlung auf zukünftige Bedingungen eingehen wird, wenn man schon einer Delegation zustimmt.

00:02:19 Eine Jugendliche ist der Ansicht, dass der Bewegung die Zeit fehlt, weil die Sommerferien bald beginnen und fordert, dass am gleichen Abend Beschlüsse gefasst werden.

00:03:04 Ein Jugendlicher macht den Vorschlag, dass alle Jugendlichen sich mit dem Stadtrat treffen sollten.

00:03:20 Eine Jugendliche aus Basel lobt die Militanz der Zürcher, die den Baslern ein Vorbild war.

00:03:47 Ein Jugendlicher stellt fest, dass die Forderungen dem Stadtrat bereits übergeben wurden und man nun eigentlich nur auf eine Antwort warte.

00:04:11 Ein Jugendlicher ist gegen einen Kurier genauso wie gegen eine Delegation. Wenn der Stadtrat innerhalb der gesetzten Frist nicht handle, müsse die Jugend handeln.

00:04:56 Ende Track09

weitere Angaben…

Vollversammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 11. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Personen
  1. Hohler, Franz (1943-
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Hauptthema der ersten Stunde ist die Frage von Militanz und Gewalt. Es werden verschiedene Interpretationen von physischer und struktureller Gewalt dargestellt. Es melden sich auch christliche Redner und verschiedentlich wird darauf hingewiesen, dass es gewaltfreie Aktionen brauche. Die Gewalt der letzten Tage habe aber dazu geführt, dass die Anliegen der Jugendlichen endlich wahrgenommen werden. Festgestellt wird auch, dass die Bewegung von einer umfassenden Problematik getragen werde, weshalb, ganz allgemein, eine Vollversammlung aller Unzufriedenen vorgeschlagen wird. Kein Konsens ist darüber möglich, wie mit der Stadtregierung verhandelt werden soll. Zweimal wird darüber abgestimmt. Zwar möchte man mit dem Stadtrat sprechen, aber es bleibt umstritten, wie das passieren soll. Die Diskussion ist schliesslich festgefahren. Es kann nur beschlossen werden, Verhandlungen zu führen. Es wird der Vorschlag erhoben, in corpore im Stadthaus mit dem Stadtrat zu sprechen, dies, obwohl viele Voten für eine Delegation plädieren und Beispiele anführen (Gruppe Olten, Anti AKW Bewegung). Gegen Ende der Versammlung wird darüber informiert, dass eine juristische Abklärung ergeben habe, dass die Stadtregierung die Strafanträge gegen Verhaftete durchaus zurückziehen könne, was denn auch gefordert wird. Teil 4/4: Die Vollversammlung lehnt in einer Abstimmung die Entsendung einer Delegation oder eines Kuriers ab; die Versammlung löst sich auf, nachdem die Aktivitäten der nächsten Tage (Demonstration, Bildung neuer und Stärkung bestehender Arbeitsgruppen) besprochen wurden.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:35 Ein Jugendlicher bekundet seinen Unmut über die Entscheidung Oreste Zanolaris das Angebot abzulehnen. Er spricht sich für eine Delegation aus, weil er der Meinung ist, dass die Bewegung das Jugendhaus an der Limmatstrasse braucht. Er findet es falsch, Angst vor einer Delegation zu haben, die die Jugendlichen selbst wählen und dessen Verhandlungsbasis sie ebenfalls selbst bestimmen.

00:02:23 Ein Jugendlicher taxiert den Vorschlag des Kuriers sowie der Delegation als Arbeitsweise des Stadtrates, welche aber nicht zur Jugend passt.

00:02:41 Eine Jugendliche spricht sich gegen eine Delegation aus, da diese nicht die Meinung von mehreren tausend Menschen vertreten könne. Ebenso findet sie einen Kurier unnötig, da dieser nur Mitteilungen überbringt, was auch anders geschehen kann. Bisher habe die Vollversammlung sich selbst und ihre Aktionen organisiert.

00:03:32 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Jugendlicher ist der Meinung, dass die Jugendlichen nicht nur über ihre persönlichen Ansichten sprechen sollten, sondern dass es sehr viel wichtiger ist, etwas zu tun und Aktionen zu veranstalten.

00:01:22 Ein Jugendlicher betrachtet einen Kurier als unnötig, weil der Stadtrat auch so (u.a. durch Spitzel) erfährt, wie die Forderungen der Jugendlichen lauten. Ausserdem macht er den Vorschlag, der Stadtrat könne die Gefangenen frei lassen und ihnen ihre Antworten mitgeben. Der Jugendliche zitiert den Stadtpräsidenten, der gesagt hat, er richte sich auf einen „heissen Sommer“ ein und er fragt die Jugendlichen, ob sie dies auch tun. Ausserdem ist er gegen eine Delegation, weil er die Macht nicht delegieren will, sondern diese soll direkt von allen ausgeübt werden. Er spricht nochmals über den „heissen Sommer“ und fordert die Jugendlichen auf, für einen solchen zu sorgen: „Wir wollen alles, alles; es gibt nichts, dass wir nicht wollen!“

00:04:07 Ein Jugendlicher will verschiedene politische Strategien anwenden. Nebst den Aktionen und dem Zuwachs müssen auch die politischen Forderungen umgesetzt werden. Pro Kurier.

00:07:21 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Contra Delegation.

00:00:28 Eine Jugendliche ist der Meinung, dass für den Fall einer Verweigerung seitens der Stadt Aktionen geplant werden müssen oder sogar das Gebäude an der Limmatstrasse besetzt werden müsse.

00:01:18 Ein Jugendlicher macht den Vorschlag abzustimmen.

00:02:21 Contra Delegation.

00:03:01 Erneut Vorschlag abzustimmen. Er fordert die Jugendlichen auf, nach der Entscheidung geschlossen hinter dieser Meinung zu stehen.

00:03:43 Pro Kurier. Ausserdem betont der Votant nochmals den Einfluss, den die Zürcher Jugend auf die Jugend anderer Städte (z.B. Basel) hat.

00:05:06 Ein älterer Herr erzählt von seinem jahrelangen Engagement in der Jugendbewegung. Er bestärkt die Jugendlichen in ihrem Tun. Er wiederholt mehrmals seine Unterstützung. Er möchte den Beschluss der Vollversammlung dem Stadtrat persönlich vortragen und fordert die Abstimmung.

00:10:51 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Ein Jugendlicher führt die Abstimmung durch. Eine grosse Mehrheit entscheidet sich für die Vollversammlung und gegen eine Delegation oder einen Kurier als Diskussionspartner. Ein Jugendlicher schreit ins Mikrofon und fordert trotz Abstimmungsresultat einen Kurier.

00:01:22 Eine Jugendliche findet, es seien Vollversammlung sowie ein Kurier für die Kommunikation möglich.

00:02:02 Ein Jugendlicher will die Aktionen des kommenden Wochenendes planen. Er spricht sich für eine schnellstmögliche Übernahme der Liegenschaft an der Limmatstrasse aus und befürwortet die Stärkung der Arbeitsgruppen.

00:04:52 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Ein Jugendlicher kritisiert das fehlende Engagement für die Gefangenen.

00:00:28 Ein Jugendlicher sieht die Autonomie nur als Möglichkeit, wenn sie auch eine Struktur aufweist. In der Bewegung fehlt ihm die Struktur. Eine Form von Struktur sind für ihn die Arbeitsgruppen. Er fordert die Organisatoren der Arbeitsgruppen auf, sich zu äussern.

00:02:16 Ein Jugendlicher gibt das Speak-Out als Treffpunkt für Interessenten von Arbeitsgruppen bekannt.

00:02:47 Er macht den Vorschlag, sich nächsten Samstag am Platzspitz gemeinsam mit der „Velo-Demo“ zu treffen und zu feiern und zu einem späteren Zeitpunkt zu demonstrieren. Zudem schlägt er ein Treffen der 2000 Jugendlichen an der nächsten Gemeinderatssitzung am Mittwoch um 17.00 Uhr vor dem Rathaus vor.

00:04:36 Ein Jugendlicher gibt die Öffnungszeiten und ein Essen für alle im Speak-Out bekannt.

00:05:18 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Ein Jugendlicher gibt eine Veranstaltung zum Thema „Informationen verbreiten“ für Schüler und Lehrlinge am morgigen Tag bekannt.

00:00:40 Franz Hohler spricht sich gegen eine Konfrontation mit dem Gemeinderat aus, weil es schon zu viele solche Auseinandersetzungen gegeben hat.

00:01:07 Ein Jugendlicher bezeichnet die geäusserten Meinungen als Blödsinn. Er empfindet die Diskussionen über die Delegationen als überflüssig. Er fordert die Arbeitsgruppen auf, besser zu koordinieren. Zudem will er, dass die zukünftigen Redner konkrete Aussagen machen.

00:02:59 Unverständliche Aussage eines Jugendlichen aus dem Megafon.

00:03:16 Ein Jugendlicher möchte die Diskussion beenden und sich nächsten Sonntag wieder treffen.

00:03:44 Eine Jugendliche fordert schreiend eine sofortige Demonstration.

00:04:00 Eine Jugendliche will etwas gegen die Spitzel an den Vollversammlungen unternehmen.

00:04:30 Ende Track06

[Track 07]

00:00:00 Ein Jugendlicher gibt bekannt, dass die Aussage des Stadtrates, Strafanträge könnten nicht zurück gezogen werden, juristisch geprüft wurde und man zum Schluss gekommen ist, dass dies nicht stimmt. Er fordert das Engagement der Jugendlichen für den Rückzug aller Strafanträge.

00:01:28 Eine Jugendliche kündigt für den nächsten Tag eine Solidaritätskundgebung an der Universität für die Studenten des Ethnologischen Seminars an. Des Weiteren ist es ihr Anliegen, eine Frauen-Arbeitsgruppe zu gründen.

00:02:29 Eine Jugendliche gibt nochmals Informationen zu einem Treffen.

00:02:53 Ein Jugendlicher kritisiert, dass Veranstaltungen zu Zeiten am Tag angesetzt werden, zu denen berufstätige Personen keine Möglichkeit haben zu erscheinen.

00:03:16 Ein Jugendlicher möchte die Demonstration am Samstag nicht parallel zur Velo-Demonstration organisieren, um deren Anliegen nicht untergehen zu lassen. Er will sich am Sonntag zu einer Grossdemonstration treffen und den Verkehr zum Erliegen bringen, insbesondere um den Forderungen der Jugendlichen Nachdruck zu verleihen.

00:04:28 Ein Jugendlicher will am Samstag um 14.00 Uhr die Demonstration mit der IG Velo durchführen.

00:04:44 Eine Jugendliche fühlt sich ungerecht behandelt, weil die Demonstration and der Uni um 14.00 Uhr stattfindet, und sie sich fragt, wer um diese Uhrzeit aufgrund seiner Arbeit die Möglichkeit hat teilzunehmen.

00:05:20 Einem Jugendlichen fehlt die Solidarität unter den Jugendlichen. Ausserdem findet er es falsch, jeden zu Wort kommen zu lassen und somit keine richtige Diskussion zustande bringen zu können.

00:06:34 Ein Jugendlicher sieht die Vollversammlung als erfolgreich an, da nun eine Kontaktstelle (Speak-Out) existiert und ein weiteres Treffen am Samstag um 14.00 Uhr auf dem Platzspitz vereinbart wurde.

00:07:08 Ende Track07

[Track 08]

00:00:00 Ein Jugendlicher fordert das Publikum auf, sich mit den Gefangenen zu solidarisieren und den Raum zu verlassen.

00:00:23 Ein Jugendlicher wertet die Aktion als richtig, fordert aber nach der Kundgebung dazu auf, dass die Jugendlichen nach Hause gehen.

00:01:20 Ein Jugendlicher erkundigt sich nach dem Treffpunkt, falls es am Samstag regnen würde. Ein anderer antwortet, dann solle man einen Regenschutz bei sich tragen.

00:01:39 Ein Jugendlicher fordert die Jugendlichen auf, sich noch mehr zu engagieren und diese Stadt noch „bunter zu machen“.

00:02:52 Ende Track08

weitere Angaben…

Protesttag von Studierenden an der Universität Zürich vom 12. Juni 1980

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Personen
  1. Gilgen, Alfred (1930-
  2. Nigg, Heinz (1949-
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract In dieser Vollversammlung sprechen vor allem die Studentinnen und Studenten. Vertreter des Projekts Community Medien informieren zuerst über die Situation betreffend Verbot des Videofilms von den Opernhauskrawallen durch Regierungsrat Alfred Gilgen. Anschliessend informieren die Fachvereine der Studierenden über ihre konkrete Studiensituation. Dabei kommen vor allem die Themen Repression, Sparmassnahmen, Mitbestimmung und Selektion zur Sprache. Es entsteht die Idee, ein Antigilgentribunal durchzuführen und dabei das repressive Erziehungssystem aufzuhängen. Ein Vertreter der Schülerversammlung der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene (KME) berichtet vom Schülerstreik und solidarisiert sich mit der Jugendbewegung und den Studenten. Im Verlauf der Debatte bietet Universitätsrektor G. Hilty in einem kurzen Auftritt seine Gesprächsbereitschaft an. Weiter wird über einen Universitätsboykott oder Vorlesungsstreiks sowie über ein Studienreformseminar debattiert. Die Versammlung bespricht das weitere Vorgehen, beschliesst einen zusätzlichen Aktionstag und verabschiedet eine Resolution. In dieser wird unter anderem auch die Absetzung von Erziehungsdirektor Gilgen gefordert. Teil 1/3: Vertreter und Vertreterinnen der Fachvereine äusseren Forderungen, die herzlich wenig mit den Anliegen der Jugendbewegung zu haben, sondern Universitätsinterna betreffen: Berufungen für Lehrstühle, fehlende Mitbestimmung, Budgetkürzungen.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Freier Lehrauftrag wurde auf aufgrund von Budgetkürzungen gestrichen.

00:02:31 Stellungsnahme des Ethnologischen Seminars zur Zensur des Filmes: Die Projektgruppe Community Medien respektiert nur das Verbot, den Film an der Universität nicht mehr zu zeigen. Seit dem letzten Dienstag verlangt Regierungsrat Gilgen sämtliches Rohmaterial und Kopien des Filmes. Heinz Nigg und die Studierenden schlagen dagegen vor, das Video im Beisein der Projektgruppe bei RR Gilgen vorzuführen. Heinz Nigg macht auf sein aufliegendes Buch aufmerksam, dass die Arbeitsweise der Videofilmgruppe dokumentiert.

00:06:28 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Jugendlicher verliest die Resolution des Ethnologischen Seminars: „Die Studentinnen und Studenten des Ethnologischen Seminars wehren sich ganz entschieden gegen willkürliche Eingriffe in den wissenschaftlichen Forschungsbetrieb durch politische Aufsichtsbehörden. Der Entscheid das Projekt der betroffenen Studenten durch einen Telefonanruf abzustoppen, entbehrt jeder Rechtfertigung, da Herr Gilgen weder über den Hergang der Untersuchung, noch über Ziel und Absichten derselben informiert war. Zur sozialwissenschaftlichen Methode der Aktionsforschung, welche die Projektgruppe Community-Medien angewendet hat, gehört es mit dem Betreffenden in einem wechselseitigen Austausch zu stehen, mit ihnen laufend über die Ergebnisse zu diskutieren und ihnen das wissenschaftliche Material zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang steht auch die Filmvorführung im Volkshaus. Als Wissenschaftler sind wir auf das Vertrauen derjenigen, die uns die Informationen liefern, angewiesen und dazu verpflichtet den Schutz ihrer Persönlichkeit zu gewährleisten. Herr Professor Löffler hat sich hinter die Arbeit der Gruppe Community-Medien gestellt. Er teilt die Auffassung, dass das Videodokumentationsmaterial vertraulich zu behandeln ist. Wir solidarisieren uns mit der Projektgruppe Community-Medien, Herrn Dr. H. Nigg und Professor Löffler und verlangen, dass der Erziehungsdirektor die Freiheit der Forschung und Lehre respektiert. Wir fordern die Aufhebung des Vorführungsverbots und die Freigabe der Aufnahmegeräte. Weiterhin fordern wir vom Gesamtregierungsrat gegen die vorgefallene Beeinträchtigung der Forschungsfreiheit einzuschreiten und die nötigen Schritte zu unternehmen, um sie künftig zu gewährleisten und damit auch für die Verlängerung des Lehrauftrages von Dr. Nigg zu garantieren. – Die Studenten und Assistenten des Ethnologischen Seminars.“

00:02:32 Ein Jugendlicher betont das Ultimatum, dass nun um 14 Uhr abgelaufen sei. Er bittet die Vertreter der Fachvereine, ihre Forderungen dem Publikum bekannt zu geben.

00:03:39 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Fachverein des Ethnologischen Seminars schildert die massive Erhöhung der Studentenanzahl an der Universität und das daraus entstehende Problem, dass die zur Verfügung stehende Stundenanzahl der Lehrkörper für den Unterricht an diese Erhöhung nie angepasst wurde.

00:01:33 Fachverein Geschichte beschwert sich über drei grundlose Ablehnungen von Lehraufträgen von Tutoraten. Weitere Forderungen betreffen die Studienreform. U. a. fordert er Mitbestimmung im Bezug auf die Anstellung von Assistenten.

00:03:10 Fachverein Germanistik fordert ein stärkeres Mitbestimmungsrecht in den universitären Gremien und einen massiven Ausbau des Lehrangebotes.

00:04:38 Fachverein Philosophie fordert die Rücknahme der Verkürzung der Lehraufträge. Des Weiteren fordert er u. a. die Abschaffung der Lateinpflicht für Nebenfachstudenten Philosophie.

00:07:46 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Pädagogischer Fachverein fordert Mitbestimmungsrechte betreffend Lehraufträgen. Bei Institutsvereinbarungen soll ein verbrieftes Anrecht auf einen Lehrauftrag pro Semester enthalten sein. Weiter fordert er die Abschaffung des Kriteriums „Wissenschaftlichkeit“ im freien Lehrauftrag. Zudem fordert der Fachverein, dass Arbeiten aus den freien Lehraufträgen als volle Seminararbeiten anerkannt werden.

00:03:13 Fachverein Psychologie: Vertreter äussert den Unmut über die Kontrolle des Videomaterials, die letzte Woche im Psychologischen Institut stattgefunden hat. Er macht den Vorschlag, die Kommunikationsprobleme von RR Gilgen und den Studenten in den Vorlesungen und Seminaren zu thematisieren.

00:05:29 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Fachverein Soziologie fordert mind. eine Stunde pro Semester, die für einen Dozenten nach Wahl der Studenten zur Verfügung gestellt wird. Zudem solidarisieren sich die Soziologiestudenten Zürich mit den Soziologiestudenten aus der französischen Schweiz, die vom Nationalfonds für sozialkritische Studien keine Gelder mehr erhalten und deshalb eine demokratische Strukturierung des Nationalfonds fordern.

00:01:55 Fachverein Ökonomie ist mit der Situation zufrieden. Die Studenten können ihr Anliegen anbringen und auch die gewünschten Lehraufträge wurden bisher immer bewilligt.

00:05:27 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Fachverein Volkskunde verliest einen Brief an Prof. Löffler: „Lieber Herr Prof. Löffler, Ethnologiestudenten haben im Rahmen einer Lehrveranstaltung einen Videofilm gedreht. Die Vorführung dieses Films ist verboten worden, obschon eine Publikation und Diskussion des erarbeiteten Materials mit den direkt Betroffenen von Anfang an erklärtes Ziel dieser Lehrveranstaltung war. Die Arbeitsmethoden und Erhebungstechniken der Ethnologie sind auch die unsern. Auch wir könnten jederzeit in die gleiche Situation kommen. Wir sehen unsere Lehr- und Forschungsfreiheit als Sozialwissenschaftler gefährdet und erklären uns deshalb mit ihnen und der Arbeitsgruppe Community Medien solidarisch. Wir danken Ihnen für Ihre mutige Stellungnahme in einer Angelegenheit von so prinzipieller Bedeutung.“

00:01:39 Fachverein Jus kritisiert die Unterrichtsmethoden, die Motivation der Professoren.

00:04:42 Fachverein Linguistik schildert die Situation eines ausländischen, nebenamtlichen Lektors des Seminars, der keine weitere Aufenthaltsbewilligung erhält, obwohl er seit längerem in der Schweiz wohnt. An der Universität hat er einen Lehrauftrag und ist als amerikanischer Lektor von grosser Bedeutung. Die Studenten fordern nun, dass diesem Lektor erneut eine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung erteilt wird.

00:09:50 Ende Track06

[Track 07]

00:00:00 Fachverein der Romanisten beklagt sich über das mangelnde Mitspracherecht.

00:02:12 Fachverein Geografie fordert mehr Mitspracherecht bei der Wahl neuer Professoren am Institut. Ausserdem beklagt er sich über den Missstand, dass die Studenten bei der Ausarbeitung eines neuen Lehrplanes kein Mitspracherecht erhielten. Ein weiterer Student schildert eine Situation, in der ein Professor alle „linken“ Arbeiten verboten hatte. Als man ihn fragte, was er mit „links“ meine, antwortete er: „Links ist alles, was die Privilegien einer Elite in Frage stellt“.

00:05:06 Ende Track07

[Track 08]

00:00:00 Der Moderator stellt fest, dass das Thema „Lehraufträge“ relativ zentral ist und kündigt ein Mitglied der Lehrauftragskommission an, der die Studenten gerne informieren möchte.

00:00:11 Informationen des Mitglieds der Lehrauftragskommission.

00:01:29 Ein Jugendlicher der Kantonsschule für Erwachsene schildert den heutigen Streik der Schule und die Solidaritätserklärung mit den Studenten und der Jugendbewegung. Er verliest ein Pressecommuniqué: „Die Schülervollversammlung der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene (KME) hat sich heute Donnerstagmorgen während der Schulzeit versammelt, um zu den Ereignissen die Zürcher Jugend und die Studenten betreffend Stellung zu nehmen. Das Problem Gilgen existiert nicht nur an der Universität und nicht erst seit heute. Deshalb drehte sich unser Gespräch auch um Forderungen von uns KME-Schülern, die seit Jahren gestellt werden, ohne je zu Erfolg zu gelangen. Wir haben eine Liste von Forderungen aufgestellt, die der Erziehungsdirektion zugestellt wird: 1. Rücktritt von Erziehungsdirektor Gilgen.

00:04:16 Ende Track08

weitere Angaben…

Protesttag von Studierenden an der Universität Zürich vom 12. Juni 1980

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Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Personen
  1. Gilgen, Alfred (1930-
  2. Hilty, Gerold
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract In dieser Vollversammlung sprechen vor allem die Studentinnen und Studenten. Vertreter des Projekts Community Medien informieren zuerst über die Situation betreffend Verbot des Videofilms von den Opernhauskrawallen durch Regierungsrat Alfred Gilgen. Anschliessend informieren die Fachvereine der Studierenden über ihre konkrete Studiensituation. Dabei kommen vor allem die Themen Repression, Sparmassnahmen, Mitbestimmung und Selektion zur Sprache. Es entsteht die Idee, ein Antigilgentribunal durchzuführen und dabei das repressive Erziehungssystem aufzuhängen. Ein Vertreter der Schülerversammlung der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene (KME) berichtet vom Schülerstreik und solidarisiert sich mit der Jugendbewegung und den Studenten. Im Verlauf der Debatte bietet Universitätsrektor G. Hilty in einem kurzen Auftritt seine Gesprächsbereitschaft an. Weiter wird über einen Universitätsboykott oder Vorlesungsstreiks sowie über ein Studienreformseminar debattiert. Die Versammlung bespricht das weitere Vorgehen, beschliesst einen zusätzlichen Aktionstag und verabschiedet eine Resolution. In dieser wird unter anderem auch die Absetzung von Erziehungsdirektor Gilgen gefordert. Teil 2/3: Fortsetzung der Statements von Fachschaften und Wiederholung bereits gestellter Forderungen. Die Statements weisen eine starke Fixierung auf die Person Gilgens auf. Uni-Rektor Hilty nimmt kurz Stellung und erneuert sein Dialogangebot.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Ein Schüler der KME verliest den Rest des Pressecommuniqué: „[…] Die Schülervollversammlung hat beschlossen, sich mit der Jugendbewegung für ein Autonomes Jugendzentrum und mit den Forderungen der Studenten eine freie Universität zu solidarisieren.“

00:00:32 Ankündigung eines Gedicht von Schülern der KME

00:01:13

„Ein Gespenst das uns bedroht – Herr Gilgen

Ein Flaggschiff im Wüstensand

Wir wollen, Herr Gilgen, nicht verschaukelt werden

vom Karussell in Ihrem Verstand

Wir, die wir ständig in der Obhut ihrer geistigen Gegenwart leben dürfen,

Um dem Berufsverbot zu entgehen

Fragen Sie: „Sind wirklich so etwas wie ein Heiliger Geist?“

Man sagte mir mal „Neinnein das war nicht Herr Marx, nicht die linke Schlangenbrut“,

Keine Agitatoren, es ist ja auch egal wer

Auch nicht jemand, der im Archiv von Cincera verewigt ist.

Dass es Hörgängel gibt, die uns an den Galgen bringen Herr Gilgen

Da der Gilgen, ach, der Galgen, die beste Abhilfe für weitschweifige, unzählige und nichtsanktionierte Gedanken ist. Wir wollen nicht an den Galgen, Herr Gilgen. Das wär’ so was wie: Berufsverbot.

Der Videofilm der war nicht objektiv, da haben Sie Recht

Es war nicht die Polizei, die zuerst anfing mit der Aggression

Er war der Kommandant, der den Befehl gab

Aber wer gab dem Kommandanten den Befehl

War es der Stadtrat?

Was für ein Apparat!

Die Jugend, die sollen Sie erziehen Herr Gilgen

Aber die Jugend, die rebelieren.

Was haben Sie falsch gemacht, Herr Gilgen?

Dass die Polizei auf Junge schiesst?

Wie wär’s wenn Sie sich zurück zögen, um sich genau zu überlegen, was dazu führte,

Dass Ihr jahrelanges Bemühen um Zucht so schnell in die Brüche ging

Wir haben Sie nie gewollt, Herr Gilgen

Also machen Sie schnell!

In die Geschichte werden Sie eingehen

Mit all Ihren Vergehen!“

00:03:21 Ein Jugendlicher mokiert sich über den Umstand, dass niemand vom Fachverein Medizin anwesend ist.

00:04:10 Ein Jugendlicher weist darauf hin, dass Gilgen als Oberassistent an der ETH beruflich ausgebremst worden sei und nun vermutlich versuche, gewisse Dinge durch seine politische Macht zu kompensieren.

00:05:07 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Vertreter des VPOD bekräftigt die Solidarität mit den Mitarbeitern und äussert sich gegen den Abbau von Lehraufträgen. Momentan ist ein Abbau von 10% Arbeitskraft geplant. Den Abbau sieht er als Gefahr für die Qualität der Universität. Er fordert die Mitarbeiter der Universität dazu auf, in die Gewerkschaft einzutreten und sich zu solidarisieren

00:02:29 Eine Vertreterin des Fachvereins Angewandte Psychologie bekundet die Solidarität der Studenten mit den Community-Medien und fordert ebenfalls die Aufhebung des Vorführverbots.

00:03:11 Ein Jugendlicher thematisiert nochmals die Verhaftung von zehn Ökonomiestudenten, die sich gegen die Verabschiedung eines neuen Studentenreglements gewehrt haben. Die Jugendlichen wurden jeweils zu 200 Franken Busse verurteilt. Der Sprecher verliest die Resolution der Studentenschaft Bern.

00:06:45 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ein Student der Universität Basel spricht im Namen seiner Studentenschaft, welche sich mit den Zürchern solidarisch zeigt. In Basel kämpfen die Studenten momentan gegen das Latein-Obligatorium.

00:02:00 Der Vertreter des Fachvereins Medizin gibt ebenfalls die Solidarität mit dem Fachverein Ethnologie bekannt. Der Fachverein Medizin erfuhr erst am Morgen von diesem Treffen und hat deshalb nichts vorbereiten können. [Viele Pfiffe und Rufe]

00:03:40 Eine Jugendliche, die in der Arbeitsgruppe Latein aktiv ist, schildert die bisherigen Aktionen. Sie begründet, wieso Latein als Pflichtfach abgeschaffte werden soll.

00:05:27 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Moderator startet das „Offene Mikrofon“.

00:00:15 Der Vertreter der Studierenden im Senatsausschuss taxiert Gilgen als Sicherheitsrisiko für die Freiheit von Lehre und Forschung und für die Autonomie der Hochschule.

00:01:48 Ein Mitglied des VSETH verliest eine Pressemitteilung vom vergangenen Abend.

00:03:45 Der Moderator erklärt, dass alle Forderungen aufgeschrieben wurden, und nun von den Soziologen ausgewertet werden, um später Hauptforderungen zusammenstellen zu können, welche später in einer Resolution hervorgebracht werden.

00:05:02 Es werden Ausschnitte aus einer Sendung von Radio DRS wiedergegeben; Gilgen äussert sich zum Verbot des Films: „Ich betrachte die Verwendung von Teilen von wissenschaftlichem Material für politische Agitation, besonders in einer solchen Situation wie momentan in Zürich seit 14 Tagen, als einen ausgesprochenen Missbrauch von wissenschaftlichem Material.“ (...) „Ich möchte den Vorwurf der offenen oder versteckten Informationsbehinderung oder Informationsunterdrückung in aller Form zurück weisen. Ich habe eine vorsorgliche Massnahme getroffen, zu der ich nach wie vor stehe. Ich bin durchaus bereit, dieses Material zu sichten und ich würde es begrüssen, wenn dies auch andere Leute könnten, um sich ein Urteil zu bilden. So sieht man, wie die fertige Version zum Rohmaterial in Zusammenhang stehe.“ Uni-Rektor Professor Gerold Hilty äussert sich in der gleichen Radiosendung über den Umstand, dass die Vorführung des Films an der Uni toleriert und nicht mit einem Polizeieinsatz verhindert wurde.

00:08:34 Ende Track04

[Track 05]

00:00:16 Ein Soziologiestudent macht die Vorschläge, entweder die Vorlesungen zu boykottieren oder die Studiengebühren nicht mehr zu bezahlen.

00:01:42 Ein Jugendlicher fordert den allenfalls anwesenden Universitätsrektor auf, ebenfalls auf dem Podium Stellung zu nehmen.

00:03:01 Ein Jugendlicher befürwortet einen Vorlesungsboykott, will aber gleichzeitig am Dienstag ein alternatives Programm organisieren.

00:03:30 Ein Jugendlicher weist darauf hin, dass am kommenden Dienstag ein vom VSU organisiertes Teach-in zum Thema inneruniversitäre Selektion stattfindet.

00:04:53 Ein Jugendlicher macht für den Aktionstag am Dienstag der Ökonomen und Juristen zusätzlich den Vorschlag, diesen auszuweiten und die ganze Universität teilhaben zu lassen. Man könne an diesem Tag Aktionsgruppen bilden, welche Alternativvorlesungen organisieren. Zusätzlich würde er eine Protestkundgebung im Lichthof veranstalten, um dann als Protestzug durch die Universität ziehen zu können

00:06:39 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass sich alle Studierenden an einem Streik beteiligen müssten.

00:00:27 Ein Jugendlicher ist der Meinung, dass nebst den Forderungen der Fachvereine auch gesamtuniversitäre Forderungen vorhanden sind:

1. Das Mitspracherecht der Studenten an der Universität ist mangelhaft.

2. Er beklagt, dass der VSU von der Universität zu wenig anerkannt wird. Er fordert die Anwesenden auf, sich beim Verband einzuschreiben und die Forderung zu erheben, dass der VSU definitiv von der Universität anerkannt wird.

00:02:34 Durchsage wegen einer verlorengegangenen Brieftasche.

00:02:51 Ein Jugendlicher fordert die Studenten auf, am Samstag an den Demonstrationen teilzunehmen und den Rücktritt von Gilgen zu fordern.

00:03:35 Eine Jugendliche befindet sich zurzeit wegen des Studiensemesters an der Universität Irchel und bemängelt, dass an diesem Standort keinerlei Aktionen zu Stande kommen.

00:04:42 Einem Jugendlichen ist es wichtig, dass nicht nur über die Anliegen der Studenten gesprochen wird, sondern auch die Probleme der ganzen Jugendbewegung thematisiert werden. Es geht überall um Pression und Repression.

00:06:42 Ein Jugendlicher macht den Vorschlag, am nächsten Dienstag an der Universität ein „Gilgen-Tribunal“ gegen das repressive Erziehungssystem.

00:08:52 Ende Track06

[Track 07]

00:00:00 Universitätsdirektor Professor Gerold Hilty ist an die Versammlung gekommen, um kurz eine Stellungsnahme abzugeben. Er bedauert, dass bei der Fragestunde von vergangener Woche nur wenige Studenten anwesend waren. Er ist aber gerne bereit, mit den Studenten zu diskutieren und würde gerne an einem fixen Termin eine Diskussionsrunde führen.

00:03:23 Es wird der Vorschlag gemacht, die Diskussion mit dem Universitätsdirektor Professor Gerold Hilty am nächsten Dienstag zu führen.

00:03:50 Ein Jugendlicher ist der Meinung, der Dialog werde schon zu lange ohne Ergebnisse geführt. Er befürwortet Aktionstage, um die Anliegen in dieser Form kund tun zu können.

00:05:24 Ein Studenten kündigt ein Studienreformseminar an, dass von verschiedenen Studentenverbänden organisiert wird und bei dem es sich um viele der gestellten Fragen dreht.

00:06:40 Ende Track07

weitere Angaben…

Protesttag von Studierenden an der Universität Zürich vom 12. Juni 1980

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract In dieser Vollversammlung sprechen vor allem die Studentinnen und Studenten. Vertreter des Projekts Community Medien informieren zuerst über die Situation betreffend Verbot des Videofilms von den Opernhauskrawallen durch Regierungsrat Alfred Gilgen. Anschliessend informieren die Fachvereine der Studierenden über ihre konkrete Studiensituation. Dabei kommen vor allem die Themen Repression, Sparmassnahmen, Mitbestimmung und Selektion zur Sprache. Es entsteht die Idee, ein Antigilgentribunal durchzuführen und dabei das repressive Erziehungssystem aufzuhängen. Ein Vertreter der Schülerversammlung der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene (KME) berichtet vom Schülerstreik und solidarisiert sich mit der Jugendbewegung und den Studenten. Im Verlauf der Debatte bietet Universitätsrektor G. Hilty in einem kurzen Auftritt seine Gesprächsbereitschaft an. Weiter wird über einen Universitätsboykott oder Vorlesungsstreiks sowie über ein Studienreformseminar debattiert. Die Versammlung bespricht das weitere Vorgehen, beschliesst einen zusätzlichen Aktionstag und verabschiedet eine Resolution. In dieser wird unter anderem auch die Absetzung von Erziehungsdirektor Gilgen gefordert. Teil 3/3: In typischer studentischer Selbstbezogenheit diskutiert die Versammlung ohne konkrete Resultate Varianten des weiteren Vorgehens. Gegen Ende immerhin gibt es selbstkritische Lichtblicke in den Voten: Man findet sich selbst "schaurig schlaff".
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Votum für den Rektor der Universität, Gerold Hilty.

00:00:50 Ein Jugendlicher rät den Studenten, sich nicht zu viele Illusionen bezüglich Gerold Hilty zu machen, da er unter der politischen Aufsicht von Regierungsrat Gilgen steht.

00:02:04 Ein Jugendlicher des Fachvereins „Zürcher Jugend“ liest ein Gedicht vor (Inhalt: vgl. CD 12:6/2).

00:05:00 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Moderator zählt die Programmpunkte auf: [1. Wurde nicht aufgenommen] 2. Die Organisation und Strukturierung des kommenden Dienstags 3. Um 18.00 Uhr spielt die „Schürmüliband“.

00:00:48 Ein Jugendlicher verliest Forderungen, gibt aber zuerst noch die Solidarität mit den Forderungen der Ethnologen, den Berner Ökonomiestudenten, mit den welschen kritischen Sozialwissenschaftlern und mit der Zürcher Bewegung für ein autonomes Jugendhaus bekannt.

Forderungen:

1. Wir sind gegen ein Sparprogramm und für einen Ausbau des Lehrangebotes.

2. Wir sind gegen einen Eingriff in die Lehr-, Lern- und Forschungsfreiheit und für Garantie für die Bestimmung eines Teils des Lehrangebots durch die Studenten.

3. Wir sind für die Abschaffung der Selektion durch Zwischenprüfungen, Studienzeitbeschränkungen, Latein, Seminarzwang und Stipendienabbau.

4. Wir sind für eine bezahlte Freistellung von Assistenten zur Verfügung von Studenten, auf unbürokratische Art und Weise.

5. Wir sind gegen eine Wissenschaft, die mit sogenannter Wertfreiheit Objektivität vortäuscht.

6. Wir sind für eine unangefochtene Lehrtätigkeit von Löffler und Nigg, die Absetzung Gilgens und eine freie Uni!

00:03:14 Der Moderator erklärt, dass nun eine Diskussion zu diesen Punkten stattfindet, sich danach Arbeitsgruppen bilden, welche sich am kommenden Dienstagmorgen an der Universität treffen und dass am Dienstagnachmittag wieder eine Vollversammlung stattfindet.

00:03:46 längeres Schweigen

00:04:16 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass zusätzlich die Situation in den Vorlesungen verändert werden muss. Das Machtverhältnis zwischen Dozierenden und Zuhörenden muss gesprengt werden.

00:05:28 Ein Jugendlicher fordert den Ausbau der Tutoratsform, weil es nur so möglich ist, ein demokratisches Verhältnis zu Wissenschaft zu entwickeln.

00:05:55 Ein Jugendlicher fordert, dass die Studenten zukünftig das gesamte Lehrangebot selbst bestimmen.

00:06:26 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ein Jugendlicher fordert bis Dienstag eine Resolution der Studenten, in der sie die Forderungen der Jugendbewegung und das Bedürfnis nach mehr Räumlichkeiten unterstützten.

00:00:59 Ein Student fordert alle Anwesenden auf, an der Demonstration vom kommenden Samstag teilzunehmen.

00:01:47 Ein Jugendlicher will darüber diskutieren, wie es weitergehen soll und wie die Forderungen umgesetzt werden könnten.

00:02:22 Ein Jugendlicher spricht nochmals über das Studienreformseminar der nächsten beiden Tage; am Morgen werden allgemeine Referate gehalten und diskutiert; am Nachmittag werden die Studenten in die Arbeitgruppen Tutorat, Projektorientiertes Studium, Psychologische Situation der Studierenden, Wissenschaftskritik/Wissenschaftsdidaktik, Studium und Beruf, Leistungs- und Anpassungsdruck im Studium und Mitbestimmung eingeteilt.

00:06:16 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Ein Jugendlicher thematisiert nochmals den Vorschlag eines „Anti-Gilgen-Tribunals“. Es sollte eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die sich nochmals mit den heutigen Forderungen auseinandersetzt und diese als Programm formuliert. Zweitens sollte diese Arbeitsgruppe Kontakt mit Personen aufnehmen, die ebenfalls mit der Politik Gilgen unangenehm in Berührung gekommen sind (Lehrer, Eltern etc.) und mit dessen Erfahrungen ebenfalls ein Aktionskomitee bilden, damit die Parolen schon vor Dienstag verteilt werden können.

00:01:21 Da niemand etwas gegen die Forderungen einzuwenden hat, macht ein Jugendlicher den Vorschlag, diese nun den Arbeitsgruppen zu übergegeben, damit sie die Forderungen ausformulieren und allenfalls anpassen.

00:02:07 Ein Jugendlicher möchte ein Vorbereitungskomitee für den kommenden Dienstag zusammen stellen und Arbeitsgruppen die sich zu einzelnen Themen Gedanken machen. Er gibt bekannt, dass sich bereits zwei Professoren mit Professor Löffler solidarisiert haben, er fordert die Studenten der einzelnen Fachbereiche auf, sich so zu organisieren, dass auch ihre Professoren sich mit Professor Löffler solidarisieren.

00:03:42 Ein Mitarbeiter der ZS gibt bekannt, das die Zeitung für den Dienstag eine Sonderausgabe herausgibt.

00:04:42 Eine Studentin macht den Vorschlag, dass die Forderungen nochmals verlesen werden und sich direkt im Anschluss die Arbeitsgruppen bilden, weil sie ohne eine konkrete Struktur keine realistische Möglichkeit für eine Arbeitsgruppe sieht.

00:05:32 Ein Jugendlicher möchte vor der Bildung eines Organisationskomitees besprechen, was die Studenten am Dienstag konkret machen wollen.

00:06:34 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Ein Student fragt das Publikum, ob es einverstanden sei, wenn man die Forderungen nochmals vorlese und sich nach jeder einzelnen die jeweilige Arbeitsgruppe bilde. Das Publikum lehnt ab.

00:00:35 Das Interesse an den Arbeitsgruppen ist so gering, dass eine Studentin vorschlägt, nur eine Gruppe zu bilden und endlich zu beginnen, den Dienstag zu organisieren.

00:01:02 Eine Studentin macht den Vorschlag, dass die einzelnen Fachschaften ihre Studenten zum Einsatz aufrufen.

00:01:49 Ein Jugendlicher findet es wichtig, jetzt die grundsätzlichen Dinge zu besprechen und aufgrund dieser Entscheide sollen sich die Fachvereine gezielt vorbereiten.

00:02:30 Zur Debatte steht die Durchführung eines „Gilgen-Tribunals“ oder eine Demonstration im Lichthof durchzuführen.

00:03:42 Ein Student fordert subito die Behandlung und Verabschiedung der Resolution.

00:04:43 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass so viele Studenten wie möglich an der Veranstaltung Studienreform teilnehmen sollten, sowie auch an der Velo-Demo von Samstag. Zusätzlich zu Vorlesungsboykott und Tribunal soll eine Demonstration vor der Erziehungsdirektion stattfinden, in welcher am gleichen Tag die Hochschulkommission tagt.

00:05:58 Ein Jugendlicher macht den Vorschlag am kommenden Donnerstag gemeinsam mit den Studenten Berns und Basels zu demonstrieren.

00:06:33 Ein Student spricht sich für ein Gilgen-Tribunal aus, allerdings nicht tagsüber, sondern abends.

00:07:02 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Ein Jugendlicher betrachtet es als wichtig, dass die Forderung nach einer freien Universität in die Praxis umgesetzt wird.

00:01:14 Votum pro Selbst-Organisation der Universität.

00:03:32 Ein Mann der 68er-Generation ist der Ansicht, dass die Zürcher Jugend mit den Studenten der Universität ein Fest veranstalten soll.

00:04:28 Ein Jugendlicher findet diese Idee gut und macht den Vorschlag, dass eine Punk-Gruppe Musik machen soll. Er findet „die Diskussion momentan schaurig schlaff. Die Studenten haben noch nicht begriffen, worum es geht.“

00:06:42 Ende Track06

[Track 07]

00:00:52 Aufruf, jetzt eine Demonstration zu veranstalten. „Geben wir wieder ein bisschen mehr Punch.“

00:01:22 Eine Jugendliche ist der Ansicht, dass eine Demonstration nichts nützt, wenn die Studenten nicht einmal fähig sind, ihre Anliegen zu formulieren.

00:01:47 Ein Jugendlicher findet die Diskussionen über Strukturen langweilig. Er fordert, dass man sich darauf besinnt, wo der Kampf begonnen hat, beim Kampf um Wohn- und Kulturraum und um ein Jugendhaus.

00:03:02 Ende Track07

[Track 08]

00:00:00 Demonstration jetzt oder am Dienstag?

00:00:36 Ein Jugendlicher spricht sich zwar auch für die Demonstration aus, fordert aber alle auf, die Lust auf Tränengas und Gummigeschosse haben, am Samstag an der Demonstration am Platzspitz teilzunehmen.

00:02:05 Männerchor: „Die Versammlung ist geschlossen.“

00:02:18 Ein Jugendlicher bedankt sich bei allen Anwesenden für die Spenden. 00:03:29 Ein Jugendlicher will dieses Treffen um 19.00 Uhr abhalten, damit auch Teilnehmer des Studienreformseminars mitmachen können.

00:04:17 Diskussion über die momentane Situation. Vorschläge sind Demonstration, feiern, Musik hören etc.

00:04:55 Ein Jugendlicher findet es falsch, dass eine Resolution verlesen wurde, diese aber nicht durch eine Abstimmung bestätigt wurde.

00:05:45 Publikum nimmt die Resolution durch Applaus an.

00:06:12 Das Publikum wird aufgefordert, die eigenen Abfälle zu entsorgen.

00:06:32 Ende Track08

weitere Angaben…

Vollversammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 14. Juni 1980 (Platzspitz, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Die Vollversammlung beschliesst, einer Arbeitsgemeinschaft von Handwerkern den Auftrag zu geben, ein Renovationskonzept für das Gebäude an der Limmatstrasse auszuarbeiten. Einzelne Arbeitsgruppen stellen sich vor, und es wird beschlossen die Versammlung in Zukunft besser zu strukturieren. Es wird die Idee aufgebracht, die gemachten Tonaufnahmen für ein Protokoll zur Verfügung zu stellen. Für das weitere Vorgehen wird beschlossen, eine Grossdemonstration der Unzufriedenen durchzuführen, bei welcher auch Alte, Biogmüesler, Velofans und Schwule kommen sollen. Besuche beim Stadtrat und Gemeinderat werden ins Auge gefasst. Teil 1/2: Schwergewichtig Diskussion um bessere Strukturierung der Vollversammlungen.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Programm: 10.00 Uhr Veranstaltung zum Selektion an der Universität als versteckter Numerus Clausus 13.30 Uhr zweites Meeting, dann Demonstration und Fest. Der Jugendliche fordert das Publikum auf, ihre Instrumente an die Demonstration mitzubringen.

00:03:14 Ein Jugendlicher schlägt das Bellevue und den Hauptbahnhof als Treffpunkte für eine laute Demonstration vor. Er erzählt den Anwesenden von einem Buchprojekt, das die „Gruppe Olten“ über die Bewegung produziert. Wer will, kann einen Beitrag zum Buch einschicken.

00:05:25 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Propagierung des „Speak-out“ als Informationzentrum über die Aktivitäten der Bewegung; Aktivitäten der verschiedenen Arbeitsgruppen.

00:04:16 Vertreter der AG Presse äussert sich über den Stellenwert von Äusserungen von einzelnen Beteiligten in der Presse; offiziell ist nur, das von der Vollversammlung als Communiqué verabschiedet wurde.

00:07:15 AG Schüler und Lehrlinge

00:09:08 AG Renovation; Brief an den Stadtrat: „Vollversammlung Autonomes Jugendhaus Zürich. Kontaktadresse: AG Renovation. Zürich, den 09.06.80: ARHA Architektur- und Handwerkerkollektiv:

Auftrag:

Die Vollversammlung erteilt dem ARHA nach Kenntnisnahme der Qualifikation den Auftrag 1. ein statistisches Gutachten für die Liegenschaft Limmatstrasse 18/20 zu erstellen 2. ein Renovationskonzept mit dazugehörigem Kostenvoranschlag auszuarbeiten, in Kontakt mit VV und AG Renovation. Besonders eingegangen werden soll auf feuer- und baupolizeiliche Bestimmungen, [unverständlich] genüge getan werden kann. Die Rechung geht direkt an den Stadtrat. Der Kostenvoranschlag wird als Budgetsumme der Renovation in den entsprechenden Forderungen der VV eingefügt.“

Der Sprecher betont, wie wichtig es ist, dass die VV die jeweiligen Schritte bewilligt und dass nun darüber abgestimmt werden muss, ob die ARHA angenommen wird, zuerst soll aber noch mit einem offenen Mikrofon diskutiert werden können.

[Niemand meldet sich zu Wort]

00:12:11 Korrektur des Sprechers: ARHA steht für Architektur und Handwerk. Es ist ein Kollektiv, wo beide Arbeitsgruppen zu gleichen Löhnen zusammenarbeiten.

Er betont nochmals die Wichtigkeit eines statischen Gutachtens, dass von der ARHA durchgeführt wird. Es wurde zwar schon einmal ein solches Gutachten erstellt, allerdings wurden die Anliegen und Wünsche der Jugendlichen dabei nicht berücksichtigt.

00:13:54 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Es werden nochmals die wichtigsten Punkte zum statistischen Gutachten erläutert.

00:01:52 Abstimmung: Vorschlag wurde einheitlich angenommen.

00:02:28 Ergänzung zur Arbeitsgruppe Lehrlinge und Schüler: die Arbeitsgruppe trifft sich regelmässig donnerstags um 19.00 Uhr im Mittelschulfoyer an der Birmensdorferstrasse 48.

00:03:36 [unverständlich] Arbeitsgruppe Repression und Gefängnis [unverständlich]

00:04:54 Ein Mitglied der Gruppe Luft & Lärm kündigt an, dass sie momentan mit einem Lieferwagen, Musikanlage und drei Bands unterwegs sind und Musik machen können, wo dies gefragt sei.

00:05:58 Ende Track03

[Track 04]

00:00:13 Ankündigung: die nächsten vier Mittwochabende findet um 20.00 Uhr die Vollversammlung im Theatersaal des Volkshauses statt. ZAGJP übernimmt die Mietkosten.

00:01:30 Ein Jugendlicher beklagt sich darüber, dass an der letzten Vollversammlung zu lange über dasselbe Thema diskutiert wurde und keine Ergebnisse erzielt wurden. Er schlägt deshalb vor bei einer solch grossen Anzahl Teilnehmer, die Diskussion besser zu strukturieren. Zusätzlich plädiert er für ein Protokoll der Versammlung, für diejenigen die nicht teilnehmen können. [Letzter Teil unverständlich]

00:03:02 Treffpunkt Arbeitsgruppe Knast.

00:03:37 Ein Jugendlicher macht einen Aufruf an alle Personen, die Interesse an der Arbeitsgruppe Gefängnis haben oder in letzter Zeit mit der Polizei zu tun hatten. Diese Leute sollen sich bei der Arbeitsgruppe melden. Die Arbeitgruppe hat sich Gedanken über die Polizisten gemacht, die jeweils an Demonstrationen etc. anwesend sind. Ihre Idee, ist eine Aktion durchzuführen, wo erzählt wird, mit welchen Waffen und Taktiken die Polizisten vorgehen.

00:05:55 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Ein Jugendlicher hat die Idee, dass jeder ein wenig Braun (Farbe?) auf sich tragen soll. Mit dieser könne man sich gegen die Polizisten wehren.

00:00:35 Ein Jugendlicher äussert sich zu den Spitzeln der Polizei. Diese mischen sich während einer Demonstration unter die Menge und warten bis sich gegen Ende die Menge auf ungefähr 50 Personen verringert. In diesem Moment beginnen sie, Demonstranten zu verhaften. Deshalb macht der Jugendliche den Vorschlag, ab jetzt die Demonstrationen gleichzeitig zu beenden und zu gehen. Zusätzlich schlägt er vor, die erkannten Spitzel zu fotografieren, um sie zu enttarnen.

00:01:46 Ein Jugendlicher ist ebenfalls der Ansicht, dass die letzte Vollversammlung sehr unstrukturiert war. Er will deshalb darüber abstimmen, ob es ab jetzt ein Versammlungsprogramm geben soll, dass der Vollversammlung Struktur gibt.

00:03:02 Ein Jugendlicher bestätigt zwar ebenfalls die fehlende Struktur, ist aber mit dem Vorschlag nicht einverstanden, da er die Diskussion einengt. Er macht allerdings den Vorschlag, dass man vor der Versammlung Traktanden sammelt, die beim Publikum als Anliegen vorhanden sind.

00:04:11 Ein Jugendlicher hat die Befürchtung, dass dieser Vorschlag in ein Programm „ausarten“ könnte; das offene Mikrofon sei die beste Lösung.

00:04:33 Ein Jugendlicher findet, es reiche, wenn man einem erkannten Spitzel „die passende Behandlung zukommen“ lasse und vielleicht noch ein Foto schiesse.

00:05:10 Ende Track05

[Track 06]

00:00:19 Ein Jugendlicher ist ebenfalls der Ansicht, dass an den Vollversammlungen Struktur fehlt. Er meint, vor der Vollversammlung könnten ein paar Personen die wichtigsten Themen der Woche bestimmen und diese in die Vollversammlung einflechten.

00:01:22 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass man zwei Vorschläge miteinander koordinieren könne. Einerseits sollen die Arbeitsgruppen einen Teil der Vollversammlung mit ihren Anliegen/Themen vorbereiten, andererseits sollen vor der Vollversammlung ein paar Leute bestimmen, welche die wichtigsten Themen der Woche bestimmen und diese als Informationen an den Vollversammlungen weitergeben.

00:02:45 Ein Jugendlicher spricht sich ebenfalls für eine bessere Struktur des Diskussionen aus.

00:03:42 Ein Jugendlicher versucht die Anwesenden für ein Engagement zu animieren. Ihm ist es wichtig, dass alle, die sich auch sonst für die Bewegung einsetzten, sich in Formen von Arbeitsgruppen engagieren.

00:04:42 Ein Jugendlicher fragt, ob es noch Personen gibt, die sich dazu äussern wollen. Da sich niemand meldet, schlägt er vor, die Kombination der verschiedenen Vorschläge an der nächsten Vollversammlung praktisch umzusetzen. [Das Publikum gibt anscheinend mit Handzeichen die Einwilligung.]

00:06:05 Ende Track06

[Track 07]

00:00:00 Ein Jugendlicher ist zwar mit den Vollversammlungen und den Arbeitsgruppen einverstanden, bemängelt jedoch die momentan fehlende Fokussierung auf das eigentliche Ziel Jugendhaus. Zusätzlich findet er es falsch, dass sich die Jugendlichen von einer Organisation (ZAGJP) die Räumlichkeiten im Volkshaus finanzieren lassen und somit deren Verwaltung unterstehen

00:01:10 Ein Jugendlicher schlägt vor, dass man am Bellevue feiern und sich die Band dort postieren soll.

00:01:38 Ein Jugendlicher möchte über die Vorschläge für zukünftige Aktionen diskutieren; ein Vorschlag wäre eine Demonstration von allen unzufriedenen Personen in Zürich für nächsten Samstag, an dem die Jugendlichen ihre Probleme thematisieren (Wohnungsnot etc.).

00:02:44 Ein Jugendlicher fordert die Demonstranten auf, bei der nächsten Aktion mehr Transparente dabei zu haben.

00:03:05 Der vorherige Redner fordert auch die Rentner, welche mit ihren Heimplätzen unzufrieden sind, auf an der nächsten Demonstration teilzunehmen.

00:03:20 Ein Jugendlicher ist zufrieden mit dem Enthusiasmus der Teilnehmer und freut sich auf die kommende Demonstration.

00:04:43 Ein Jugendlicher schlägt für den Treffpunkt den Münsterhof um 14.00 Uhr vor

00:05:01 Ein Jugendlicher ist mit dem Münsterhof einverstanden, will sich aber erst um 17.00 Uhr treffen, da es Personen gibt, die samstags arbeiten müssen.

00:05:36 Ende Track07

weitere Angaben…

Vollversammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 14. Juni 1980 (Platzspitz, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Die Vollversammlung beschliesst, einer Arbeitsgemeinschaft von Handwerkern den Auftrag zu geben, ein Renovationskonzept für das Gebäude an der Limmatstrasse auszuarbeiten. Einzelne Arbeitsgruppen stellen sich vor, und es wird beschlossen die Versammlung in Zukunft besser zu strukturieren. Es wird die Idee aufgebracht, die gemachten Tonaufnahmen für ein Protokoll zur Verfügung zu stellen. Für das weitere Vorgehen wird beschlossen, eine Grossdemonstration der Unzufriedenen durchzuführen, bei welcher auch Alte, Biogmüesler, Velofans und Schwule kommen sollen. Besuche beim Stadtrat und Gemeinderat werden ins Auge gefasst. Teil 2/2: Es wird ein Inserat der rechtsbürgerlichen Vereinigung "Trumpf Buur" verlesen; ansonsten einige Unklarheit und Verwirrung über das weitere Vorgehen und betreffend der Abgrenzung vom Anlass der IG Velo, der ebenfalls auf dem Platzspitz stattfindet.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:56 Ein Jugendlicher fragt die Menge, ob die Entscheidung der letzten Vollversammlung, in den Stadtrat einzumarschieren, noch aktuell sei.

00:01:23 Ein Jugendlicher gibt den Vorschlag bekannt, dass man sich am kommenden Samstag ab 14.00 Uhr treffen kann und die Demonstration zwischen 16.00 und 17.00 Uhr beginnt.

00:01:54 Ein Jugendlicher will am Freitagabend auf der Allmend ein Treffen organisieren; der Vorschlag wird aber vom Publikum abgelehnt.

00:02:43 Ein älterer Herr spricht sich für ein Jugendhaus aus; er liest einen Flyer vor, auf welchem geschildert wird, dass die Stadt für 4 Mio. Franken die Schweinemassenzucht ausbauen will.

00:04:43 Ein Jugendlicher möchte eine Arbeitsgruppe Psychiatrie gründen. Er ruft Interessenten dazu auf, sich nach der Versammlung zu treffen.

00:05:53 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Jugendlicher ist der Meinung, dass die Versammlung weiterhin am Hauptbahnhof stattfinden und nicht ans Bellevue verlegt werden soll.

00:00:30 Ein Jugendlicher der IG Velo erklärt, dass sie die gleichen Anliegen haben wie die Demonstranten.

00:00:57 Ein Jugendlicher schlägt vor, dass die Band, die ihre Instrumente schon aufgestellt hat, noch am Bahnhof spielen soll und man danach ans Bellevue weiterzieht.

00:01:24 Ein Jugendlicher gibt bekannt, dass die IG Velo um 16.00 Uhr beginnen möchte und dass nachher alle ans Bellevue und niemand an die Limmatstrasse gehen sollte, da dort im Moment Einsturzgefahr besteht.

00:02:09 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass der Demonstrationszug zusammen ans Bellevue gehen sollte und wenn dies nicht bald geschehe, beginne es zu regnen.

00:02:42 Ein Jugendlicher betrachtet als wichtig, dass der Termin für die Übergabe des Jugendhauses eingehalten wird. Er macht aber zusätzlich den Vorschlag, dass man schon Anfang der Woche eine „Renovationsbesetzung“ durchführen könnte.

00:04:48 Ein Jugendlicher spricht sich dafür aus, dass auch Fahrräder Raum bräuchten und man die Jugendbewegung und die IG Velo sich zusammen schliessen könnten

00:05:06 Ein Jugendlicher erklärt, dass sich die Jugendlichen am Samstag zwischen 14.00 und 16.00 Uhr auf dem Münsterhof treffen.

00:06:09 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ein Jugendlicher will sich nächste Woche im Stadthaus treffen und ist der Ansicht, dass man ihnen das nicht verbieten könne.

00:00:35 Ein Jugendlicher schlägt vor, dass die Jugendlichen am nächsten Mittwoch zur Gemeinderatssitzung erscheinen, dem Stadtrat einen Forderungskatalog überreichen mit der Forderung, dass dieser im Gemeinderat diskutiert wird und man auf die gestellten Forderungen direkt Antworten erhält. Die Gemeinderatssitzung beginnt um 17.00 Uhr.

00:01:13 Ein Jugendlicher erklärt, dass die Gemeinderatssitzung um 17.00 Uhr beginnt, dies aber nicht im Stadthaus, wie irrtümlich mehrmals erwähnt, sondern im Ratshaus.

00:01:59 Ein Jugendlicher erklärt nochmals wegen allgemeiner Verwirrung, dass am Mittwoch die Gemeinderatssitzung mit anschliessender Vollversammlung im Volkshaus und am Samstag die Demonstration stattfindet.

00:03:11 Ein Jugendlicher fordert die Anwesenden auf, sich für die nächste Demonstration vorzubereiten und schon im Vorfeld Aktionen zu organisieren. Er macht noch einmal klar, dass der Erfolg der Demonstration vom Engagement der Teilnehmer abhängt.

Zusätzlich zitiert er aus einem Inserat der Vereinigung „Trumpf Buur“, Aktion für freie Meinungsbildung: „Sabotage macht Spass: Eine Horde von Jugendlichen krawalliert vor dem Opernhaus in Zürich und versucht den Theaterbesuchern den Zugang zu versperren. Für die folgenden Zerstörungen und Plünderungen in der Zürcher City erklärt sie sich nicht verantwortlich, sie hat ja bloss mit dem Krawall angefangen. Aber aus diesen Kreisen stammt nachweisbar der Spruch: Sabotage macht Spass (oder auch dass man eine Baustelle flambiert). Aus diesen Kreisen, die eine kleine Minderheit der Jugendlichen darstellen, aber eine gefährliche Minderheit. Diese Aktionisten fordern von der Stadt Zürich grosse Lokalitäten für ihre ‚Alternativkultur’ und sind gegen die Sanierung des Opernhauses. Das war das offizielle Krawallmotiv. Der Stadtrat von Zürich hat sich der Strasse gebeugt. Eine Woche nach dem Krawall bewilligte er Lokalitäten in einer leer stehenden Fabrik. Dank erntete er dafür nicht. An den folgenden Tagen wurde erneut krawalliert und damit die Bestätigung geliefert, dass Weichheit der Behörden zu neuen Anmassungen und Ausschreitungen aufmuntert. Der Krawallistenverein entschied, die Bedingungen des Stadtrates seien unannehmbar und er stellte der Zürcher Exekutive ein befristetes Ultimatum, unter anderem in dem Sinne, dass die Damen und Herren Jugendlichen im Bezug auf die Lokalitäten volle Autonomie wünschten. Sie haben richtig gehört verehrter Leser, der Krawallistenverein stellte ein Ultimatum. Solches ist im Krieg, im Bürgerkrieg oder in einem Revolutionszustand üblich, nach dem Motto ‚Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein’. In Zürich geht es noch nicht um Schädel einschlagen, aber bereits um organisierte Gewalttätigkeit, die frech als friedliche Demonstration ausgegeben wird. Und um die Anmassung, dass eine kleine Minderheit mit Drohungen den Anderen das Gesetz machen will. In einer Aktionistendebatte hiess es triumphierd: ‚Wir haben die Macht!’ Soweit der unverfrorenen Minderheit ihre Vorhaben gelingen, kann sie über unsere gesetzliche Ordnung Hohn lachen, sie arbeitet an ihrer Zerstörung. Soweit ihr das gelingt, müssen sich allerdings Bürger, vom Arbeiter bis zum Unternehmer, mit der Zeit überlegen, ob sie nicht auch auf die Strasse gehen und ein Ultimatum stellen sollen. Ein Ultimatum gegen die Zerstörer der öffentlichen Ordnung. Doch hoffen wir, dass man nicht zu diesem in höchstem Masse unerfreulichen Mittel Zuflucht nehmen müsse. Das setzt aber voraus, dass die für die Wahrung der gesetzlichen Ordnung bestellten Behörden diese auch wirklich wahren, woran es in Zürich gründlich gefehlt hat.“

Anscheinend wurde dieser Text vor Druckdatum in der Zeitung den Jugendlichen zugespielt.

00:10:46 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Eine Jugendliche informiert über eine Demonstration dienstags um 14 Uhr vor der Universität mit anschliessendem Fest am Abend.

00:00:44 Ein Jugendlicher ruft die Berufs- und Mittelschüler auf, sich hinter dem Podium zu treffen, da noch Personen benötigt werden, die für die nächste Vollversammlung Flugblätter verteilen.

00:01:23 Ein Jugendlicher verkündet, dass die Kronenhalle nun Gitterstäbe vor den Fenstern hat, weil sie sich keine Fenster mehr leisten kann.

00:01:51 Ein Jugendlicher erläutert nochmals das Programm des Festes der IG Velo und des VCS: Franz Hohler wird singen.

00:02:18 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass man heute das Fest feiern sollte, da nächste Woche wieder drei Demonstrationen geplant sind und man sich die Auszeit verdient hat.

00:02:40 Verschiedene Personen am Megafon, die wirr durcheinander reden.

00:04:06 Ein Jugendlicher schlägt vor, dass diejenigen, die weiterziehen wollen, dies tun und die anderen hier bleiben, um zu feiern

00:04:26 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass die Gruppe zusammenbleiben soll, aber trotzdem an die Öffentlichkeit soll, deshalb sollen alle ans Bellevue gehen.

00:04:50 Ende Track04

weitere Angaben…

Vollversammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 18. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Zu Beginn der Versammlung berichten Arbeitsgruppen über ihre Tätigkeiten. Anschliessend folgen Informationen zu den Vorfällen im und ums Rathaus. Die geschilderten Erlebnisse haben Konsequenzen: Das Feindbild Polizei wird revidiert (das sind ja nur "Knechtli") und es erfolgt der Rat, dass sich Demonstrationsteilnehmer besser vor Tränengas schützen sollten. Von einer Militarisierung der Bewegung wird Distanz genommen, es gehe darum, sich zu schützen (Ratschläge). Eine Sanitätsgruppe wird ins Leben gerufen. Einzelne RednerInnen beklagen sich über mangelnde Solidarität. Eine Grossdemonstration wird vorbesprochen. Sie solle möglichst breit abgestützt sein. Teil 1/3: Debatte über Spitzel und Polizisten in Zivil, Berichte und Statements einzelner Arbeitsgruppen, Zustand des Hauses an der Limmatstrasse.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Ein Jugendlicher macht den Vorschlag, dass man in Zürich eine Spendenaktion durchführt, damit die Jugendlichen sich selber ein Jugendhaus finanzieren könnten. Er spricht sich insbesondere für diesen Vorschlag aus, weil er nicht daran glaubt, dass die Stadt der Jugend ein Autonomes Jugendhaus zur Verfügung stellen wird. Durch die Gewerbepolizei hat er erfahren, dass es bei einer Geldsammlung mit Ständen in der Stadt jemanden benötigt, der für die Aktion bürgt. Darauf hin setzte sich der Jugendliche mit Pfarrer Sieber in Verbindung, um ihn um eine Bürgschaft zu bitten (Publikum bringt seine Ablehnung zum Ausdruck). Der Jugendliche ist der Meinung, dass ca. 50'000 bis 60'000 Franken gesammelt werden müssten und den Rest des benötigten Geldes von der Stadt eingefordert werden könnte.

00:02:32 Ein Jugendlicher widerspricht der Aussage des Stadtrates, dass ein autonomes Jugendhaus rechtswidrig sei und belegt dies mit der Tatsache, dass in Biel seit 1968 ein autonomes Jugendhaus existiert.

00:03:11 Votum gegen die Selbstfinanzierung eines Jugendhauses.

00:03:50 Eine Jugendliche fordert die Mitglieder der Arbeitsgruppen auf, nach vorne zu kommen und ihre Arbeit zu schildern.

00:04:09 Eine Jugendliche der Arbeitsgruppe Repression schildert das Engagement, dass Personen, welche verhaftet wurden, Rechtshilfe bekommen, die Verfahren eingestellt werden etc. Die Arbeitsgruppe benötigt dringend Informationen über Personen, die bei ihrer Verhaftung von der Polizei misshandelt wurden, um diese Informationen an die Presse weiter geben zu können.

00:06:02 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein zweiter Jugendlicher der Arbeitsgruppe Repression möchte noch etwas anfügen: diejenigen, die Personen kennen, die heute verhaftet worden sind, sollen sich dringend melden, damit man sofort einen Rechtsanwalt einschalten kann.

00:00:52 Ein Jugendlicher spricht für die AG Berufs- und Mittelschulen. Die Arbeitsgruppe sucht immer noch Teilnehmer für diverse Aktionen. Morgen findet ausserdem ein Treffen statt. Weiter gibt er ein inoffizielles Treffen der SP bekannt, dass morgen in diesen Räumlichkeiten stattfindet. An diesem Treffen wollen die Politiker über die Jugendbewegung diskutieren. Der Jugendliche ist der Meinung, es sei unbedingt notwenig, dass möglichst viele Jugendliche anwesend seien, um ihre Ansichten vertreten zu können.

00:01:53 Eine Jugendliche und weitere Frauen bilden eine Arbeitsgruppe, welche aber ihre Ziele an dieser Stelle nicht bekannt geben möchten. Die Gruppe trifft sich aber am Freitag im Café Drahtschmidli, um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen.

00:02:19 Ein Jugendlicher möchte nochmals einen Nachtrag zur Arbeitsgruppe Repression machen: trotz grossem Zulauf sind den Teilnehmern Spitzel aufgefallen. Er bittet die Anwesenden, diejenigen Spitzel, die sie kennen, bekannt zu geben. Zudem rät er den Jugendlichen, an den Demonstrationen immer in Gruppen zusammen zu bleiben.

00:04:07 Ein Jugendlicher erklärt, dass man die zivile Polizei zwar nicht an der Kleidung, aber an kleinen Empfängern in den Ohren erkennt.

00:05:36 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ein Jugendlicher weiss, dass Zivilpolizisten in den hinteren Hosentaschen Handschellen bei sich tragen.

00:00:26 Ein Jugendlicher droht in einem aggressiven Ton jedem, der im Saal Fotos schiesst. Er findet die das ewige Fotografieren unnötig.

00:00:49 Ein Jugendlicher schildert ein Angriff eines in zivil gekleideten Polizisten, welcher in an einer Demonstration am letzten Montag stark angegriffen hat.

00:01:49 Ein Jugendlicher erklärt, dass er an solchen Anlässen oft fotografiert und dies der Bewegung auch helfen kann. Er bittet die Anwesenden zwischen den unterschiedlichen Personen, die fotografieren, zu unterscheiden.

00:02:28 Eine Jugendliche möchte zuerst über die Arbeitsgruppen und nachher über sonstige Aktivitäten sprechen

00:02:36 Ein Jugendlicher spricht für die Arbeitsgruppe Presse, welche immer noch das Problem der Unterbesetzung hat, insbesondere am Infostand im Speak-Out. Als Ziel der Arbeitsgruppe sieht er die Vernetzung der verschiedenen Arbeitsgruppen und den Kontakt zur Presse als Sprachrohr der Bewegung. Zusätzliches Ziel ist es, jeweils nach den Vollversammlungen ein Papier mit den Beschlüssen zu erstellen, um noch mehr informieren zu können. Zusätzlich bittet er die Jugendlichen, vorhandene Flugblätter im Speak-Out auszulegen.

00:04:38 Ein Jugendlicher gibt den Treffpunkt Freitag 21.00 Uhr im Dübli für die Männergruppe bekannt.

00:04:56 Ein Jugendlicher der Arbeitsgruppe Renovation gibt bekannt, dass bereits angefangen wurde. Interessenten können sich am Freitag um 18.30 Uhr vor dem Speak-Out treffen.

00:06:08 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Ein Jugendlicher korrigiert seinen Vorredner. Die Renovation hat noch nicht begonnen. Einige Jugendliche haben mit Herrn Nussbaumer vom Sozialamt und mit Herrn Koch vom Hochbauinspektorat die aktuelle Lage an der Limmatstrasse 18/20 inspiziert. Es müssen momentan alleine kleinere Reparaturen vorgenommen werden. Dies ist ab sofort möglich. Zusätzlich gibt er bekannt, dass die ARHA ab sofort bereit ist, ihre Infrastruktur für die Renovationsarbeiten zur Verfügung zu stellen. Das ARHA besteht aus ungefähr 10 Personen mit verschiedenen Berufen. Das ARHA besteht seit ca. 2 Jahren und es ist auch jemand dabei, der die Konzession für Elektroinstallationen besitzt.

00:02:35 Ende Track04

weitere Angaben…

Vollversammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 18. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

[Image]
Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Zu Beginn der Versammlung berichten Arbeitsgruppen über ihre Tätigkeiten. Anschliessend folgen Informationen zu den Vorfällen im und ums Rathaus. Die geschilderten Erlebnisse haben Konsequenzen: Das Feindbild Polizei wird revidiert (das sind ja nur "Knechtli") und es erfolgt der Rat, dass sich Demonstrationsteilnehmer besser vor Tränengas schützen sollten. Von einer Militarisierung der Bewegung wird Distanz genommen, es gehe darum, sich zu schützen (Ratschläge). Eine Sanitätsgruppe wird ins Leben gerufen. Einzelne RednerInnen beklagen sich über mangelnde Solidarität. Eine Grossdemonstration wird vorbesprochen. Sie solle möglichst breit abgestützt sein. Teil 2/2: Vorfälle im Rathaus; Debatte um Militanz oder gewaltfreies Demonstrieren; Solidaritätsadresse aus Deutschland.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Ein Jugendlicher ruft dazu auf, sich am Donnerstag um 13.00 Uhr bei einer Siedlung (bei der Schmiede Wiedikon) mit 58 leerstehenden Wohnungen, die die Stadt verlottern lässt, zu treffen.

00:00:45 Ein Jugendlicher möchte zuerst über die heutigen Ereignisse vor dem Rathaus sprechen.

00:01:06 Ein Jugendlicher erzählt, dass er von Anfang an im Gemeinderatssaal war und feststellen musste, dass alle Anliegen der Jugend auf der Traktandenliste fehlten. Die POCH und die PdA machten ein Postulat wegen Dringlichkeit ihres Anliegens. Dies wurde mit grossem Mehr der bürgerlichen Seite abgelehnt. Aufgrund dieser Ablehnung verliessen die beiden Fraktion und ein paar wenige Politiker der SP unter Applaus der Tribüne den Saal. Auch Leute auf der Tribüne verliessen den Saal. Mit einem Sitzstreik vor dem Gebäude forderten die Jugendlichen einen Gesprächspartner des Gemeinderats. Die Jugendlichen übergaben ihre Forderung einem Gemeinderat der CVP, welcher diese dem Gemeinderatspräsident mitteilen wollte. Die Polizei gewährte dem Politiker aber keinen Einlass ins Gebäude mehr, obwohl dieser noch dreimal mit dem Megafon darum bat. Nach längerem Warten kam ein grösseres Polizeiaufgebot, das von den Jugendlichen vom Platz gedrängt wurde. Danach wurden ca. 15 Polizeiwagen mit je 30 Polizisten aufgefahren. Die Jugendlichen wurden daraufhin von der Polizei mit Gummigeschossen, Holzprojektilen, Tränengas und Wasserwerfern von allen Seiten angegriffen. Passanten begannen den Jugendlichen zu helfen, was bis zu einer Auseinandersetzung zwischen Bellevue und Central führte.

00:05:59 Eine Jugendliche schildert das Ende der Auseinandersetzungen. Die Demonstranten stellen der Polizei ein Ultimatum von 10 Minuten, um ihre Truppen abzuziehen, damit die Jugendlichen ihre friedliche Demonstration auf dem Limmatquai weiterführen konnten. Dies wurde von der Polizei akzeptiert.

00:06:56 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Jugendlicher schildert, dass entgegen der Behauptung von Presse und Polizei erneut das verbotene, giftige CB-Tränengas eingesetzt wurde.

00:00:28 Ein Jugendlicher schildert, dass er zwei kurze Diskussionen mit den Politikern Jürg Kaufmann und Emilie Lieberherr führen konnte. Emilie Lieberherr äusserte sich kurz zu den Jugendlichen. Ihrer Meinung nach sollten sich die Jugendlichen strukturieren und gewaltlos verhandeln. Weiter fühlt sie sich momentan in einer schlechteren Lage als bisher. Der Jugendliche ist der Ansicht, die Strassendemonstrationen sollten nicht beendet werden, da dies das einzige ist, was die Politiker überhaupt kümmert.

00:02:59 Ein Jugendlicher ist der gleichen Ansicht wie der Vorredner. Er erklärt, dass heute in der Presse die Richtlinien der Stadt Zürich über die Jugendarbeit veröffentlicht wurden. Ausgearbeitet wurden diese Richtlinien schon bevor, die letzte Demonstration stattgefunden hat. In diesen Richtlinien wurde festgehalten, dass ein Jugendhaus nicht unter der Führung von Jugendlichen zu leiten ist. Das autonome Jugendhaus darf nur durch eine private Trägerschaft geführt werden. Zum Einsatz von Tränengas hat er von einem Bericht gehört, der über den „Radio 24“ gesendet wurde. Diesem Bericht zu Folge wurden die Politiker Emilie Lieberherr und Sigmund Widmer beim Verlassen des Regierungsgebäudes von CB-Tränengas getroffen. Äussern wollten sie sich zu diesem Vorfall aber nicht.

00:08:43 Ende Track02

[Track 03]

00:00:00 Ein Jugendlicher hat bei den Auseinandersetzungen eine Frau in hübscher Kleidung beobachtet, die äusserlich nicht wirklich zu den restlichen Demonstranten passte. Die Frau wurde von der Polizei grob zur Seite gestossen und fing daraufhin eine Diskussion mit den Polizisten an. Als der Jugendliche sie ansprach, erklärte sie, sie sei Kantonsrätin und werde sich im Kantonsrat noch mit diesem Thema befassen.

00:01:13 Ein Jugendlicher klärt auf, dass an den Demonstrationen kein CB-Tränengas verwendet wurde. Die Polizei verwendete sogenanntes CS, was kein Tränengas sondern ein Atmungslähmungsgas ist. Dieses Gas kann zur Erblindung führen und ist krebserregend. In den letzten 10 Jahren seien 35 Menschen in Frankreich deswegen erblindet.

00:01:48 Einem Jugendlichen ist es besonders wichtig, dass sich alle Demonstranten am nächsten Samstag schützen können. Er fordert dazu auf, dass alle Tücher zum Schutz bei sich tragen. Noch besser seien Gasmasken oder Taucherbrillen. Er ist der Meinung, dass sich die Jugendlichen nach der heute unverhältnismässigen Reaktion der Polizei wehren können. Er erwähnt nochmals, dass die Gasmasken, die im „Bambus“ erhältlich sind evt. nicht dicht sind. Solche sollten erneut mit Aktivkohle und Watte ausgerüstet werden.

00:04:04 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 Ein Jugendlicher ist mit dem Vorredner nicht einverstanden. Ihm ist es wichtig, dass alle mit einem freien Gesicht an die Demonstration gehen können. Er habe noch nie Tränengas abbekommen, weiche der direkten Konfrontation aber auch aus. [Redner wird ausgepfiffen]

00:01:54 Einem Jugendlichen ist es ebenfalls wichtig, dass man sich an den Demonstrationen schützt. Eine wirksame Waffe seien Steinschlips (Steinschleudern?). Diese seien besonders wirksam, wenn man sie mit Kugellagerkugeln füllt.

00:02:24 Ein Jugendlicher betont, dass auch die Polizei Gasmasken trägt, und die Jugendlichen dann die Einzigen ohne Schutz seien.

00:02:50 Ein Jugendlicher beklagt sich über das gestrige Treffen der Studenten, welche seiner Ansicht nach zu wenig radikal in ihren Ansichten und Handlungen sind. Für ihn ist der einzig richtige Weg die Demonstration auf der Strasse.

00:03:42 Ein Jugendlicher findet es unverständlich, dass man sich gegen einen Schutz vor Tränengas wehren kann.

00:04:18 Ein Jugendlicher betont, dass auch die Studenten demonstriert haben. Auch er findet es richt, wenn die Jugendlichen sich vor dem Tränengas schützen. Er wehrt sich aber gegen eine „militärische Aufrüstung“ u.a. mit Steinschleudern. Man muss sich bewusst sein, dass man jemanden damit töten kann. Er glaubt, dass die Jugendlichen am kommenden Samstag die Lokalität in Beschlag nehmen können, sofern genug Leute anwesend sind und die Polizei nicht dort auf sie wartet.

00:05:41 Ein Jugendlicher spricht sich ebenfalls für einen Schutz vor der Polizei aus und weist darauf hin, dass auch Motorradhelme gegen Gummigeschosse einen guten Schutz bieten.

00:06:14 Ende Track04

[Track 05]

00:00:00 Ein Jugendlicher äussert seine Zustimmung zur Verwendung von Steinschleudern. Als Vorteil sieht er die Möglichkeit, einen Polizisten gefechtsunfähig zu machen. [Publikum pfeift Redner aus]. Er ist zwar gegen die Verwendung von Bleikugeln, befürwortet aber die Nutzung von Glaskugeln, da auch die Polizei Waffen verwendet. Zudem ist er für den Gebrauch von Tüchlein zum Schutz von Tränengas und Fotografien.

00:02:58 Ein Jugendlicher ruft dazu auf, dass die Jugendlichen auf Personen achten, die fotografieren.

00:03:14 Ein Jugendlicher findet es unüberlegt, wenn einerseits dazu aufgerufen wird, Kameras an die Demonstration mitzunehmen und andererseits Steinschleudern zu benutzen. Er glaubt nicht an einen Nutzen von Steinschleudern, sondern glaubt, dass die spontane Kreativität der Jugendlichen viel mehr gegen die Polizei ausrichten kann. Er appelliert an die Intelligenz der Jugendlichen und nicht an ihre physische Stärke. Und er hofft, dass sich eine Gruppe bilden wird, die denn kommenden Samstag organisieren wird.

00:04:10 Ein Jugendlicher möchte gerne nochmals über die Anwendung von Gewalt diskutieren. Er fordert die Jugendlichen auf, sich kreative Dinge einfallen zu lassen und die Polizei mit ihren Ideen auszustechen.

00:05:11 Ein Mann ist der Meinung, dass die Demonstranten während den Ladenöffnungszeiten auch die stark frequentierten Strassen belagern dürfen, um die Gefahr des Einsatzes von Tränengas zu vermindern.

00:05:46 Ende Track05

[Track 06]

00:00:00 Ein Jugendlicher aus Berlin bekundet Solidaritätsgrüsse aus Berlin, Frankfurt und Freiburg. Auch in Berlin und Frankfurt herrscht ein Kampf für ein Jugendhaus. Er schildert die Zustände in Frankfurt, wo Jugendliche ein Haus besetzt haben und gegen eine Konsumveranstaltung „Rock gegen Rechts“ demonstriert haben. An dieser Demonstration zog die Masse durch die Innenstadt und hat geplündert. Ihm ist es wichtig, dass sich die Jugendlichen gegen die Angriffe der Polizei rüsten.

00:01:29 Ein Jugendlicher gibt bekannt, dass nach der Vollversammlung nochmals Aufkleber verteilt werden und bittet das Publikum für den Initiant dieser Idee zu applaudieren.

00:02:05 Ein Jugendlicher möchte über die Gestaltung des nächsten Samstags sprechen und bittet alle, die schon Ideen haben, diese am Mikrofon mitzuteilen.

00:02:37 Ein Jugendlicher wünscht sich, dass die Kundgebungen auch einmal an der Bahnhofsstrasse stattfinden, um den dort anwesenden Menschen ihr Anliegen mitteilen zu können.

00:03:07 Ein Jugendlicher bezieht sich auf die Aussage eines Vorredners, der meinte, dass sich die Jugendlichen über die Polizisten erheben sollten. Er findet aber, dass alle Menschen (auch Polizisten) gleich sind.

00:03:40 Ein Jugendlicher ist der Meinung, dass alle Anwesenden von der Stadt Stundenlohn für die viele Arbeit erhalten sollten.

00:03:51 Ein Jugendlicher gibt die Idee eines Freundes bekannt, dass man sich bei einer solch grossen Menge Personen überlegen könnte, ob man nicht den Verkehr am Hauptbahnhof behindern wolle. Dieser Freund und sein Kollege haben sich auch noch weitere sinnvolle Aktionen überlegt.

00:04:38 Einem Jugendlichen fehlt bisher die nötige Solidarität an den Demonstrationen. Er wünscht sich mehr Militanz in Form von gemeinsamen Sitzstreiks etc.

00:05:31 Ein Jugendlicher empfindet die Aktionen auf der Strasse als sehr wirkungsvoll, denkt aber auch an das Engagement im Hintergrund bzw. nicht auf der Strasse. Er fragt das Publikum, ob sie auch bereit seien, in den Ort der Roten Fabrik zu investieren und nebst den Strassenaktionen ihre Zeit für ein Jugendhaus zu investieren. Er macht den Vorschlag, dass die Rote Fabrik als Lokalität vom Liegenschaftsamt frei gegeben und der Präsidialabteilung übergeben wird. Zu diesem könnte ein direkter Kontakt hergestellt werden, wo die Jugendlichen sich äussern könnten.

00:07:11 Ein Jugendlicher schildert, dass er letzte Woche in der Lokalität an der Limmatstrasse war und eine Theatergruppe „Komedie“ angetroffen hat. Diese hatte bisher einen Mietvertrag mit der Präsidialabteilung, welcher aber gekündigt wurde und dies mit der Begründung, dass die Stadt in Anbetracht der kommenden Ereignisse für die sichere Aufbewahrung ihrer Utensilien nicht garantieren kann. Er empfindet das Verhalten der Präsidialabteilung als ungerechtfertig. Die Theatergruppe erklärte sich mit der Jugendbewegung solidarisch und distanzierte sich vom Theaterspektakel. Der Politiker wolle sich als grosser Macher aufspielen. Ausserdem werden am Event viele ausländische Gruppen teilnehmen, was die Preise in die Höhe treibt.

00:09:04 Ende Track06

[Track 07]

00:00:00 Ein Jugendlicher stellt noch einmal fest, dass die Jugendlichen nicht nur die Liegenschaft Limmatstrasse, sondern auch die Rote Fabrik benötigen. Diese insbesondere für Feste und Veranstaltungen. Letzte Woche haben Gespräche zwischen der Stadt und der IG Rote Fabrik stattgefunden, an welchem aber klar wurde, dass das Opernhaus nicht bereit ist, aus ihren Räumlichkeiten in der Roten Fabrik auszuziehen. Er zieht daraus den Schluss, dass ein Kampf auf der Strasse weiterhin nötig ist. Man muss auch für die Rote Fabrik und nicht nur für die Limmatstrasse kämpfen.

00:01:35 Ein Jugendlicher konnte sich bisher nicht zwischen der gewalttätigen und der gewaltlosen Form als Demonstration entscheiden, weswegen er sich Alternativen überlegt hat. Sein Vorschlag wäre u.a. die Sperrung von Strassen, um Druck von aussen (Bund, Kantone) auf die Stadt zu erzeugen. Weiter fordert er mehr Solidarität, welche die Jugendlichen beim Treffen am nächsten Samstag beweisen können, indem jeder mindesten fünf weitere Teilnehmer mitbringt.

00:03:05 Ein Jugendlicher gibt bekannt, dass die Polizei sich bereits für den kommenden Samstag rüstet. Es sei darum besonders wichtig, dass alle Jugendlichen Utensilien zum Schutz bei sich tragen.

00:03:38 Ein Jugendlicher ist der Ansicht, dass die Jugendlichen sich heute zu schnell von der Strasse zurückgezogen haben. Die Polizei habe Angst davor, dass die Jugendlichen vielleicht jede Woche solche Demonstrationen veranstalten; er ist der Meinung, dass diese Gespräche der Polizei keine Angst machen.

00:04:34 Ein Jugendlicher bemängelt das Fehlen von Sanitätsgruppen und fordert die Jugendlichen auf sich in kleinen Gruppen zusammenzuschliessen und Verbandszeug etc. bei sich zu tragen.

00:05:12 Ende Track07

[Track 08]

00:00:00 Ein Jugendlicher bittet Teilnehmer der Demonstrationen, welche einen Sanitätskurs besucht haben, Sanitätsarmbinden zu tragen und Verbandszeug bei sich zu haben, damit Verletzte wissen, an wen sie sich wenden können. Zusätzlich sollen alle mehr Tücher und Zitronen als sie selbst benötigen bei sich zu tragen, um anderen aushelfen zu können. Allgemein soll man sich nicht nur um sich selbst, sondern auch um andere kümmern.

00:00:50 Ein Jugendlicher ist der Ansicht das dieser Kampf ein Kampf gegen den Staat ist, der alle vernichten will.

00:01:55 Ein Jugendlicher hat die Idee, die Haftwagen der Polizei mit Feuerlöschern vollzuspritzen. Dies würde sie an der Weiterfahrt hindern und der Schaum ist schwierig zu entfernen.

00:02:22 Ende Track08

weitere Angaben…

Vollversammlung der Zürcher Jugendbewegung vom 18. Juni 1980 (Volkshaus, Zürich)

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Bestand
  1. F_1000 Vollversammlungen Jugendbewegung Zürich [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Magnetband
  3. → Kompaktkassette
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Zu Beginn der Versammlung berichten Arbeitsgruppen über ihre Tätigkeiten. Anschliessend folgen Informationen zu den Vorfällen im und ums Rathaus. Die geschilderten Erlebnisse haben Konsequenzen: Das Feindbild Polizei wird revidiert (das sind ja nur "Knechtli") und es erfolgt der Rat, dass sich Demonstrationsteilnehmer besser vor Tränengas schützen sollten. Von einer Militarisierung der Bewegung wird Distanz genommen, es gehe darum, sich zu schützen (Ratschläge). Eine Sanitätsgruppe wird ins Leben gerufen. Einzelne RednerInnen beklagen sich über mangelnde Solidarität. Eine Grossdemonstration wird vorbesprochen. Sie solle möglichst breit abgestützt sein. Teil 3/3: Die Diskussion über die Gestaltung der nächsten Demonstration kommt auf keinen grünen Zweig. Die Vollversammlung löst sich auf.
Detailinformation zum Inhalt

HINWEIS: DIE UNTERTEILUNG IN TRACKS BETRIFFT NUR DEN AUSLEIHBAREN, PHYSISCHEN TRÄGER (CD).

[Track 01]

00:00:00 Ein Jugendlicher stört sich daran, dass die allgemeine Bevölkerung nicht über die Anliegen der Jugendlichen informiert ist. Er schlägt vor, diverse Freizeitanlagen, Parks etc. in der Stadt zu besetzten, um den Leuten zu verdeutlichen, was es bedeutet autonom zu sein.

00:01:08 Der Verwalter des Volkshauses gibt bekannt, dass er per Telefon für das Volkshaus eine Bombendrohung erhielt. Er glaubt dieser Drohung nicht, bittet die Anwesenden aber trotzdem unter ihre Stühle zu schauen, um ein allfälliges Päckchen mit unbekanntem Inhalt aufzuspüren.

00:01:54 Ein Jugendlicher gibt bekannt, dass die Arbeitsgruppe Sanität soeben gegründet wurde und sich am Freitagabend um 19.30 Uhr im Speak-Out trifft.

00:02:15 Eine Jugendliche ist der Meinung, dass man die Strassen besetzten kann, ohne zu demonstrieren (z.B. ein Fest veranstalten).

00:02:50 Ein Jugendlicher äussert sich gegen den Vorschlag der Besetzung von Freizeitanlagen, da die Jugendlichen sich aufteilen müssten, sie aber seiner Ansicht nach nur gemeinsam stark sind.

00:03:11 Eine Jugendliche gibt bekannt, dass Pro Juventute am Donnerstag, 26. Juni um 20.00 Uhr in den Freizeitanlagen der Quartiere eine Politdiskussion mit Eltern und Jugendlichen durchführt. Sie fordert alle Anwesenden auf, in ihrem Quartier teilzunehmen und die Anliegen der Bewegung einzubringen.

00:03:51 Ein Jugendlicher ist wütend darüber, dass viele Zuhörer den Saal verlassen ohne ihre Meinung mitgeteilt zu haben. Es fordert dazu auf, sich an der Diskussion zu beteiligen und nicht nur einfach zu konsumieren.

00:05:33 Eine Frau fordert die Jugendlichen auf vor den viel zu günstigen Sozialwohnungen der Politiker zu demonstrieren.

00:06:15 Eine Jugendliche gibt bekannt, dass der Politiker Sigmund Widmer an der Gloriastrasse 60 wohnt und schlägt vor, dorthin zu gehen.

00:06:27 Ein Jugendlicher erinnert daran, dass draussen vor der Türe Geld für die diversen Aufwände gesammelt wird.

00:06:49 Ein älterer Mann schildert, dass er im Jahr 1968 mitdemonstriert hat und 1951 mit einem Taschentuchverkauf Geld für ein Jugendhaus gesammelt hat. Nun braucht er ein Altersheim.

00:07:13 Ende Track01

[Track 02]

00:00:00 Ein Jugendlicher findet die Paranoia, überall Spitzel der Polizei zu vermuten, für verfehlt und möchte dass diese endet.

00:00:41 Ein Jugendlicher schlägt vor die Politiker, Emilie Lieberherr, Sigmund Widmer und Alfred Gilgen am Samstag privat zu besuchen.

00:00:57 Ein Jugendlicher gibt bekannt, das die Arbeitsgruppe „Rock auf der Strasse“ beschlossen hat, sich am nächsten Samstag um 14.00 Uhr mit allen Musikgruppen, die gerne auftreten möchten, auf dem Münsterplatz zu treffen.

00:01:23 Ein Jugendlicher findet es unnütz, die einzelnen Politiker zu besuchen, da diese bisher auch nicht bereit waren, Entscheidungen zu treffen. Die Demonstranten sollen sich an der Limmatstrasse treffen und ihr Fest feiern, statt ihre Zeit mit den Politikern zu vergeuden. Man muss dann schauen, ob die Jugendlichen ins Gebäude rein gehen können. Ansonsten, bei anwesender Polizei, müsste man wie heute wieder ein Ultimatum stellen.

00:02:26 Eine Jugendliche befürwortet den persönlichen Besuch bei den einzelnen Politikern, um diesen einmal die Meinung sagen zu können.

00:02:28 Ein Jugendlicher ruft die Musiker dazu auf, sich nach der Vollversammlung im St. Jakob zu treffen.

00:03:09 Eine Jugendliche identifiziert zuerst einen Spitzel im Publikum und macht danach den Vorschlag, die Politiker beim Besuch als Geiseln zu nehmen und erst wieder frei zu lassen, wenn die Jugendlichen ihr Jugendhaus erhalten.

00:04:31 Ende Track02

[Track 03]

00:00:23 Votant weist darauf hin, dass Bewegung von der Uni und Jugendbewegung für das Selbe kämpfen: „Wir sind eine Bewegung!“

00:02:25 Organisation der Demonstration: Rollschuhläufer sollen als Meldeläufer fungieren und die verschiedenen Demonstrationsteile verlinken.

00:03:39 Votant weist darauf hin, dass auch die Probleme der Ausländer diskutiert werden sollten (konkret: teuere Mietzinse für Ausländer, reaktionäre Ausländergesetzgebung)

00:05:11 Redner zeigt eine CS-Tränengas-Patrone.

00:05:27 Jemand liest einen Artikel aus dem „Tell“ vor; wird aber abgeklemmt.

00:05:54 Die Information über die Anliegen der Jugendbewegung muss in die Quartiere hinaus getragen werden.

00:06:39 Redner sucht Mitstreiter fürs „Häuserchecken“ (abklären, was wo freisteht).

00:07:14 Ende Track03

[Track 04]

00:00:00 „Entweder hören wir jetzt auf, oder wir hören mit dem Chaos auf – eines von beiden“

00:00:12 Abstimmung, wer weiter über die Organisation des nächsten Samstags sprechen möchte, Resultat: kaum jemand.

00:01:20 Piratenradios bringen nur noch Live-Sendungen (auf der Frequenz von „Radio 24“ und anderen Frequenzen)

00:02:07 Information für die „Schmierspitzel“ betreffend Piratenradios

00:03:03 Auflösungserscheinungen; Warnung vor zu militanter Demo am Samstag

00:04:19 Schwulendemo von Basel soll am Samstag ebenfalls nach Zürich verlegt werden.

00:05:02 14 Uhr Treffpunkt auf dem Münsterhof

00:05:27 Die Zürcher Lesben gehen am Samstag in Zürich an die Demo und nicht an die Schwulendemo in Basel.

00:06:33 Ende Track04

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"Gschwend I" - Rede von Stadtrat Jakob Gschwend im Vorfeld der Stadtratswahlen in Zürich, 1933 (Aufnahme vermutlich in der letzten Woche vor der Wahl)

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Bestand
  1. F_1002 VPOD Zürich Stadt und soziale Institutionen, VPOD Zürich-Städtische [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1901-1950
  4. → 1931-1940
  5. → 1933
Schlagwörter
Personen
  1. Gschwend, Jakob (1882-1952)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Mitschnittplatte
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Aufnahme, die im Vorfeld der Zürcher Stadt- und Gemeinderatswahlen vom 24. Sept. 1933 entstanden ist. Stadtrat Jakob Gschwend richtet sich in eindringlichen Worten an das Wahlvolk und warnt vor allem davor, die Frontenbewegung (ohne sie explizit zu erwähnen) zu wählen. Die Anhänger dieser Bewegung möchten in der Schweiz verwirklichen, was sich in Deutschland seit der Machtergreifung der Nationalsozialisten abspielt: Denunziation Andersdenkender, Presseverbote, Gesinnungsterror, Errichtung von Konzentrationslagern. Es sei ein Kampf gegen jene Kräfte, „die uns die Schmach antun wollen, Neuschwaben zu werden“.
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"Gschwend II" - Rede von Stadtrat Jakob Gschwend im Vorfeld der Stadtratswahlen in Zürich, 1933 (Aufnahme vermutlich in der letzten Woche vor der Wahl)

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Bestand
  1. F_1002 VPOD Zürich Stadt und soziale Institutionen, VPOD Zürich-Städtische [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1901-1950
  4. → 1931-1940
  5. → 1933
Schlagwörter
Personen
  1. Gschwend, Jakob (1882-1952)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Mitschnittplatte
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Aufnahme, die im Vorfeld der Zürcher Stadt- und Gemeinderatswahlen vom 24. Sept. 1933 entstanden ist. Stadtrat Jakob Gschwend nimmt einen Wahlkampfartikel der Neuen Zürcher Zeitung zum Anlass, die sozialdemokratische Finanz- und Sozialpolitik zu verteidigen. Er warnt vor der bürgerlichen Propaganda, deren Ziel es sei „dem kleinen Mann das Hemd wegenehmen“, denn „gesunde Finanzpolitik“ heisse in den Augen der Bürgerlichen, die Sozialleistungen und die Steuern die Reichen zu senken.
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"Nobs I" - Rede von Ernst Nobs im Vorfeld der Stadtratswahlen in Zürich, 1933

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Bestand
  1. F_1002 VPOD Zürich Stadt und soziale Institutionen, VPOD Zürich-Städtische [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1901-1950
  4. → 1931-1940
  5. → 1933
Schlagwörter
Personen
  1. Nobs, Ernst (1886-1957)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Mitschnittplatte
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Aufnahme, die im Vorfeld der Zürcher Stadt- und Gemeinderatswahlen vom 24. Sept. 1933 entstanden ist, dem „grössten Wahlkampf, den Zürich je gesehen hat“. Ernst Nobs hält ein Plädoyer für die Sozialdemokratie und für den in Zürich eingeschlagenen Weg mit dem Aufbau öffentlicher Sozialleistungen und den Arbeitsbeschaffungsmassnahmen, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen. Er wendet sich insbesondere gegen die „Todfeinde der Demokratie“, die in der „Stadt der 1000 Millionäre“ die Mitbestimmungsrechte des Volkes ausser Kraft setzen und das „souveräne Volk seiner Rechte berauben“ wollen. Hauptgegner dieses Wahlkampf ist die rechtsradikale Frontenbewegung, die Nobs allerdings nicht namentlich erwähnt.
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"Kaufmann I" - Rede von Stadtrat Bernhard Kaufmann im Vorfeld der Stadtratswahlen in Zürich, 1933

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Bestand
  1. F_1002 VPOD Zürich Stadt und soziale Institutionen, VPOD Zürich-Städtische [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1901-1950
  4. → 1931-1940
  5. → 1933
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Mitschnittplatte
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Aufnahme, die im Vorfeld der Zürcher Stadt- und Gemeinderatswahlen vom 24. Sept. 1933 entstanden ist. Stadtrat Bernhard Kaufmann verteidigt die sozialpolitischen Leistungen und die Wohlfahrtsinstitutionen Zürich gegen freisinnige Kritik, die unter anderem in der „freisinnigen Sudelbroschüre ‚Genug Heu‘“ während des Wahlkampfs erschienen ist. Er thematisiert Fragen wie Steuerhöhe und Steuerhinterziehung.
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"Kaufmann II" - Rede von Stadtrat Bernhard Kaufmann im Vorfeld der Stadtratswahlen in Zürich, 1933

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Bestand
  1. F_1002 VPOD Zürich Stadt und soziale Institutionen, VPOD Zürich-Städtische [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1901-1950
  4. → 1931-1940
  5. → 1933
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Mitschnittplatte
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Aufnahme, die im Vorfeld der Zürcher Stadt- und Gemeinderatswahlen vom 24. Sept. 1933 entstanden ist. Stadtrat Bernhard Kaufmann verteidigt die Steuerfusserhöhung um 15 Punkte von 1933, die ihre Ursache vor allem im jährlichen Steuerhinterziehungsbetrag von 15 Millionen Franken habe. (abruptes Ende)
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"Briner I" - Rede von Stadtrat Jean Briner im Vorfeld der Stadtratswahlen in Zürich, 1933

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Bestand
  1. F_1002 VPOD Zürich Stadt und soziale Institutionen, VPOD Zürich-Städtische [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1901-1950
  4. → 1931-1940
  5. → 1933
Schlagwörter
Personen
  1. Briner, Jean (1876-1967)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Mitschnittplatte
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Aufnahme, die im Vorfeld der Zürcher Stadt- und Gemeinderatswahlen vom 24. Sept. 1933 entstanden ist. Stadtrat Jean Briner richtet sich an die „Väter und Mütter unserer Schuljugend“ und erwähnt die Leistungen des „Roten Zürich“ im Bildungsbereich. Die Schule sei die „einzige und beste Aussteuer fürs Leben“. Die Schule stellt sich in den Dienst der Gesellschaft, indem sie die jungen Menschen zu „ethischer Arbeitsauffassung, kollektiver Gesinnung und sozialer Tatbereitschaft“ erzieht.
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"Briner II" - Rede von Stadtrat Jean Briner im Vorfeld der Stadtratswahlen in Zürich, 1933

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Bestand
  1. F_1002 VPOD Zürich Stadt und soziale Institutionen, VPOD Zürich-Städtische [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1901-1950
  4. → 1931-1940
  5. → 1933
Schlagwörter
Personen
  1. Briner, Jean (1876-1967)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Mitschnittplatte
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Aufnahme, die im Vorfeld der Zürcher Stadt- und Gemeinderatswahlen vom 24. Sept. 1933 entstanden ist. Stadtrat Jean Briner warnt davor, die Aufwendungen für das Schulwesen zu reduzieren und verwahrt sich gegen Lügen und Gerüchte, die im Wahlkampfverbreitet werden: So stimme es nicht, dass in der Schule klassenkämpferische Theorien verbreitet würden oder die Mehrzahl der Lehrer sozialdemokratischer Gesinnung sei. „Väter und Stimmbürger, denkt an die Verhältnisse in Deutschland – wehret den Anfängen und wählt rot!“
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"Nobs II" - Rede von Ernst Nobs im Vorfeld der Stadtratswahlen in Zürich, 1933

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Bestand
  1. F_1002 VPOD Zürich Stadt und soziale Institutionen, VPOD Zürich-Städtische [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1901-1950
  4. → 1931-1940
  5. → 1933
Schlagwörter
Personen
  1. Nobs, Ernst (1886-1957)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Mitschnittplatte
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Aufnahme, die im Vorfeld der Zürcher Stadt- und Gemeinderatswahlen vom 24. Sept. 1933 entstanden ist. Ernst Nobs geiselt die bürgerliche Wahlpropaganda, die mit Schlagworten und bewussten Unwahrheiten operiere. Keine einzige bürgerliche Partei habe ein Krisenbekämpfungsprogramm; wer das Wesen der bürgerlichen Politik begreifen wolle, müsse nur nach Bern schauen, wo der Bund in allen Belangen Abbaupolitik betreibe. Nobs ruft „alle sozial Einsichtigen und fortschrittlich Gesinnten zur vereinigten Abwehr der sozialen Reaktion“. Denn: „Die Stunde der Erscheidung ist da! An die Urnen! An die Urnen!“
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"Baumann I" - Rede von Stadtrat Jakob Baumann im Vorfeld der Stadtratswahlen in Zürich, 1933

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Bestand
  1. F_1002 VPOD Zürich Stadt und soziale Institutionen, VPOD Zürich-Städtische [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1901-1950
  4. → 1931-1940
  5. → 1933
Schlagwörter
Personen
  1. Baumann, Jakob (1887-1975)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Mitschnittplatte
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Aufnahme, die im Vorfeld der Zürcher Stadt- und Gemeinderatswahlen vom 24. Sept. 1933 entstanden ist. Stadtrat Jakob Baumann verteidigt die hohen Ausgaben für Sozial- und Krisenhilfe und begründet die Arbeitsbeschaffungsmassnahmen der Stadt. Die Fröntler und Bürgerlichen würden, so Baumann, diese Ausgaben streichen und die 7‘400 Arbeitslosen im Elend verkommen lassen. „Arbeiter merkt euch das! Wählt sozialdemokratisch, damit euch in schwerer Zeit geholfen werde.“
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"Baumann II" - Rede von Stadtrat Jakob Baumann im Vorfeld der Stadtratswahlen in Zürich, 1933

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Bestand
  1. F_1002 VPOD Zürich Stadt und soziale Institutionen, VPOD Zürich-Städtische [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1901-1950
  4. → 1931-1940
  5. → 1933
Schlagwörter
Personen
  1. Baumann, Jakob (1887-1975)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → Mitschnittplatte
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Aufnahme, die im Vorfeld der Zürcher Stadt- und Gemeinderatswahlen vom 24. Sept. 1933 entstanden ist. Stadtrat Jakob Baumann rühmt die städtische Wohnbau- und Mietzinspolitik, die einen ansehnlichen Teil der Mietwohnungen der Spekulation entzieht. Mit Sportanlagen und Spielwiesen habe das Rote Zürich überdies vielfältige Möglichkeiten für Freizeitbeschäftigungen geschaffen. Das alles gelte es gegen die „vom Hitlertum übernommenen Frontenbrutalität“ zu verteidigen; der Wahlkampf richtet sich aber nicht nur gegen die neubürgerliche Front, sondern auch gegen die Kommunisten.
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Radio LoRa Live aus dem AJZ: Sendung vom 19.09.1981 (Teil 1/3)

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Bestand
  1. F_1005 Menyhart, Dieter - Piratenradios [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1981-1990
  5. → 1981
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → digitale Tonaufnahme
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Ein Ausschnitt aus dem Programm von Radio LoRa, welches während einer Woche im September 1981 von Aktivisten aus dem AJZ Zürich gesendet wurde und vor allem aus Redebeiträgen bestand. Das Programm ist amateurhaft gestaltet. Im Hintergrund sind oft Nebengespräche zu hören, Lieder werden selten länger als zwei Minuten gespielt oder einzelne Schallplatten funktionieren nicht. Ein schlüssiges Sendekonzept fehlt. Dafür wird minutenlang über vermeintliche Abhör- und Störaktionen spekuliert oder gegen die Polizei gewettert. Das Ganze wird allerdings bewusst als ‚Versuchskonzept‘ ausgegeben, bei dem alle mitprobieren und –gestalten können.
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00:02:46 Anmoderation: „Da isch LoRa Züri, s’Lokalradio vo Züri uf 103 MHz. Z’Abig um sächsi bis z’Abig um zwölfi für immer nu ganzi sächs Tag lang.“

00:05:22 „Hüt simmer e Gruppe vo Fraue wo im Schtudio sind, wo Schtudio Arbeit machet. Es isch für euis all s’erscht Mal und mier werdet jetzt fröhlich usprobiere wie me das so richtig macht. Mier wänt Saalbieträg bringe, mier wänt vill anderi Bieträg bringe und wünsched eui viel Vergnüege und dass er glich vill Schpass hänt wie mier. Es gilt natürlich nach wie vor, wär öppis mitzteile hät, segs Veraschtaltige oder Chochrezäpt, der söll euis direkt alüte is Schtudio. (…)“. Gefolgt von einem längeren Aufruf, doch unbedingt anzurufen und seine Meinung kundzutun.

00:14:49 „Mier machet jetzt wiiter und zwar zerscht tüe mer euisi Erfahrige vo geschter eui bekanntgeh, mier tönt’s au undre nand nummal ustusche, will mier glaubet, s’isch einiges gloffe wo für alli interessant isch und wo me als Zuohörer überhaupt nit merkt. (…)“

00:15:16 Anderer Sprecher: „Ich glaub vill Lüt hänt geschter nüd rächt kapiert, was mier mit Lokalradio meinet. Nüd LoRa isch z’Radio, sondern z’Radio LoRa isch eigentlich en technischi Infraschtruktur und z’Radio das machet verschidini Benützergruppe. Das Radio söll allne zer Verfüegig schtah, mo chann äu allüte und so Informatione über das Radio geh. Mo muess also nüd direkt is Schtudio cho zum öppis säge. Au mit dem Programm hets geschter rächt Puff geh, es sind jeni Lüüt immer is Schtudio cho und hänt d’Musig en Schitt gfunde und s’Programm hohl und was weiss ich was. (…).“

Aufruf, selbst aktiv Radio zu machen, anstatt nur zu kritisieren.

00:16:27 Die Rede kommt dann auf eine Pressekonferenz, wo die Frage nach dem Studiostandort nachgefragt wurde: „(…) das z.B. ein Journalischt total stuur druf druf beharrt het, (…) worum mier nüd persönlich an dere Pressekonferenz erschinne sind, sondern eigetlich mit dere Pressekonferenz, mit dem Ruum, wo die Journalischte gsii sind übers Radio gredt händ. Also mier händ üs nüd zeigt und er hät euis unter anderem mangelndi Zivilcourage vorgworfe und hät gfunde, so isch das kei journalistisches Schaffe und das er das eifach nüd begrifft. Ich wöt eigetlich kei Näme säge, will ich find, s’isch nüd nötig uf das Niveau oder (…). Was mich schaurig deprimiert hä tisch, dass ich gfunde han, es gaht überhaupt nüd drum, das me eifach mal lost, was mier machet und beurteilt, will s’Radio LoRa isch ja nüd d’Näme vo drü Lüt, sondern es isch es Radio wo en Infraschtruktur isch, wo verschidini Lüt chönt ihri Sache mache, wo Luscht hänt und ich begriff nüd, worum mer nid die Journalischte das nach dem chönt beurteile was lauft und schtuur druf beharret das mer muess en Name säge (…).“ Die drei Personen im Studio diskutieren dann mehr oder weniger für sich (also nicht für die Zuhörer), warum diese Pressekonferenz nicht ihren Erwartungen entsprach, und dass man bewusst darauf verzichtet hat, das AJZ als Senderort zu nennen. Die gängigen Pressetitel (Tagesanzeiger, NZZ, Blick) werden kritisiert für ihre Berichterstattung.

00:22:17 Das Thema PTT wird auch angesprochen: „Das immer Gschpräch gschtört werdet und genau das isch euis ja z’Wichtige oder mier wänt ja aundfürsich gar nüd unbedingt en Musigsänder sii. Mier bringet au Musig oder aber so degradiert euis d’Poscht zum ne Radio 24, mier hänt’s au geschter nu sälber gmacht vom Inhalt her, das wämmer hüt besser mache oder aber. Äs isch au d’Poscht d’schuld.“ Anscheinend hat die PTT bewusst bei den Redebeiträgen den Sender gestört. Dann wird nochmals über den Journalismus hergezogen, zusammen mit einer massiven Polizeikritik.

00:27:05 Diskussion über Medien und die eigenen Vorstellungen, wie man damit umgehen kann wird fortgesetzt: „(…) will euis sind die verbale Sache, d’Ussage wichtig, euis isch nüd de Sound wichtig, Sound isch guet und rächt, aber de isch in zweiter Linie wichtig. wie scho gseit, d’PTT die schtört eifach immer dänn, wenn mier öppis z’säge hänt und mier schtinkt das. (…).“

00:34:20 Programm wird vorgestellt: „(…) also Ziite sind nüd schaurig ernscht z’neh, sehr wahrschinlich chunnt sowieso alles schaurig durenand.“ Das Programm besteht vor allem aus Diskussionsrunden. Daneben wird aber auch auf das kulturelle Programm des AJZ und der Roten Fabrik hingewiesen.

00:50:40 „PTT du alti Schpillverderber-Tante.“

00:52:40 „Ja, da isch LoRa Schtudio Züri. Sie mier händ Arüef vo de Hörer, dass euisi Gschpröch gschtört werdet. Was söll das? (…) Euises Radio wird gschtört. (…) Immer wenn gschwätzt wird, dänn wird gschtört, chunnt es Ruusche. (…) Ja ier müesstet eifach de Schtörsender abschtelle, denn wär’s klar.“ Anruf von Radio LoRa beim Störungsdienst der PTT bezüglich der mutmasslichen Störversuche gegen den Radiosender, besonders während den Redebeiträgen.

00:58:55 Indianer besuchen das Studio. Floyd Westerman, später ein relativ bekannter US-Schauspieler aus dem Stamm der Dakota, trat 1981 in der Roten Fabrik auf. Floyd Westerman spricht über seine Herkunft und über seine Botschaft (vor allem die Rechte der Indianer). Daneben spricht er über einen Marsch mit Mitgliedern des AJZ von Zürich nach Genf, um gegen die US-Regierung zu protestieren, damit Indianer als ‚Indian Nations‘ und nicht als ‚Stämme‘ anerkannt werden. Thema des Gesprächs ist auch der Uranabbau in indianischen Reservaten in den USA, woher auch 60% des in Europa verwendeten Urans stammen. Auch die Besiedelung der USA und der Pazifismus werden angesprochen.

01:17:30 Interview mit Floyd Westerman wird nach Musikteil weitergeführt. Es wird erstens nach dem Kongress (wahrscheinlich NCAI „National Congress of American Indians) in Genf gefragt, der tags zuvor zu Ende gegangen ist. Dann wird nach den Rechten der Frauen bei den Indianern gefragt. Westerman stellt besonders den Unterschied dar zwischen dem Stammesleben indianischer Nationen und dem Leben in der sogenannt westlichen Welt.

01:28:29 Schluss

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Radio LoRa Live aus dem AJZ: Sendung vom 19.09.1981 (Teil 2/3)

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Bestand
  1. F_1005 Menyhart, Dieter - Piratenradios [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1981-1990
  5. → 1981
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → digitale Tonaufnahme
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Im zweiten Teil des aufgezeichneten Programmes von Radio LoRa, gesendet im September 1981 aus dem AJZ Zürich (vermutlich an einem andern Abend als bei F_1005-020 zu hören ist) wird zuerst ein längerer literarischer Text aus ‚Lavabo‘ (Frauenmagazin) vorgelesen. Dann folgt eine Sendung, in der ausschliesslich von Frauen eingespielte Musik aufgelegt wird, die ausführlich kommentiert wird.
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00:03:30 Längerer Text aus ‚Lavabo‘, einer Zeitschrift von Frauen aus der Bewegung über ihre Probleme, Beziehungen, Gewalt etc., wird vorgelesen. Der Text nimmt Bezug auf die Jugendunruhen in Zürich ab 1980 und kritisiert die etablierten Linken Parteien und Gruppierungen.

00:18:49 Es folgt eine Stunde lang Musik, die ausschliesslich von Frauen gemacht wurde. Dazwischen werden ausführlich Fakten zu den einzelnen Musikerinnen genannt.

00:43:30 Schluss

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Radio LoRa Live aus dem AJZ: Sendung vom 19.09.1981 (Teil 3/3)

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Bestand
  1. F_1005 Menyhart, Dieter - Piratenradios [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1981-1990
  5. → 1981
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → digitale Tonaufnahme
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Diese letzte Sendung aus dem Programm von Radio LoRa, gesendet im September 1981 aus dem AJZ Zürich, enthält vor allem Aufzeichnungen aus einer aktuellen Vollversammlung des AJZ Zürich, während der über Gefängnis und Strafverteidigung diskutiert wurde. Unterbrochen werden die Redebeiträge meist durch Jazzmusik. Auch die Störungen der PTT sind immer wieder Thema im Programm von Radio LoRa.
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00:00:29 „Stirnwix - eine wissenschaftliche Sendung des Radio LoRa.“

00:00:56 „es lauft jetz es Hörschpiel, das heisst ‚Polyethylen‘“

00:01:10 „Redaktion Alex (?), Mikrofon Hans O. Glaub“

00:01:36 Anmoderation der parodistischen Wissenschaftssendung zum Thema „Polyätherschaum – die Chance der Zukunft“ mit einem fiktiven Gast. Die Sendung wird teils von einer Frauenstimme kommentiert („isch ja e rechte Blödsinn, gellet?“)

00:12:44 „Me ghört euis sogar in Wädenswil“

00:12:56 „Radio LoRa Züri. Mier wüsset zwar, dass mer immer gschtört werdet, sobald mer versuechet z’rede, aber ich säge jetzt glich no euisi paar Sache, wo me immer wieder muess säge (…).“ Es wird um Spenden gebeten und auf die Senderunterbrücke aufmerksam gemacht.

00:14:17 Auszüge aus der Vollversammlung des AJZ zum Thema ‚Knast‘ abgespielt.

00:25:46 „Das Komitee für einen störfreien Äther teilt mit: vor wenigen Minuten wurden durch eine Gruppe unseres Komitees diverse Scheiben an der Sihlpost zerstört. Wir wehren uns gegen die Störung von Radio LoRa durch die PTT. Die PTT ist für jedermann angreifbar. Telefonkabinen, Briefkästen, Telefonmasten usw. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Gebt den Störern zu verstehen, dass wir Radio LoRa hören wollen. Immer und überall. Ende der Durchsage.“

00:26:46 „Das Bändli isch euis ebe i d’Händ druckt worde. Mier händ’s abgschpillt, will mier kei Zensur machet.“

00:27:09 evt. weitere Aufnahmen aus einer Vollversammlung des AJZ, u.a. zur Laienverteidigung

00:32:47 „Die Sache mit Laienverteidigung hänt einiges z’Rede geh a dere VV und mu het vill überleit oder wie mes am Beschte macht oder und vor allem überleit wie mer chann de Pigs am Beschte es Schnippli schla. Und so is denn au no wiitergange. Mier werdet nachher nue paar Biträg bringe vo geschterd z’Abig.“

00:34:30 Weitere Aufnahmen aus der VV des AJZ, u.a. zu Teilgeständnissen und Laienverteidigung und zur Volksabstimmung über ein neues Gefängnis in Zürich

00:41:53 „Wiiter hämer drüber gschnurret, was mer söll mache uf d’Abschtimmig, was mer söll mache gäg di Neubaute. Lose mer da au nu en Bricht vo der geschtrige VV (…).“ Es folgt eine weitere Aufnahme aus der VV zu Neubauten in der Stadt Zürich mit einem Rundumschlag gegen die SP und liberale Kräfte. Daneben wird auf einen Prozess gegen Barbara Augustin vor Bezirksgericht hingewiesen. Sie hat Sprengstoff für die RAF über die Grenze nach Deutschland geschmuggelt.

00:44:44 Schluss

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Radio Piraten Zürich 1977-1984 (Dokumentation politische Piratensender)

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Bestand
  1. F_1005 Menyhart, Dieter - Piratenradios [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1981-1990
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → digitale Tonaufnahme
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
Abstract Dieser Beitrag fasst verschiedenste Ausschnitte von Sendungen diverser Piratenradios in Zürich aus den Jahren 1977 bis 1984 zusammen. Unter anderem werden Interviews mit Protagonisten der damaligen Piraten-Szene geführt, die Auskunft geben über die politischen Ideale und die Arbeit bei illegalen Radiostationen. Auch inhaltlich wird die volle Spannbreite der Piratensender dokumentiert, die von ernster politischer Berichterstattung, wenn auch aus einer linken Perspektive betrachtet, bis hin zu humoristischen Hörspielen reicht.
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00:00:16 Verschiedene Radio-Signete, die einen Querschnitt bieten zu der Diversität von Piratenradios zwischen 1977 und 1984

00:03:31 „Was isch Radio?“ – „Ich möcht uf d’Iifüerig vo mim Standardwerk ‚Radio und Fernsehen – was soll das?‘ zruggriffe wo n’ich scho vor 10 Johr gschribbe han. Radio, wüsse Sie, das isch wie wenn Sie en Daggel hän, so lang vo Züri uf Rom und wänn Sie dem Daggel uf dr Schwanz stön, dänn bällt’s in Rom und das Ganzi ohni Daggel. Das isch Radio.“

00:04:01 Det wo’s Bälle nüt me nützt, det wird bisse. Ier ghöret jetzt en Querschnitt dur d’Zürcher Radiopirateszene vo de letschte sächs Jahr.“

00:05:00 Radiomacher von Radio Freies Banana scheinbar auf der Flucht vor der Polizei

00:06:12 Sprecher informiert über die Entstehung des Pfingstfestes im Zuge der 1968er in den frühen 1970er-Jahren in Zürich

00:08:49 „Jetzt kommen wir zu rund fünf Minuten für die Hausfrau mit Lino Ijo da Nada.“ – „Guete Tag liebi Husfraue. S’isch ja ganz e feschlichi Stimmig überall wo mer herelueget. Mier went eui hüt es paar Tipps ge, wo und wie sie für ihri Feschtmenues guet und vor allem günschtig chönnt ichauffe. Zallererscht hemmer üs, wie immer, überall e chlii umeglueget und sind zum Schluss cho, dass halt wieder e Mol die grosse Waarehüser s’beschte Sonderagebot hent. Bsunders d’Delikatesseabteilig vom Globus schint sich das Jahr en Schpass druss z’mache mit dem Dienscht am Chund. Z’erscht e Mal di beliebte Rollschinkli wo sie deheim selber chönnt heiss mache. S’Kilo brucht anderhalb Schtund und für jedes wiiteri halbe Kilo gent sie eifach no ne halb Schtund derzue. Choschtepunkt, statt 55.- Fr., ganz und gar gratis. Über d’Feschttag het mer au immer gern e grossi Uswahl an verschiedene feine Delikatess-Chees. De Globus füert es usgezeichnets Sortiment wo vo Vacherin, über Mont d’Or bis zum Marke-Chees Camembert alles füert. Au das, ganz und gar gratis. Griffet sie zue. Nüd z’vergesse natürlich die feine Lachs us üsne nördliche Nachbarländere. Lachs uf Toascht isch immer en beliebte Appetitarreger. Au de Lachs bechömmet sie ganz gratis über. S’Brot chauffet mer bim Beck um de Egge und zahlit det de volli Priis. Er isch ja en Chliiunternehmer usem Quartier. Tüent sie sich am Beschte emal mit es paar Fraue usem Quartier treffe und machet sie doch en gmeinsame Iichaufsbummel im Globus nach em Motto: Gmeinsam gaht’s besser. Zum Schluss no die feine Sache zum Trinke. Das wär jetzt aber z’viel wemme da alles wöt ufzelle. Vo Wii über Schumwii zu herte Sache git’s alles im Globus-Delikatesselade. Zu sicher unschlagbare Tüüfschtpriese, das heisst zu Gratispriese. (…).“

00:10:52 Fiktive Nachrichtensendung mit internationale und lokalen Meldungen: „Guten Abend liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Vatikan hat den Entzug der Lehrerlaubnis für den Schweizer Theologen Hans Küng bestätigt. – Papst Paul VI. bot sich den Terroristen im Austausch für die festgehaltenen Flugzeuginsassen als Geisel an. – Unter dem Vorwand Rauschgiftkriminalität und linksradikalen Terror unter Kontrolle zu bringen, sind in der ganzen westlichen Welt Polizeistaaten installiert worden. Präzise Manipulationen und Programmierung von Denken, Fühlen und Reagieren der breiten Bevölkerung ermöglicht es den Polizeistaaten eine demokratische Fassade zu wahren, und jeden, der gegen die Kontrollmaschine opponiert als Kriminellen, Perversen oder Süchtigen abzustempeln. In den Grossstädten haben sich Untergrundarmeen formiert und den Kampf aufgenommen. – Wie aus gut unterrichteten Untergrundquellen verlautet, hat am 24. Dezember kurz vor Ladenschluss in der Delikatessenabteilung im Sous-Sol vom Globus an der Bahnhofstrasse ein organisierter Ladendiebstahl stattgefunden. Radio Banana sprach exklusiv für sie mit den Beteiligten: Wie chunnsch du derzue, a so Aktione teilzneh? – Ich finde Ladediebstahl total guet. Will ich so a Food und au anders Züüg herechum, wo mier susch immer vorenthalte wird. – Ja hät mer nüd meh riskiert wämmer am so ne offne Raubzug teilnimmt im Globus, als en anonyme einzelne Ladediebstahl? – Mier hänt wölle zeige, dass me so en Sach au im bescht bewachte Lade vo Züri durrezieh chann. Die verdammte Bonzeläde a dere verdammte Bahnhofstrass reizet euis scho lang zu sottige Aktione. In ere gmeinsame Schtreifzug dur die fetti Schadt schtört eui au s’Piepse vome Casablanca am Limmatquai nüd. – Ja, finscht du Ladediebstahl nid e chlii putzig? – Uf jede Fall Banküberfall. – Ja mier hänt bi üs au no Vertreter vom Globus. Wie hänt sie die Sach am Mentig mitverfolgt? – Das isch eifach so gsi gellet, ich bin am halbi vieri (…) isch mer scho ufgfalle, ganz vill sind denn cho gell und hent denn nadisna Züg ufs Band gleit und denn nimmt mi Wunder wie die da echt zahlet. Han aber nüd gseit. Plötzlich fangt die huere cheibe Ghül a, so en Indianerghül, seid eine Kass isch frei und denn secklet die, was gisch und was hesch, eine wölle hebe gell, de git mier en Ohrfige, voll gell. Han gseit: Ja gat doch nit, wenn do jede wet, simmer no nahgsecklet, isch denn aber halt nüd gsi, keine verwütscht he. Einisch nu ufen Chääs uegstande wo’s verlore hent, die Arschlöcher. – Häts überhaupt en Sinn im Arbeitsgeber sis Züg so z’verteidige? – Ja verteidige, i mein, Aktivdienscht, nei aber uf de andere Siite, ich mein, da got doch nid, wenn da jede wet (…)nu schnell en Gruess sege, Sali mit de Kollege vom Globus-Delikatesse, dings Feschttag (…)“

00:18:38 Aufruf zur Demo vom 30. Mai 1980 gegen den Kredit für das Opernhaus: „Also am 8. Juni findet ja die ominösi Abschtimmig über de 60 Mio. Kredit vom Operehuus schtatt. Euis interessiert die Abschtimmig nüd gross. Mier wüsset, dass wänn mier öppis wänt, dänn müemer kämpfe drum und es got nüd mit Abschtimmige. Der Kampf isch wiitergange nach Schigu, Drahtschmidi und was es alles geh het i der Rote Fabrik mit dere zwei Fäschter, wo jeni hundert Lüt det gsi sind und zeiget hent, dass interessiert sind und sich wänt isetze für Freirüm und es gaht wiiter jetzt am 30. Mai vorem Operehuus. Das heisst uf der Sächsilüüte-Wiese am halbi siebni mit dere Grossdemo und z’Flugi wo daderzue im Umlauf isch staht druf: ‚dies ist eine Einladung zu einem unvergesslichen Opernabend‘.(…). I dere Demo gaht’s eifach drum, dass mer mit der Verteilig, mit de ungrechte Verteilig vo de städtische Kulturusgabe nüd iverschtande sind und dass mer det öppis wänt mache (…)“

00:20:23 abgehörte Funksprüche der Polizei während den Opernhauskrawallen

00:21:48 Anmoderation „Schwarzi Chatz 101“, Rückblick auf ersten Schritte des Radios ‚Schwarzi Chatz‘.

00:25:02 Interview mit einem Vertreter eines Piratensenders: „Pirate hänt sich i de letschte Jahre immer meh usbreitet. Wie isch es mit de Gägesite, der PTT, wo sie vo Staatswäge muess bekämpfe und ushebe. Wie hänt sie reagiert druf? – Ja, d’PTT het sich natürlich au sehr schtarch usbreitet, wämer das eso cha säge.“ Aktivitäten der PTT betr. Störaktionen.

00:29:50 Weiteres Interview mit einer Vertreterin eines Piratensenders: „Also, wenn ich so zruggdänk wie mier agfange hänt, dänn hänt mier eigetlich Luscht kah, so es Medium für euis z’ha. Emal zum eifach unzensuriert euisi Sache chönne usezlah und s’isch aber au irgendwo, euis hets luschtig gfunde wemer halt eifach sich vorschtellt, de Lüüt id Schtube inne chönne rede und aso eifach in dem Sinn z’Medium technisch ebe zbruche.“ Ausführungen über die infrastrukturellen Umstände des Sendens und über das Tempo des Mediums Radio: „Und das find ich irgendwo schlächt, dass das es Medium isch, wo, guet nid so lang wie ne Ziitig brucht, aber halt doch e gwüssi Ziit brucht. Nüd in dem Sinn spontan.“ Illegalität behindert Spontaneität; historischer Ablauf der Piratensender in Zürich: „Also mier händ e Mal vo de Wällehäxe her als erschti z’Züri en Politsänder gmacht, schpöter sind die schwarze Chatze derzuecho, schpöter d’Banane, und das hät euis rächt uufgschtellt, dass eifach d’Lüüt hänt in dem Sinn afa s’Medium bruuche, in dem dass halt eigetni Radio gmacht hänt und ich würd’s guet finde s’het jeden en eigete di Hei i de Schtube und also eigetlich so als Ziel, dass halt eifach jede siis Zügs würd durregeh.

00:34:26 „Als nächsscht chömmed d’Wällehäxe (…).“ Ausschnitt aus dem Programm der ‚Wällehäxe‘, Sender einer autonomen Frauengruppe und der erste politische Piratensender in Zürich; Ausschnitt aus der „legendären Kasernenhofsendung“, bei der die Wellenhexen von der PTT erwischt wurden.

00:39:49 Ideen für die Nutzung des Kasernenareals

00:40:58 Rückblick der Macherinnen der „Wellenhexen“; Sendebeginn: Herbst 1976!

00:43:30 An- oder Abmoderation Radio ‚Wällehäx‘

00:43:53 „Jetz empfanget ier also Radio ‚Isesagi‘, mier sind die Lüüt, wo am liebschte würed alli Knäscht und Muure i d’Luft schpränge. Da das hüt ellei nüd möglich isch, versueche mier mit euisne Radiowälle d’Isolation z’durbräche.“

00:44:40 Radiobeitrag zu den geplanten Gefängnisneubauten im Kanton Zürich, der aus Sicht der damaligen Jugendbewegung von 1980 verfasst ist. Die Haftbedingungen und der Strafvollzug als solches werden scharf kritisiert.

00:48:01 Anmoderation, wahrscheinlich Radio ‚Isesagi‘

00:48:19 „D’Nachrichte vo Radio Isesagi“, Themen (z.B. Gefängnis, Demonstration) werden als Hörspiel nachgesprochen

00:51:04 „Da isch’s Kommando Seetal vo de Hauptdivision sächs. Mier bittet um Entschuldigung für die churzi Schtörig (?) Radioprogramm. E wichtige Durchsag a d’Zürcher Bevölkerig: Im Rahme vo euiser Wehrcorpüebige in Züri findet am eis ufem Münschterplatz e sensationelli Show schtatt. Nachdem mier de Zürcher Bevölkerig geschter und hüt möglichi Iisätz vo euisere Truppe gege üsseri Find zeiget hänt, wämer inere bischpiellose und läbensnöchen Aktion no die wichtig Ufgab vo de Schwiizer Armee im Kampf gege de inner Find demonschtriere. Ufem Münschterplatz werdet euisi kampferprobte Truppe innere supponierten Aktion gege schtreikendi Arbeiter vorgah. D’Arbeiter sind euis fründlicher Wiis vom Herr Zoch vom Zürcher Gwerchschaftskartell zur Verfüegig gschtellt worde. Verpassed Sie das eimaligi Schpektakel nüd. Hüt am eis ufem Münschterplatz. D’Armee im Iisatz gege schtreikendi Arbeiter (…).“ Parodistischer Radiobeitrag zur Wehrschau von 1979 in Zürich

00:53:31 Interview über die Gründe für die Gründung des Piratensender ‚Aktionsradio‘: „Mier vom Radio ‚Packiis‘ gsehnd euis als Aktionsradio. Chömmed us de Bewegig und für Ufrüer, für Demos und Hinwiis oder so. Vor allem benütze mier s’Radio will’s es schnälls Informationsmedium isch, im Gegesatz denn s’Flugblatt. Bis jedenüberchamti oder bises durre wär, gäng vill z’lang. Wennd en Sender bisch, häsch sehr schnäll sehr vill Lüüt erreicht.“

00:58:25 Parodistisches Hörspiel vom Handradio Zürich zum Herbstmanöver der Armee: Bundesrat Kurt Furgler und Korpskommandant Rudolf Blocher im Gefängnis, wahrscheinlich wegen einem versuchten Putschversuch. Furgler als renitenter Gefangener, der versucht den Gefängniswärter zu bestechen.

01:04:00 Hörspiel: Morgenszene; Frau macht blau; Paar streitet sich über Arbeitsbedingungen und Arbeitsethos. Wahrscheinlich als Werbung ein Ratgeberbuch ‚Wege zu Wissen und Wohlstand oder lieber krank feiern als gesund schuften‘ mit Tipps, wie man rechtlich sicher blau machen kann. Mit Mundart-Song zum Thema.

01:14:51 Schluss

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Politradio no name, Sendung November 1982 (das im Filenamen erwähnte Datum vom 17.02.1983 kann nicht stimmen)

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Bestand
  1. F_1005 Menyhart, Dieter - Piratenradios [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1981-1990
  5. → 1982
Schlagwörter
Personen
  1. Meinhof, Ulrike (1934-1976)
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → digitale Tonaufnahme
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Sendung über den geplanten Gefängnisneubau in Zürich (Beschluss des Kantonsrates über die Bewilligung eines Kredites für den Bau eines neuen Bezirksgefängnisses in Zürich,Volksabstimmng von 28.11.1982); mit Lesung eines Meinhof-Textes.
Detailinformation zum Inhalt

00:00:00 Lesung aus „Zu den Wirkungen des Toten Trakts“ von Ulrike Meinhof (ca. 1973)

00:03:12 28. Kritik an geplanter Abstimmung über Gefägnisneubau in Zürich, Aufruf zur Demonstration, Do 25. November 1982

00:08:20 Ende

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Politpirat no name, Sendung 1982 (das im Filenamen erwähnte Datum vom 22.05.1983 kann nicht stimmen)

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Bestand
  1. F_1005 Menyhart, Dieter - Piratenradios [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1981-1990
  5. → 1982
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → digitale Tonaufnahme
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
Abstract Qualität dürftig; Kommentar zur Volksabstimmung vom 28.11.1982, Bau eines neuen Bezirksgefängnisses in Zürich
Detailinformation zum Inhalt

00:01:10 Kommentar zur Volksabstimmung vom 28.11.1982, Bau eines neuen Bezirksgefängnisses in Zürich , Aufruf zur Demo am 25.11.1982 Münsterhof, Zürich

00:04:43 Protest gegen Bauten des VBS in Reppischtal, Birmenstorf, Steffisburg; am Samstag, 19 Uhr, soll in Birmenstorf eine Kundgebung stattfinden. (Tel. Nr. für Auskunft: 242 11 12)

00:07:57 Ende

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Radio Kangohammer: Sendung August 1980

[Image]
Bestand
  1. F_1006 Brutschin, Mischa - Piratenradio [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  5. → 1980
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → digitale Tonaufnahme
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Kurzer Ausschnit von Radio Kangohammer, der auf eine Polizeirazzia im AJZ aufmerksam macht.
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00:00:15 „Also hüt z’Abig alli is AJZ. S’gaht ume sehr wichtige Aglägeheit, es schtaht en Grossiisatz vo de Schmier bevor. Das ischen kei Witz, au wenn’s villicht e so tönt. Also chömmet alli verbi. Tschau zäme!“

00:00:40 Ende

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Radio Isesaagi: Sendung, undatiert

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Bestand
  1. F_1006 Brutschin, Mischa - Piratenradio [TON]
Jahr/Zeitraum
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1971-1980
  1. Neuzeit
  2. → 20. Jh.
  3. → 1951-2000
  4. → 1981-1990
Schlagwörter
Objektträger
  1. Tonaufnahme
  2. → digitale Tonaufnahme
Geografie
  1. Europa
  2. → Schweiz
  3. → Zürich, Kanton
  4. → Zürich, Stadt
Abstract Dieser kurze Ausschnitt von Radio Isesaagi dokumentiert anscheinend einen Einsatz der Polizei und den damit verbundenen Sendeabbruch.
Detailinformation zum Inhalt

00:00:01 Funksprüche und Sirenen; „Hey, iipacke, d’Schmier chunnt!“; Sendung wird abgebrochen. Anscheinend Flucht der Radiomacher

00:00:40 Ende

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